LU85202A1 - Geraet zur bereithaltung von billardkugeln - Google Patents
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Description
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Heinrich D ö 1 p , Kimbacher Straße 211, D-6123 Bad König
Gerät zur Bereithaltung von Billardkugeln
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Bereithaltung von Billardkugeln in den zum Billardspiel vorgesehenen Räumen, bestehend aus einem kastenförmigen Gehäuse mit in Haltevorrichtungen angeordneten Billardkugeln, das eine Münzannah-5 me, eine durch Münzeinwurf wirksam werdende Anzeigevorrichtung für die vorgesehene Spielzeit, eine Kontaktvorrichtung mit Betätigungsvorrichtungen, die nebeneinander angeordneten Haltevorrichtungen jeweils zugeordnet sind, sowie * ein Zählwerk aufweist, das durch den Einwurf von Münzen 10 betätigt wird, und das nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit ein Signal auslöst.
Geräte dieser Art sind durch das DE-GM 398 480 bekannt.
: Es ist Aufgabe der Erfindung, ein anderes, vielseitiger ver- 15 wendbares Gerät zur Bereithaltung von Billardkugeln anzugeben, das durch eine neuartige Kombination von einzeln zum Teil bekannten technischen Merkmalen mit neuen technischen Merkmalen besonders benutzerfreundlich ist und gleichzeitig gegen unbefugte bzw. betrügerische Manipu-20 lationen besser geschützt ist.
Diese Aufgabe wird durch die gleichzeitige Anwendung der im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen technischen Merkmale gelöst.
25 • * - 2 -
Dadurch, daß die Haltevorrichtungen für die Billardkugeln an der Frontseite angeordnet sind, kann auf verhältnismäßig knappem Raum eine große Anzahl von Billardkugeln angeordnet werden.
5
Es ist ferner nicht möglich, eine weggenommene Billardkugel durch einen anderen Gegenstand, z.B. Bierglas, zu ersetzen und dadurch den zugeordneten Kontakt in die Stellung zu bringen, die er bei Vorhandensein einer 10 Billardkugel annehmen würde.
Die Kontakte werden durch die Anordnung einer nachgiebigen Membran zuverlässig gegen Verschmutzung geschützt und dadurch ein langer wartungsfreier Betrieb erzielt. Gleich-15 zeitig ist durch Anordnung einer Anzeigevorrichtung für die jeweils dem Spieler noch zur Verfügung stehende restliche Benutzungszeit das Gerät besser auf die Interessen der Spieler abgestimmt.
20
Weitere Fortbildungen und Ausgesteltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet "nd werden nachstehend in Verbindung mit den ein Ausführungsbeipiel darstellenden, zum Teil schematisch vereinfachten Figuren 25 - 3 - beschrieben. In diesen sind einander entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen, und es sind alle zum Verständnis der Erfindung nicht notwendigen Einzelheiten fortgelassen worden.
5
Es zeigt:
Fig. 1 eine Frontansicht des erfingunsgemäß ausgebildeten Gerätes, 10
Fig. 2 einen vertikalen Längsschnitt des in Fig. 1 dargestellten Gerätes, von der Seite gesehen,
Fig. 3 als konstruktives Detail in vergrößertem Maßstab 15 eine Billardkugel in der zugeordneten Haltevor richtung mit Kontaktvorrichtung in vertikalem Längsschnitt, von der Seite gesehen,
Fig. 4 als weiteres konstruktives Detail einen Horizontal-20 schnitt durch die an der Rückseite der Billard kugeln angeordnete Wand mit einer Billardkugel und zugeordneter Haltevorrichtung, von oben gesehen.
25 Das Gerät besteht im wesentlichen aus einem kastenförmigen Gehäuse 2, welches auf der Vorderseite eine Halte Vorrichtung 3 für die Billardkugeln 4 sowie eine Münzannahme 5 mit Einwurf Öffnung 5A und Rückgabeöffnung 5B, sowie eine Anzeigevorrichtung 6 für die jeweils vorhandene Spielzeit 30 trägt. Die Haltevorrichtung 3 ist als in die Frontseite des Gerätes eingesetzter Rahmen ausgebildet, der horizontale Leisten 3A mit kreisrunden Öffnungen 3A' für die Billardkugeln 4 sowie eine vertikale Rückwand 3B mit kreis- runden Öffnungen 3B’ zur Aufnahme des hinteren Bereiches der eingesetzten Kugeln hat.
