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Zur Aufnahme sonst herabhängender beweglicher Organe, Kabel od. dgl., namentlich bei Soffitten. werden Körbe oder Behälter verwendet, welche zufolge dachförmiger oder kegelförmiger Gestaltung ihres Bodens das gleichmässige Einlegen des Kabels u. dgl. bewirken sollen.
Diese Gestaltung des Bodens hat aber den Nachteil, dass sie erstens den Fassungsraum des Behälters sehr beeinträchtigt, welcher auch erfahrungsgemäss nicht voll ausgenützt wird, so dass der Behälter für ein bestimmtes Fassungsvermögen sehr grosse Abmessungen nach Höhe und Länge erhalten muss ; zweitens ist beim jedesmaligen Übergang des Kabels über die Mitte des Behälters die Gefahr des Ausspringens des Kabels immerhin eine ziemlich grosse, weil dort naturgemäss der Behälter auf eine breite Zone sehr seicht und daher die Sicherheit der Führung des Kabels zwischen den Seitenwänden sehr vermindert ist.
Gemäss der Erfindung wird nun der Boden des Behälters eben. gegebenenfalls auch mässig gewellt oder gekrümmt ausgeführt, das flexible Organ (Kabel) aber an einer Stelle des Behälters so angeklemmt, dass dem Kabel dadurch eine bestimmte Richtung und Neigung zum Behälterboden gegeben wird. Diese Richtung oder Neigung ist von der Steifheit. Breite und Dicke des Kabels abhängig, durch einfachen Versuch zu ermitteln, und bewirkt, dass das Kabel gezwungen wird, den Behälter auch im unteren Teile desselben, der beim Behälter mit dach-oder kegelförmigen Boden durch letzteren ganz verloren geht. gut auszufüllen.
Die Klemmvorrichtung kann auch an einer den Behälter unterteilenden, zwecks Lenkung des Kabels geeigneten geformten Querwand angeordnet sein und mit dieser zusammen dann so wirken, dass zuerst die eine Behälterhälfte vom Kabel gefüllt wird, welches dann nach Überspringung der Querwand in die zweite Hälfte gelangt. Der Behälter mit Querwand kann gelegentlich zweckmässig auch durch zwei kleinere, mit je einer geeignet geformten Seitenquerwand versehenen Behälter ersetzt werden.
Das Kabel wird nun so angeordnet, dass der Aufhängepunkt lotrecht über der Kabelklemmstelle liegt, z. B. bei Anklemmung an der Mittelwand oder aber so, dass die Aufhängestelle und die Kabelklemmstelle nicht lotrecht übereinander liegen, z. B. wenn das Kabel an einer Seitenquerwa, nd des Behälters angeklemmt ist. Im letzteren Falle kann die Aufhängestelle des Kabels zentrisch über der Mitte des Behälters
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und schweren Kabeln, den Auffangkorb verhältnismässig lang und schmal zu gestalten und dann das Kabel an der einen Schmalseite zu klemmen, den Aufhängepunkt des Kabels aber lotreeht über die andere Schmalseite zu verlegen.
Die Form der Auffanggefässe ist dabei in weiten Grenzen beliebig, sie kann rechteckig sein, besonders für bandförmige Organe oder au elf rund oder zylinderförmig, namentlich für nicht bandförmige Organe, die eine unregelmässige Seitensteifigkeit besitzen. Jeder Rotationskörper, der durch Rotation der Querschnittsfigur der eekigen Behälter entsteht, ist dazu geeignet.
In der beigeschlossenen Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren Ausführungsformen beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt den Auffangbehälter mit einer Querwand und daran festgeklemmten Kabel. Fig. 2 die Klemmung des Kabels an der Behälterwand und Fig. 3 zwei kleine Behälter statt des einen unterteilten. Fig. 4 stellt den Querschnitt durch verschiedene Formen der Querwand oder Behälter-
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Die Fig. 1 und 2 sind wohl ohne weitere Beschreibung verständlich. In Fig. 1 füllt das Kabel beim Hochgehen erst die linke Hälfte, bis die Lagen die Höhe der Querwand c erreicht haben, dann springt das Kabel infolge der Steifigkeit über die Querwand c in die zweite Hälfte a'über und legt sich in gleicher Weise in diese ein, weil beide Behälterhälften a und a'symmetrisch zur Lotrechten der Kabelaufhängung angeordnet sind.
