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Bei Telephonen mit einer Membran, die durch elektromagnetische Einrichtungen in Schwingungen versetzt wird, um Schallwellen zu erzeugen, zum Unterschied von solchen bei Mikrophonen od. dgl., die durch Schallwellen in Bewegung gesetzt werden, ist es üblich, die Membran an ihrem Rand zwischen zwei Metallplatten oder Flanschen festzuklemmen, wobei gegebenenfalls Scheiben aus Hartgummi, Fiber oder einem andern ähnlichen Stoff zwischengelegt werden, um zu bewirken, dass die Membran soweit als möglich gleichmässig festgeklemmt wird, wodurch das"Klappern"der Membran vermieden wird, wenn das Elektromagnetsystem bei der Einstellung nahe an die Membran selbst oder an eine Armatur gebracht wird, an welcher die Membran befestigt ist.
Es ist natürlich im allgemeinen bekannt, eine Membran in der Weise zu halten, aufzuhängen oder in ihrer Lage zu erhalten, dass eine elastische Vorspannung vermieden wird, die bei der Funktion eine bestimmte Schwingungsfrequenz der Membran hervorrufen oder die der Membran innewohnende Eigenfrequenz verstärken würde. Es genügt jedoch nicht, insbesondere nicht im Falle von Membranen von Telephonempfängern der Lautsprechertype, auf die sich die vorliegende Erfindung vor allem bezieht, dies vorzusehen, ohne die Gewähr zu schaffen, dass die ursprüngliche Einstellung der Membran stabil bleibt, und es ist Gegenstand der Erfindung, die erforderliche Stabilität zu gewährleisten.
Demgemäss besteht die Erfindung darin, dass die Membran an ihrem Rande auf der dem erregenden elektromagnetischen System zugewendeten Seite durch einen elastischen Ring oder eine solche Armatur oder einen starren Sitz in solcher Weise unterstützt wird, dass ihre Annäherung an das elektromagnetische System genau begrenzt wird und an der dem elektromagnetischen System abgewendeten Seite von getrennten elastischen oder nachgiebigen Elementen gehalten wird.
Die Erfindung ist in den Fig. 1-5 der Zeichnungen beispielsweise in verschiedenen Ausführungsformen dargestellt. Die Fig. la und Ib sind eine Seitenansicht und eine Draufsicht eines Teiles des Lagerringes mit einem federnden Finger, der bei der Anordnung der Fig. 1 Verwendung findet.. Fig. 2a ist eine Seitenansicht eines Teiles des Lagerringes mit federnden Fingern, der bei der Anordnung der Fig. 2 angewendet wird. Fig. 4a ist eine Seitenansicht des Lagerringes mit federnden Fingern, wie er bei der Ausführungsform gemäss Fig. 4 in Verwendung steht. Die Fig. 5a und 5b zeigen Teile eines Ringes mit verschieden ausgestalteten federnden Fingern für die Anordnung nach Fig. 5.
Mit Bezug auf die Fig. la und Ib ist mit a das Gehäuse eines Telephonempfängers bezeichnet, welches an seinem vorderen Ende einen nach aussen ragenden Flansch b trägt und mit einem im Innern liegenden stufenförmigen Absatz c versehen ist. In diesen Absatz wird eine Membran d eingesetzt, die in bekannter Weise von einem Ring e aus Gummi oder einem andern elastischen oder federnden Material umfasst wird. Dieser Ring wird im folgenden kurz als Gummiring bezeichnet und hat einen ebenfalls an sich bekannten U-förmigen Querschnitt. An dem mit dem Flansch versehenen Ende des Gehäuses ist z. B. mittels Schrauben eine Abschlussplatte f befestigt, mit einer mittleren Schallauslass-
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Der Gummiring e ruht an seiner inneren Seite, d. h. an der Seite, die dem Magnetsystem zugekehrt liegt, auf der Unterfläche des Absatzes c. Auf dem Ring wird beiderseits durch einen Ring k aus Metall oder anderm Material, der als Lagerring bezeichnet wird, ein leichter Druck ausgeiibt. Der Lagerring ist mit einer Anzahl (z. B. drei) federnder Finger kl versehen, die radial nach innen, d. h. nach dem mittleren Schallaiislass 11 des Deckels f, zu gerichtet sind und sich gegen die innere Seite des Deckels stützen. Diese
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Finger können in schmalen Nuten oder Ausnehmungen/ liegen, die sich in dem Deckel befinden.
Der erwähnte äussere Ring e kann, wie dargestellt, von grösserer radialer Breite sein, als der Absatz c, so dass er nur auf einem Teil seiner radialen Breite unterstützt wird.
Der Lagerring k kann so angeordnet sein, dass er sich leicht auf den Gummiring e legt, der die Kante der Membran ci mit leichtem Druck umfasst, wobei ein Druck nach unten oder hinten durch besondere Organe erfolgt, die unmittelbar zwischen dem Lagerring Je und dem Deckel f angeordnet sind und sich nicht wie gemäss Fig. 1, la, 1b radial nach innen zum Lagerring erstrecken. In Fig. 2 und 2a ist ein Lagerring Je dargestellt, der mit einer Anzahl (beispielsweise drei) federnder Finger kl versehen ist, die sich vom Ring unmittelbar aufwärts erstrecken und sich gegen den Deckel f legen, so dass der auf oder gegen den Lagerring Je ausgeübte Druck unmittelbar abwärts und auf den Gummiring e und den Rand der durch ihn gehaltenen Membran d übertragen wird.
