Flüssigkristallines Medium und dieses enthaltende
Hochfrequenzbauteile
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft flüssigkristalline Medien und diese Medien enthaltende Hochfrequenzbauteile, speziell Mikrowellenbauteile für Hochfrequenzvorrichtungen, wie Vorrichtungen zur Phasenschiebung von Mikrowellen, insbesondere für„microwave phased-array antennas".
Stand der Technik und zu lösendes Problem
Flüssigkristalline Medien werden seit längerem in elektrooptischen
Anzeigen (Liquid Crystal Displays - LCDs) genutzt, um Informationen anzuzeigen.
USP 7,183,447 offenbart verschiedene lateral fluorierte, mesogene
Quaterphenylverbindungen. USP 7,211 ,302 offenbart, unter anderem, flüssigkristalline Medien die neben polaren Terphenylverbindungen der Formeln
zur Verbesserung der Stabilität der Medien insbesondere gegen UV- Bestrahlung auch geringe Mengen an Quaterphenylverbindungen der Formel
enthält.
5
In neuerer Zeit werden flüssigkristalline Medien jedoch auch für die
Verwendung in Komponenten, bzw. in Bauteilen, für die
Mikrowellentechnik vorgeschlagen, wie z.B. in DE 10 2004 029 429 A und in JP 2005-120208 (A).
10
Als typische Mikowellenanwendung wird das Konzept der invertierten
Mikrostreifenleitung nach K.C. Gupta, R. Garg, I. Bahl und P. Bhartia: Microstrip Lines and Slotlines, 2nd ed., Artech House, Boston, 1996 wird z.B. in D. Dolfi, M. Labeyrie, P. Joffre und J. P. Huignard: Liquid Crystal
15 Microwave Phase Shifter. Electronics Letters, Vol. 29, No. 10, S. 926-928, Mai 1993, N. Martin, N. Tentillier, P. Laurent, B. Splingart, F. Huert, PH. Gelin, C. Legrand: Electrically Microwave Tunable Components Using Liquid Crystals. 32nd European Microwave Conference, S. 393-396, Milan 2002 bzw. in Weil, C: Passiv steuerbare Mikrowellenphasenschieber auf
„n der Basis nichtlinearer Dielektrika. Darmstädter Dissertationen D17, 2002, C.Weil, G. Lüssem, and R. Jakoby: Tunable Invert-Microstrip Phase Shifter Device Using Nematic Liquid Crystals, IEEE MTT-S Int. Microw. Symp., Seattle, Washington, June 2002, pp. 367-370
zusammen mit dem kommerziellen Flüssigkristall K15 der Fa. Merck KGaA
25 eingesetzt. C.Weil, G. Lüssem, and R. Jakoby: Tunable Invert-Microstrip Phase Shifter Device Using Nematic Liquid Crystals, IEEE MTT-S Int. Microw. Symp., Seattle, Washington, June 2002, pp. 367-370 erreicht damit Phasenschiebergüten von 127dB bei 10 GHz mit ca. 40 V Steuerspannung. Die Einfügeverluste des LCs, d.h. die Verluste, welche nur
30 durch die Polarisationsverluste im Flüssigkristall bedingt sind, werden in Weil, C: Passiv steuerbare Mikrowellenphasenschieber auf der Basis nichtlinearer Dielektrika. Darmstädter Dissertationen D 17, 2002 mit näherungsweise 1 bis 2 dB bei 10 GHz angegeben. Außerdem wurde ermittelt, dass die Phasenschieberverluste primär durch die dielektrischen
~κ LC-Verluste und die Verluste an den dort verwendeten Wellenleiterüber- gangen bestimmt sind. T. Kuki, H. Fujikake, H. Kamoda und T. Nomoto:
Microwave Variable Delay Line Using a Membrane Impregnated with Liquid Crystal. IEEE MTT-S Int. Microwave Symp. Dig. 2002, S. 363-366, Juni 2002 und T. Kuki, H. Fujikake, T. Nomoto: Microwave Variable Delay Line Using Dual-Frequency Switching-Mode Liquid Crystal. IEEE Trans. Microwave Theory Tech., Vol. 50, No. 11 , S. 2604-2609, November 2002 sprechen auch die Verwendung von polymerisierten LC-Folien und„Dual- Frequency Switching-Mode"-Flüssigkristallen in Verbindung mit planaren Phasenschieberanordnungen an. A. Penirschke, S. Müller, P. Scheele, C. Weil, M. Wittek, C. Hock und R.
Jakoby:„Cavity Pertubation Method for Characterization of Liquid Crystals up to 35GHz", 34th European Microwave Confeence— Amsterdam, S. 545- 548 beschreibt unter anderen die Eigenschaften der bekannten, flüssigkristallinen Einzelsubstanz K15 (Merck KGaA, Deutschland) bei einer Frequenz von 9 GHz.
A. Gaebler, F. Goelden, S. Müller, A. Penirschke und R. Jakoby„Direct Simulation of Material Permittivites using an Eigen-Susceptibility
Formulation of the Vector Variational Approach", 12MTC 2009 - International Instrumentation and Measurement Technology Conference, Singapur, 2009 (IEEE), S. 463-467 beschreibt die entsprechenden
Eigenschaften der bekannten Flüssigkristallmischung E7 (ebenfalls Merck KGaA, Deutschland). DE 10 2004 029429 A beschreibt die Anwendung von
Flüssigkristallmedien in der Mikrowellentechnik unter anderem in
Phasenschiebern. In DE 10 2004 029 429 A werden bereits
flüssigkristalline Medien bezüglich ihrer Eigenschaften im entsprechenden Frequenzbereich untersucht. Außerdem werden dort flüssigkristalline Medien, die Verbindungen der Formeln
neben Verbindungen der Formeln
bzw. neben Verbindungen der Formeln
Diese Zusammensetzungen sind jedoch mit gravierenden Nachteilen behaftet. Die meisten von ihnen führen, neben anderen Mängeln, zu unvorteilhaft hohen Verlusten und/oder unzureichenden
Phasenverschiebungen bzw. zu geringer Materialgüte.
Für diese Anwendungen werden flüssigkristalline Medien mit besonderen, bislang eher ungewöhnlichen, ungebräuchlichen Eigenschaften, bzw. Kombinationen von Eigenschaften benötigt.
Somit sind neue flüssigkristalline Medien mit verbesserten Eigenschaften erforderlich. Insbesondere müssen der Verlust im Mikrowellenbereich verringert und die Materialgüte (η) verbessert werden.
Außerdem besteht der Bedarf das Tieftemperaturverhalten der Bauteile zu verbessern. Hier sind sowohl eine Verbesserung der
Betriebseigenschaften, wie auch der Lagerfähigkeit nötig.
Es besteht daher ein erheblicher Bedarf an flüssigkristallinen Medien mit geeigneten Eigenschaften für entsprechende praktische Anwendungen.
Vorliegende Erfindung
Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass flüssigkristalline Medien mit einem geeignet hohen Δε, einem geeigneten, nematischen
Phasenbereich und Δn verwirklicht werden können, welche die Nachteile der Materialien des Standes der Technik nicht oder zumindest nur in erheblich geringerem Maße aufweisen.
