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Kippwagen mit nach beiden Seiten kippbarem Kasten.
Die bisher gebräuchlichen Kippwagen weisen den Übelstand auf. dass bei der Kippbewegung des Wagenkastens einerseits durch zu geringe Neigung desselben eine vollständige Entleerung erschwert ist,
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bleiben.
Um diesen t'bestand zu beseitigen, wird gemäss vorliegender Erfindung der Drehpunkt des Kipp-
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Radius bewegt wird, welcher grösser ist als der des Wagenrades und sieh infolgedessen bei fortschreitender Kippung eine immer grössere Entfernung des Kippkastens vom Radscheitel ergibt. was besonders wichtig ist, da auf der Kippseite eine stärkere Belastung des Fahrzeuges und damit im Zusammenhang eine stärkere Senkung des Wagenkastens erfolgt. Hiebei wird überdies erreicht. dass der Wageninhalt möglichst weit neben den Rädern abgelagert wird.
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gelagerten Schraubenspindel 13 gegen Verdrehung gesichert sich bewegen können.
Die Schraubenspindel 7- erhält ihren Antrieb durch ein Schneckenrad 14 und eine Schnecke 15, welche auf einer in der Fahrzeug- längsachse liegenden Welle 16 sitzt. Diese wird entweder vermittelst einer Handkurbel oder, wie in der beispielsweisen Ausführungsform Fig. 1 dargestellt, vom Wagengetriebe durch Zwischenschaltung zweier Kettenräder 77 und einer Rolle 18 angetrieben.
Auf der Welle 16 sitzt eine Scheibe 19, auf welcher ein Reibring 20 aufgepasst ist, an dessen Auge 21 zwei Lenker 22 angreifen, welche mit zwei Stützbalken 2. 3 gelenkig verbunden sind. Diese sind ihrerseits vermittelst Lagern 24 am Fahrzeugrahmen 6 gelenkig aufgehängt und können sich weehselweise an den
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Der Vorgang beim Kippen des Wagenkastens 2 ist folgender : Die Drehhacken 9 werden auf der der Kipprichtung abgewendeten Seite des Fahrzeuges durch Umlegen geöffnet. Hierauf wird vermittelst einer Handkurbel oder unter Zuhilfenahme des Wagengetriebes durch die Kettenräder 17 und die Kette 18 die Welle 16 gedreht. Mit ihr drehen sieh die auf ihr aufgekeilten Schnecken 15, welche ihrerseits die Schneckenräder 14, in welche sie eingreifen, drehen. Diese nehmen wieder die Schraubenspindeln 13, auf welchen sie festsitzen, mit und auf diesen bewegen sieh nun die Wandermuttern 12 gegeneinander und bewirken hiebei ein Knicken des durch die Lenker 11. die an sie angelenkt sind, gebildeten Kniehebelgelenkes.
Hiedurch wird die Rolle 10 vertikal geradlinig nach aufwärts bewegt. Diese rollt nun unter gleichzeitiger Hebung der Bogenschiene 4 in dieser ab, u. zw. so. dass die im jeweiligen Berührungspunkte zwischen Rolle und Bogenschiene an beide gemeinsam gelegte Tangente annähernd horizontal ist, so
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dass nur vertikale Belastungen und keine durch Horizontalkräfte hervorgerufenen Biegungsbeanspruchungen in das Kniehebelgelenk kommen.
Die sich hebende Bogensehiene 4 nimmt nunmehr den mit ihr verbundenen Rahmen 1 des Wagenkastens 2 mit, welcher auf der der Kipprichtung zugekehrten Seite durch seine Atislegestützen auf dem Bolzen 7 der Stützlager 5 sitzen bleibt, da er auf dieser Seite durch die Drehhacken 9 gehalten wird. während diese auf der andern Seite geöffnet wurden und somit ein Abheben der Auslegestützen. 3 von den Bolzen, der Stützlager. 5 gestatten. Während der Kippbewegung wird der Kastenschwerpunkt weit über das Kipplager hinaus verlegt und der Wagenkasten in diesem Falle durch die Rollen 10, welche aus diesem Grunde in der Bogenschiene von oben und unten geführt werden (Fig. 5) sowie die Lenker 11 am Fahrzeug festgehalten.
Die Kippbewegung wird durch Anlaufen der Rollen 10 an das Ende der Bogenschiene 4 begrenzt.
Bei der zur Kippung notwendigen Drehung der Welle 16 nimmt die Scheibe 19 den Reibring : 20 in jener Richtung mit, nach welcher gekippt wird. Dieser bewegt wieder einen der Lenker 22 und damit auch einen der Stützbalken 23 gegen die Platten 25, wo sieh dieser anstützt, während der zweite Lenker und Stützbalken aus ihrer Ruhestellung gegen die Wagenmitte bewegt werden. Hiedurch wird auf der Kippseite eine Ausschaltung der Wirkung der Wagenfeder, also eine feste Abstützung des Wagenrahmens an der Wagenachse bewirkt. Beim Zurückdrehen des Kastens tritt die umgekehrte Wirkung ein. um sich bei Drehung bzw. Kippung nach der andern Seite zu wiederholen.
In der Ruhestellung ist der Reibring 20 und damit die Stützbalken 23 in geeigneterweise, beispielsweise durch eine federnde Klinke, festgestellt, welche vor Einleitung der Kippbewegung angehoben werden muss, so dass keinerlei Beeinträchtigung der Federwirkung des Fahrzeuges eintritt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kippwagen mit nach beiden Seiten kippbarem Kasten, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige seitliche Drehpunkt des Kippkastens (2) unterhalb des Mittels der Radachse (26) des Fahrzeuges angeordnet ist, um beim Kippen den Kippkasten (2) in einem Radius bewegen zu können. welcher grösser ist, als der des Fahrzeugrades, so dass sich bei fortschreitender Kippung eine immer grössere Entfernung des Kippkastens vom Radscheitel ergibt.