DE428452C - Vorrichtung zum Einbrennen von Glasuren und Emaillen auf Glas-, Metall-oder keramischen Gegenstaenden - Google Patents
Vorrichtung zum Einbrennen von Glasuren und Emaillen auf Glas-, Metall-oder keramischen GegenstaendenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
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Description
(P 48158
Das Einbrennen von Glasuren und Emaillen "auf Glas-, Metall- oder keramischen Grundkörpern,
insbesondere Glühlampenkolben, geschieht bisher meist in der Weise, daß der
mit einem trocken aufgestreuten Glasurpulver oder einer aufgetragenen pastenförmigen
Glasurmasse versehene, an einem Halter befestigte Grundkörper entweder in einen ortsfesten
Heizofen oder in eine von außen be-
xo heizte Muffel oder Trommel eingeschoben und darin in Umdrehung erhalten und dann,
nachdem durch die Erwärmung das Glasurpulver oder die Glasurmasse zum Verschmelzen
gekommen ist, aus dieser wieder herausgezogen wird. Auch wurde durch Herausziehen
des Werkstückes aus der Muffel die Erhitzung nach Bedarf gedämpft. Die Erfindung
besteht in einer Vorrichtung, um dieses bekannte Einbrennverfahren auszuführen, welche es ermöglicht, den Einbrennvorgang
mit größter Sorgfalt zu überwachen und insbesondere so zu leiten, daß auch auf leicht
deformierbaren und dünnwandigen Grundkörpern, wie beispielsweise Glühlampenkolben,
eine nicht nur dünne, sondern auch sehr gleichmäßige Glasurschicht, etwa eine Bunt- '
glasurschicht, erhalten werden kann. Um diesen Zweck erreichen zu können, muß nämlich
sowohl der Werkstückhalter als auch ein ihn eng umschließender Heizmantel bei guter
Zugänglichkeit gegenüber freistehenden Brennerflammen drehbar und außerdem der Halter
in der Längsrichtung verschiebbar gelagert sein. Es ist nun zwar schon bei der Herstellung von Feuerpolituren an Preßglaskörpern
vorgeschlagen worden, die letzteren mittels eines hin und her beweglich und auch
drehbar gelagerten Trägers der Einwirkung von freistehenden Brennern auszusetzen. Erfindungsgemäß
wird jedoch bei einer Vorrichtung mit einem hin und her beweglich und auch drehbar gelagerten Werkstückhalter und
mit einem freistehenden Brenner auch der die gleichmäßige Wärmeverteilung bewirkende
Heizmantel drehbar, u. U. auch längsverschiebbar gelagert, der dabei entweder unmittelbar
am längsverschiebbaren und drehbaren Träger des Werkstücks oder auch konachsial zu diesem gesondert drehbar und gegebenenfalls
auch längsverschiebbar gelagert ist.
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Fran\ Sltaupj und Adolf Fehse in Berlin.
Die neue Vorrichtung gestattet nicht nur, alle Oberilächenteile des Grundkörpers einer
ausreichenden und gleichmäßigen Hitzeeinwirkung auszusetzen, sondern bietet auch den
Vorteil, daß man zur Durchführung des Einbrennvorganges keinen in der Anschaffung
und im Unterhalt teuren Heizofen benötigt und daß man den Einbrennvorgang auch leicht in dem Augenblick unterbrechen kann,
ίο wo die Verschmelzung der einzelnen Glasurbelagteile gerade stattgefunden hat.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele
der neuen Vorrichtung in den Abb. ι und 2 im Schnitt dargestellt.
