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Schmiervorrichtung für mit Teigschalen zusammenwirkende Kerbstempel an Semmel- formmaschinen.
Bei den bekannten Semmelformmaschinen hat sich der Nachteil ergeben, dass nach dem Rückgang des Kerbstempels die Ränder der im Teigstück erzeugten Kerben sich wieder vereinigen. Erfindungsgemäss wird dieser Nachteil durch eine Schmiervorrichtung behoben, bei welcher die Kerbstempel während ihres Arbeitshubes mit dem vorderen Ende zwischen saugfähige, der Stempelform angepasste Schmierkörper eintreten.
In der österr. Patentschrift Nr. 56774 wurde zwar schon bei Kerbstempeln, die in einem Gehäuse verschiebbar angeordnet sind, die Anordnung von Bürstehen im Gehäuse zwischen den sternförmig angeordneten Armen der Kerbstempel vorgeschlagen. Diese Bürstchen sind aber keine sangfähigen Körper, welche mit ihrer ganzen Fliehe an den Messerflanken anliegen und dieselben gründlich einfetten können ; auch gelangt dort die Spitze der Kerbstempel nicht zwischen die Schmierkörper, was für die gründliche Einfettung und die Verhinderung des Zusammenwachsens der Ränder der Kerben im Teigstück von Wichtigkeit ist.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform einer mit der Schmiervorrichtung gemäss der Erfindung ausgestatteten Semmelformmaschine dargestellt, u. zw. zeigt Fig. l im Aufriss die Anordnung der Schmiervorrichtung bei einer Maschine nach dem Patente Nr. 88820 ; Fig. 2 veranschaulicht einen Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 1, wobei die Stempel weggelassen und ein Teil der Schmiervorrichtungen ohne ihre Deekel und saugfähigen Schmierkörpereinsätze dargestellt ist. In Fig. 3 ist einer der Schmierbehälter in radialem Schnitt in grösserem Massstabe dargestellt.
Auf den im Gestell der Maschine gelagerten Führungsstangen 1 sind die beiden Brücken 2,3 verschiebbar angeordnet, von welchen die eine (2) die Kerbstempel 4 und die andere (3) die Teigschalen 5 trägt. Zwischen den Brücken ist ein durchbrochener Boden, das ist dan Förderbrett 6 für die Aufnahme der Teigstücke 7 angeordnet. Unterhalb dieses Bodens und oberhalb der Kerbstempel ist nun eine weitere, rahmenförmige Brücke 5 an den Führungsstangen 1 befestigt, welche zur Aufnahme der Schmiervorrichtungen dient.
Jede einem Formstempel 4 zugeordnete Schmiervorrichtung ist, wie insbesondere Fig. 2 zeigt, auf einer gesonderten Platte 9 befestigt, die in Nuten 10 des Brückenrahmens 8 eingeschoben ist. Jede Platte 9 besitzt eine sternförmige Durchbrechung 11, welche dem Querschnitt des Kerbstempels entspricht und hat etwas seitliches Spiel in den Nuten des Brückenrahmens, um ein Verklemmen des Kerbstempels beim Durchtritt durch die Durchbrechung 11 zu vermeiden. Auf den zwischen den sternförmig angeordneten Schlitzen 11 befindlichen Lappen der Platte 9 sind Behälter 12 zweckmässig abnehmbar befestigt. Die gegen die Mitte der Durchbrechung 11 konvergierenden Seitenwände der Behälter 12 schmiegen sich genau den Rändern der Durchbrechung 11 an, so dass die zwischen den Behältern 12 verbleibenden
Räume der Querschnittsform der Kerbstempel 4 entsprechen.
An den nach aussen gekehrten Seitenwänden der Behälter 12 sind nach dem Kerbstempel hin sich öffnende Deckel 14 angelenkt, welche mit
Grifflappen 13 versehen sind und auf ihrer Drehachse Federn 15 tragen, die die Deckel in die Schiiesslage zu bringen trachten. In die Behälter 12 werden bei geöffneten Deckeln den Kerbstempeln entsprechend keilförmige, saugfähige Körper 21, am besten Schwämme, eingesetzt, welche die Seitenwände der Behälter 12 weit überragen.
Die Behälterdeckel 14 drücken die vorragenden Sehwammteile, welche sich mit in die Behälter eingebrachtem 01 vollsaugen, gegen die Mitte der Schmiervorrichtung bzw. gegen- einander, so dass sie beim Aufwärtsgang der Kerbstempel auf die Schneiden und Wände des Kerbstempels
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sich auflegen und diese vollständig und gleichmässig einfetten.
Um eine Rückleitung des etwa aus den Schwämmen ausgepressten Öles in die Behälter 12 herbeizuführen, sind die Behälterwände oben und rückwärts bei 20 verbreitert und die oberen Flächen der Verbreiterung gegen das Behälterinnere abgeschrägt. Durch Einsetzen von Körpern verschiedener Saugfähigkeit in die Behälter 12 ist man in der Lage, die Einfettung der Stempel nach Belieben zu regeln.
Bei der gegenläufigen Bewegung der Brücken 2 und 3 treten die mit grösserer Geschwindigkeit als die Teigsehale 5 bewegten Kerbstempel durch die Durchbrechungen 11 der Platten 9 zwischen den Behältern 12 und den Schwämmen 21 nach aufwärts, wobei letztere sich an den Knopf, die Facetten und Hohlflächen der Kerbstempel unter Druck anlegen und sie wirksam fetten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schmiervorrichtung für mit Teigschalen zusammenwirkende Kerbstempel an Semmelform-
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