- 4 -
An der von den Billardkugeln 4 abgewendeten Seite der 5 Rückwand 3B ist eine Stoffbespannung 7 in der Farbe des Billardstuches befestigt. Wenn eine Billardkugel 4 in die zugeordnete Haltevorrichtung eingesetzt ist (dies ist in den Figuren 3 und 4 durch eine volle Kreislinie dargestellt), dann wird die Stoffbespannung 7 nach hinten aus-10 gebeult und der Fühlhebel 9' der Kontaktvorrichtung 9 in die in Fig. 3 gezeichnete Stellung gebracht und dadurch der Kontakt in der Kontaktvorrichtung 9 geschlossen.
Hinter den Öffnungen 3B* ist an der Rückwand 3B eine ver-15 tikale Profilschiene 10 befestigt, welche die Ausbeulung der Stoffbespannung 7 beim Einsetzen von Billardkugeln begrenzt. Hierdurch wird sichergestellt, daß die durch Einsetzen einer Billardkugel verursache Bewegung des Fühlhebels 9' noch innerhalb des für diesen zulässigen 20 Verschiebungsweges liegt.
In den Figuren 3 und 4 ist durch je eine gestrichelte Kreislinie die Position einer Billardkugel während des Herausnehmens aus der zugeordneten Halterung angedeutet.
25 Die Stellung, welche der Fühlhebel 9· dann einnimmt, ist ebenfalls durch eine gestrichelte Linie angedeutet.
Wenn der Fühlhebel 9' die in Fig. 3 durch eine gestrichelte Linie angedeutete Stellung einnimmt, ist der Kontakt in der Kontaktvorrichtung 9 geöffnet, der dazugeordnete 30 elektronische Stromkreis unterbrochen, und die im Gerät angeordnete Schaltanordnung wird dann wirksam, wie später beschrieben wird.
» - 5 -
Unterhalb der Münzannahme 5 ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich, ein Sammelbehälter '12 für die eingeworfenen Münzen angeordnet, der nach öffnen des Gehäuses zur Entnahme der Münzen zugänglich ist. Wird eine Münze in die Ein-5 wurföffnung 5A eingeworfen, dann wird sie durch eine in der Figur nicht dargestellte Prüfeinrichtung überprüft, und fehlerhafte oder falsche Münzen werden der Rückgabeöffnung 5B zugeführt, während einwandfreie Münzen in den Sammelbehälter 12 weitergeleitet werden.
10
Das Gehäuse 2 ist zweiteilig derart ausgeführt, daß der hintere Teil an einer Wand befestigbar ist, während der vordere Teil nach Öffnen eines in den Figuren nicht dargestellten Schlosses nach vorne weggeklappt werden kann 15 und der Sammelbehälter 12 zugänglich wird.
Nachstehend wird die Funktion des erfindungsgemäßen Gerätes beschrieben, das üblicherweise in der Nähe des Billardtisches an der Wand befestigt ist.
20
Auf der Frontseite des Gerätes sind in den bereits beschriebenen Haltevorrichtungen die Bi 1lardkugeln 4 gut sichtbar gelagert. Will ein Spieler die Billardkugeln für ein Billardspiel benutzen, so wirft er die hierfür vorge-25 schriebene Münze, beispielsweise in Einmarkstück, in die Einwurf Öffnung 5A der Münzannahme 5, und die eingeworfene Münze läuft durch eine Prüfeinrichtung. Ist das Ergebnis positiv, dann fällt die Münze in den Sammelbehälter und betätigt dabei einen sogenannten Münzkontakt. Dieser 30 aktiviert die Zeitzählschaltung einer im Gehäuse befindlichen Elektronikschaltungg (in den Figuren nicht dargestellt), und gleichzeitig wird eine vorgegebene Spielzeit vorprogrammiert und auf der Anzeigevorrichtung 6 angezeigt.
- 6 - /·
Werden nun die Billardkugeln 4 aus den Haltevorrichtungen entnommen, dann wird bereits beim Herausnehmen der ersten Kugel eine Kontaktvorrichtung geöffnet, und das Zählwerk der Elektronikschaltung beginnt zu laufen.
