<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung für Spritzdruck mit mechanisch bewegter und geregelter Spritzdüse.
EMI1.1
jedoch verstreut liegende, grosse Musterteile, wobei einer Düse ein sehr grosses Feld zugewiesen wird, gewisse Schwierigkeiten, deren Behebung Vereinfachungen und Änderungen notwendig machen, die den Gegenstand des Zusatzpatentes bilden.
In der Zeichnung veranschaulichen : Fig. 1 die Anordnung einer Seilführung nach Patent Nr. 100062, wenn ein homogenes Farbenfeld gewünscht ist, Fig. 2 einen Zwischenrollentrieb hiezu, Fig. 3 die Vorrichtung nach der Erfindung in Seitenansicht und Fig. 4 eine Vorderansicht derselben.
Fig. 5 die Leitplatte imt starren Bahnen von unten gesehen, Fig. 6 eine Leitplatte und Schablone von unten gesehen, wobei die Schablone der besseren Übersieht wegen etwas schwächer gezeichnet ist als die Platte mit Leitbahnen und Regulierbügeln, Fig. 7 schematisch eine Spritzdruckmaschine nach der Erfindung, wobei beispielsweise gleichzeitig mit zwei Schablonen gearbeitet wird, Fig. 8 den Querschnitt einer Schablone in einem Ausführungsbeispiel mit drahtmatratzenartigen Niederhaltern zum Zwecke des festen Aufliegens der Schablone, Fig. 9 eine Ausführungsform des Stiftes als elektrischer Schleifkontakt.
Wenn bei Verwendung der Vorrichtung nach Patent Nr. 100062 für ein Muster eine so dichte Linienführung der Spritzdüse verlangt wird, wie sie in Fig. 1 veranschaulicht ist, wobei 1 die Platte, 2 die Nutrollen und 3 das Seil darstellt, so wird infolge der vielen Seilwendungen um die Rollen ein zu hoher Seilzug für die Bewegung der Düse erforderlich, der sich nur dadurch verringern lässt, dass einige der Rollen als Zwischenrollenbetriebe nach Fig. 2 ausgebildet werden, wo' : ei unterseits der Platte 1 (Fig. 2) die Nutrolle 2 auf einem in die feste Hülse 4 gesteckten drehbaren Bolzen 5 aufgekeilt ist, welcher Bolzen 5 oberseits der Platte zu einem Rillenrad 6 ausgebildet ist. Dieses Rillenrad 6 wird durch Rundseil, Riemen od. dgl. von aussen angetrieben, und hilft somit das Zugseil 3 der Spritzdüse zu ziehen.
Bei grösserer Zahl solcher Zwischenantriebe wird die Einrichtung kompliziert und ist daher für besondere grossflächige Muster und sehr lange Düsenbahnen eine wesentliche Vereinfachung der Vorrichtung unter Verminderung des Kraftbedarfes erforderlich, die der Vorrichtung nach der Erfindung zugrunde liegt.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung bewegt sich zwischen den Leitplatten 1 (Fig. 5,4, 6,7 und 9) und Schablonen 33 auf dem absatzweise bewegten Tisch 36 auf Schienen 7 (Fig. 7) die Führungsstange 8 ebenfalls absatzweise, nur während der Zeit des Spritzens über die Schablonenbreite hin und her (Pfeile Fig. 3). Auf dieser Führung 8 sitzt ein mit Rollen 11 längs der Führung 8 seitlich leicht verschiebbarer Wagen 12, an welchem mittels Hebel 13 der Spritzapparat 14 aufgehängt ist, wobei die Feder 16 (Fig. 3) den drehbaren Stift 15 gegen die obere Leitplatte 1 drückt. Von der Führung 8 gehen an geeigneten Stellen Arme 17 herunter, die die beiden Presswalzen 18 tragen.