Die Vorrichtung nach Abb. 1 besteht aus einem Gestell a, in dessen Lagerarmen b eine
wagerechte Welle c drehbar gelagert ist. Letztere wird von einem Schneckengetriebe d mittels
eines Schnurlaufese in dauernde Umdrehung versetzt. Zwischen der Welle c und einer
auf die Welle aufgeschobenen Hülse/ besteht mittels eines in einen Schlitz g der Hülse eingreifenden
Stiftest ein dauernder Eingriff, so daß die Hülse/ gezwungen wird, an der Dress
hung der Welle c teilzunehmen. Das vom Gestell« vortretende Ende der Hülse/ ist als
Halteorgan für den mit Glasur oder Emaille zu versehenden Körper ausgebildet. Im dargestellten
Beispiel ist am Hülsenende eine Buchse I vorgesehen, in welcher der Sockel k j
einer Glühlampe / mittels Klemmfedern m fest- j gehalten wird. j
In einem Lagerauge des Gestelles α ist ein j
• einarmiger Hebel ο gelagert, dessen oberes ! Ende die Welle c und Hülse / gabelartig um- j
faßt. Das gabelartige Ende dieses Hebels ο greift mittels Schlitze ρ über Stifte q eines auf
der Hülse / lose drehbaren Ringes r. Durch Betätigung eines an dem Hebel ο vorgesehe- ■
nen Handgriffes s kann der Hebel ο nach links
oder rechts ausgeschwungen werden, wobei er durch den Ring r die Hülse / und damit
die an ihr befestigte Glühlampe/ mitnimmt ; und dieser eine Längsverschiebung gegenüber
einem unterhalb der Glühlampe auf einem kleinen Bock t befestigten Heizbrenner ti erteilt.
Durch eine Feder ν wird der Hebel ο j
und damit die Hülse/ nebst der Glühlampe/ in der linken Endstellung gehalten, so daß
durch Betätigung des Hebels σ die Hülse nur nach rechts bewegt zu werden braucht. In
der Zeichnung ist der Hebel ο nicht in der äußersten Linksstellung, sondern bereits in
einer solchen Zwischenstellung gezeichnet, in welcher der kugelförmige Teil der Lampenglocke
genau oberhalb des Heizbrenners a steht. Damit beim Einbrennen des auf dem
Glühlampenkolben aufgebrachten Glasurpulvers oder der aufgetragenen Glasurmasse eine
gleichmäßige. Wämieverteilung zustandekommt, ist die Glühlampe von· einem Heizmantel
w umgeben, der an der Buchse / der Hülse / befestigt ist. Der Heizmantel w
nimmt dadurch sowohl an der Drehung als auch an der Längsverschiebung der Hülse /
teil.
Um das Einbrennen der Glasur oder der Emaille auf dem Grundkörper bzw. der Glühlampe
zu bewirken, ist es bei der in Abb. 1 dargestellten Vorrichtung also nur notwendig,
die Lampe in den Halter der Hülse/ einzusetzen und nach Ingangsetzung der Welle c
die in Drehung kommende Hülse/ samt Glühlampe und Heizmantel langsam gegenüber der Heizflamme hin und her zu bewegen,
bis die Verschmelzung des auf dem Glühlampenkolben aufgebrachten Glasurpulvers oder der Glasurmasse eingetreten ist. Da die
Glühlampe während des ganzen Einbrennvorganges jederzeit leicht zugänglich ist, so
kann der Einbrennvorgang o'hne Mühe genau überwacht und im richtigen Augenblick unterbrochen
werden.
Gegebenenfalls kann der die Glühlampe / konzentrisch umgebende Heizmantel w auch,
wie in Abb. 2 dargestellt, gesondert, und zwar konachsial zur Hülse / und der Lampe / gelagert
und mittels einer Schnurscheibe λ: in Umdrehung versetzt werden. Das Einsetzen
und Auswechseln der Glühlampe / kann in diesem Falle durch Längsverschiebung des
Heizmantels w in Richtung des eingezeichneten Pfeiles y erleichtert werden. Bei dieser
gesonderten Lagerung des Heizmantels ist es auch möglich, diesen in umgekehrter Richtung
zu drehen. Durch die dann zwischen Lampe und Heizmantel entstehenden Luftwirbel wird
der Verschmelzungsprozeß sehr begünstigt und abgekürzt.
T, . .
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Einbrennen von Glasuren und Emaillen auf Glas-, Metalloder
keramischen Gegenständen, insbesondere Glühlampenkolben, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem längsverschiebbar geführten und drehbaren Träger des Werkstücks ein letzteres umschließender Heizmantel
befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dahin abgeändert, daß der Heizmantel für
sich konachsial zum Werkstückhalter drehbar und gegebenenfalls auch längsverschiebbar
gelagert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE428452C true DE428452C (de) | 1926-05-04 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP48158D Expired DE428452C (de) | 1924-05-28 | 1924-05-28 | Vorrichtung zum Einbrennen von Glasuren und Emaillen auf Glas-, Metall-oder keramischen Gegenstaenden |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE428452C (de) |
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1924
- 1924-05-28 DE DEP48158D patent/DE428452C/de not_active Expired
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