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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 10514.
MAXMÖLLERINALTONA. Stromschlussvorrichtung für elektrische Uhren.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Stromschtussvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine vor und nach dem Stromschluss entspannte Feder lediglich während der Dauer des Stromschlusses in Spannung versetzt wird und dadurch die Reibung zwischen den sich berührenden Stromschtussstücken vermehrt.
Ms tritt also die die Reibung vermehrende Feder nur während des Stromschlusses in Tätigkeit, so dass die von ihr ausgeübte Reibung, die an und für sich hemmend auf den Gang der Uhr einwirkt und in dieser Hinsicht als schädlich anzusehen ist, lediglich für einen ganz kurzen Zeitraum anhält, innerhalb dessen sie nicht gut entbehrt werden kann, sollen die Stromschlussteile stets sauber bleiben und bei den unvermeidlichen Erschütterungen, welchen Uhren aus-
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liegenden Zeichnung veranschaulicht.
Mit 1 sind die Elektromagnetspulen und mit 2 die Polschuhn der Elektromagneten bezeichnet, zwischen welchen in der bekannten Weise der frpiscbwingende Anker. 3 auf
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wird. Der Rückgang des Ankers erfolgt durch Einwirkung der Abreissfeder 7, der Anzug des Ankers dagegen wird in folgender Weise durchgeführt. An dem Anker 3 ist mittelst Schrauben 8 eine in die Hülse 9 übergehende Scheibe 10 befestigt, welche eine kurvenförmig gebogene Auflagefläche 11 besitzt. Auf diese Scheibe ist mittelst Schrauben 12 ein kleiner ziemlich weit ausladender Winkel 13 unverrfückbar angeordnet, auf dessen äusserstem Ende die Stromschlussplatte 14 verlötet ist, oberhalb welcher der kleine palettenartige Vorsprung 15 liegt, der nachstehend einfach als Palette bezeichnet werden möge.
Der schmale Stromschlusshebel 16, welcher in bekannter Weise auf einer isolierten Grundplatte 17 um eine Stiftschraube 18 drehbar ist, steht unter dem Druck einer an dem Winke ! verschraubten feinen Uhrfeder 20, so dass derselbe jederzeit bestrebt ist,
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Ilebels 16 ist eine kleine Schraube 21 vorgesehen, welche zur Befestigung des nachstell- ) baren Stromschlussstiftes 22 dient, der in einer im Hebel 16 enthaltenen feinen Bohrung aufwärts und abwärts verschoben werden kann.
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einen palettenartigen Fortsatz 26 ausläuft, welcher mit zwei Schrägen 27 und 28 versehen ist, die beim Gange der Uhr mit den Schrägen 29 und 30 an der Palette 15 in Eingriff kommen.
Die Wirkungsweise der aus diesen Teilen bestehenden Stromschlussvorrichtung gestaltet sich folgendermassen :
Nach erfolgtem Anzug des Ankers 3 nimmt dieser die in Fig. 2 gezeichnete Stellung ein. Der Magnetismus im Elektromagneten 1 ist erloschen und durch Einwirkung der Abreissfeder 7 kC'brt der Anker nunmehr langsam in die in Fig. 1 gezeichnete Stellung zurück, in welcher der Stromschluss erfolgt.
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Bei dum RUcKgaDge des Ankers trifft zunächst die Schräge 29 der Palette 1-5 gegen die Schräge 2S des Fortsatzes 26, infolgedessen wird der Stromschlusshebel 16 angehoben.
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auf (Fig. 3), der Stromschlussstift 22 kann also die Stromschlussplatte 14 nicht berühren.
Die Berührung zwischen beiden erfolgt erst, sobald die Rückwärtsdrehung des Ankers soweit fortgeschritten ist, dass die vorstehende Kante der Schräge 27 an der Schräge 30 vorbeigleiten kann, worauf der 8tromschlussstift 22 auf die Stromschlussplatte 14 aufschlagt. Es erfolgt Stromschluss, und der Anker 3 wird wieder angezogen. Beim Anzuge des Ankers drückt die Schräge 30 der Palette 15 die Schräge 27 und damit die Feder 25 in die Stellung gemäss Fig. 4, wodurch die Reibung zwischen Stromschlussstift und Stromschlussplatte der Federkraft entsprechend vermehrt und in gleicher Stärke so lange erhalten wird, bis die Stromschlussplatte 14 vom Stromschlussstift 22 abgerissen wird, in welchem Augenblick die Feder 25 wieder hochschnellt.
Durch diese ungemein einfachen Mittel wird somit beim Anmeldungsgegenstande erreicht, dass einmal der Stromschluss und die Stromöffnung an räumlich getrennten Stellen der Stromschlussteile erfolgt, dass ferner die Berührung der Stromschlussteile während des Stromschlusses eine sehr gleichmässige und starke ist, so dass Staubablagerungen auf den Stromschlussteilen völlig unschädlich sind.
Schliesslich ist beachtenswert, dass der Stromschlussstift 22 beim Einfallen des Hebels 15 stets die Stromschlussplatte 14 berühren muss, auch wenn er schon stark abgenutzt ist.
Stauablagerungen und Fremdkörper können daran nichts ändern, denn auch die an der kurvenförmigen Auflage 11 und der Oberseite der Palette 15 sich sammelnden Staubteile u. dgl. werden beim Rückgange des Ankers durch die Vorderkante der Platte 23 bezw. den Fortsatz 26 bei Seite geräumt. Die Stromschlussvorrichtung entspricht also den höchsten Anforderungen, die hinsichtlich Einfachheit der Gestaltung und Sicherheit in der Wirkung an eine derartige Einrichtung gestellt werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Stromschlussvorrichtung für den Aufzug elektrischer Uhren u. dgl., dadurch gekennzeichnet. dass eine an einem drehbaren Hebel (16) bezw. dem Anker (3) isoliert sitzende
Feder (25) durch die Anzugsbewegung des Elektromagnetankers gespannt wird und dadurch während des Stromschlusses die Reibung zwischen de Stromschlussstücken vermehrt.