Diese verbesserten flüssigkristallinen Medien gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten - mindestens eine Verbindung der Formel I und
- mindestens eine Verbindung der Formel Il oder - mindestens eine Verbindung der Formel I und
- mindestens eine Verbindung der Formel III oder - mindestens eine Verbindung der Formel Il und
- mindestens eine Verbindung der Formel III oder - mindestens eine Verbindung der Formel I und
- mindestens eine Verbindung der Formel Il und
- mindestens eine Verbindung der Formel III
worin
11 R 11 oder X11,
12 R12 oder X12,
R11 und R12 unabhängig voneinander H, unfluoriertes Alkyl oder unfluoriertes Alkoxy mit 1 bis 17, bevorzugt mit 3 bis 10, C-Atomen oder unfluoriertes Alkenyl, unfluoriertes Alkenyloxy oder unfluoriertes Alkoxyalkyl mit 2 bis 15, bevorzugt 3 bis 10, C-Atomen, vorzugsweise Alkyl oder unfluoriertes Alkenyl bedeuten,
X
11 und X
12 unabhängig voneinander H, F, Cl, -CN, -NCS, -SF
5, fluoriertes Alkyl oder fluoriertes Alkoxy mit 1 bis 7 C- Atomen oder fluoriertes Alkenyl, unfluoriertes oder fluoriertes Alkenyloxy oder unfluoriertes oder fluoriertes Alkoxyalkyl mit 2 bis 7 C-Atomen, vorzugsweise fluoriertes Alkoxy, fluoriertes Alkenyloxy, F oder Cl bedeuten, und
unabhängig voneinander
oder , vorzugsweise
21 R21 und, im Fall, dass Z21 und/oder Z22 trans- -CH=CH- oder trans- -CF=CF-, bedeutet, alternativ X 211 bedeutet,
22 R22 und, im Fall, dass Z21 und/oder Z22 trans- -CH=CH- oder trans- -CF=CF-, bedeutet, alternativ X22, bedeutet,
R21 und R22 unabhängig voneinander H, unfluoriertes Alkyl oder unfluoriertes Alkoxy mit 1 bis 17, bevorzugt mit 3 bis 10, C-Atomen oder unfluoriertes Alkenyl, unfluoriertes Alkenyloxy, oder unfluoriertes Alkoxyalkyl mit 2 bis 15, bevorzugt 3 bis 10, C-Atomen, vorzugsweise Alkyl oder unfluoriertes Alkenyl, bedeuten,
X21 und X22 unabhängig voneinander F oder Cl, -CN1 -NCS, -SF5, fluoriertes Alkyl oder Alkoxy mit 1 bis 7 C-Atomen oder fluoriertes Alkenyl, Alkenyloxy oder Alkoxyalkyl mit 2 bis 7 C-Atomen, oder -NCS, vorzugsweise -NCS, bedeuten, einer von
Z
21 und Z
22 trans- -CH=CH-, trans- -CF=CF- oder -C≡C- bedeutet und der andere unabhängig davon trans- -CH=CH-, trans- -CF=CF- oder eine Einfachbindung bedeutet,
vorzugsweise einer von ihnen -C=C- oder trans- -CH=CH- und der andere eine Einfachbindung bedeutet, und
unabhängig voneinander
worin
31 R31 oder X31.
32 R32 oder X32,
R31 und R32 unabhängig voneinander H, unfluoriertes Alkyl oder unfluoriertes Alkoxy mit 1 bis 17, bevorzugt mit 3 bis 10, C-Atomen oder unfluoriertes Alkenyl, unfluoriertes Alkenyloxy oder unfluoriertes Alkoxyalkyl mit 2 bis 15, bevorzugt 3 bis 10, C-Atomen, vorzugsweise Alkyl oder unfluoriertes Alkenyl bedeuten,
X" und X ,32 unabhängig voneinander H, F, Cl, -CN, -NCS, -SF5, fluoriertes Alkyl oder fluoriertes Alkoxy mit 1 bis 7 C- Atomen oder fluoriertes Alkenyl, unfluoriertes oder fluoriertes Alkenyloxy oder unfluoriertes oder fluoriertes Alkoxyalkyl mit 2 bis 7 C-Atomen, vorzugsweise fluoriertes Alkoxy, fluoriertes Alkenyloxy, F oder Cl bedeuten, und
Z
31 bis Z 33 unabhängig voneinander trans- -CH=CH-, trans- -CF=CF-, -C≡C- oder eine Einfachbindung bedeuten, vorzugsweise eines oder mehrere von ihnen eine Einfachbindung bedeutet, besonders bevorzugt alle eine Einfachbindung bedeuten und
unabhängig voneinander
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthalten die flüssigkristallinen Medien eine oder mehrere Verbindungen der Formel I und eine oder mehrere Verbindungen der Formel III.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung enthalten die flüssigkristallinen Medien eine oder mehrere Verbindungen der Formel I und eine oder mehrere Verbindungen der Formel II.
Ebenfalls bevorzugt enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten eine oder mehrere Verbindungen der Formel Il und eine oder mehrere Verbindungen der Formel III.
Besonders bevorzugt nach der vorliegenden Erfindung sind
flüssigkristalline Medien, die eine oder mehrere Verbindungen der Formel I, eine oder mehrere Verbindungen der Formel Il und eine oder mehrere Verbindungen der Formel IM enthalten.
Bevorzugt enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der vorliegenden Anmeldung insgesamt 15 bis 90 %, bevorzugt 20 bis 85 % und besonders bevorzugt 25 bis 80 %, an Verbindungen der Formel I.
Bevorzugt enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der vorliegenden Anmeldung insgesamt 1 bis 70 %, bevorzugt 2 bis 65 % und besonders bevorzugt 3 bis 60 %, an Verbindungen der Formel II.
Bevorzugt enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der vorliegenden Anmeldung insgesamt 0 bis 60 %, bevorzugt 5 bis 55 % und besonders bevorzugt 10 bis 50 %, an Verbindungen der Formel IM. In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, in der die flüssigkristallinen Medien jeweils eine oder mehrere Verbindungen der Formeln I, Il und III enthalten, beträgt die Konzentration der Verbindungen der Formel I bevorzugt 45 bis 75 %, bevorzugt 50 bis 70 % und besonders bevorzugt 55 bis 65 %, die Konzentration der Verbindungen der Formel Il bevorzugt 1 bis 20 %, bevorzugt 2 bis 15 % und besonders bevorzugt 3 bis 10 % und die Konzentration der Verbindungen der Formel III bevorzugt 1 bis 30 %, bevorzugt 5 bis 25 % und besonders bevorzugt 5 bis 20 %.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, in der die flüssigkristallinen Medien jeweils eine oder mehrere Verbindungen der Formeln I, Il und IM enthalten, beträgt die Konzentration der Verbindungen der Formel I bevorzugt 15 bis 40 %, bevorzugt 20 bis 35 % und besonders bevorzugt 25 bis 30 %, die Konzentration der
Verbindungen der Formel Il bevorzugt 10 bis 35 %, bevorzugt 15 bis 30 % und besonders bevorzugt 20 bis 25 % und die Konzentration der
Verbindungen der Formel III bevorzugt 25 bis 50 %, bevorzugt 30 bis 45 % und besonders bevorzugt 35 bis 40 %.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, in der die flüssigkristallinen Medien jeweils eine oder mehrere Verbindungen der Formeln I und II, jedoch höchstens 5 %, und bevorzugt keine
Verbindungen der Formel IM enthalten, beträgt die Konzentration der Verbindungen der Formel I bevorzugt 10 bis 50 %, bevorzugt 20 bis 40 % und besonders bevorzugt 25 bis 35 %, die Konzentration der
Verbindungen der Formel Il bevorzugt 40 bis 70 %, bevorzugt 50 bis 65 % und besonders bevorzugt 55 bis 60 % und die Konzentration der
Verbindungen der Formel III bevorzugt 1 bis 4 %, bevorzugt 1 bis 3 % und besonders bevorzugt 0 %. Besonders bevorzugt enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der vorliegenden Anmeldung insgesamt 50 bis 80 %, bevorzugt 55 bis 75 %
und besonders bevorzugt 57 bis 70 %, an Verbindungen der Formel 1-1 und/oder insgesamt 5 bis 70 %, bevorzugt 6 bis 50 % und besonders bevorzugt 8 bis 20 % an Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln I-2 und I-3.
Ebenfalls bevorzugt enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der vorliegenden Anmeldung insgesamt 5 bis 60 %, bevorzugt 10 bis 50 % und besonders bevorzugt 7 bis 20 % an Verbindungen der Formel II.
