Halter für einen Getränkebehälter
Die Erfindung betrifft einen Halter für einen Getränkebehälter oder dergleichen, wie er vor allem in Kraftfahrzeugen eingesetzt wird. Derartige Halter sind in einer Vielzahl von Ausführungsformen und unterschiedlichen Wirkprinzipien bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es, die bekannten Halter für einen Getränkebehälter weiterzubilden.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Kerngedanke ist es hierbei, den Getränkebehälter durch eine Mehrzahl von Lamellen (oder lamellenähnlichen Elementen) nach Art einer Irisblende in der Aufnahmeoffnung des Halters zu fixieren. Durch die Erfindung ergibt sich ein sicherer Halt auch bei unter- schiedlichen Durchmessern der Getränkebehälter. Im Gegensatz zu Haltern mit federnden Halteelementen ist bei dem erfindungsgemäßen Halter während des Einführens des Getränkebehälters kein mechanischer Widerstand zu überwinden, so dass sich sehr geringe Bedienkräfte ergeben. Darüber hinaus zeichnet sich der erfindungsgemäße Halter durch stilistische Klarheit und technische Einfachheit aus, wodurch sich zudem geringe Herstellkosten ergeben.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Mögliche Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend naher erläutert Es zeigt
Figur 1 eine schematische Darstellung des Funktionspnnzipes eines erfindungsgemaßen Halters,
Figur 2 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung, in der Draufsicht und in einer Detaildarstellung des Antriebs,
Figuren 3 und 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung in der Draufsicht bzw in Schnittdarstellung und
Figuren 5 sowie 6 bis 8 weitere Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung
Ein in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichneter Halter für einen nicht dargestellten Ge- trankebehalter weist eine Aufnahmeoffnung 2 mit einer lichten Weite D auf Am Rand der Aufnahmeoffnung 2 ist eine Vielzahl von Lamellen 3 angeordnet, deren Langserstreckung dem Rand der Aufnahmeoffnung 2 folgt Die Lamellen 3 sind an ihrem schmaleren Endabschnitt 7 über Drehachsen 4 schwenkbar gelagert Die Drehachsen 4 liegen auf einem Kreis, der konzentrisch zum Mittelpunkt 5 der Aufnahmeoffnung 2 ist
Wie aus dem rechten Teil der Darstellung der Figur 1 hervorgeht, wird durch eine Einwartsbewegung (Pfeil 6) des breiteren Endabschnittes 8 der Lamellen 3 die lichte Weite D der Aufnahmeoffnung 2 auf ein kleineres Maß d verringert Hierdurch wird ein in die Aufnahmeoffnung 2 eingestellter Getrankebehalter mit einem Durchmesser d zuverlässig gehalten
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 werden die Lamellen 3 von einem Steuerring 10 bewegt Der Steuerring 10 weist an seiner Innenseite, gegenüberliegend dem Bereich der jeweiligen Drehachsen 4 der Lamellen 3, Innenverzahnungen 11 auf, die mit entsprechenden Außenverzahnungen 12 an den als Drehwellen ausgebildeten Drehachsen 4 zusammenwirken Der Steuerring 10 seinerseits ist über
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eine von einem Elektromotor 13 angetriebene Schnecke 14 die mit einer Schneckenradverzahnung 15 am Außenumfang des Steuerrings 10 zusammenwirkt, in Umfangsπchtung des Halters 1 verdrehbar Bei einer Drehung in Richtung des Pfeils 16 schwenken die Lamellen 3 einwärts in Richtung (Pfeil 6) der Aufnahmeoffnung 2, wodurch sich die lichte Weite der Aufnahmeoffnung 2 verringert, wie mit gestrichelten Linien dargestellt Umgekehrt wird durch eine entgegengesetzt gerichtete Bewegung des Elektromotors 13 die Fixierung eines eingestellten Ge- trankebehalters aufgehoben, indem die Lamellen 3 in ihre mit durchgezogenen Linien dargestellte Ausgangslage zuruckverschwenkt werden
Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 3 und 4 ist der Halter 1 beispielsweise in eine Mittelkonsole eines Kraftfahrzeuges 1 integriert Die Lamellen 3 sind im Ausgangszustand verdeckt unterhalb einer Außenhaut 19 der Mittelkonsole angeordnet und sind, wie aus der abgewickelten Schnittdarstellung der Figur 4 her- vorgeht, gegenüber eine horizontalen Ebene leicht schrägt angestellt, um eine gegenseitige Überlappung zu erzielen Oberhalb der Lamellen 3 befindet sich ein Steuerring 20 mit nach unten gerichteten Mitnehmern 21 , die in schlitzförmige Mitnahmeelemente 22 der Lamellen 3 eingreifen Die Form und Ausrichtung der Schlitze 22 in den Lamellen 3 bildet in Verbindung mit den Mitnehmern 21 eine Ku- lissenfuhrung, die bei einer Verdrehung des Steuerringes 20 in Richtung des Pfeils 16 eine Verschwenkung der Lamellen 3 in Richtung des Pfeils 6, das heißt im Sinn einer Durchmesserverringerung, erzeugt In der Schnittdarstellung der Figur 4 ist die Rotationsbewegung 16 als Verstellweg s dargestellt
Das Ausfuhrungsbeispiel nach Figur 5 arbeitet mit einem außerhalb der Lamellen 3 angeordneten Steuerring 30, der einwartsgeπchtete Steuernocken 31 aufweist, die in Ausnehmungen 32 eingreifen, die an der äußeren Umfangsflache der Lamellen 3 angeordnet sind Die Ausnehmungen 32 sind mit Anlaufflachen 33 versehen, die zum breiteren Endabschnitt 8 der Lamellen 3 hin bogenförmig nach außen verlau- fen Wie aus dem unteren Teil der Darstellung der Figur 5 hervorgeht, bewirkt eine Verdrehung des Steuerrings 30 gemäß dem Pfeil 16 eine Einwartsbewegung der Lamellen 3 gemäß dem Pfeil 6, verbunden mit einer Durchmesserverringerung Umgekehrt wird bei einem Zurückdrehen des Steuerrings 30 über eine Ruckholfe-
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der 34 die Ausgangslage gemäß dem oberen Teil der Darstellung von Figur 5 wieder eingenommen Der Verstellweg ist wiederum mit s bezeichnet
Die Figuren 6 bis 8 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Lamellen 3 des Halters 1 über ein zugfestes und drucksteifes Element 40, beispielsweise einen Federstahldraht, bewegt werden Als Antrieb dient ein Elektromotor 41 , der einen Steuerhebel 42 bewegt, an dem der Federstahldraht 40 angreift Eine Ruckholfeder 43 stellt die Rückführung in die Ausgangslage sicher Fuhrungen 44 wirken einem Ausknicken des Federstahldrahts 40 entgegen Bei einer Bewegung des Steuerhebels 42 im Uhrzeigersinn, wie in Figur 8 dargestellt werden die Lamellen 3 des Halters 1 um ihre Drehachsen 4 so verschwenkt, daß sich die lichte Weite von ihrem ursprünglichen Wert D auf einen Wert d verringert
Grundsätzlich bieten sich beim Halter 1 gemäß den Figuren 6 bis 8 zwei Ausfuh- rungsformen an Wird, wie dargestellt, eine deutliche Veränderung der lichten Weite
D bzw d der Aufnahmeoffnung angestrebt, so ist der Federstahldraht 40 lediglich mit der Lamelle 3' im Punkt 45' starr verbunden, wahrend bei den übrigen Lamellen
3 die Punkte 45 als drehbare Ösen ausgebildet sind, durch die der Federstahldraht
40 gleiten kann, um einen Ausgleich der unterschiedlichen Bogenlängen zwischen den einzelnen Punkten 45 im offenen und geschlossenen Zustand des Halters 1 zu erreichen Hierdurch ergibt sich zudem eine universelle Anpassung der Lamellen 3 an eine von der Kreisform abweichende Form des eingestellten Getrankebehalters
Bei einer Auslegung des Halters 1 für geringe Änderungen in der lichten Weite D bzw d hingegen ist es möglich, den Federstahldraht 40 in den Punkten 45 mit den Lamellen 3 zu verbinden