Die Rückseite des Deckels f kann mit einer Ringnut f zur Aufnahme der federnden Finger k1 versehen sein. Wenn der Lagerring k aus Metall oder einem ähnlichen elastischen Material besteht, können die federnden Finger in einfacher Weise aufwärts herausgedrückt werden, wie es in Fig. 2 und 2a dargestellt ist. Die federnden Finger können auch je an einem Ende durch Nietung an dem Lagerring oder gegebenenfalls auch an dem Deckel f befestigt werden. An Stelle der federnden Finger können elastische gebogene Glieder Verwendung finden (Fig. 3), die am Deckel f durch Niete ? befestigt werden und gegen den Lagerring k drücken. Sie können auch am Lagerring Je befestigt sein und sich gegen den Deckel f abstützen.
Das elastische gebogene Glied kl (Fig. 3) kann, wenn am Deckel befestigt, sich unmittelbar auf den Gummiring e abstützen, wodurch dann der Lagerring k in Fortfall kommt.
In den Fig. 4,4a ist eine in den Fig. 2 und 2a ähnliche Ausführungsform dargestellt, mit dem Unterschied, dass der Lagerring k mit federnden Fingern versehen ist, die in der umgekehrten Richtung abgebogen sind. Der Ring legt sich in eine Ringnut f5 des Deckels f hinein und die federnden Finger Jel stützen sich unmittelbar auf dem Gummiring e ab.
Bei einer weiteren Ausführungsform kann die Rückseite des Deckels f mit einer Ausnehmung
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Anzahl von Gummikugeln oder-kissen, Schraubenfedern od. dgl. eingesetzt werden, die sich unmittelbar auf dem Lagerring abstützen und diesen leicht gegen den Gummiring e drücken. Der Lagerring kann in diesem Falle flach ausgebildet werden.
Die Fig. 5 und 5a zeigen eine weitere Abänderung, bei der der Rand der Membran d gegen einen Ring von weichemMaterial, wieTuch, Gummi od. dgl., durch leicht federnden Druck gehalten wird, der beispielsweise von einer Anzahl federnder Finger 7 ausgeübt wird, die von einem in einer Nut f5 im Deckel f
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Gegebenenfalls kann der Rand der Membran durch federnde Einrichtungen wie die in den Fig. 5a oder 5b dargestellten Finger direkt gegen den ringförmigen Sitz c im Gehäuse s angedrückt werden,
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eines Sitzes aus Gummi od. dgl. erzielt.
Der Deckel kann am Telephongehäuse in boliebiger Weise, z. B. durch Schrauben m, befestigt werden.
Telephonempfänger gemäss der Erfindung können auf verschiedene Weise gebaut werden, ohne dass von dem wesentlichen Merkmal der Erfindung abgewichen wird. Es sei noch erwähnt, dass der oben verwendete Ausdruck ,,DeckeI" für denjenigen Teil des Gehäuses angewendet wird, -der. sich oberhalb oder vor der Membran befindet und den Schallauslass trägt, an welchem ein Sshallverstärker oder ein Trichter in der üblichen Weise angebracht werden kann. Im allgemeinen ist der ,,Deckel", der mit dem Schallauslass versehen ist, leicht abnehmbar, z. B. durch Anwendung von Schrauben, wie dargestellt.
Bei gewissen Bauarten kann jedoch der Schallauslass f1 aus einem Stück mit dem Gehäuse a bestehen, und die Membran mit dem Gummiring e und den allenfalls dazugehörigen Teilen wird von der Unter-oder Rückseite des Gehäuses eingesetzt und durch geeignete Vorrichtungen gehalten-Darauf wird der elektromagnetische Teil des Telephons in das Gehäuse eingesetzt. Dieser Teil kann auch auf einer besonderen Grundplatte angebracht werden, auf welcher das Gehäuse befestigt wird. Die Haltevorrichtungen können aus einer zylindrischen Hülse bestehen, die abnehmbar innerhalb das Gehäuses a befestigt ist und mit diesem den Absatz c für den Gummiring a, die Membran d und die allenfalls dazugehörigen Teile bildet.
Die oben beschriebenen Anordnungen zur Lagerung und zum Festhalten der Membran lassen sich natürlich nicht nur auf die besondere dargestellte Ausführungsförm von Telephonen anwenden, sondern beispielsweise auch auf die Lagerung von Membranen von grossen Abmessungen, welche keine Deckplatte mit Mittelöffnung benötigen, sondern wo einfach ein Ring aus Metall oder anderm Material als Abschluss verwendet wird, um die Membran festzuhalten.
Auf die erfindungsgemässe Weise kann auch die Membran eines Telephons gelagert werden, die nicht unmittelbar durch ein Elektromagnetsystem, sondern mittels eines Hebels in- Schwingungen versetzt wird, der mit einem, unter dem Einfluss eines
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Bei Anwendung der oben beschriebenen Bauarten wird die Membran ohne jede Vorspannung in ihrer Lage gehalten und nur durch den Einfluss des elektromagnetischen Systems selbst erregt. Durch die Lagerung gemäss der Erfindung wird im Vergleich zu den Membranen, die in der üblichen Weise eingespannt werden, die Fülle, Klarheit und Klangfarbe der Tonwiedergabe verbessert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Telephonempfänger, bestehend aus einem Gehäuse, einer Membran und einem dieselbe erregenden elektromagnetischen System, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (d) auf der dem Elektromagnetsystem zugewendeten Seite durch einen elastischen Ring oder eine solche Armatur (e) oder einen starren Sitz (c unterstützt wird, so dass ihre Bewegung in bezug auf das elektromagnetische System genau begrenzt wird, während sie an der dem Elektromagnetsystem abgewendeten Seite durch getrennte elastische oder nachgiebige Bestandteile (kl, k, k3) gehalten wird.