Im Fall der Verwendung einer einzelnen Homologen Verbindung, entsprechen diese Grenzen der Konzentration dieses Homologen, die bevorzugt 2 bis 20 %, besonders bevorzugt 1 bis 15 % beträgt. Im Fall der Verwendung von zwei oder mehr Homologen beträgt die Konzentration der einzelnen Homologen ebenfalls bevorzugt jeweils 1 bis 15 %. Die Verbindungen der Formeln I bis III umfassen jeweils dielektrisch positive Verbindungen mit einer dielektrischen Anisotropie von mehr als 3, dielektrisch neutrale Verbindungen mit einer dielektrischen Anisotropie von weniger als 3 und mehr als -1 ,5 und dielektrisch negative Verbindungen mit einer dielektrischen Anisotropie von -1 ,5 und weniger.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält das Flüssigkristallmedium eine oder mehrere Verbindungen der Formel I, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln 1-1 bis I-3, bevorzugt der Formeln 1-1 und/oder I-2 und/oder I-3, bevorzugt der Formeln 1-1 und I-2, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel I überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
worin die Parameter die jeweiligen oben bei Formel I angegebenen Bedeutungen haben und bevorzugt
R 11 unfluoriertes Alkyl mit 1 bis 7 C-Atomen oder
unfluoriertes Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen,
R 12 unfluoriertes Alkyl mit 1 bis 7 C-Atomen oder
unfluoriertes Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen, oder unfluoriertes Alkoxy mit 1 bis 7 C-Atomen,
X11 und X12 unabhängig voneinander F, Cl, -OCF3, -CF3, -CN, -NCS oder -SF5, bevorzugt F, Cl, -OCF3, oder -CN, bedeuten.
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formeln 1-1 ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln Ma bis l-1d, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel I überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
worin die Parameter die jeweiligen oben bei Formel 1-1 angegebenen Bedeutungen haben und worin
Y11 und Y12 jeweils unabhängig voneinander H oder F bedeuten, und bevorzugt
R 11 Alkyl oder Alkenyl, und
,11 F, Cl oder -OCF3, bedeuten.
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel I-2 ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln l-2a bis l-2e und/oder aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln l-2f und l-2g, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel I-2 überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
wobei jeweils die Verbindungen der Formel l-2a von den Verbindungen der Formeln l-2b und l-2c, die Verbindungen der Formel l-2b von den
Verbindungen der Formel l-2c und die Verbindungen der Formel l-2g von den Verbindungen der Formel l-2f ausgeschlossen sind, und worin die Parameter die jeweiligen oben bei Formel 1-1 angegebenen Bedeutungen haben und worin
Y11 und Y12 jeweils unabhängig voneinander H oder F bedeuten, und bevorzugt
,11 Alkyl oder Alkenyl,
,11 F1 Cl oder -OCF3 bedeuten, und bevorzugt einer von
Y /■1111 und Y 12 H und der andere H oder F, bevorzugt ebenfalls H
bedeutet.
Bevorzugt sind die Verbindungen der Formel 1-3 Verbindungen der Formel l-3a:
worin die Parameter die jeweiligen oben bei Formel 1-1 angegebenen Bedeutungen haben und worin bevorzugt
X11 F, Cl1 bevorzugt F,
X12 F1 Cl oder -OCF3, bevorzugt -OCF3 bedeutet.
In einer noch stärker bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die Verbindungen der Formel I ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen l-1a bis l-1d, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen 1-1 c und 1-1 d, stärker bevorzugt bestehen die
Verbindungen der Formel I überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus: Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel 1-1 a ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln l-1a-1 und l-1a-2, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel 1-1 a überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
R11 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I bedeutet, worin
n eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 7, bevorzugt im Bereich von 1 bis 5 und besonders bevorzugt 3 oder 7 bedeutet.
Bevorzugt sind die Verbindungen der Formel 1-1 b Verbindungen der Formel 1-1 b-1 :
worin
R 11 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+i bedeutet, worin n eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im
Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeutet.
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel 1-1 c ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln 1-1 c-1 und 1-1 c-4, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln l-1c-1 und 1-1 c-2, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel 1-1 c überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
R11 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+i bedeutet, worin n eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im
Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeutet.
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel 1-1 d ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln l-1d-1 und l-1d-2, bevorzugt der Verbindung der Formel 1-1 d-2, stärker bevorzugt bestehen diese
Verbindungen der Formel 1-1 d überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
>11 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+i bedeutet, worin
eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeutet.
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel l-2a ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formel l-2a-1 und l-2a-2, bevorzugt der Verbindungen der Formeln 1-1 a-1 , stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel l-2a überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
»11 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
>12 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+i oder O-CmH2m+1 oder (CH2)z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Bevorzugte Kombinationen von (R
11 und R
12), insbesondere bei Formel l-2a-1 sind (C
nH
2n+I und C
mH
2m+1), (C
nH
2n+! und O-C
mH
2m+1), (CH
2=CH- (CH
2)z und C
mH
2m+1), (CH
2=CH-(CH
2)
Z und O-C
mH
2m+i) und (C
nH
2n+I und (CH
2)
Z-CH=CH
2).
Bevorzugte Verbindungen der Formel l-2b sind die Verbindungen der Formel l-2b-1:
worin
>11 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)Z bedeutet, und
>12 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+1 oder O-CmH2m+i oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugte Kombination von (R11 und R12) ist hier insbesondere (CnH2n+I und CmH2m+i).
Bevorzugte Verbindungen der Formel l-2c sind die Verbindungen der Formel l-2c-1 :
worin
R11 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+! oder CH2=CH-(CH2)Z bedeutet, und
R 12 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt CmH2m+i oder O-CmH2m+i oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
0, 1, 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugte Ko >mmbbiinnation von (R11 und R ) ist hier insbesondere (CnH2n+I und CmH2m+i).
Bevorzugte Verbindungen der Formel l-2d sind die Verbindungen der Formel l-2d-1 :
worin
R 11 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+1 oder CH2=CH-(CH2)Z bedeutet, und
R 12 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+1 oder O-CmH2m+i oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
0, 1, 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugte Kombination von (R
11 und R
12) ist hier insbesondere (C
nH
2n+I und C
mH
2ni+i).
Bevorzugte Verbindungen der Formel l-2e sind die Verbindungen der Formel l-2e-1 :
worin
R 11
die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
>12 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+i oder O-CmH2m+1 oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugte Kombination von (R11 und R12) ist hier insbesondere (CnH2n+I und O-CmH2m+i).
Bevorzugte Verbindungen der Formel l-2f sind die Verbindungen der Formel l-2f 1 :
worin
R 11 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+1 oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
>12 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt CmH2m+i oder O-CmH2m+1 oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R
11 und R
12) sind hier insbesondere (C
nH
2n+I und C
mH
2m+i) und (C
nH
2n+1 und O-C
mH
2m+i), besonders bevorzugt
Bevorzugte Verbindungen der Formel l-2g sind die Verbindungen der Formel l-2g-1 :
worin
n11 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+1 oder CH2=CH-(CH2)Z bedeutet, und
R 12 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+1 oder O-CmH2m+1 oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
0, 1, 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R11 und R12) sind hier insbesondere (CnH2n+I und CmH2m+1) und (CnH2n+I und O-CmH2m+i), besonders bevorzugt (CnH2n+1 und O-CmH2m+1).
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formeln Il ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln 11-1 bis II— 4, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel Il überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
Z21 und Z22 trans- -CH=CH- oder trans- -CF=CF-, bevorzugt
trans- -CH=CH-, bedeutet, und die übrigen Parameter die oben unter Formel Il gegebene Bedeutung haben und bevorzugt
R21 und R22 unabhängig voneinander H, unfluoriertes Alkyl oder
Alkoxy mit 1 bis 7 C-Atomen oder unfluoriertes Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen, bedeuten,
/22 F, Cl, -CN oder -NCS, vorzugsweise -NCS, bedeutet,
und einer von
und die anderen unabhängig voneinander
oder — , bedeuten und bevorzugt
R 21
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
R 22 CmH2m+i oder O-CmH2m+i oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin
n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet und wobei die Verbindungen der Formel II-2 von den Verbindungen der Formel 11-1 ausgeschlossen sind. Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel 11-1 ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln 11-1 a und 11-1 b, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formel 11-1 a, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel 11-1 überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
R21 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
R22 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+i oder O-CmH2m+1 oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R21 und R22) sind hier insbesondere (CnH2n+I und CmH2m+1) und (CnH2n+I und O-CmH2m+i), bei Formel 11-1 a besonders bevorzugt (CnH2n+I und CmH2m+i) und bei Formel 11-1 b
besonders bevorzugt (CnH2n+I und O-CmH2m+1).
Bevorzugt sind die Verbindungen der Formel II-2 Verbindungen der Formel ll-2a:
worin
R21 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)Z bedeutet, und
R22 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+i oder O-CmH2m+1 oder (CH2)z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R21 und R22) sind hier insbesondere
(CnH2n+I und CmH2m+i) und (CnH2n+1 und O-CmH2m+1).