Wie aus Figur 6 weiter hervorgeht, ist der Halter 1 schwenkbar in eine Mittelkonsole 50 eines Kraftfahrzeuges integriert Die Darstellung zeigt den Halter 1 in seiner eingeschwenkten Position, in der eine Verblendung 52 ein einheitliches äußeres Er- scheinungsbild mit der Mittelkonsole 50 herstellt Mit dem Halter 1 wird auch dessen Antrieb (Elektromotor 41 , Steuerhebel 42, Ruckholfeder 43, Fuhrungen 44) auf einer gemeinsamen Grundplatte 53 um eine Schwenkachse 51 verschwenkt
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Neben der dargestellten Verschwenkbarkeit des Halters 1 kann dieser auch in Form einer Schublade in einem Innenausstattungsteil des Kraftfahrzeuges ausgebildet sein mit einer eingeschobenen Ruhelage und einer ausgezogenen Gebrauchslage Des Weiteren ist es ebenso möglich, den Halter 1 fest in eine Konsole eines Kraft- fahrzeuges einzusetzen Der Halter 1 kann als serienmäßiges Ausstattungstell oder als nachrustbares Einsatzteil ausgebildet sein
Die Ansteuerung des Antriebs 41 des Halters 1 erfolgt, wie in Figur 6 angedeutet, bevorzugt durch einen Sensor 45 Der Sensor 45 kann beispielsweise als elektπ- scher Kontakt ausgebildet sein, der unterhalb einer Abstellflache für einen Getrankebehalter angeordnet ist Wird die Abstellflache durch die Gewichtskraft eines eingestellten Getrankebehalters entgegen der Vorspannung einer Feder nach unten verschoben, so wird der elektrische Kontakt geschlossen und die Stromversorgung für den elektrischen Antrieb 41 des Halters 1 aktiviert Umgekehrt wird mit der Ent- nähme des Getrankebehalters der elektrische Kontakt wieder geöffnet, verbunden mit einem Signal zur Ruckstellung des Halters 1 in seine Ausgangsstellung Alternativ kann die Ansteuerung des Antriebs 41 über einen optischen Sensor 45 nach Art einer Lichtschranke erfolgen Ferner kann anstelle des Sensors 45 der Antrieb 41 auch durch einen Schalter manuell in Gang gesetzt werden
Wird der Antrieb 41 als Elektromotor ausgeführt, so kann die Abschaltung des Elektromotors 41 nach erfolgter Fixierung des eingestellten Getrankebehalters beispielsweise durch eine Erfassung des Betriebsstroms des Elektromotors 41 realisiert werden, indem bei entsprechendem Stromanstieg durch das Anlaufen der La- mellen 3 am Getrankebehalter die Stromversorgung unterbrochen wird Durch selbsthemmende Auslegung eines Getriebes am Elektromotor 41 wird die Klemmung des Getrankebehalters selbsttätig aufrechterhalten Anstelle der Selbsthemmung kann auch eine Rasteinrichtung vorgesehen werden
Die Überführung der Lamellen 3 aus ihrer einwärts verlagerten Position zurück in die Ausgangslage erfolgt bevorzugt fremdkraftgesteuert, beispielsweise durch entgegengesetzt gerichtete Bewegung des Elektromotors Die Freigabe des Getrankebehalters kann durch eine Feder, die beim der Aktivieren des Halters 1 gespannt wurde, beschleunigt werden
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Daneben sind auch Ausführungsformen eines Halters 1 ohne Fremdkraftantrieb möglich, beispielsweise mit einem von Hand betätigten Schieber, durch den eine Bewegung der Lamellen 3 im Sinn einer Klemmung bzw. einer Freigabe des Ge- tränkebehälters bewirkt wird, mit Raststellungen zur sicheren Fixierung des Getränkebehälters.
Zur Verstellung der Lamellen 3 sind diese jeweils mit dem Antrieb verbunden, wie in den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 2 bis 5 dargestellt. Daneben ist es ebenso denkbar, nur eine Lamelle 3 oder nur einzelne Lamellen 3 anzutreiben und die restlichen Lamellen 3 an die angetriebene(n) Lamelle(n) 3 anzukoppeln. Das Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 6 bis 8 stellt eine Art Zwischenlösung zwischen diesen beiden Möglichkeiten dar, bei dem der Federstahldraht 40 die Lamellen 3 lediglich in radialer Richtung bewegt.
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