Beschreibung
Hochintegrierte Multiband-Finnenantenne für ein Fahrzeug Die Erfindung betrifft eine Multiband-Finnenantenne für ein Fahrzeug. Dazu weist das Antennenmodul Antennenelemente auf. Die Antennenelemente können unter einer gemeinsamen finnen- förmigen Außenabdeckung auf der Außenseite des Fahrzeugs angeordnet sein. Die finnenförmige Außenabdeckung hat im Innern eine Antennenplatine, auf der die Antennenelemente angeordnet sind .
Aus den Druckschriften DE 101 33 295 AI, DE 20 2004 004
740.3, DE 202 10 312 Ul, US 7034758, US 6329954, und US
7333065 sind Multibandantennen und Multibandantennenvorrich- tungen für Fahrzeuge für die externe Montage auf der Karosse¬ rie bekannt. Diese Multibandantennen bestehen aus einer externen finnenförmigen Haube, einer Schutzhaube zur mechanischen Stabilisierung der Antennenelemente, den diversen An- tennenelementen, einer Platine, einem oder höchstens zwei
Verstärker- oder Filterschaltungen und einem Chassis. Charakteristisch für diese Multibandantenne ist die Tatsache, dass die Antennenelemente innerhalb der Haube auf der oberen Seite der auf dem Chassis fixierten Platine sind. Auf dieser Seite, auf der sich die Antennen befinden, sind keine elektronische Schaltungen (Verstärker, Filter) zu finden, um eventuelle Störungen und Kopplungen zu vermeiden. Aus diesem Grunde befindet sich in den bisherigen Antennen die gesamte Elektronik auf der unteren Seite der Platine, die entsprechend durch das Chassis geschirmt wird. Soll die Komplexität einer solchen
Multibandantenne erhöht werden, ohne die Außenabmessungen der Multibandantenne nennenswert zu verändern, müssen neue Wege bestritten werden.
Somit mangelt es bisher an einer hochintegrierten Multiband- Finnenantenne, die möglichst umfassend Antennenelemente für Radiodienste, Fahrzeugzugangssysteme, Kommunikationsdienste, Navigationsdienste und/oder auch TV-Dienste sowie deren ent- sprechenden Tuner, Front-Ends, Verstärker, Empfänger, Trans- ceiver und einen passenden Datenanschluss (LIN, CAN, USB, LVDS u.A.) anstelle von nur Koaxialkabeln in einer Einheit verbindet . Aufgabe der Erfindung ist es, hochintegrierte Multiband-
Finnen-Antennen, die laut Stand der Technik nicht vorhanden sind anzugeben, die sowohl Empfangs- und Sendeantennen als auch deren Tuner, Front-Ends, Verstärker, Empfänger, Trans- ceiver und einen passenden Datenanschluss in einem finnenför- migen Gehäuse zusammenfassen. Ferner soll auf kleinstem Raum eine Mehrzahl von Antennenelementen und elektronischen Schaltungen untergebracht und ein Antennengehäuse zur Verfügung gestellt werden, das auf einer Außenfläche eines Fahrzeugs mit einfachen Mitteln montierbar und bei Störungen leicht zu- gänglich ist.
Gelöst wird die Aufgabe mit dem Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Erfindungsgemäß wird eine hochintegrierte Multiband- Finnenantenne für ein Fahrzeug geschaffen. Dazu weist die Multiband-Finnenantenne mindestens ein Sende- und ein Emp¬ fangsantennenelement auf. Die Sende- und Empfangsantennenele- mente sind unter einer gemeinsamen finnenförmigen Außenabdeckung angeordnet. Die finnenförmige Außenabdeckung hat im In¬ nern eine Antennenplatine, die auf einem Chassis fixiert ist. Auf der oberen Seite dieser Platine befinden sich sowohl die Sende- und Empfangsantennenelemente als auch elektronische
Anpassungs- oder Verstärkerschaltkreise, Transceiver (Teile oder komplette), Tuner, Front-Ends, oder Empfänger. Diese elektronischen Schaltungen werden örtlich optimiert auf der Platine platziert und dienstabhängig bzw. antennenlageabhän- gig gruppiert und mit Hilfe von Abschirmblechen jeweils elektrisch derart isoliert, dass sie keine Störungen verursa¬ chen. Somit befinden sich mehrere Schirmbleche auf der oberen Seite der Platine. Weitere Teile der Elektronik befinden sich auf der unteren Seite der Platine und sind wie bisher von dem Chassis entsprechend elektrisch isoliert und abgeschirmt.