Bevorzugt sind die Verbindungen der Formel II-3 Verbindungen der Formel ll-3a:
worin die Parameter die oben unter Formel 11-3 gegebene Bedeutung haben und bevorzugt R
21 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+i bedeutet, worin n eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 7, bevorzugt im
Bereich von 1 bis 5, und
X22 -F, -Cl, -OCF3, -CN oder -NCS, besonders bevorzugt
-NCS, bedeutet.
Bevorzugt sind die Verbindungen der Formel II-4 Verbindungen der Formel ll-4a:
worin die Parameter die oben unter Formel II-4 gegebene Bedeutung haben und bevorzugt
R21 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+i bedeutet, worin n eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 7, bevorzugt im
Bereich von 1 bis 5, und X22 -F, -Cl, -OCF3, -CN oder -NCS, besonders bevorzugt
-NCS, bedeutet.
Weitere bevorzugte Verbindungen der Formel Il sind die Verbindungen der folgenden Formeln:
worin n eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 7, bevorzugt im
Bereich von 1 bis 5 bedeutet.
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel III ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln 111-1 bis III-7, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel III überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
wobei die Verbindungen der Formel III-5 von den Verbindungen der Formel III-6 ausgeschlossen sind, und
worin die Parameter die jeweiligen oben bei Formel I angegebenen
Bedeutungen haben und bevorzugt
R 31 unfluoriertes Alkyl oder Alkoxy jeweils mit 1 bis 7 C- Atomen oder unfluoriertes Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen,
R 32 unfluoriertes Alkyl oder Alkoxy, jeweils mit 1 bis 7 C- Atomen oder unfluoriertes Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen, und
X32 F, Cl, oder -OCF3, bevorzugt F, bedeutet, und
besonders bevorzugt
R 31
die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
R 32 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt CmH2m+i oder O-CmH2m+1 oder (CH2)z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel 111-1 ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln IH-Ia bis Hl-Id, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel 111-1 überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
worin X ,32 die oben bei Formel III-2 gegebene Bedeutung hat und
,31 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt C
nH
2n+i bedeutet, worin n 1 bis 7, bevorzugt 2 bis 6, besonders bevorzugt 2, 3 oder 5 und
0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2, und
X32 bevorzugt F bedeutet.
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel III-2 ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln lll-2a und lll-2b, bevorzugt der Formel lll-2a, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel III-2 überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
worin
R 31 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
R 32 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+1 oder O-CmH2m+1 oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin
n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R31 und R32) sind hier insbesondere (CnH2n+I und CmH2m+1) und (CnH2n+I und O-CmH2m+1), besonders bevorzugt (CnH2n+I und CmH2m+i).
Bevorzugt sind die Verbindungen der Formel III-3 Verbindungen der Formel lll-3a:
worin
R 31 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+1 oder CH2=CH-(CH2)Z bedeutet, und
R 32 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+i oder O-CmH2m+1 oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R
31 und R
32) sind hier insbesondere (C
nH
2n+I und C
mH
2m+i) und (C
nH
2n+1 und O-C
mH
2m+1), besonders bevorzugt (C
nH
2n+1 und C
mH
2m+1). Bevorzugt sind die Verbindungen der Formel III-4 Verbindungen der Formel lll-4a:
a
worin
>31 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
R 32 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+i oder O-CmH2m+i oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R
31 und R
32) sind hier insbesondere (C
nH
2n+1 und C
mH
2m+i) und (C
nH
2n+1 und O-C
mH
2m+1), besonders bevorzugt
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel III-5 ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln lll-5a und lll-5b, bevorzugt der Formel lll-5astärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel III-5 überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
R31 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
R32 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+1 oder O-CmH2m+1 oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin
n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet. Die bevorzugten Kombinationen von (R31 und R32) sind hier insbesondere (CnH2n+-I und CmH2m+1) und (CnH2n+1 und O-CmH2m+i), besonders bevorzugt (CnH2n+I und CmH2m+i).
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel III-6 ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln lll-6a und lll-6b, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel III-6 überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
worin R
31 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+1 oder CH2=CH-(CH2)Z bedeutet, und
R 32 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt CmH2m+1 oder O-CmH2m+1 oder (CH2)z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R31 und R32) sind hier insbesondere (CnH2n+1 und CmH2m+i) und (CnH2n+1 und O-CmH2m+1), besonders bevorzugt (CnH2n+1 und CmH2m+1).
Optional enthalten die Medien gemäß der vorliegenden Erfindung eine oder mehrere Verbindungen der Formel IV
worin
R41 und R42 unabhängig voneinander H, unfluoriertes Alkyl oder
Alkoxy mit 1 bis 15, bevorzugt 3 bis 10, C-Atomen oder unfluoriertes Alkenyl, Alkenyloxy oder Alkoxyalkyl mit 2 bis 15, bevorzugt 3 bis 10, C-Atomen, vorzugsweise unfluoriertes Alkyl oder Alkenyl bedeuten, einer von
Z
41 und Z
42 trans- -CH=CH-, trans- -CF=CF- oder -C≡C- bedeutet und der andere unabhängig davon trans- -CH=CH-, trans- -CF=CF- oder eine Einfachbindung bedeutet, vorzugsweise einer von ihnen -C≡C- oder trans-
-CH=CH- und der andere eine Einfachbindung bedeutet, und
bedeutet,
unabhängig voneinander
Bevorzugt enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der vorliegenden Anmeldung insgesamt 0 bis 40 %, bevorzugt 0 bis 30 % und besonders bevorzugt 5 bis 25 % an Verbindungen der Formel IV.
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formeln IV ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln IV-1 bis IV-3, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel IV überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
worin
einer von
Y41 und Y42 H bedeutet und der andere H oder F bedeutet, und
R 41 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)Z bedeutet, und
R 42 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+i oder O-CmH2m+1 oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet. Die bevorzugten Kombinationen von (R41 und R42) sind hier insbesondere (CnH2n+I und CmH2m+i) und (CnH2n+I und 0-CmH2m+i) besonders bevorzugt (CnH2n+! und CmH2rn+i).
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel IV-1 ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln IV-Ia bis IV-Ic, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel IV-1 überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
worin
R ,41 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
R ,42 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmhWi oder O-CmH2m+i oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R
41 und R
42) sind hier insbesondere (C
nH
2n+I und C
mH
2m+i) und (C
nH
2n+1 und O-C
mH
2m+i) besonders bevorzugt
Bevorzugt sind die Verbindungen der Formel IV-2 Verbindungen der Formel IV-2a:
worin
R
41 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und R42 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+1 oder O-CmH2m+1 oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
z 0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R41 und R42) sind hier insbesondere (CnH2n+I und CmH2m+1), CnH2n+1 und O-CmH2m+1) und (CH2=CH-(CH2)Z und CmH2m+1) besonders bevorzugt (CnH2n+! und CmH2m+i).
Bevorzugt sind die Verbindungen der Formel IV-3 Verbindungen der Formel IV-3a:
worin
R41 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+1 oder CH2=CH-(CH2)Z bedeutet, und
R42 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+1 oder O-CmH2m+1 oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R41 und R42) sind hier insbesondere (CnH2n+I und CmH2m+1) und (CnH2n+I und O-CmH2m+1).
Optional enthalten die Medien gemäß der vorliegenden Erfindung eine oder mehrere Verbindungen der Formel V
worin
51 R51 oder X51 bedeutet,
52 R52 oder X52 bedeutet,
R51 und R52 unabhängig voneinander H, unfluoriertes Alkyl oder
Alkoxy mit 1 bis 15, bevorzugt 3 bis 10, C-Atomen oder unfluoriertes Alkenyl, Alkenyloxy oder Alkoxyalkyl mit 2 bis 15, bevorzugt 3 bis 10, C-Atomen, vorzugsweise unfluoriertes Alkyl oder Alkenyl bedeuten,
X51 und X52 unabhängig voneinander H, F, Cl, -CN, -NCS, -SF5, fluoriertes Alkyl oder fluoriertes Alkoxy mit 1 bis 7 C- Atomen oder fluoriertes Alkenyl, unfluoriertes oder Alkenyloxy, oder unfluoriertes oder Alkoxyalkyl mit 2 bis 7 C-Atomen, vorzugsweise fluoriertes Alkoxy, fluoriertes Alkenyloxy, F oder Cl bedeuten, und
Z
75
31
1 bis Z 53 unabhängig voneinander trans- -CH=CH-, trans- -CF=CF-, -C≡C- oder eine Einfachbindung bedeuten bevorzugt einer oder mehrere von ihnen eine Einfachbindung bedeutet, und besonders bevorzugt alle eine Einfachbindung bedeuten,
bedeutet,
unabhängig voneinander
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel V ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln V- 1 bis IV-3, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel V überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
worin die Parameter die jeweilige oben unter Formel V angegebene Bedeutung haben und bevorzugt einer von
worin
R 51 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
R 52 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+1 oder O-CmH2m+1 oder (CH2)z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R51 und R52) sind hier insbesondere (CnH2n+I und CmH2m+1) und (CnH2n+I und O-CmH2m+1).
