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Einrichtung zur Anbringung von Bezeichnungen, Aufschriften od. dgl. auf Kolben von
Glühlampen und ähnlichen Vakuumapparaten.
Zur Kcnntlichmachung von Glühl', mptn und ähnlichen Beleuchtungskörpern ist schon verge. schlagen worden, farbiges Glaspulver an dem der Wirkung von Gebläseflammen ausgesetzten Teilen der Glaswandung, insbesondere an der Spitze der Lampe mit cinzuschmelzen, um so Lampen mit farbigen Erkennungszeichen zu erhalten. Die auf diese Weise gebildeten Erkennungszeichen sind jedoch naturgemäss nicht scharf umrandet, weshalb man in Praxis, wenn es sich um die Anbringung von gut lesbaren Bezeichnungen, Aufschriften od. dgl. handelte, stets vorzog, diese nach der vollständigen Herstellung der Lampen in einem besonderen Arbeitsvorgang anzubringen.
Die Erfindung gestattet es nun, auch scharf umrandete Aufschriften, Zeichen od. dgl. während des Herstellungsvorganges der Lampe, unter Ausnutzung der beim Einschmelzvorgang, angewendeten Erhitzung fortlaufend herzustellen, u. zw. dadurch, dass eine Vorrichtung zum selbsttätigen Aufdrucken von Bezeichnungen mit einer Maschine zum Einschmelzen von Traggestellen in Glühlampenkolben od. dgl. vereinigt und mit den Antriebsmitteln der letzteren zwangläufig verbunden wird.
Die Lampe wird in der Druckvorrichtung mit einer Bezeichnung aus einer Stempelmasse (Emaille, Druckfarbe od. clgl.) versehen und darauf in die drehbare Einschmelzmaschine eingesetzt, wo die Bezeichnnug ohne unmittelbar von den Gebläseflammen erfasst zu werden, schon bei der Temperatur, die die Kolben während des Einschmelzvorganges annehmen, mit dem Glas verschmilzt oder auf demselben festbrennt.
Auf der Zeichnung ist die neue Vorrichtung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt,
Fig. 1 zeigt in Ansicht eine mit der Einschmelzmasehine für Glühlanmpenkolben verreinigte Vorrichtung zum Aufdrucken von Bezeichnungen auf die Kolben vor deren Einbringen in die Einschmelzmaschine.
Fig. 2 und 3 zeigen die Druckvorrichtung in grösserem Massstabe in zwei verschiedenen Stellungen.
Fig. 4 zeigt den Vorratstisch für die Stempelmasse in Aufsicht.
Fig. 5 und 6 zeigen den Druckstempel in zwei verschiedenen Stellungen.
Auf einem Tisch 1 ist eine Einschmelzmaschine üblicher Bauart angeordnet, deren drehbares Speichengestell 2 mit einer Anzahl Halteköpfen 3 für die einzelnen, bereits bedruckten Glühlampen-
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Neben der Einschmelzmaschine ist auf dem Tisch 1 eine Vorrichtung zum selbsttätigen Bedrucken der Glühlampenkolben angebracht, die von dem Antrieb der Einschmelzmaschine zwangläufig gesteuert wird. Diese Druckvorrichtung besteht aus einem Gestell 7, an welchem durch Federbolzen 8 ein Halterrahmen 9 für den oder die zu bedruckenden Glühlampenkolben nachgiebig gelagert ist. Der Halterrahmen 9 mit dem eingelegten Kolben 6 wird in bestimmten Zeitabständen durch die an der auf-und abbeweglichen Stange 11 befestigte, den Kolben umfassende Druckbaeke.
M selbsttätig abwärts gegen einen unterhalb des Halterrahmens angebrachten Stempel 18 aus Gummi od. dgl. gepresst. Die Stange 11
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läuft in einer Führungsbüchse 12 eines Gestelles 13 und ist am unteren Ende durch einen Hebel 14, eine Daumenscheibe 15 nnd die Schneckenräder M, 17 mit dem Antrieb der Einschme1zmaschine zwangläufig verbunden. Um scharfe Konturen beim Aufpressen der Bezeichnungen zu erzielen, ruht der zum Aufdrucken der Bezeichnung dienende Druckstempel 7.