Über den Schirmblechen können Antennen bzw. Antennenelemente für die unterschiedlichen Dienste platziert werden. Beispielsweise können Patchantennen oder Stacked-Patch-Antennen für Satellitendienste über Schirmbleche galvanisch oder nur kapazitiv angekoppelt platziert sein. Patchantennen sind pla¬ ner aufgebaute Antennen, wie sie besonders im Gigahertz- Frequenzbereich Anwendung finden. Das Strahlelement einer Patchantenne wird als Patch bezeichnet. Monopolartige Anten- nen für Telefon, DAß, WLAN, ...etc können über Schirmbleche positioniert werden. Entsprechende Aussparungen oder Struktu¬ rierung des Schirmblechs können vorgesehen werden.
Die geometrische Form, die Struktur und die Abmessungen eines einzelnen Schirmblechs hängt von der Gesamtgröße und der Geo¬ metrie der Antennen, dem gewünschten Richtdiagramm der Antenne, dem zu schirmenden Tuner, Empfänger, Verstärker, Transceiver, und von der Lage des Schirmblechs relativ zu allen anderen Antennen ab. Somit ist eine entsprechende erfinderi- sehe Tätigkeit notwendig, um eine optimale Auslegung des
Schirmblechs zu ermitteln, um mindestens die gleiche Perfor- manz zu erzielen, ähnlich dem Fall ohne Schirmblech. Beispielsweise wird für ein Schirmblech, das unterhalb einer Patchantenne für GPS oder SDARS ist und den entsprechenden
Verstärker abschirmt, eine direkte und schnelle Rückführung des Stromes zur Masse vorgesehen. Deshalb wird unmittelbar in der Nähe des Einspeisungspunkts des Patchs, unabhängig von der Art (galvanisch oder kapazitiv) der Kopplung des Schirm- blechs zum Patch, ein entsprechender Massepin in der Schirmblechstruktur vorgesehen. Um eventuelle Rückkopplungen zwischen Verstärker und Antenne zu vermeiden, ist dieser Massepin zusammen mit dem Speisepin des Patches als elektromagne¬ tisch abgeschlossenes Gebilde vorgesehen. Diese Maßnahmen werden bei der Struktur eines Schirmblechs berücksichtigt.
Mit dieser Multiband-Finnenantenne für ein Fahrzeug wird die Anzahl der Dienste, die in einer Finnenantenne angeordnet sind, aufgrund des nun möglichen Platzgewinns, um ein Mehrfa- ches gegenüber dem Stand der Technik erhöht. Außerdem werden Tuner, Empfänger und Transceiver und einen entsprechenden Da- tenanschluss (LIN, CAN, USB, Ethernet, u.a.) in die Finnenan¬ tenne integriert, ohne dass sich die Größe der Finnenantenne ändert. Damit wird in vorteilhafter Weise nun eine Erhöhung des Integrationsgrades und eine Einführung der digitalen Da- tenanschlussmöglichkeit gegenüber heutigen Finnenantennen innerhalb der gleichen Größe erreicht, obwohl mehr Dienste und mehr Elektronik in die Finnenantenne integriert sind. Ferner wird eine enge, kompakte Platzierung der Anpassungs¬ und Verstärkerschaltkreise sowie der Tuner, Empfänger und Verstärker gemeinsam mit den Antennen auf der Antennenplatine in vorteilhafter Weise erreicht. Darüber hinaus wird die Problematik der Verkopplung zwischen den Antennenelementen und den Anpassungs- und Verstärkerkreisen sowie den Tunern, Empfängern und Transceivern bei gleichzeitiger Absicherung der Richtungsdiagrammanforderungen an die Antennenelemente mit der erfindungsgemäßen Multiband-Finnenantenne gelöst.