Bevorzugt enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der vorliegenden Anmeldung insgesamt 5 bis 30 %, bevorzugt 10 bis 25 % und besonders bevorzugt 15 bis 20 % an Verbindungen der Formel V.
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel V-1 ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln V-1a bis V-1e, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel V-1 überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
worin die Parameter die oben gegebene Bedeutung haben und bevorzugt
R 51 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I bedeutet, und
eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeutet und
X 52 bevorzugt F oder Cl bedeutet.
Bevorzugt werden die Verbindungen der Formel V-2 ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln V-2a und V-2b, stärker bevorzugt bestehen diese Verbindungen der Formel V-2 überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz besonders bevorzugt bestehen sie vollständig daraus:
R 51 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
R 52 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+i oder O-CmH2m+i oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugte Kombination von (R51 und R52) ist hier insbesondere (CnH2n+i und CmH2m+i).
Bevorzugt sind die Verbindungen der Formel V-3 Verbindungen der Formeln V-3a und V-3b:
R 51 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CnH2n+I oder CH2=CH-(CH2)z bedeutet, und
R 52 die oben angegebene Bedeutung hat und bevorzugt
CmH2m+i oder O-CmH2m+i oder (CH2)Z-CH=CH2 bedeutet, und worin n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 15, bevorzugt im Bereich von 1 bis 7 und besonders bevorzugt 1 bis 5 bedeuten und
0, 1 , 2, 3 oder 4, bevorzugt 0 oder 2 bedeutet.
Die bevorzugten Kombinationen von (R51 und R52) sind hier insbesondere (CnH2n+I und CmH2m+i) und (CnH2n+I und O-CmH2m+i), besonders bevorzugt (CnH2n+1 und O-CmH2m+1).
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält das Medium eine oder mehrere dielektrisch positive Verbindungen mit einer dielektrischen Anisotropie von mehr als 3 der Formel 1-1.
Vorzugsweise enthält das Medium eine oder mehrere, dielektrisch neutrale Verbindungen mit einer dielektrischen Anisotropie im Bereich von mehr als -1 ,5 bis 3 der Formel I-2. In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält das Medium eine oder mehrere Verbindungen der Formel II.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung enthält das Medium eine oder mehrere Verbindungen der Formel IM.
Bevorzugt enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der vorliegenden Erfindung 10 % oder weniger, bevorzugt 5 % oder weniger, besonders bevorzugt 2 % oder weniger, ganz besonders bevorzugt 1 % oder weniger, und insbesondere überhaupt keine Verbindung mit nur zwei oder weniger fünf und/oder sechsgliedrigen Ringen.
Die Definitionen der Abkürzungen (Akronyme) sind ebenfalls unten in Tabelle D angegeben, bzw. aus den Tabellen A bis C zu ersehen.
Vorzugsweise enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der vorliegenden Erfindung Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der
Verbindungen der Formeln I bis V, vorzugsweise I bis IV und ganz bevorzugt I bis IM und/oder V, stärker bevorzugt bestehen sie
überwiegend, noch stärker bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen und ganz bevorzugt bestehen sie vollständig daraus.
In dieser Anmeldung bedeutet enthalten im Zusammenhang mit Zusammensetzungen, dass die betreffende Entität, d.h. das Medium oder die Komponente, die angegebene Komponente oder Komponenten oder Verbindung oder Verbindungen enthält, vorzugsweise in einer Gesamtkonzentration von 10 % oder mehr und ganz bevorzugt von 20 % oder mehr. Überwiegend bestehen bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die betreffende Entität 55 % oder mehr, vorzugsweise 60 % oder mehr und
ganz bevorzugt 70 % oder mehr der angegebenen Komponente oder Komponenten oder Verbindung oder Verbindungen enthält.
Im Wesentlichen bestehen bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die betreffende Entität 80 % oder mehr, vorzugsweise 90 % oder mehr und ganz bevorzugt 95 % oder mehr der angegebenen Komponente oder Komponenten oder Verbindung oder Verbindungen enthält.
Vollständig bestehen bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die betreffende Entität 98 % oder mehr, vorzugsweise 99 % oder mehr und ganz bevorzugt 100,0 % der angegebenen Komponente oder Komponenten oder Verbindung oder Verbindungen enthält.
Auch andere mesogene Verbindungen, die oben nicht explizit genannt sind, können gegebenenfalls und in vorteilhafter weise in den Medien gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Solche Verbindungen sind dem Fachmann bekannt.
Die Flüssigkristallmedien gemäß der vorliegenden Erfindung weisen bevorzugt einen Klärpunkt von 9O0C oder mehr, stärker bevorzugt von 100°C oder mehr, noch stärker bevorzugt von 120°C oder mehr, besonders bevorzugt von 150°C oder mehr und ganz besonders bevorzugt von 170°C oder mehr, auf.
Vorzugsweise erstreckt sich die nematische Phase der erfindungsgemäßen Medien mindestens von 200C oder weniger bis 900C oder mehr, bevorzugt bis 1000C oder mehr, stärker bevorzugt mindestens von O0C oder weniger bis 1200C oder mehr, ganz bevorzugt mindestens von -100C oder weniger bis 1400C oder mehr und insbesondere mindestens von - 20°C oder weniger bis 150°C oder mehr. Das Δε des Flüssigkristallmediums gemäß der Erfindung bei 1 kHz und 200C beträgt vorzugsweise 1 oder mehr, stärker bevorzugt 2 oder mehr und ganz bevorzugt 3 oder mehr.
Das Δn der Flüssigkristallmedien gemäß der vorliegenden Erfindung liegt bei 589 nm (NaD) und 200C vorzugsweise im Bereich von 0,200 oder mehr bis 0,90 oder weniger, stärker bevorzugt im Bereich von 0,250 oder mehr
bis 0,90 oder weniger, noch stärker bevorzugt im Bereich von 0,300 oder mehr bis 0, 85 oder weniger und ganz besonders bevorzugt im Bereich von 0,350 oder mehr bis 0,800 oder weniger. In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung beträgt das Δn der Flüssigkristallmedien gemäß der vorliegenden Erfindung vorzugsweise 0,50 oder mehr, stärker bevorzugt 0,55 oder mehr.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden die einzelnen Verbindungen der Formel I vorzugsweise in einer Gesamtkonzentration von 10 % bis 70 %, stärker bevorzugt von 20 % bis 60 %, noch stärker bevorzugt von 30 % bis 50 % und ganz bevorzugt von 25 % bis 45 % der
Gesamtmischung verwendet.
Die Verbindungen der Formel Il werden vorzugsweise in einer
Gesamtkonzentration von 1 % bis 20 %, stärker bevorzugt von 1 % bis 15 %, noch stärker bevorzugt von 2 % bis 15 % und ganz bevorzugt von 3 % bis 10 % der Gesamtmischung verwendet.
Die Verbindungen der Formel IM werden vorzugsweise in einer
Gesamtkonzentration von 1 % bis 60 %, stärker bevorzugt von 5 % bis
50 %, noch stärker bevorzugt von 10 % bis 45 % und ganz bevorzugt von 15 % bis 40 % der Gesamtmischung verwendet.
Die Flüssigkristallmedien enthalten vorzugsweise insgesamt 50 % bis 100 %, stärker bevorzugt 70 % bis 100 % und ganz bevorzugt 80 % bis
100 % und insbesondere 90 % bis 100 % der Verbindungen der Formeln I1 II, III, IV und V, vorzugsweise der Formeln I, IM, IV und V, vorzugsweise bestehen sie überwiegend daraus und ganz bevorzugt bestehen sie vollständig daraus.
