<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische PATENTSCHRIFT Ni. 1 0512. FiRMA C. P. GOERZ IN FRIEDENAU BEI BERLIN.
Prismendoppelfernrohr.
Bei den bisherigen Prismendoppelfernrohren sind die Träger für die optischen Systeme gewöhnlich mit den Fernrohrkörpern verbunden und die beiden Fernrohrkörper werden durch eine an diese angeschraubte Brücke miteinander verbunden. Diese Art Verbindung machte eine vollständige Neujustierung erforderlich, wenn das Fernrohr behufs Reinigung der Prismen und Linsen auseinandergenommen wurde, um die optischen Achsen unter sich und zur mechanischen Achse des Fernrohrs parallel zu machen.
Es sind dann später Konstruktionen aufgetaucht, bei welchen die Träger für die optischen Systeme unabhängig von den Fernrohrkörpern waren, so dass sie, nach Entfernung der letzteren, leicht zugänglich gemacht werden konnten. Gleichwohl konnte die Parallelität der optischen Achsen unter sich und zur mechanischen Achse leicht verloren gehen, da die beiden Träger für die optischen Systeme, z. B. mittelt Schrauben, an der zur Verbindung dienenden Brücke befestigt wurden.
Bei dem nach vorliegender Erfindung hergestellten Prismendoppelfernrohr wird die leichte Zugänglichkeit der optischen Systeme gewahrt und gleichzeitig ein Neigen der optischen Achsen zueinander und zur mechanischen Achse dadurch vermieden, dass der feste oder scharnierartig oder parallel verstellbare Rahmen selbst als Träger für die Prismen bezw. die optischen Einzelsysteme ausgebildet ist. Die Stellungen der Prismen und Linsen gegen die Träger ist ein für allemal bestimmt, so dass die Achsen, wenn sie einmal unter sich parallel gewesen sind, nur durch Anwendung von Gewalt zueinander geneigt werden können.
Auf umstehender Zeichnung stellt Fig. 1 die Neuerung in einer beispielsweisen Ausführungsform in Seitenansicht dar. Fig. 2 ist eine Vorderansicht, Fig. 3 endlich ein Grundriss derselben. Fig. 4 und 5 zeigen eine zweite beispielsweise Ausführungsform des
Erfindungsgegenstandes in Vorderansicht bezw. Gruudriss.
Zwei Platten ii und b sind durch geeignete Distanzstücke c, d, e, welche im gezeichneten
Falle durch Rohrstücke gebildet werden, fest miteinander verbunden. Die obere Platte a trägt das Okularrohr o sowie das Prisma f, an der unteren Platte b ist das Objektivrohr 9 und das zweite Prisma h angeordnet und zwar in der Weise, dass der Lichtstrahl durch das Objektiv zunächst in das Prisma f tritt, dort zweimal reflektiert wird und in das
Prisma t gelangt. von wo er, nach ahermaliger zweifacher totaler Reflexion nach dem
Okular gelangt. Zwei derartige Körper von symmetrischer Anordnung sind durch eine feste oder behufs Verstellung der Augenweite bewegliche Brücke i zu einem Ganzen verbunden.
Soll das Instrument in dieser Form gebraucht werden,'so hat man nur nötig, die
EMI1.1
punktierte Linien o angedeutet, um das Eindringen seitlicher Lichtstrahlen zu verhüten ; anderenfalls schiebt man dasselbe in einen ringförmigen Mantel von entsprechendem Querschnitt ein, in welchem es auf geeignete Weise befestigt wird. In der in Fig. 1-3 dargestellten Ausführungsform ist für jedes der beschriebenen optischen Systeme ein besonderer Mantel m vorhanden, während bei der in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform zwei optische Systeme zusammen von einem gemeisgchaftlichen Msst@I umgeben sind.