In einer Ausführungsform der Erfindung weist die Finnenantenne mindestens ein Sende- und ein Empfangsantennenelement aus der Gruppe nachfolgender Antennenelemente auf: - AM/FM-Antenne,
Telefon- und RKE-Antenne (2),
GPS-Antenne (3),
SDARS-Antenne (4),
Gestapelte Patchantenne,
- DAB-Antenne,
WLAN-Antenne,
WIMAX-Antenne, und
DRM-Antenne. Für fahrzeuginterne Dienste wie RKE (remote keyless entry) und/oder TPMS (tire pressure monitoring System) und/oder einem PASE-System (passive Start entry) kann die Multiband- Finnenantenne entsprechend kompakte Antennenelemente aufwei¬ sen. Hierzu werden vorzugsweise monopolartige Antennen und/oder planar invertierte F-Antennenelemente in der Multi- band-Finnenantenne abgewickelt werden können.
Ein Telefon-Antennenelement, das gleichzeitig auch als RKE (remote keyless entry) - oder WLAN-Antennenelement dienen kann ist bevorzugt. Es lässt sich aber auch in dieser bevorzugten Ausführungsform auf der vertikal stehenden Platine anordnen. Ferner können weitere Antennen für RKE und WLAN implementieren werden. Die Dimensionierung der Multiband-Finnenantenne ist von den
Diensten und deren Anzahl abhängig. Das bedeutet üblicherweise, je mehr Antennenelemente auf einer lang gestreckten Pla¬ tine in der Finnenantenne unterzubringen sind, umso größer wird das Verhältnis von Länge zu Breite der vorzusehenden Finne an der Außenseite des Fahrzeugs. Die Länge einer derar-
tigen Finnenantenne kann sich über einige 10 mm erstrecken. Kleinere Antennenmodule mit geringerem Integrationsgrad kön¬ nen bereits in Finnen von weniger als 50 mm untergebracht werden .
Vorzugsweise weist die Multiband-Finnenantenne Antennenele¬ mente für mindestens drei der nachfolgenden Dienstgruppen auf: AM, DRM, FM; DAB-S, DAB T; DVB-T , DVB-H, DVB-S; GSM850 (AMPS), GSM900; GSM1800, GSM1900, UMTS; Straßenmaut, Toll- dienst, WLAN, Bluetooth; GPS, SDARS ; UWB, RKE, Long Range,
TPMS, PÄSE; Fahrzeug- zu-Fahrzeug, Fahrzeug-zu-Infrastruktur, automatic cruisecontrol (ACC) .
Außerdem ist es in einer weiteren Ausführungsform der Erfin- dung vorgesehen, für den terrestrischen digitalen Audio Radiodienst (DAB-T) und den satellitengestützten digitalen Audio Radiodienst (DAB-S) in der Multiband-Finnenantenne ledig¬ lich ein Antennenempfangsmodul mit einem einzigen Einspeise¬ punkt vorzusehen, der sowohl für das Resonanzfrequenzband III mit den Resonanzfrequenzen f m zwischen
174 MHz < f m < 240 MHz als auch in einem weiteren Resonanzfrequenzband L mit den Resonanzfrequenzen fL zwischen
1452 MHz < fL < 1492 MHz vorgesehen ist. Dabei ist der satellitengestützte digitale Audio Radiodienst (DAB-S) im oberen Frequenzbereich des Resonanzfrequenzbandes L angesiedelt.