In der vorliegenden Anmeldung beschreibt der Ausdruck dielektrisch positiv Verbindungen oder Komponenten mit Δε > 3,0, dielektrisch neutral mit -1,5 < Δε < 3,0 und dielektrisch negativ mit Δε < -1 ,5. Δε wird bei einer Frequenz von 1 kHz und 200C bestimmt. Die dielektrische Anisotropie der jeweiligen Verbindung wird aus den Ergebnissen einer Lösung von 10 % der jeweiligen einzelnen Verbindung in einer nematischen Host-Mischung
bestimmt. Wenn die Löslichkeit der jeweiligen Verbindung in der Host- Mischung weniger als 10 % beträgt, wird die Konzentration auf 5 % reduziert. Die Kapazitäten der Testmischungen werden sowohl in einer Zelle mit homeotroper als auch mit homogener Orientierung bestimmt. Die Schichtdicke beträgt bei beiden Zelltypen ca. 20 μm. Die angelegte Spannung ist eine Rechteckwelle mit einer Frequenz von 1 kHz und einem Effektivwert von typischerweise 0,5 V bis 1 ,0 V, wird jedoch stets so ausgewählt, dass sie unterhalb der kapazitiven Schwelle für die jeweilige Testmischung liegt.
Δε ist als (ει ι - εx) definiert, während εDrchschn. {ε\ \ + 2 ε±) / 3 ist.
Als Host-Mischung wird für dielektrisch positive Verbindungen die
Mischung ZLI-4792 und für dielektrisch neutrale sowie für dielektrisch negative Verbindungen die Mischung ZLI-3086 verwendet, beide von Merck KGaA, Deutschland. Die absoluten Werte der dielektrischen Konstanten der Verbindungen werden aus der Änderung der jeweiligen Werte der Host-Mischung bei Zugabe der interessierenden Verbindungen bestimmt. Die Werte werden auf eine Konzentration der interessierenden Verbindungen von 100 % extrapoliert.
Komponenten, die bei der Messtemperatur von 20°C eine nematische Phase aufweisen, werden als solche gemessen, alle anderen werden wie Verbindungen behandelt.
Der Ausdruck Schwellenspannung bezeichnet in der vorliegenden
Anmeldung die optische Schwelle und ist für 10 % relativen Kontrast (Vi0) angegeben, der Ausdruck Sättigungsspannung bezeichnet die optische Sättigung und ist für 90 % relativen Kontrast (V90) angegeben, in beiden Fällen, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist. Die kapazitive Schwellenspannung (V0), auch Freedericks-Schwelle VFr genannt, wird nur verwendet, wenn dies ausdrücklich genannt ist
Die in dieser Anmeldung angegebenen Parameterbereiche schließen sämtlich die Grenzwerte ein, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist.
Die unterschiedlichen für verschiedene Bereiche von Eigenschaften angegebenen oberen und unteren Grenzwerte ergeben in Kombination miteinander zusätzliche bevorzugte Bereiche.
In der gesamten Anmeldung gelten, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, die folgenden Bedingungen und Definitionen. Alle Konzentrationen sind in Massenprozent angegeben und beziehen sich jeweils auf die Gesamtmischung, alle Temperaturen und alle Temperaturunterschiede sind in Grad Celsius bzw. Differenzgrad angegeben. Alle physikalischen
Eigenschaften werden nach„Merck Liquid Crystals, Physical Properties of Liquid Crystals", Stand Nov. 1997, Merck KGaA, Deutschland, bestimmt und sind für eine Temperatur von 200C aufgeführt, wenn nicht
ausdrücklich anders angegeben. Die optische Anisotropie (Δn) wird bei einer Wellenlänge von 589,3 nm bestimmt. Die dielektrische Anisotropie (Δε) wird bei einer Frequenz von 1 kHz bestimmt. Die Schwellenspannungen sowie alle anderen elektrooptischen Eigenschaften werden mit bei Merck KGaA, Deutschland, hergestellten Testzellen bestimmt. Die Testzellen für die Bestimmung von Δε besitzen eine Schichtdicke von circa 20 μm. Bei der Elektrode handelt es sich um eine kreisförmige ITO-
Elektrode mit einer Fläche von 1 ,13 cm2 und einem Schutzring. Die Ausrichtungsschichten sind SE-1211 von Nissan Chemicals, Japan, für homeotrope Ausrichtung (εn) und Polyimid AL-1054 von Japan Synthetic Rubber, Japan, für homogene Ausrichtung (εi). Die Bestimmung der Kapazitäten erfolgt mit einem Frequenzgang-Analysegerät Solatron 1260 unter Verwendung einer Sinuswelle mit einer Spannung von 0,3 Vrms. Als Licht wird bei den elektrooptischen Messungen weißes Licht verwendet. Dabei wird ein Aufbau mit einem im Handel erhältlichen Gerät DMS der Fa. Autronic-Melchers, Germany verwendet. Die charakteristischen Spannungen wurden unter senkrechter Beobachtung bestimmt. Die
Schwellenspannung (V10),„Mittgrau-Spannung" (V50) und Sättigungsspannung (V90) wurden für 10 %, 50 % bzw. 90 % relativen Kontrast bestimmt.
Die flüssigkristallinen Medien werden bezüglich ihrer Eigenschaften im Frequenzbereich der Mikrowellen untersucht wie in A. Penirschke, S. Müller, P. Scheele, C. Weil, M. Wittek, C. Hock und R. Jakoby:„Cavity
Perturbation Method for Characterization of Liquid Crystals up to 35GHz",
3344tthh EEuurrooppeeaarn Microwave Conference - Amsterdam, S. 545-548
beschreiben. Vergleiche hierzu auch A. Gaebler, F. Golden, S. Müller, A. Penirschke und R. Jakoby„Direct Simulation of Material Permittivites ...", 12MTC 2009 - International Instrumentation and Measurement Technology Conference, Singapur, 2009 (IEEE), S. 463-467 und DE 10 2004 029 429 A, in der ebenfalls detailliert ein Meßverfahren beschrieben wird.
Der Flüssigkristall wird in eine Kapillare aus Polytetrafluorethylen (PTFE) gefüllt. Die Kapillare hat einen inneren Radius von 180 μm und einen äußeren Radius von 350 μm. Die effektive Länge beträgt 2,0 cm. Die gefüllte Kapillare wird in die Mitte der Kavität mit einer Resonanzfrequenz von 30 GHz eingebracht. Diese Kavität hat eine Länge von 6,6 mm, eine Breite von 7,1 mm und eine Höhe von 3,6 mm. Daraufhin wird das
Eingangssignal („source") angelegt und das Ergebnis des
Ausgangssignals mit einem kommerziellen Netzwerkanalysator („vector network analyzer") aufgenommen.
Aus der Änderung der Resonanzfrequenz und des Q-Faktors, zwischen der Messung mit der mit dem Flüssigkristall gefüllten Kapillare und der Messung ohne der mit dem Flüssigkristall gefüllten Kapillare, wird die dielektrische Konstante und der Verlustwinkel bei der entsprechenden Zielfrequenz mittels der Gleichungen 10 und 11 der A. Penirschke, S.
Müller, P. Scheele, C. Weil, M. Wϊttek, C. Hock und R. Jakoby:„Cavity Pertubation Method for Characterization of Liquid Crystals up to 35GHz", 34th European Microwave Conference - Amsterdam, S. 545-548
bestimmt, wie dort beschrieben.
Die Werte für die Komponenten der Eigenschaften senkrecht bzw. parallel zum Direktor des Flüssigkristalls werden durch Orientierung des
Flüssigkristalls in einem Magnetfeld ergalten. Dazu wird das Magnetfeld eines Permanentmagneten verwendet. Die Stärke des Magnetfelds beträgt 0.35 Tesla. Die Orientierung des Magneten wird entsprechend eingestellt und dann entsprechend um 90° gedreht.
Bevorzugte Bauelemente sind Phasenschieber, Varaktoren, Funk- und Radiowellenantennenarrays,„matching circuit adaptive filters" und andere. In der vorliegenden Anmeldung, bedeutet, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, der Begriff Verbindungen sowohl eine Verbindung, als auch mehrere Verbindungen.
