DE348388C - In den Gehoergang einzufuehrendes Telephon winkelfoermiger Bauart - Google Patents
In den Gehoergang einzufuehrendes Telephon winkelfoermiger BauartInfo
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- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R1/00—Details of transducers, loudspeakers or microphones
- H04R1/10—Earpieces; Attachments therefor ; Earphones; Monophonic headphones
- H04R1/1016—Earpieces of the intra-aural type
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- H04R9/00—Transducers of moving-coil, moving-strip, or moving-wire type
- H04R9/10—Telephone receivers
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Description
Es ist vorgeschlagen, worden, Telephone, insbesondere für Schwerhörige, in Form
einer Patrone auszubilden, die in den Gehörgang eingeführt werden soll. Es hat sich bei
der praktischen Ausgestaltung dieses Vorschlages herausgestellt, daß die Telephone
sich nicht so klein machen lassen, daß man sie völlig im Gehörgang unterbringen könnte,
vielmehr ragt ein nicht unerheblicher Teil aus diesem heraus, der mittels besonderer Haltevorrichtungen,
ζ. B. um die Hörmuschel zu legende Haken, festgehalten werden muß, um
das Herausrutschen -'des ganzen Telephons aus dem Gehörgang oder ein für den Träger
des Telephons sehr lästiges Zerren und Drükken im Öhr zu verhindern. Es ist weiterhin
vorgeschlagen worden, Ohrtelephone derart klein auszubilden, daß sie annähernd in dem
mittleren Teil der Ohrmuschel angeordnet werden können und mit einem Ansatz in den
Gehörgang hineinragen. Die Befestigung soll dabei in der Weise erfolgen, daß der in den
Gehörgang einzuführende Teil mit einem Ballen aus umgewickelter Baumwolle o. dgl. versehen
ist, der sich dem Gehörgang möglichst fest anschmiegt. Diese Befestigungsart ist
unbequem und unsauber und übt zudem einen schädlichen Druck auf den Gehörgang aus.
Gemäß der Erfindung sind diese Nachteile dadurch vermieden, daß das Telephon eine an
sich bekannte winkelförmige Form besitzt, wobei in dem für den Gehörgang bestimmten
Schenkel die'Telephonmembran und die Magnetspulen, in dem äußeren Schenkel der Magnet
untergebracht sind.' Hierdurch wird eine solche Gewichtsverteilung erreicht, daß der
Schwerpunkt des ganzen Telephons noch in dem in den Gehörgang einzuführenden Teile
liegt. Dies ergibt ein sehr gutes Sitzen des Telephons im Ohr. Es bedarf weder besonderer
Befestigungshaken, noch übt es einen störenden Zug aus.
Abb. ι der Zeichnung zeigt, wie das neue Telephon im Ohr angebracht wird. Der wagerechte
Teil, der mit einem olivenförmigen Mundstück versehen ist, wird von dem Gehörgang
selbst aufgenommen, der senkrechte Teil, an den sich die Schaltung anschließt, fügt sich in die incisura intertragica ein und
legt sich gegen das Ohrläppchen an. Infolge 5P der Anpassung des Telephons an den anatomischen
Bau des Ohres hält es sich ohne weiteres daran derartig fest, daß ein Herausfallen
selbst bei einem gewissen Zuge an der Anschlußleitung ausgeschlossen ist.
Die Abb. 2 bis 4 der Zeichnung veranschaulichen in vergrößertem Maßstabe ein Ausführungsbeispiel
für die bauliche Ausbildung des Telephons. Abb. 2 zeigt es in Rückensicht mit abgenommener Verschlußkappe.
Abb. 3 ist ein Längsschnitt, Abb. 4 eine Vor-. deransicht mit abgenommenem Mundstück
und Membran. Abb. 5 zeigt eine Einzelheit in abweichender Ausführung.
Das Telephon ist in einem Gehäuse aus unmagnetischem Material, beispielsweise Messing,
untergebracht. Dieses besteht aus einer zylindrischen Kammer 1, an die sich eine
längliche Kammer rechteckigen Querschnittes 2 anschließt. In der rechteckigen Kammer
ist ein U-fÖrmiger Magnet 3 angeordnet, in..'
der zylindrischen Kammer befinden sich die Polschuhe 4, die die Magnetspulen 5 tragen.
Die Polschuhe ragen mit Ansätzen 7 durch Schlitze in der Rückwand 6 der Kammer 1 in
die hintere Kammer und legen sich seitlich \ gegen die oberen Enden des U-förmigen Ma- j
gneten 3. Von außen ist durch das Gehäuse von beiden . Seiten je eine Schraube 8 ge- j
schraubt, die das Gehäuse, den anliegenden Ansatz 7 und den Magnetschenkel fest zusammenpreßt
und diese Teile gegenseitig fest- | hält. Unterhalb des Magneten 3 ist in der
Kammer 2 ein Klötzchen 9 aus Isoliermaterial angeordnet, das mit Schräubchen 10 für
die Verbindung der inneren Anschlußleitungen mit der äußeren Leitung 11 versehen ist.