S zweckmässig, wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich, auf einer oder mehreren Unterlagsscheiben 19, 20 aus nachgiebigem Material, die durch zweckmässig ebenfalls nachgiebige Klötze 21 gestützt werden, so dass sich beim Aufdrücken des oder der Kolben der Druckstempel 18 durchbiegen und der Fcrm des Kolbens anpassen kann.
Der Stempel 18 kann von Hand mit der Stempelmasse versehen werden. Zweckmässig wird jedoch eine selbsttätige Einrichtung vorgesehen, die den Stempel nach dem jedesmaligen Bedrucken eines Glühlampenkolbens mit frischer Stempelmasse versieht. Gemäss der Erfindung ist hiezu eine Walze 22 aus Gelatine oder einer ähnlichen Masse vorgesehen, welche unter Zwischenschaltung einer Feder 24 an einem Hebel 23 nachgiebig befestigt ist. Der an dem Zapfen 25 des Gestelles 13 sehwingbar gelagerte
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Vorratstisch 28 beim jedesmaligen Abwärtsgang der Stange 11 durch eine an der Gabel 26 befestigte Knagge 32 entgegen der Wirkung einer Feder 31 gedreht.
Sobald die Knagge 32 von dem Schaltarm 30 abgleitet, wird dieser durch die Feder 31 in seine Anfangsstellung zurückgezogen, wobei die Klinke 33 lose über die Zähne des in seiner neu eingenommenen Stellung verbleibenden Schaltrades 29 hinweggleitet.
Beim Hochgang der Stange 11 wird der Kolben 6 wieder freigegeben, der Halterrahmen 9 mit dem Glühlampenkolben durch den Federbolzen 8 in seine Ausgangsstellung zurückgedrückt und somit der Kolben vom Druckstempel 75 abgehoben. Der in die Gabel 26 eingreifende Zapfen 27 dreht den Hebel 23 ebenfalls in die Anfangslage zurück. Die Walze läuft hierbei über den Druckstempel M hinweg und versieht diesen mit frischer Stempelmasse. Die Glühlampenkolben werden nach vollzogenem Aufdrucken der gewünschten Bezeichnung alsdann auf den gerade in Stellung befindlichen Haltekopf der Einschmelzmaschine gesetzt und während des Einschmelzens der Traggestelle auf eine Temperatur gebracht, bei der die Stempel-oder Emaillemasse mit dem Glase verschmilzt oder auf demselben festbrennt.
Als Stempelmasse kann bei Benutzung der neuen Einrichtung jegliche geeignete Emaille, Druckfarbe od. dgl. Anwendung finden, die bei der Temperatur des Einschmelzens der Traggestelle mit dem Glase verschmilzt oder festbrennt. Zweckmässig stellt man eine solche Stempelflüssigkeit her durch Lösen bzw. Aufschlemmen eines feinen Emailpulvers in Rhizinusöl oder einem ähnlichen Verdünnungsmittel. Als besonders brauchbar hat sich eine Stempelflüssigkeit erwiesen, welche folgendermassen dargestellt wird : Man verschmilzt einesteils 4. 50 g schwarzes Kupferoxyd mit 675 < /Borsäure, andern- teils eine Mischung von 450 g Bleiglätte, 42'5 g Zinkoxyd, 170 g Borsäure und 450 g Kryolith.
Diese beiden Massen werden im Verhältnis von 450 g der ersten Mischung zu 225 q der zweiten Mischung vereinigt und dann gepulvert bis zu einer Korngrösse, die durch ein Sieb von 500 Maschen auf 6'4 tm geht.
Dieses Emailpulver wird mit Rhizinusöl, u. zw. ein Fünftel seines Gewichtes versetzt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Anbringen von Bezeichnungen, Aufschriften od. dgl. auf Kolben von Glühlampen und ähnlichen Vakuumapparaten, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zum selbsttätigen Aufdrucken von Bezeichnungen auf Glühlampenkolben od. dgl. mit einer Maschine zum Einschmelzen von Traggestellen in Glühlampenkolben od. dgl. vereinigt und mit den Antriebsmitteln der letzteren, zwangläufig verbunden ist.