Die erfindungsgemäßen Flüssigkristallmedien weisen bevorzugt
nematische Phasen von jeweils mindestens von -2O0C bis 800C, bevorzugt von -30°C bis 85°C und ganz besonders bevorzugt von -400C bis 1000C auf. Insbesondere bevorzugt reicht die Phase bis 1200C oder mehr, bevorzugt bis140°C oder mehr und ganz besonders bevorzugt bis 1800C oder mehr. Hierbei bedeutet der Begriff eine nematische Phase aufweisen einerseits, dass bei tiefen Temperaturen bei der entsprechenden Tempe- ratur keine smektische Phase und keine Kristallisation beobachtet wird und andererseits, dass beim Aufheizen aus der nematischen Phase noch keine Klärung auftritt. Die Untersuchung bei tiefen Temperaturen wird in einem Fließviskosimeter bei der entsprechenden Temperatur durchgeführt sowie durch Lagerung in Testzellen, mit einer Schichtdicke von 5 μm, für mindestens 100 Stunden überprüft. Bei hohen Temperaturen wird der Klärpunkt nach üblichen Methoden in Kapillaren gemessen.
Ferner sind die erfindungsgemäßen Flüssigkristallmedien durch hohe optische Anisotropien im sichtbaren Bereich gekennzeichnet. Die
Doppelbrechung bei 589 nm beträgt bevorzugt 0,20 oder mehr, besonders bevorzugt 0,25 oder mehr, besonders bevorzugt 0,30 oder mehr, besonders bevorzugt 0,40 oder mehr und ganz besonders bevorzugt 0,45 oder mehr. Außerdem beträgt die Doppelbrechung bevorzugt 0,80 oder weniger.
Bevorzugt weisen die eingesetzten Flüssigkristalle eine positive
dielektische Anisotropie auf. Diese ist bevorzugt 2 oder größer, bevorzugt 4 oder größer, besonders bevorzugt 6 oder größer und ganz besonders bevorzugt 10 oder größer.
Ferner sind die erfindungsgemäßen Flüssigkristallmedien durch hohe Anisotropien im Mikrowellenbereich gekennzeichnet. Die Doppelbrechung beträgt z.B. bei ca. 8,3 GHz bevorzugt 0,14 oder mehr, besonders bevorzugt 0,15 oder mehr, besonders bevorzugt 0,20 oder mehr, besonders bevorzugt 0,25 oder mehr und ganz besonders bevorzugt 0,30 oder mehr. Außerdem beträgt die Doppelbrechung bevorzugt 0,80 oder weniger.
Die Materialgüte η(μ-Wellen)/tan(δ) der bevorzugten
Flüssigkristallmaterialien beträgt 5 oder mehr, bevorzugt 6 oder mehr, bevorzugt 8 oder mehr, bevorzugt 10 oder mehr, bevorzugt 15 oder mehr, bevorzugt 17 oder mehr, besonders bevorzugt 20 oder mehr und ganz besonders bevorzugt 25 oder mehr. Die bevorzugten Flüssigkristallmaterialien haben Phasenschiebergüten von 157dB oder mehr, bevorzugt von 207dB oder mehr, bevorzugt von 307dB oder mehr, bevorzugt von 407dB oder mehr, bevorzugt von 507dB oder mehr, besonders bevorzugt von 807dB oder mehr und ganz besonders bevorzugt von 1007dB oder mehr.
In einigen Ausführungsformen können jedoch auch Flüssigkristalle mit eine negativen Wert der dielektrischen Anisotropie vorteilhaft verwendet werden. Die eingesetzten Flüssigkristalle sind entweder Einzelsubstanzen oder Mischungen. Bevorzugt weisen sie eine nematische Phase auf.
Der Ausdruck "Alkyl" umfasst vorzugsweise geradkettige und verzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 15 Kohlenstoffatomen, insbesondere die
geradkettigen Gruppen Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl und Heptyl. Gruppen mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen sind im allgemeinen bevorzugt.
Der Ausdruck "Alkenyl" umfasst vorzugsweise geradkettige und verzweigte Alkenylgruppen mit 2 bis 15 Kohlenstoffatomen, insbesondere die geradkettigen Gruppen. Besonders bevorzugte Alkenylgruppen sind C2 bis
C7-I E-Alkenyl, C4 bis C7-3E-Alkenyl, C5 bis C7-4-Alkenyl, C6 bis C7-5- Alkenyl und C7-6-Alkenyl, insbesondere C2 bis C7-I E-Alkenyl, C4 bis C7- 3E-Alkenyl und C5 bis C7-4-Alkenyl. Beispiele weiterer bevorzugter Alkenylgruppen sind Vinyl, 1 E-Propenyl, 1 E-Butenyl, 1 E-Pentenyl, 1 E- Hexenyl, 1 E-Heptenyl, 3-Butenyl, 3E-Pentenyl, 3E-Hexenyl, 3E-Heptenyl,
4-Pentenyl, 4Z-Hexenyl, 4E-Hexenyl, 4Z-Heptenyl, 5-Hexenyl, 6-Heptenyl und dergleichen. Gruppen mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen sind im allgemeinen bevorzugt.
Der Ausdruck„Fluoralkyl" umfasst vorzugsweise geradkettige Gruppen mit endständigem Fluor, d.h. Fluormethyl, 2-Fluorethyl, 3-Fluorpropyl, 4-Fluor- butyl, 5-Fluorpentyl, 6-Fluorhexyl und 7-Fluorheptyl. Andere Positionen des Fluors sind jedoch nicht ausgeschlossen.
Der Ausdruck„Oxaalkyl", bzw. Alkoxyalkyl umfasst vorzugsweise geradkettige Reste der Formel CnH2n+i-O-(CH2)m, worin n und m jeweils unabhängig voneinander 1 bis 10 bedeuten. Vorzugsweise ist n 1 und m 1 bis 6.
Verbindungen mir einer Vinyl-Endgruppe und Verbindungen mit einer Methyl-Endgruppe haben eine geringe Rotationsviskosität.
In der vorliegenden Anmeldung bedeuten sowohl Hochfrequenztechnik als auch Höchstfrequenztechnik Anwendungen mit Frequenzen im Bereich von 1 MHz bis 1 THz, bevorzugt von 1 GHz bis 500GHz, stärker bevorzugt 2 GHz bis 300 GHz, insbesondere bevorzugt von ca. 5 bis 150 GHz.
Die Flüssigkristallmedien gemäß der vorliegenden Erfindung können weitere Zusatzstoffe und chirale Dotierstoffe in den üblichen Konzentrationen beinhalten. Die Gesamtkonzentration dieser weiteren Bestandteile Hegt im Bereich von 0 % bis 10 %, vorzugsweise 0,1 % bis 6 %, bezogen auf die Gesamtmischung. Die Konzentrationen der einzelnen verwendeten Verbindungen liegen vorzugsweise jeweils im Bereich von 0,1 % bis 3 %. Die Konzentration dieser und ähnlicher Zusatzstoffe wird bei der Angabe der Werte und Konzentrationsbereiche der Flüssigkristallkomponenten und Flüssigkristallverbindungen der Flüssigkristallmedien in dieser Anmeldung nicht berücksichtigt.
Die erfindungsgemäßen Flüssigkristallmedien bestehen aus mehreren Verbindungen, vorzugsweise aus 3 bis 30, stärker bevorzugt aus 4 bis 20 und ganz bevorzugt aus 4 bis 16 Verbindungen. Diese Verbindungen wer- den auf herkömmliche Weise gemischt. In der Regel wird die gewünschte
Menge der in der geringeren Menge verwendeten Verbindung in der in der größeren Menge verwendeten Verbindung gelöst. Liegt die Temperatur über dem Klärpunkt der in der höheren Konzentration verwendeten Verbindung, ist die Vervollständigung des Lösungsvorgangs besonders leicht zu beobachten. Es ist jedoch auch möglich, die Medien auf anderen üblichen Wegen, beispielsweise unter Verwendung von so genannten Vormischungen, bei denen es sich z.B. um homologe oder eutektische Mischungen von Verbindungen handeln kann, oder unter Verwendung von so genannten„Multi-Bottle"-Systemen, deren Bestandteile selbst gebrauchsfertige Mischungen sind, herzustellen.