An der Leitplatte 1 sind die Bahnen, in denen sich die Düse bzw. der Stift 15 bewegen soll, durch zwei zueinander parallel laufende Flächen 19 (z. B. aus Blechstreifen oder Holz), die an der Platte befestigt sind, gebildet (Fig. 3,4, 6 und 9), derart, dass zwei benachbarte Bahnen an einem Ende der Platte immer zusammenlaufen 19' (Fig. 6) und somit alle Bahnen eines Apparates ein zusammenhängendes System bilden.
In den Bahnmitten sind Bügel 20 dem Muster entsprechend angeordnet, wodurch beim Auffahren des Sattels 21 mittels Hebelgestänge 22, 23, 24 und 25 die Düse geöffnet wird. Um den an seinem
<Desc/Clms Page number 2>
oberen Ende schiffehenartig ausgebildeten Stift 15 am Rande der Platte 1 beim Wechsel der Bahnen in die nächste Bahn zu zwingen, sind am Wagen 12 Federn 26 (Fig. 3 und 4) angebracht, welche den Wagen mit dem Spntzapparat seitlich ziehen, wobei während einer Arbeitsperiode, während welcher die Düse ihr Feld von links nach rechts bestreicht, nur die nach rechts ziehende Feder gespannt ist, während die gegenüberliegende Feder entspannt wurde. Während der geradzahligen Arbeitsperioden zieht die eine Feder, während der ungeradzahligen die andere.
Der Mechanismus für das automatische Einund Ausschalten der seitlich ziehenden Federn ist in der Zeichnung nicht ersichtlich. Der Stift 15 gleitet mit seinem oberen Schiffchen seitlich abwechselnd an der einen und bei der Rückbewegung an der entgegengesetzten Bahnwand.
Der Vorteil dieser Bewegungsart der Düse durch die starren Elemente 8, n, j ! 2 und- ?-3 an Stelle des beweglichen Zugseiles liegt darin, dass sich mit einer geringeren Kraft, die unabhängig ist von der Länge der Bahn, unbegrenzt grosse Flächen bestreichen lassen und der Bewegungsmechanismus sehr einfach ist, da an einer Stange 8 nebeneinander alle Düsen sitzen. Die Nuancierung des Farbtones lässt sich nach Wunsch durch entsprechende Verlegung der Bahnen sowie Anordnung und Höhe der Bügel 20 erreichen.
Die Luftzuleitung von der fest mit 8 verbundenen und mit 8 hin und hersehwingenden, allen Apparaten gemeinsamen Druckluftrohrleitung 27 vom Hahn 28 zu Anschluss 29 erfolgt durch einen freihängenden nachgiebigen Gummischlaueh.
Beim Spritzdruek mehrfarbiger Muster auf Textilien u. dgl. ist die scharfe Kontur der Einzelflächen sehr wichtig. Um diese zu erzielen, muss die Schablone allseits gut niedergedrückt werden.
Dies kann erfindungsgemäss auf zwei Arten geschehen. Die erste Art besteht darin, dass über die ganze Schablone ein schütteres Netz von dünnen Drähten 30 gespannt wird (Fig. 8 im Querschnitt), wobei jeder Draht vor seiner Befestigungsstelle an dem Schablonenrahmen in einer Feder 30'endet, so dass er mit den Stegen (Drückern) 31 die Schablonenstellen elastisch niederhält.
Die zweite Art des Niederdrücken der Schablonen erfolgt (Fig. 3,4) mittels der beiden Presswalzen 18, die mit den Düsen mitlaufen und kurz vor und nach der Düse die Schablone niederhalten.
Um jedoch ein Verschmutzen der Ware durch die Walzen zu verhindern, laufen diese nicht direkt auf der Schablone, sondern auf gleich hohen Klotzehen od. dgl. 32 (Fig. 3,4 und 6), die an freien Stellen der Schablone, nahe an den Ausschnitten an dieser befestigt sind.
Fig. 6 zeigt eine Schablone mit Leitplatte von unten. Die Ausschnitte der Schablone 38 sind schraffiert. Die Klotzehen sind gestrichelt gezeichnete Rechtecke mit Diagonalen. Die Leitplatte 1 mit den Bahnen 19 und den Bügeln 20 ist in vollen Linien gezeichnet. Die Figur zeigt deutlich, wie die Bahnen mit dem Muster korrespondieren, den Zusammenhang der Einzelbahnen zu einem geschlossenen System, das Nachgehen der Düse dem Muster und die Möglichkeiten für die Farbensehattierung.