In gleicher Weise, wirkt der Behälter nach Fig. 2, bei der das Kabel, wie ersichtlich, an der Seitenwand geklemmt ist und die Querwand wieder in der Lotrechten der Kabelaufhängung liegt.
In der Ausführung gemäss Fig. 3 werden nun statt des einen unterteilten Behälters zwei entsprechend kleinere angewendet, was infolge leichterer Handhabbarkeit, Transportierbarkeit und Montage von Vorteil sein kann. Die Querwand c ist hier durch die beiden Wände c und c'ersetzt, von denen die eine wieder die Kabelklemme b, die andere die Klemme b'trägt. Die beiden Behälter werden wieder symmetrisch zur Lotrechten von der Kabelaufhängung an der Soffittenleiste e befestigt.
Die Fig. 4 zeigt Querschnitte verschiedener Ausführungsform durch die Querwand oder Behälterwand, von denen das Kabel angeklemmt ist und ist je nach Form und Steifheit des Kabels die eine oder andere Form vorteilhafter.
Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform des Auffangbehälters, namentlich zur Aufnahme verhältnismässig breiter, dafür aber kürzerer Aufhängeorgane. Die Kabelaufhängung ist hier lotrecht über der einen Schmalseite c des Behälters angeordnet, während die Kabelklemmstelle an der gegenüberliegenden Schmalseite c'des verhältnismässig langen Behälters sich befindet. Das Kabel liegt dann bei hochgezogener Soffitte wesentlich nur in einer Lage im Behälter. Die Wand c'ist dabei nach aussen geneigt und ragt über die Lotrechte von der Kabelaufhängung heraus, wie auf der Zeichnung ersichtlich, so dass das Kabel verlässlich wieder umkehrt und allenfalls noch eine kurze Schleife legt.
Zur Vergrösserung der Bodenfläche kann auch der Boden wellenförmig oder gekrümmt gestaltet sein, um so eine grössere Kabellänge aufnehmen zu können. Die Grösse der Wellungen oder Krümmungen muss selbstverständlich der Steifigkeit des Kabels angepasst sein, damit sich dieses in die Krümmungen einlegt.
Für runde Kabel oder ungleichmässig seitensteife Kabel kann es auch zweckmässig sein, runde Körbe als Auffangbehälter zu verwenden, welche dann die Form haben, wie sie durch Rotation der in den Fig. 1-3 gezeigten Schnitte entstehen. Dem Kabel kann dann an der Klemmstelle eine Drehung beim Einspannen gegeben werden, so dass das Kabel das Bestreben bekommt, sich der Boden- oder Wandfläche anzuschmiegen.
Hiebei wird die¯Lenkung des Organes durch eine je nach den Umständen im Zentrum des Behälters angeordnete, einfache und verhältnismässig dünne und daher im Gegensatze zu einem beispielsweise kegelförmigen Behälterboden sehr raumsparende Spindel unterstützt. Das Ende der Spindel ist hiebei zweckmässig kugelförmig ausgebildet. Diese Ausführung eignet sich namentlich zum Auffangen ungleichmässig steifer oder schlaffer Hängeorgane und verhindert bei diesen wirksam die Bildung von Kreuzschleifen, welche die Veranlassung zur Knotenbildung sind.
Die Vorteile der oben beschriebenen Einrichtung gegenüber den Auffangbehältern mit dach-oder kegelförmigem Boden sind : Geringere Behälterhöhe und daher grössere Hubhöhe, sicheres Funktionieren, grössere Unabhängigkeit von der Ausführungsart der Hängeorgane, leichtere Montage und Transport, Kostenersparnis bei der Herstellung des Behälters und der Kabel.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Aufnahme hängender Organe, Kabel od. dgl., namentlich bei Soffitten, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ (d) an einer Stelle des Aufnahmebehälters (a) durch eine Klemmvorvorrichtung (b) in einer solchen Lage festgehalten wird, dass es dadurch das Bestreben erhält, sich tangential an die Wand bzw. den Boden des Aufnahmebehälters anzulegen.