5 Während der Laufzeit des Zählwerkes wird ständig die jeweils noch zur Verfügung stehende, sich in Minuten-Ab-ständen verringernde Spielzeit angezeigt. Nach Ablauf der durch den Münzeinwurf "erworbenen" Spielzeit wird 10 durch die Elektronik ein Summer eingeschaltet, der einen deutlich hörbaren Summton abgibt und damit das Ende der Spielzeit akustisch anzeigt. Der Summton ertönt so lange, bis sämtliche Kugeln wieder in die zugehörige Haltevorrichtung eingesetzt sind und damit sämtliche Kontaktvor-15 richtungen wieder eingeschaltet sind.
Will der Spieler noch vor Ablauf der Spielzeit diese verlängern, dann kann er dies jederzeit durch Einwerfen der vorgesehenen Münzen tun. Die neu erworbene Spielzeit 20 wird zusätzlich zu der noch eventuell vorhandenen Restspielzeit in der Anzeigevorrichtung genau angezeigt, und das Zählwerk beginnt dann von dieser neuen Spielzeit an zu zählen.
25 Wird ohne vorherigen Einwurf der vorgesehenen Münzen eine Billardkugel aus der Halterung herausgenommen, dann wird der zugeordnete Kontakt geöffnet und der Summer gibt ein akustisches Signal, welches anzeigt, daß eine Kugel unberechtigt entnommen worden ist.
Das Gerät enthält ferner einen Akku mit Ladeeinrichtung, der vom örtlichen Lichtnetz gespeist wird. Hierdurch 30 - 7 - wird sichergestellt, daß das Gerät auch bei Stromausfall noch längere Zeit funktionsfähig bleibt.
Der Betreiber der Bi 1 lard-Spie 1-Einrichtung, üblicherweise 5 der Inhaber eines Gaststättenbetriebes oder Spielsalons, kann mit Hilfe eines Schlüssels das Gerät öffnen und von Zeit zu Zeit die Münzen entnehmen. Er kann ferner durch Betätigen eines im Innern des Gerätes befindlichen Schalters die Zahl der seit dem Abrechnungszeitpunkt ein-10 geworfenen Münzen auf der Anzeigevorrichtung 6 digital zur Anzeige bringen und die abgelesenen Ziffern mit der Zahl der seit dem letzten Abrechnungszeitpunkt entnommenen Münzen vergleichen. Diese Möglichkeit ist insbesondere dann wichtig, wenn der Betreiber der Bi 1lard-Spiel-15 Einrichtung dieses Gerät nur gemietet hat und über die Einnahmen abrechnen muß.
Wenn man den Spieler darauf aufmerksam machen will, daß seine Spielzeit bald zu Ende geht, enthält das Gerät 20 eine Zusatzeinrichtung, welche dies anzeigt. Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, wenn das Gerät ein optisches Signal aussendet. Hierfür ist die Anzeigevorrichtung 6 gut geeignet, in der während der letzten Spielminute die sonst kontinuierlich leuchtenden Ziffern infolge 25 entsprechender Steuerung durch die Elektronikschaltung auffällig blinken.
- 8 -
Das erfindungsgemäße Gerät zeichnet sich insbesondere durch nachstehende Vorteile aus·:
Alle Billardkugeln werden über mechanische Kontrollschalter 5 ständig elektronisch auf Vorhandensein überprüft.
Werden eine oder mehrere Billardkugeln entnommen, ohne daß vorher durch Münzeinwurf die Berechtigung hierzu für eine vorgegebene Spielzeit erworben wurde, ertönt ein deut-10 licher Summton.
Wenn die Spielzeit zu Ende ist, ertönt ebenfalls dieser Summton, und zwar so lange, bis alle Kugeln wieder in dem Gerät ordnungsgemäß abgelegt sind.
15
Das Gerät macht die bei bisher bekannten Geräten möglichen betrügerischen Manipulationen praktisch unmöglich.
Die im Gerät vorhandene Elektronik ermöglicht gleichzeitig 20 die zahlenmäßige Erfassung der in bestimmten Zeiträumen eingeworfenen Münzen.