Ein Funkantennenelement bedient in einem unteren Resonanzfre¬ quenzband das Frequenzband GSM850 mit Resonanzfrequenzen f sso zwischen 824 MHz < f850 ^ 894 MHz und das Frequenzband GSM900 mit Resonanzfrequenzen f90o zwischen 890 MHz < f90o - 960 MHz sowie die Resonanzfrequenzen des Frequenzbandes GSM1800 mit Resonanzfrequenzen f i . g zwischen 1, 71 GHz ^ f i . s — 1/ 88 GHz und des Frequenzbandes GSM1900 mit Resonanzfrequenzen f1-9 zwi-
sehen 1,85 GHz < fL 9 < 1,99 GHz sowie des Frequenzbandes UMTS mit Frequenzen 2 . 0 zwischen 1,92 GHz < £ 2 . 0 - 2,17 GHz.
Die oben erwähnte GPS-Patchantenne empfängt im Frequenzbe- reich fGPS zwischen 1, 574 GHz < fGPS < 1, 577 GHz, während die SDARS-Patchantenne im Frequenzbereich fSDARS zwischen
2, 320 GHz < fSDARS - 2, 345 GHz. Die weiteren Frequenzen fw für WLAN- und Bluetooth-Dienste liegen zwischen
2,4 GHz < fw < 2,485 GHz. Die Resonanzfrequenzen fx für die Infrastrukturdienste liegen deutlich darüber im Bereich zwischen 5,87 GHz < f i < 5,925 GHz.
In einer Ausführungsform der Erfindung sind die Antennenplatine mit dem mindestens einem Sende- und Empfangsantennenele- ment und den elektronischen Schaltkreisen auf einem Bodenteil eines Antennengehäuses angeordnet. Dieses Bodenteil ist de¬ rart dimensioniert, dass es als selbständiges Bauteil unter einer finnenförmigen Außenabdeckung angeordnet werden kann und aus dem Bodenteil in Richtung auf den Fahrzeuginnenraum mittels herausragender Steckverbinder in entsprechende Öffnungen der Außenseite des Fahrzeugs angeordnet werden kann. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist zwischen den Antennenelementen und der finnenförmigen Außenabdeckung eine die Antennenelemente umhüllende Schutzabdeckung des An- tennengehäuses angeordnet.
Diese Schutzabdeckung bildet zusammen mit dem Bodenteil ein inneres Antennengehäuse aus Kunststoff, das in Teilbereichen metallisiert sein kann, um die Richtungscharakteristik der Antennenelemente zu verstärken. Außerdem schützt diese
Schutzabdeckung vor mechanischen Beschädigungen der Antennenelemente und der Schaltkreise. Die Schutzabdeckung weist Schnapplaschen auf, die mit Schnapphaken des Bodenteils in Eingriff bringbar sind, so dass ein kompaktes Antennengehäuse
entsteht, das getrennt von der finnenförmigen Außenabdeckung hergestellt werden kann. Bei einer Endmontage muss lediglich die finnenförmige Außenabdeckung über das Antennengehäuse ge¬ stülpt und in entsprechenden vorbereiteten passenden Öffnun- gen an der Außenseite des Fahrzeugs mit entsprechenden Pass¬ stiften eingepasst und fixiert werden.
Weiterhin weist das Bodenteil Schnapphaken auf, die beim Auf¬ bringen der finnenförmigen Außenabdeckung mit der Außenabde- ckung in Eingriff stehen. Außerdem weist die Schutzabdeckung eine Schwenkachse auf, an der die finnenförmige Außenabde¬ ckung schwenkbar angebracht werden kann. Zwischen der Schutzabdeckung und dem Bodenteil ist die bestückte Antennenplatine eingeklemmt und wird von dem Bodenteil gestützt und von der Schutzabdeckung abgedeckt.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Telefon- und RKE-Antenne eine in die finnenförmige Außenabde¬ ckung hineinragende Platte auf, die senkrecht und in Längs- richtung ausgerichtet auf der Antennenplatine steht und in ihrem Fußbereich eine Aussparung bildet, in der eine GPS- Antenne als Patch-Antenne angeordnet ist. Eine GPS- Patchantenne ist dazu auf einem Abschirmblech angeordnet, das einen Verstärker- und/oder einen Antennenanpassungsschalt- kreis umschließt und somit diese Schaltkreise vor einem Ein¬ wirken des darüber angeordneten Antennenelements schützt. Das Abschirmblech, das die Verstärker- und/oder Antenneanpassungsschaltkreise umschließt, sorgt auch dafür, dass die EMV (elektromagnetische Verträglichkeit) verbessert ist.