Alle Temperaturen, wie z.B. der Schmelzpunkt T(K,N) bzw. T(K1S), der Übergang von der smektischen (S) zur nematischen (N) Phase T(S1N) und der Klärpunkt T (N1I) der Flüssigkristalle sind in Grad Celsius angegeben. Alle Temperaturdifferenzen sind in Differenzgraden angegeben.
In der vorliegenden Erfindung und insbesondere in den folgenden Beispielen sind die Strukturen der mesogenen Verbindungen durch
Abkürzungen angegeben, die auch als Akronyme bezeichnet werden. In diesen Akronymen sind die chemischen Formeln unter Verwendung der folgenden Tabellen A bis C wie folgt abgekürzt. Alle Gruppen CnH2n+I, CmH2m+i und C|H2ι+i bzw. CnH2n-1, CmH2m-i und C|H2M bedeuten
geradkettiges Alkyl bzw. Alkenyl, vorzugsweise 1-E-Alkenyl, jeweils mit n, m bzw. I C-Atomen. In der Tabelle A werden die für die Ringelemente der Kernstrukturen der Verbindungen verwendeten Codes aufgeführt, während in der Tabelle B die Verknüpfungsgruppen gezeigt sind. Tabelle C gibt die Bedeutungen der Codes für die Endgruppen der linken bzw. rechten Seite. In Tabelle D sind Beispielstrukturen von Verbindungen mit ihren jeweiligen Abkürzungen zusammengestellt. Tabelle A: Rinqelemente
Tabelle B: Verknüpfungsgruppen
E -CH2CH2- Z -CO-O-
V -CH=CH- Zl -0-C0-
X -CF=CH- O -CH2-O-
Xl -CH=CF- Ol -0-CH2-
W -CF2CF2-
Tabelle C: Endqruppen
Linke Seite Rechte Seite,
Verwendung allein
-n- CnH2n+1- -n — CnH2n+i
-nθ- CnH2n+1-0- -nθ -0-CnH2n+I
-V- CH2=CH- -V -CH=CH2
-nV- CnH2n+i-CH=CH- -nV -CnH2n-CH=CH2
-Vn- CH2=CH- CnH2n+i- -Vn -CH=CH-CnH2n+I
-nVm- CnH2n+i-CH=CH-CmH2m- -nVm -CnH2n-CH=CH-CmH2m+i
-N- N≡C- -N -C≡N
-S- S=C=N- -S -N=C=S
-F- F- -F -F
-CL- Cl- -CL -Cl
-M- CFH2- -M -CFH2
-D- CF2H- -D -CF2H
-T- CF3- -T -CF3
-MO- CFH2O - -OM -OCFH2
-DO- CF2HO - -OD -OCF2H
-TO- CF3O - -OT -OCF3
-OXF- CF2=CH-O- -OXF -0-CH=CF2
-A- H-C≡C- -A -C≡C-H
-nA- CnH2n+i-C≡C- -An -C≡C-CnH2n+i
-NA- N≡C-C≡C- -AN -C≡C-C≡N
Verwendung zusammen mit anderen
-...A...- -C≡C- -...A... -C≡C-
-...V...- CH=CH- - V -CH=CH-
- 7 - -CO-O- - 7 -CO-O-
-...Zl...- -O-CO- -...Zl... -O-CO-
-...K...- -CO- ~.■ .Ix... -CO-
-...W...- -CF=CF- - W -CF=CF- worin n und m jeweils ganze Zahlen bedeuten und die drei Punkte„..." Platzhalter für andere Abkürzungen aus dieser Tabelle sind. In der folgenden Tabelle werden Beispielstrukturen zusammen mit ihren jeweiligen Abkürzungen angegeben. Diese werden gezeigt, um die
Bedeutung der Regeln für die Abkürzungen zu demonstrieren. Weiterhin stellen sie Verbindungen dar, die vorzugsweise verwendet werden.
Tabelle D: Beispielstrukturen
Die Beispielstrukturen sind besonders bevorzugt eingesetzte Verbindungen mit drei 6-gliedrigen Ringen:
PGP-n-mVI
PGIGI-n-CL
PGU-n-F
PGU-n-CL
PGU-n-OT
PPTY-n-m
Die Beispielstrukturen sind besonders bevorzugt eingesetzte Verbindungen mit vier 6-gliedrigen Ringen:
PYGP-n-m
1V H- 2n+r1 -f Vc mH1 '2m+1
PPGU-n-F
PPGU-Vn-F
Beispielstrukturen bevorzugt eingesetzter dielktrisch neutraler Verbindungen:
CPTP-n-m
CPGP-n-mVI
Beispielstrukturen weiterer eingesetzter Verbindungen:
PUQU-n-F
PGUQU-n-F
APGP-n-m
In der folgenden Tabelle, Tabelle E1 sind Beispielverbindungen
zusammengestellt, die in den mesogenen Medien gemäß der vorliegenden Erfindung als Stabilisator verwendet werden können. Die
Gesamtkonzentration dieser bzw. ähnlicher Verbindungen in den Medien beträgt bevorzugt 5 % oder weniger.
Tabelle E
HO-( O >~CH2— < O V OH HOO—— ( ( OO OH
30
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthalten die mesogenen Medien eine oder mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Tabelle E.
In der folgenden Tabelle, Tabelle F1 sind Beispielverbindungen zusammengestellt, die in den mesogenen Medien gemäß der vorliegenden Erfindung vorzugsweise als chirale Dotierstoffe verwendet werden können.
CM 44
CM 45
CM 47
R/S-1011
R/S-2011
R/S-3011
R/S-4011
R/S-5011
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ent- halten die mesogenen Medien eine oder mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Tabelle F.
Vorzugsweise enthalten die mesogenen Medien gemäß der vorliegenden Anmeldung zwei oder mehr, vorzugsweise vier oder mehr, Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus den Verbindungen der obigen Tabellen.
Die Flüssigkristallmedien gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten vorzugsweise
- sieben oder mehr, vorzugsweise acht oder mehr Verbindungen, vor- zugsweise Verbindungen mit drei oder mehr, vorzugsweise vier oder mehr unterschiedlichen Formeln, ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Tabelle D.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung, ohne sie in irgendeiner Weise zu beschränken.
Aus den physikalischen Eigenschaften wird dem Fachmann jedoch deut- lieh, welche Eigenschaften zu erzielen sind und in welchen Bereichen sie modifizierbar sind. Insbesondere ist also die Kombination der verschiedenen Eigenschaften, die vorzugsweise erreicht werden können, für den Fachmann gut definiert.
Beispiel 1
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-1 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Tabelle 1 : Eigenschaften der Mischung M-1 bei 30 GHz
Bemerkung: bei 20°C ergibt sich intrapoliert näherungsweise: Δεr± = 0,56, tan δε α = 0,013 und η = 14,5.
Zum Vergleich erhält man mit der Verbindung 4'-Pentyl-4-cyanobiphenyl (auch 5CB oder K15 genannt, Merck KGaA) bei 200C tan δε ri = 0,026 und η = 4,3.
Tabelle 2: Vergleich der Eigenschaften bei 30 GHz bei 200C
Beispiel 2
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-2 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Tabelle 3: Eigenschaften der Mischung M-2 bei 30 GHz
Bemerkung: bei 200C ergibt sich intrapoliert näherungsweise: Δεrx = 0,56, tan δε u = 0,014 und η = 15.
Beispiel 3
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-3 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 4
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-4 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 5
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-5 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 6
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-6 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 7
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-7 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 8
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-8 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 9
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-9 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 10
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-10 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 11
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-11 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 12
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-12 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 13
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-13 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Tabelle 4: Eigenschaften der Mischung M-13 bei 30 GHz
Bemerkung: bei 2O0C ergibt sich intrapoliert näherungsweise: Δεrj. = 2,51, tan δεrJ= 0,0115, τεr= 0,140 und η = 14,5.
Beispiel 14
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-14 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 15
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-15 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 16
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-16 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.
Beispiel 17
Es wird eine Flüssigkristallmischung M-17 mit der Zusammensetzung und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
Diese Mischung eignet sich sehr gut für Anwendungen im
Mikrowellenbereich, insbesondere für Phasenschieber.