Die Vorteile der Vorrichtung nach der Erfindung vor allen bestehenden Druckmaschinen, Dekorationsautomaten usw., die nach dem Spritzverfahren arbeiten, bestehen in der grossen Einfachheit, Zugänglichkeit und Übersichtlichkeit, besonders aber darin, dass jedes Versagen einer Düse sofort festgestellt werden kann, u. zw. während die Ware, ohne sich verschoben zu haben, noch auf dem Tisch 36 liegt, nicht aber erst nach deren Ausgang aus der Maschine, und dass eine Einrichtung vorgesehen ist, die es ermöglicht, infolge Düsenverstopfung usw. nicht bespritzt Stellen von der Maschine selbst ausbessern zu lassen. Diese Einrichtung besteht in dem durch den federnden Zahn 34 am Wagen 12 (Fig. 3 und 4) arretierbaren Hebel 35.
Die Arretierung wird durch Drücken auf den Taster 15'bewirkt, indem der Spritzapparat so weit gesenkt wird, dass der Sattel 21 bei der Weiterbewegung des Apparates wohl der vorgeschriebenen Bahn folgt, die Düse jedoch unwirksam ist. Wenn also nach Beendigung einer Arbeitsperiode erkannt wird, dass eine Düse nicht gespritzt hat, wird diese wieder zur Funktion gebracht oder ausgewechselt, die Ware wird nicht weitergeschoben, sondern bleibt noch eine Periode liegen, und der Apparat, der nicht gespritzt hat, bleibt in seiner Arbeitsstellung, während die andern Apparate durch Druck auf 35'für die Dauer der Reparatur in die beschriebene Ruhestellung gesenkt werden.
Statt durch die Bügel 20 der Platte 1 lässt sich das Öffnen der Düsen durch elektrischen Strom derart bewerkstelligen, dass die Platte 1, die einen elektrischen Pol darstellt, an Stellen, wo nicht gespritzt werden soll, isoliert ist ; hiebei schliesst und öffnet der Stift 15 (Fig. 9), der in diesem Falle als Schleifkontakt ausgebildet ist, den Stromkreis in einem Elektromagneten 37, wodurch dieser auf den als Anker ausgebildeten Düsenhebel 38 entsprechend wirkt.
Bei sehr breiter Ware ist durch die Platte 1 der freie Einblick auf die Schablonen und das rasche Absaugen des Farbendunstes behindert ; weiters stellen sich bei zu breiten Drucken die Gestehungskosten der Platte zu hoch. Eine Abhilfe für diese Übelstände besteht nach der Erfindung darin, dass die Leitplatte 1 anstatt in voller Warenbreite nur z. B. in der Hälfte derselben ausgeführt wird ; in diesem Falle liegt sie jedochnichtruhig, sondern wird synchron mit der Führung. S, jedoch mit halber Geschwindig- keit hin-und herbewegt, wodurch sie bei entsprechender Ausbildung der Fahrbahnen mit Düsenregulierung genau so wirkt wie eine volle, ruhende Platte.
Die Platte 1 kann auch zu einem Zylinder zusammengerollt werden, der sich in der Ebene der unteren Erzeugenden (Plattenebene) abrollt.
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
Dekorationen verwendet werden, deren Effekt in der verschwommenen Jneinanderwirkung und dekorativen Verteilung verschiedener Farbenflächen besteht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung für Spritzdruek mit mechanisch bewegter und geregelter Spritzdüse nach Patent Nr. 100062, dadurch gekennzeichnet, dass diese den Ausschnitten der Schablone folgend, in querverlaufenden, im Zickzack hin-und hergehenden festen Bahnen (Rillen od. dgl.) geführt ist und in diesen Bahnen bewegt wird.
EMI3.2