Anstelle der oben erwähnten Stapelung einer GPS - Patchantenne auf einer SDARS-Antenne kann eine SDARS-Antenne auch be¬ abstandet von der GPS-Patchantenne auf einem weiteren Ab¬ schirmblech auf der Antennenplatine angeordnet sein, wobei
das Abschirmblech einen Verstärker- und/oder einen Antennenanpassungsschaltkreis umschließt. Auch dieses Abschirmblech wirkt - wie bereits das Abschirmblech unter der GPS- Patchantenne - und verbessert die EMV-Eigenschaften des Antennenmo¬ duls .
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird auch die Rückseite der Schaltungsplatine genutzt, indem lediglich Ver¬ stärker- und Anpassungsschaltkreise auf der Oberseite der Schaltungsplatine zusammen mit den Antennenelementen angeord¬ net sind und auf der Rückseite der Antennenplatine Transcei- ver, Tuner und/oder Empfänger platziert sind.
Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert .
Figur 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine
Multiband-Finnenantenne gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;
Figur 2 zeigt eine schematische auseinandergezogene pers¬ pektivische Ansicht der Multiband-Finnenantenne ge¬ mäß Fig. 1 ;
Figur 3 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht ei¬ ner Rückseite einer Antennenplatine;
Figur 4 zeigt schematisch eine perspektivische Ansicht ei¬ ner Oberseite der Antennenplatine ohne Antennenele¬ mente und Abschirmbleche.
Figur 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine Multiband-Finnenantenne 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. In dieser Ausführungsform der Erfindung sind drei An-
tennenelemente unter einer finnenförmigen Außenabdeckung 5 angeordnet. Ein erstes Element für eine Telefon- und RKE - Antenne 2 weist eine elektrisch leitende Platte 17 auf, die senkrecht in Längsrichtung der Finne auf einer Schaltungspla- tine 6 angeordnet ist und in ihrem Fußbereich 18 eine Ausspa¬ rung 19 aufweist, in der eine GPS-Antenne 3 angeordnet ist, die mit einem Abschirmblech 8 galvanisch verbunden ist, wobei das Abschirmblech 8 Anpassungs- und Verstärkungsschaltkreise umhüllt, die ebenfalls auf der Schaltungsplatine 6 angeordnet sind.
Beabstandet von der GPS-Antenne 3 ist im vorderen Bereich der Multiband-Finnenantenne eine SDARS-Antenne 4 auf einem weite¬ ren Abschirmblech 8 angeordnet, wobei das Abschirmblech 8 mehrfach unterteilt ist und unterschiedliche Schaltkreise vor einem Einkoppeln und Übersprechen durch die Antennenelemente schützt. Außerdem verbessern die umhüllenden Abschirmbleche 8 die EMV-Eigenschaften der Multiband-Finnenantenne 1. Zwischen der finnenförmigen Außenabdeckung 5 der Multiband- Finnenantenne ist eine weitere Schutzabdeckung 11 eines inne¬ ren Antennengehäuses 10 zwischen dem Antennenelementen auf der Schaltungsplatine 6 und der finnenförmigen Außenabdeckung 5 angeordnet. Diese Schutzabdeckung 11 bildet zusammen mit einem Bodenteil 9, der die Schaltungsplatine 6 abstützt und aufnimmt, ein inneres Antennengehäuse 10, das komplett mit Steckverbindern 16, die aus dem Bodenteil 9 nach unten herausragen, hergestellt, gelagert und unabhängig von der fin- nenförmigen Abdeckung 5 montiert werden kann.