Die Leitung 11 ist in an sich bekannter Weise durch eine geschlitzte Buchse 12 eingeführt,
die durch eine Überwurfmutter 13 derart zusammengepreßt wird, daß die Leitung 11 unverrückbar
festgehalten ist. Die inneren Verbindungsleitungen gelangen aus der hinteren Kammer 2, die an der offenen Rückseite
durch einen aufgeschraubten Deckel 15 verschlossen wird, durch eine Bohrung 14 in den
zylindrischen vorderen Teil 1.
Den Polschuhen 4 gegenüber steht ein als Anker dienendes Eisenscheibchen 16, das auf
einer Membran aus Goldschlägerhaut 17 befestigt ist. Die Membran ist straff gespannt
durch einen zylindrischen Körper 18, der in einen muffenartigen Körper 19 eingesetzt ist,
der mit Gewinde über die Kammer 1 faßt. An diesen aufgeschraubten Körper schließt
sich ein Mundstück 20 aus Hartgummi o. dgl. Material an, das in den Gehörgang eingeführt
wird. Um den die Membran tragenden Körper 19 in seiner jeweiligen Stellung gegen
die Kammer 1 festzuhalten, ist eine Gegenmutter 21 gegen seine Enden geschraubt. Es
gestattet die Lösung und Neueinstellung der Verschraubung eine bequeme Einstellung der
Membran gegen die Polschuhe auf die jewei- ;
Hg erforderliche Empfindlichkeit. Damit bei i einer derartigen Einstellung jedoch nicht eine ;
Beschädigung der Membran durch Anpressen j an die Polschuhe herbeigeführt werden kann, j
ist ein Anschlag 22 vorgesehen, der ein zu I weitgehendes Zurückschrauben der Gegenmutter
21 verhindert. Die Verstellbarkeit j des Telephons hat den Vorteil, daß es bei- j
■spielsweise bei Anwendung für Schwerhörige I dem jeweiligen Grad der noch verbliebenen
Empfindlichkeit des Ohres entsprechend ein- i gestellt werden kann. \
Das olivenförmige Mundstück 20 des Telephons ist ebenfalls durch eine Verschraubung
an dem Membranträger 18 befestigt, so daß es lehr leicht ausgewechselt werden kann.
Auch hierdurch wird eine möglichst weitgehende Anpassung an die Verhältnisse der
betreffenden Person, für die das Telephon bestimmt ist, ermöglicht; je nachdem der
Gehörgang größeren oder geringeren Durchmesser besitzt, wird, ein entsprechend gestaltetes
Mundstück aufgeschraubt.
In Abb. 5 ist eine von der geschilderten etwas abweichende Bauart der Einstellungsvorrichtung für die Membran in Ansicht
gezeigt. Die die Membran enthaltende Büchse ist dabei mit einem geriffelten oder mit kräftigeren
Einschnitten versehenen Rand 24 versehen. In einen davon legt sich eine Feder 25, die an den Gehäusedeckel 15 angelötet ist.
Durch eine derartige Rastenhemmung wird die Büchse 19 in der jeweilig eingestellten
Lage festgehalten. Trotzdem ermöglicht sie in noch einfacherer Weise als bei der Einrichtung
nach Abb. 3 die Nacheinstellung der Membran. Auch hier verhindert ein Anschlag 22 eine Beschädigung der Membran.
Claims (2)
1. In den Gehörgang einzuführendes Telephon winkelförmiger Bauart, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem für den Gehörgang bestimmten Schenkel die zweckmäßig in an sich bekannter Weise aus
dünner animalischer Haut mit aufgeklebtem Eisenanker bestehende und gespannte Telephonmembran und die Magnetspulen,
in dem äußeren Schenkel der Magnet untergebracht sind, derart, daß der Schwerpunkt des Telephons sich möglichst
in dem in den Gehörgang einzuführenden Teil befindet.
2. Telephon nach Anspruch 1, dessen Gehäuse aus unmagnetischem Material in
einer ^ zylindrischen Kammer die Polschuhe mit den Spulen, in einer rechteckigen
Kammer den U-förmigen Magneten aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß
die Polschuhe durch getrennte Schlitze in der Trennungswand der Kammern gesteckt
und am rückwärtigen Ende mit den Enden des Magneten durch je eine Schraube verbunden sind, die von außen
durch das Gehäuse treten und damit das no Gehäuse, den Magneten und die Polschuhe
gegenseitig befestigen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen...
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE348388T | 1919-07-25 |
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| Publication Number | Publication Date |
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