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Anlass-, Abstell-und Sicherungseinrichtung filr durch Elektromotor angetriebene Eülmaschinen.
Es ist eine Anlass-, Abstell-und Sicherungseinrichtung für durch Elektromotor angetriebene Kühlmaschinen bekannt geworden, bei welcher der Motorschalter durch eine von der Durchflussmenge des Kühlwassers der Maschine nach Massgabe der Stellung eines Kühlwasserhahns beeinflusste Wasserwage überwacht wird. Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Vereinfachung dieser Einrichtung. Sie kennzeichnet sich dadurch, dass der von einem Wasserbecher mit einer regulierbaren Wasserdurchfluss- öffnung beeinflusste Wagebalken einen Kipphebel beherrscht, welcher derart auf eine den Motorstromkreis beherrschende Quecksilberkippschaltröhre einwirkt, dass er die Bewegung derselben aus einer Schaltstellung in aie andere sprungweise erfolgen lässt.
In der Zeichnung ist diese vereinfachte Ausführung in einem Beispiel schematisch dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Einrichtung in Ausschaltstellung und Fig. 2 in Einschaltstellung.
Mit 1 ist der treibende Elektromotor einer Kühlmasehine bezeichnet, dessen Stromkreis durch eine Quecksilberkippschaltröhre 6 beherrscht wird. 2 und 3 sind die Klemmen der Quecksilberkippschaltröhre, 4 und 5 deren biegsame Stromzuleitungen. 7 ist das Quecksilber in der Schaltröhre. Die Queek-
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drehbar. An dem Punkt 16 gleift eine Kippfeder 14 an, die anderseits an dem festen Punkt 15 eingehängt ist und den Zweck hat, den Hebel 11 bzw. die Quecksilberschaltröhre in ihren Endstellungen festzuhalten. Am linken Ende des Hebels 11 ist bei 17 die Stange 18 angelenkt, welche oben in einer Führung 19 beweglich ist. 20 und 21 sind zwei Mitnehmerstifte an der Stange 18. Um einen Zapfen 22 ist ein Kipphebel 23 drehbar, welcher an dem schwenkenden Ende zwei Mitnehmerstifte 24, 25 trägt.
An dem Hebel 23 greift die Kippfeder 26 an, die mit dem andern Ende an dem festen Stift 27 eingehängt ist.
Ein an sich bekannter Wagebalken 32,34 ist um einen Zapfen 33 drehbar. 35 ist eine Zugfeder, welche den Wagebalken an dem Schenkel 34 hochzieht. 28 und 29 sind zwei Anschlagstifte, die den Weg des Wagebalkens 32,34 in seinen Endstellungen begrenzen. An dem Schenkel 34 ist mittels des Scharniers 43 ein Wasserbecher 44 angehängt, in dessen Boden eine Durchflussöffnung mit Regulierschraube 45
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Ablauftrichter, durch den das aus dem Wasserbecher 44 bei der Regulierschraube 45 austretende Wasser abfliesst.
Die Wirkungsweise ist wie folgt : Sobald der Wasserhahn 42 geöffnet wird, füllt sich der Wasserbecher 44 mit Wasser und zieht den Wagebalken aus der Stellung der Fig. 1 in die Stellung der Fig. 2.
Bei dieser Schwenkung zieht der Schenkel 32 des Wagebalkens den Kipphebel 23 an dem Mitnehmer- stift 24 nach oben (Fig. 1). Im Augenblicke, wo der Kipphebel 23 den toten Punkt in bezug auf den Drehpunkt 22 und die Kippfeder 26 überschreitet, schnellt er unter Wirkung der Kippfeder 26 in die Stellung der Fig. 2. Bei seiner Bewegung führt er die Stange 18 an dem Mitnehmerstift 21 nach oben und stellt den Hebel 11 bzw. die Quecksilberkippschaltröhre 6 ebenfalls in die Stellung der Fig. 2 um. In derselben schliesst das Quecksilber 1 der Schaltröhre 6 den Motorstromkreis und setzt somit die Kühlmaschine in Betrieb.
Sobald der Wasserhahn 42 wieder geschlossen wird, oder wenn die Wassermenge infolge der Druckschwankungen im Leitungsnetz ein gewisses Minimum unterschreitet, entleert sich der Wasser- becher 44. Der Wagebalken 34, 32 dreht sich vermöge der Feder 35 um den Zapfen 33 im Sinne der Bewegung des Uhrzeigers. Der Hebelarm 32 stösst auf den Mitnehmerstift 25, bewegt den Kipphebel 23
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bzw. die Quecksilberkippschaltröhre 6 mit. Das Quecksilber 7 fliesst in der Schaltröhre nach links (Fig. 1), unterbricht somit den Motorstromkreis und setzt die Kühlmaschine wieder still. Durch Öffnen und Schliessen des Wasserhahns 42 wird somit die Kühlanlage in und ausser Betrieb gesetzt.
Ausserdem wird die Anlage jedesmal ausser Betrieb gesetzt, wenn die erforderliche Kühlwassermenge ein bestimmtes Minimum unterschreitet, und wiederum in Betrieb, gesetzt, sobald dieses Minimum wieder erreicht wird.
Es ist von Vorteil, dass die Bewegung der Quecksilberschaltröhre von einer Stellung in die andere sprungweise erfolgt, damit für die starken Anlaufströme des Motors plötzlich ein guter Kontakt bzw.
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poliger Unterbrechung des Motorstromkreises ist auch ausserdem die spl11ngweise Bewegung unerlässlich, damit alle Sehaltrbhren zusammen im gleichen Moment den Strom ein-und ausschalten.
An dem Hebel 11 ist auf der rechten Seite ein Gegengewicht 13 angedeutet, welches lediglich den Zweck haben soll, das Gewicht der Stange 18 auszugleichen. Die Queeksilberkippschaltröhre wird in ihren Stellungen (Einschaltung, Fig. 2 und Ausschaltung, Fig. 1) durch das Quecksilbergewicht festgehalten ; ihre Endstellungen werden aber gleichzeitig noch durch die Kippfeder 26 gesichert, indem dieselbe jeweils diesseits oder jenseits- am Drehpunkt 12 des Hebels-ll vorbeigeht. An Stelle von nur eirer Quecksilberkippschaltröhre könnten auch zwei oder mehr solcher Röhren angeordnet werden, die miteinander vom Kipphebel 23 und der Stange 18 bewegt werden. Der Stromkreis kann somit auch zweipolig oder bei Drehstrom dreipolig und bei zwei getrennten Wechselstromphasen vierpolig geschaltet werden.
An Stelle der Kippfeder 26 könnte an dem Hebel 23 über dem Drehpunkt 22 auch ein Kippgewicht angebracht werden, welches ähnlich wirken würde, wie die Feder 26.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anlass-, Abstell-und Sicherungseinrichtung für durch Elektromotor angetriebene Kühlmasehinen, bei welcher der Motorschalter durch eine von der Durchflussmenge des Kühlwassers der Maschine nach Massgabe der Stellung eines Kühlwasserhahns beeinflusste Wasserwage überwacht wird, dadurch gekennzeichnet, dass der von einem Wasserbecher (44) mit einer regulierbaren Wasserdurchflussöffnung beeinflusste Wagebalken (32, 34) einen Kipphebel (. 23) beherrscht, welcher derart auf eine den Motorstromkreis beherrschende Quescksilberkippschaltröhre (6) einwirkt, dass er die Bewegung derselben aus einer Sehaltstellung-in die andere sprungweise erfolgen lässt.