Wenn die finnenförmige Außenabdeckung 5 über dieses innere Antennengehäuse 10 gestülpt wird, rasten die Schnapphaken 12, die an der Schutzabdeckung 11 angeordnet sind ein und verbinden zusätzlich mit einer Schwenkvorrichtung 14 am anderen En-
den der Schutzabdeckung 11 die finnenförmige Außenabdeckung 5 mit dem inneren Antennengehäuse 10. Gleichzeitig oder nachei¬ nander kann dann die finnenförmige Außenabdeckung 5 mit ihren am Boden angeordneten Passstifte 23 in entsprechende Passöff- nungen einer Außenseite des Fahrzeugs bei einer Endmontage eingerasten .
Figur 2 zeigt mit den Figuren 2A bis 2E eine schematische auseinandergezogene perspektivische Ansicht der Multiband- Finnenantenne 1 gemäß Fig. 1. Dazu zeigt Figur 2A eine sche¬ matische perspektivische Ansicht der finnenförmigen Außenab¬ deckung 5, die über ein inneres Antennengehäuse 10 der Multi- band-Finnenantenne 1 gestülpt wird. Das innere Antennengehäu¬ se 10 ist aus drei Komponenten nämlich einer in Figur 2B ge- zeigten Schutzabdeckung 11, einer mit Antennenelementen 2 bis 4 bestückten Platine 6, die mit Figur 2C gezeigt wird, und einem Bodenteil 9 gemäß Figur 2D zusammengesetzt.
Die in Figur 2B gezeigte Schutzabdeckung 11 weist an einer vorderen Stirnseite zwei Schnapphaken 12 auf, in welche die in Figur 2A gezeigte finnenförmige Außenabdeckung 5 einrasten kann. Außerdem weist die Schutzabdeckung 11 auf der den
Schnapphaken 12 gegenüberliegenden Seite eine Schwenkachse 14 auf, in welchen die in Figur 2A gezeigte finnenförmige Außen- abdeckung 5 eingreifen kann und um welche die finnenförmige
Außenabdeckung 5 geschwenkt werden kann um mit dem Schnapphaken 12 in Eingriff zu stehen. Darüber hinaus weist die in Figur 2B gezeigte Schutzabdeckung 11 mehrere Schnapplaschen 13 auf, die mit entsprechenden Schnapphaken 12 des in Figur 2D gezeigten Bodenteils 9 in Eingriff bringbar sind, um ein inneres Antennengehäuse 10, wie es in Figur 1 gezeigt wird, zu bilden .
Beim Zusammenbringen der Schutzabdeckung 11 und des Bodenteiles 9 wird die in Figur 2C gezeigte Antennenplatine 6 eingek¬ lemmt. Dazu weist die bestückte Antennenplatine 6 auf ihrer Oberseite 20 die auch in Figur 1 gezeigten drei Antennenele- mente 2, 3 und 4 auf, wobei in einer Aussparung 19 im Fußbe¬ reich 18 einer Telefon- und RKE -Antenne 2 eine GPS-Antenne 3 auf einem Abschirmsockel aus einem Abschirmblech 8 angeordnet ist. Beabstandet von dieser Konstruktion ist eine SDARS - Antenne 4 auf einem weiteren Sockel aus Abschirmblech 8 posi- tioniert.
Die Abschirmbleche 8 hüllen auf der Oberseite 20 der Schal¬ tungsplatine 6 angeordnete Anpassungs- und Verstärkungs¬ schaltkreise und auch Transceiver, Empfänger und/oder Tuner ein. Dabei schützen die Abschirmbleche vor einem Übersprechen und verbessern gleichzeitig die EMV-Eigenschaften der Multi- band-Finnenantenne .
Mit der Figur 2E werden schematische perspektivische Ansich- ten von Steckverbindern 15 und 16 gezeigt, die in entspre¬ chende Aussparungen 25 des Bodenteils 9 von unten eingeführt werden können und auf entsprechende Steckkontakte 22, die auf der Rückseite 21 der Antennenplatine 6 angeordnet sind, auf¬ gebracht werden können.
