Halogenglühlampe für Fahrzeugscheinwer er und Fahrzeugscheinwerfer
Die Erfindung betrifft eine Halogenglühlampe für Fahr¬ zeugscheinwerfer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und Fahrzeugscheinwerfer mit einer derartigen Halogenglühlampe .
I . Stand der Technik
Eine derartige Halogenglühlampe ist beispielsweise in der WO 2007/042464 AI offenbart. Diese Schrift beschreibt eine Halogenglühlampe für Fahrzeugscheinwerfer mit einer innerhalb eines lichtdurchlässigen Lampengefäßes angeord¬ neten Glühwendel. Die Glühwendel ist derart dimensio- niert, dass die Halogenglühlampe während ihres Betriebs an der Bordnetzspannung des Fahrzeugs eine elektrische Leistungsaufnahme von ca. 55 Watt besitzt und einen Lichtstrom von ca. 1715 Lumen generiert.
I I . Darstellung der Erfindung
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine energiesparende Halo- genglühlampe bereitzustellen, die in Fahrzeugscheinwerfern vielseitig für unterschiedliche Funktionen verwend¬ bar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Besonders vorteilhafte Ausfüh- rungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen beschrieben.
Die erfindungsgemäße Halogenglühlampe für Fahrzeugschein¬ werfer weist einen innerhalb eines lichtdurchlässigen
Lampengefäßes angeordneten, gewendelten Glühfaden auf, der derart dimensioniert ist, dass die Halogenglühlampe beim Betrieb mit einer Betriebsspannung von 13,2 V eine elektrische Leistungsaufnahme im Bereich von größer als 22 Watt und kleiner oder gleich 27 Watt besitzt und einen Lichtstrom im Bereich von 400 Lumen bis 600 Lumen generiert. Dadurch kann die erfindungsgemäße Halogenglühlampe in Fahrzeugscheinwerfern für unterschiedliche Funktionen eingesetzt werden. Beispielsweise kann die erfindungsge- mäße Halogenglühlampe für ein statisches oder dynamisches Kurvenlicht bzw. Abbiegelicht verwendet werden oder beispielsweise auch in einem gedimmten Zustand in einem Scheinwerfer betrieben werden, der zum Erzeugen des Tagfahrlichts oder Positionslichts dient. Außerdem können beispielsweise mehrere der erfindungsgemäßen Halogenglühlampen in einem Fahrzeugscheinwerfer zum Erzeugen des Fernlichts oder bzw. und des Abblendlichts eingesetzt werden. Ferner kann die erfindungsgemäße Halogenglühlampe auch als Lichtquelle in einem Rückfahrscheinwerfer einge- setzt werden. Die erfindungsgemäße Halogenglühlampe bildet damit aufgrund der erfindungsgemäßen Dimensionie¬ rung ihres Glühfadens eine vielseitig verwendbare Licht¬ quelle für Fahrzeugscheinwerfer.
Vorzugsweise weist der Glühfaden der erfindungsgemäßen Halogenglühlampe einen als Einfachgewickel ausgebildeten Wendelkörper mit einer Windungszahl im Bereich von 17 bis 23 auf, um eine möglichst homogene Lichtemission zu gewährleisten .
Vorteilhafterweise liegt die entlang seiner Wickelachse gemessene Länge des Wendelkörpers des Glühfadens der
erfindungsgemäßen Halogenglühlampe im Bereich von 2,1 Millimeter bis 3, 6 Millimeter und der Außendurchmesser des Wendelkörpers des Glühfadens der erfindungsgemäßen Halogenglühlampe liegt vorzugsweise im Bereich von 0,9 Millimeter bis 1,3 Millimeter, um dem Ideal einer punktförmigen Lichtquelle für die Projektion im Scheinwerfer möglichst nahe zu kommen.
Die Drahtstärke des Wendeldrahtes des Glühfadens der erfindungsgemäßen Halogenglühlampe liegt vorzugsweise im Bereich von 95 Mikrometer bis 105 Mikrometer. Dadurch kann der ohmsche Widerstand der Wendel an die Betriebs¬ spannung und die gewünschte elektrische Leistungsaufnahme der Halogenglühlampe angepasst werden.
Um die Abdampfrate des Wendelmaterials von der Glühwendel zu reduzieren und eine Schwärzung des Lampengefäßes durch abdampfendes Wendelmaterial zu verhindern, ist im Innen¬ raum des Lampengefäßes der erfindungsgemäßen Halogenglühlampe in vorteilhafter Weise ein Füllgas vorgesehen, das neben einer Halogenfüllung ein Edelgas oder ein Edelgasgemisch aus der Gruppe von Xenon, Krypton und Argon enthält. Der Kalt fülldruck der erfindungsgemäßen Halogenglühlampe liegt vorzugsweise im Bereich von 0,7 Megapas- cal bis 1,5 Megapascal.