Bei Stromausfall, der beispielsweise durch Manipulation an einer Sicherung in betrügerischer Absicht herbeigeführt 25 werden könnte, übernimmt ein vorhandener Akku die Stromversorgung des Gerätes und dieses bleibt weiterhin funktionsfähig .
Die Münzentnahme wird durch Verwendung eines präzis arbei-30 tenden Münzprüfers manipulationssicher gemacht.
Das Gerät ist für den Benutzer deutlich erkennbar und seine Benutzung sehr einfach.
Claims (7)
1. Gerät zur Bereithaltung von Billardkugeln in den zum Billardspiel vorgesehenen Räumen, bestehend aus einem kastenförmigen Gehäuse mit in Haltevorrichtungen angeordneten Billardkugeln, das eine Münzannahme, eine durch 5 Münzeinwurf wirksam werdende Anzeigevorrichtung für die vorgesehene Spielzeit, eine Kontaktvorrichtung mit Betätigungsvorrichtungen, die den einzelnen Haltevorrichtungen jeweils zugeordnet sind, sowie ein Zählwerk aufweist, das durch den Einwurf von Münzen betätigt wird, 10 und das nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit ein Signal auslöst, gekennzeichnet durch-die Kombination nachstehender technischer Merkmale: a) an der Frontseite sind Haltevorrichtungen (3) für
15 Billardkugeln (4) angeordnet, hinter denen sich die Kontaktvorrichtung (9) befindet, deren Betätigungs. Vorrichtung (9') von dem durch die Haltevorrichtung (3) festgelegten Mittelpunkt der Billardkugel einen Abstand kleiner als der Radius der Billard-20 kugel aufweist; b) auf der den Kontaktvorrichtungen (9) zugewendeten Seite der Billardkugeln (4) sind BegrenzungsVorrichtungen (10) zur Begrenzung der horizon- 25 talen Verschiebung der Billardkugeln derart ange ordnet, daß das Ende des durch sie begrenzten Verschiebungsweges der Billardkugeln vor dem Ende des zulässigen Verschiebungsweges der Betätigungsvor-richtung (91) für die zugeordnete Kontaktvorrich-20 tung (9) liegt; - 2 - w c) an der Frontseite ist die Anzeigevorrichtung (6) angeordnet, welche die jeweils restliche Benutzungszeit anzeigt; 5 d) zwischen den Billardkugeln (4) in den Haltevorrichtungen (3) und den als Fühlhebel ausgebildeten Betätigungsvorrichtungen (9') für die Kontaktvorrichtungen (9) ist eine nachgiebige Mem-bran(7) angeordnet. 10
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Hinterseite der Billardkugeln (4) angeordnete nachgiebige Membran aus einer Stoffbahn besteht. 15
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (7) auf der den Billardkugeln (4) zu- ’ gewendeten Seite von einer Wand (3B) abgedeckt ist, welche Ausnehmungen (3B1) für die einzelnen Billard- 20 kugeln hat.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß diese Ausnehmungen (3B') als kreisrunde Öffnungen ausgebildet sind, die derart bemessen sind, daß die 25 eingesetzten Billardkugeln (4) den Rand der zuge ordneten Ausnehmungen (3B1) berühren und daß in dieser Stellung die Membran (7) durch die zugewendeten Teile der Billardkugel (4) in Richtung zur Betätigungsvorrichtung (91) der zugeordneten Kon- 30 taktvorrichtung (9) vorgewölbt ist.
5 Vorrichtung (6) ablesbar ist. *
5. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zählwerk vorgesehen ist, das die Anzahl der Münzeinwürfe fortlaufend addiert und die jeweilige
35 Summe anzeigt. 1 ...... >
6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige der jeweiligen Summe nur nach Betätigung eines hierfür vorgesehenen Schalters erfolgt und vorzugsweise an der Frontseite in einer Anzeige- 9
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige des jeweiligen Summenwertes in demselben Anzeigefeld erfolgt, welches nach Münzeinwurf 10 und Entnahme einer Billardkugel (4) die jeweilige restliche Benutzungszeit anzeigt. g Gerät rach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter sich in einem mittels Schlüssel ab-15 sperrbaren Gehäuse, vorzugsweise im Innern des Gerätes befindet.
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