Figur 3 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Rückseite 21 einer Antennenplatine 6. Auf der Rückseite 21 sind mehrere integrierte Schaltkreise angeordnet, die Empfän¬ ger, Tuner und/oder Transceiver darstellen können. Außerdem sind Steckkontakte 22 und 24 zu sehen, die durch die in Figur 2D gezeigten Aussparungen 25 des Bodenteils 9 hindurchragen, so dass auf diese Steckkontakte die in Figur 2E gezeigten Steckverbinder 15 und 16 von der Unterseite des Bodenteils 9 aus aufgesteckt werden können.
Figur 4 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Oberseite 20 der Antennenplatine 6 ohne Antennenelemente und ohne Abschirmbleche. Jedoch sind in Figur 4 deutlich die Kon- turen 26 und 27 der in den Figuren 1 und 2C gezeigten kastenförmigen Abschirmbleche zu sehen, wobei auch die Kontur von Zwischenwänden, insbesondere bei der Kontur 27 eines Abschirmbleches für die SDARS-Antenne zu erkennen sind. Die Konturen sind Kupferleiterbahnen auf der Oberseite 20 der Schaltungsplatine 6, auf welche die Abschirmbleche aufge¬ schraubt oder aufgelötet werden können und anschließend mit einem Massekontakt verbunden werden. Ferner sind weitere An- passungs- und Verstärkungsschaltkreise in Figur 4 zu sehen, die mit den hier noch nicht montierten Antennenelementen zusammenwirken .
Offenbart ist eine Multiband-Finnenantenne (1) für ein Fahr¬ zeug. Dazu weist die Multiband-Finnenantenne (1) mindestens ein Sende- und ein Empfangsantennenelement (2, 3, 4) aus der Gruppe AM/FM-Antennen, Telefon- und RKE-Antennen (2), GPS- Antenne (3), SDARS-Antenne (4), gestapelte Patchantenne, DAP- Antenne, WLAN-Antenne, WIMAX-Antenne oder DRM-Antenne auf. Die Antennenelemente (2, 3,4) können unter einer gemeinsamen finnenförmigen Außenabdeckung (5) auf der Außenseite des
Fahrzeugs angeordnet sein. Die finnenförmige Außenabdeckung (5) weist im Innern eine Antennenplatine (6), auf der die An¬ tennenelemente (2, 3, 4) angeordnet sind, auf. Elektronische Anpassungs- oder Verstärkerschaltkreise (7) mit Transceiver, Tuner oder Empfänger sind sowohl auf der oberen Seite als auch unteren Seite der Antennenplatine (6) angeordnet. Ab¬ schirmbleche (8), welche die Anpassungs- oder Verstärker¬ schaltkreise (7) mit Transceiver, Tuner oder Empfänger gegenüber den Antennenelementen (2, 3, 4) abschirmen sind auf der
oberen seite der Antennenplatine (6) angeordnet. Zuzüglich existiert an dieser Multibandantenne mindestens ein Digitaler Datenanschluss .
Bezugs zeichenliste
1 Multiband-Finnenantenne
2 Telefon- und RKE-Antenne
3 GPS-Antenne
4 SDARS-Antenne
5 finnenförmige Außenabdeckung
6 Antennenplatine
7 Schaltkreis
8 Abschirmblech
9 Bodenteil des Antennengehäuses
10 Antennengehäuse
11 Schutzabdeckung
12 Schnapphaken
13 Schnapplasche
14 Schwenkachse
15 Steckverbinder
16 Steckverbinder
17 Platte der Telefonantenne
18 Fußbereich der Platte
19 Aussparung
20 Oberseite der Antennenplatine
21 Rückseite der Antennenplatine
22 Steckkontakt
23 Passstift
24 Steckkontakt
25 Aussparung
26 Kontur
27 Kontur