Die erfindungsgemäße Halogenglühlampe weist vorzugsweise ein Lampengefäß auf, das einen den Glühfaden umgebenden kreiszylindrischen Abschnitt mit einem Außendurchmesser im Bereich von 8 Millimeter bis 10 Millimeter besitzt, um eine für den Halogenkreisprozess ausreichende Aufheizung des Lampengefäßes zu gewährleisten.
III. Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
Nachstehend wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 Eine Seitenansicht einer Halogenglühlampe gemäß den bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung in schematischer Darstellung
Figur 2 Eine vergrößerte Darstellung des Glühfadens der in Figur 1 abgebildeten Halogenglühlampe
In Figur 1 ist schematisch der Aufbau einer Halogenglüh- lampe gemäß den bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung dargestellt. Bei dieser Halogenglühlampe han¬ delt es sich um eine Halogenglühlampe des Typs H16.
Diese Halogenglühlampe besitzt ein aus Quarzglas oder Hartglas, beispielsweise Alumen-Silikatglas , bestehendes Lampengefäß 1, das in dem Metallsockelteil 21 eines Lampensockels 2 fixiert ist. Der sich an das Metallso¬ ckelteil 21 anschließende Kunststoffsockelteil 22 des Lampensockels 2 ist mit elektrischen Anschlüssen (nicht abgebildet) zur Energieversorgung der Halogenglühlampe ausgestattet. Das gasdicht verschlossene Lampengefäß 1 besitzt ein abgedichtetes Ende 11, das in dem Metallso¬ ckelteil 21 fixiert ist, und einen kreiszylindrischen mittleren Lampengefäßabschnitt 12 sowie eine Lampengefäß- kuppe 13, die dem abgedichteten Ende 11 gegenüberliegt und mit einer lichtundurchlässigen Beschichtung versehen ist. Der kreiszylindrische Lampengefäßabschnitt 12 be¬ sitzt einen Außendurchmesser von 9 Millimeter und seine Wandstärke beträgt 1,1 Millimeter. Im Innenraum des
Lampengefäßes 1 ist eine Füllgasmischung mit einem Kalt¬ fülldruck von ca. 1,2 Megapascal angeordnet, die Halogene und Krypton umfasst. Innerhalb des Lampengefäßes 1 ist im Bereich des kreiszylindrischen Lampengefäßabschnitts 12 ein als Wolframwendel ausgebildeter Glühfaden 3 angeordnet. Die Wickelachse A-A der Wendel 3 ist parallel zur Zylinderachse des kreiszylindrischen Lampengefäßab¬ schnitts 12 ausgerichtet. Die beiden Enden 31, 32 des Glühfadens 3 sind jeweils von einem als Schweißhilfe dienenden Molybdänröhrchen 33, 34 umhüllt und mit einem Stromzuführungsdraht 4 beziehungsweise 5 aus Molybdän verschweißt. Die Stromzuführungsdrähte 4, 5 sind aus dem abgedichteten Ende 11 des Lampengefäßes 1 herausgeführt und mit den elektrischen Anschlüssen der Halogenglühlampe verbunden.
In der Figur 2 sind Einzelheiten des Glühfadens 3 schema¬ tisch dargestellt. Der Glühfaden 3 ist als einfach gewen- delte Glühwendel ausgebildet. Er besitzt ein als Einfach- gewickel ausgebildeten Wendelkörper 30 und zwei ungewen- delte Enden 31, 32. Die ungewendelten Enden 31, 32 sind jeweils von einem Molybdänröhrchen 33, 34 umgeben oder mit einer Molybdänfolie umwickelt, das bzw. die als Schweißhilfe beim Verschweißen der Enden 31, 32 des Glühfadens 3 mit den Stromzuführungsdrähten 4, 5 dienen. Die entlang seiner Wickelachse A-A gemessene Länge L des Wendelkörpers 30 beträgt 3,2 Millimeter. Der Außendurchmesser D des Wendelkörpers 30 bzw. der Windungen des Wickelkörpers 30 beträgt 1,1 Millimeter. Der Wendelkörper besitzt 19 Windungen, das heißt, die Windungszahl W des Glühfadens 3 ist 19. Der Durchmesser des Wolframdrahtes,
aus dem der Glühfaden 3 besteht, beträgt 100 Mikrometer. Die Halogenglühlampe besitzt beim Betrieb an einer nomi¬ nalen Bordnetzspannung von 13,2 Volt mit diesem Glühfaden eine elektrische Leistungsaufnahme von 25,4 Watt und generiert einen Lichtstrom von 470 Lumen.