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Elektrodenhalter für elektrische Öfen.
Die Erfindung betrifft Elektrodenhalter für elektrische Öfen mit einem die Elektrode umschliessenden, mit Kühlvorrichtung versehenen Zylindermantel und hydraulischer Betätigung der Elektrode und besteht darin, dass eine die Elektrode umfassende Klemme zwei diametral gegenüberliegende Längsschlitze des Zylindermantels durchdringt und ausserhalb desselben sich in zwei, zur Zylinderachse parallel laufenden Stangen erstreckt, an deren freien, starr miteinander verbundenen Enden sich Kolbenstangen anlenken, die sich in parallel zur Elektrodenachse angeordneten hydraulischen Zylindern verschieben, die ihrerseits an dem die Elektrode umschliessenden Zylindermantel befestigt sind.
Die Erfindung ist beispielsweise in einer Ausführungsform in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 stellt einen vertikalen Mittelschnitt der Bewegungsvorrichtung der Elektrode sowie der Dichtungsmittel der Öffnung in der Ofenwand dar ; Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie A-A von Fig. 1 ; Fig. 3 ist eine Ansicht der um 900 gedrehten Fig. 1 mit teilweisem Schnitt ; Fig. 4,5 und 6 sind Einzelheiten.
In diesen Figuren ist die Elektrode 1 von einem konzentrisch zu ihr angeordneten Zylinder 2 umschlossen, der einen Wassermantel aufweist, in welchem Kühlwasser zirkuliert. Der Zylinder 2 stützt sich mit dem Flansch 3 unter Zwischenanordnung einer Lage Isoliermaterial 4 auf. die Träger 5, die ihrerseits durch eine Anzahl Arme 6 sich in an der Ofenwand angebrachten Lagern 7 stützen. Die Arme 6 können in diesen Lagern durch Schrauben 8 in vertikaler und durch Schrauben 9 in horizontaler Richtung eingestellt werden, wodurch die Stellung der Elektrode reguliert wird. Im Zylinder 2 sind zwei diametral gegenüberliegende Längsschlitze 10 angebracht.
Diese Schlitze werden durch den Elektrodenträger 11 durchdrungen, welcher im Innern des Zylinders als eine die Elektrode umfassende, aus zwei Hälften bestehende Klemme ausgebildet ist, welche Hälften durch die Schrauben 12 zusammengehalten und auf der Elektrode festgelegt werden. Der Elektrodenträger ist in dem Teil, mit dem er die Wand des Zylinders durchdringt, auf dem Zylinder durch Leisten 13 geführt, die am Träger durch Schrauben 14 befestigt sind, wobei diese Leisten ausserhalb des Zylinders als zwei Stangen 15 von U-förmigem Querschnitt parallel zur Zylindcrrehse verlaufen auf eine Länge, die im wesentlichen dem Hub der Elektrode entspricht. Die Stangen 15 sind an ihren Enden durch den Metallring 16 unter sich verbunden.
An den Enden der Stangen 15 sind ferner die Kolbenstangen 17 der beiden hydraulischen Zylinder 18 angelenkt, wobei die unteren Enden dieser Zylinder an den Trägern 19 angreifen, die mit dem Unterteil des Zylinders aus einem Stück bestehen. An die beiden hydraulischen Zylinder schliesst sich eine gemeinsame Rohrleitung 20 an, die mit einer hydraulischen Druckleitung verbunden ist. Der Ein-und Auslass der Druckflüssigkeit (Wasser oder Öl) in und aus diesen hydraulischen Zylindern bewirkt das Heben und Senken des Elektrodenträgers und somit der Elektrode. Die Steuerung der hydraulischen Zylinder geschieht mittels eines besondeien Steuerorganes, das nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet und von Hand betätigt werden kann, sowie auch selbsttätig unmittelbar durch den elektlischen Strom, der für den Ofen Verwendung findet.
Die Bewegungsvorrichtung der Elektroden beschränkt sich somit auf zwei einfache hydraulische Zylinder, die unmittelbar am Elektrodenträger befestigt werden, ohne die Zwischenanordnung anderer Organe zu erfordern.
Um die Dichtheit der Öffnung zu erzielen, durch die die Elektroden die Ofenwand dulehdringen, ist die Elektrode von einem röhrenförmigen Körper 21 umschlossen, der in der Ofendecke befestigt ist.
Derselbe umfasst eine untere Kammer 22, in welcher Kühlwasser zirkuliert, und eine obere Kammer 23, die nach oben offen steht und mit Sand gefüllt ist und in welche Kammer der kreisrunde Rand 24 des
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stelligen und den Austritt der Gase zu verhindern, die aus dem Innern des Ofens längs der Elektrode in das Innere des Zylinders 2 gelangen können, sind am Elektrodenträger zwei biegsame Metallblättehen 25 angeordnet, die sich längs der Wandungen des Unterteiles des Zylinders erstrecken und gegen die Wandungen des Zylinders in Übereinstimmung mit den Schlitzen 10 durch Rollen 26 angepresst werden, die auf Zapfen 27 angeordnet sind. Die Zapfen 27 sind auf den Rippen 28 gelagert, die auf dem Unterteil des Zylinders angebracht sind.
Die Blättchen 25 schliessen während des Anhebens des Elektrodenhalters die Öffnungen der Schlitze zwischen dem Elektrodenhalter und dem Zylinderunterteil, während beim Senken des Elektrodenhaltel's diese Blättchen sich nach beiden Seiten verschieben und dabei auf die Wand des Unterteiles des Zylinders gleiten, gegen die sie mittels der Rollen 26 gehalten werden.
29 ist eine in den Elektrodenhalter eingegossene Leitung, in der Kühlwasser zirkuliert. Diese Leitung steht mit der Rohrleitung 80 in Verbindung, an die dann ein biegsames Rohr 81 anschliesst.
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ausgerüstet. Auch die beiden biegsamen Blättchen 25 sind nicht unmittelbar am Elektrodenträger, sondern durch eine Zwischenanordnung der Mikanitstreifen 37 befestigt. 38 ist ein am Zylinder 2 angebrachter Ring, der eine kreisrunde, mit Sand gefüllte Kammer 39 aufweist, in welche dei zylindrische Mantel 40 eintaucht, durch den die Einrichtung nach oben abgeschlossen ist.
41 sind in Öffnungen des Zylinders 2 angebrachte, Gewinde tragende Zapfen, die mittels Mutterschüssel gestatten, die Muttern der Schrauben 12 von ausserhalb des Zylinders zu erreichen.
Im unteren Teile des Zylinders 2 ist ein Schlitz 42 vorgesehen, durch welchen senkrecht zur Achse ein Schieber eingeführt werden kann, damit der Austritt von Gas verhindert wird, wenn die Elektrode angehoben wird. Dieser Schlitz lässt sich durch eine an den Scharnieren 4. 3 angelenkte Türe 44 schliessen, wenn der Schieber nicht in Verwendung ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrodenhalter für elektrische Ofen mit einem die Elektrode umschliessenden, mit Kühlvor- richtung versehenen Zylindermantel und hydraulischer Betätigung der Elektrode, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Elektrode umfassende Klemme zwei diametral gegenüberliegende Längsschlitze des Zylindermantels durchdringt und ausserhalb desselben sich in zwei, zur Zylinderachse parallel laufenden Stangen erstreckt, an deren freien, starr miteinander verbundenen Enden sich Kolbenstangen anlenken, die sich in parallel zur Elektrodenachse angeordneten hydraulischen Zylindern verschieben, die ihrerseits an dem die Elektrode umschliessenden Zylindermantel befestigt sind.