ZUSAMMENSETZBARE ODER IN EINZELTEILE ZERLEGBARE DUVET-DECKEN
Eine ideale Duvet-Decke sollte die folgenden Eigenschaften auf¬ weisen:
Damit im Bett eine optimale Hygiene herrscht, wäre es wünschens¬ wert, wenn die Duvet-Decke problemlos in einer Haushaltswaschma¬ schine gewaschen werden könnte. Besonders wichtig ist dies für Personen, welche auf Hausstaubmilben allergisch sind. Durch regelmässiges Waschen können die Allergie auslösenden Partikel (Allergene) beseitigt werden. Die konventionellen Duvet-Decken •sind <jzu gr-όss', um in einer üaushaltswaschmaschine gewaschen werden zu können. Zur Reinigung müssen sie in eine entsprechend ausgerüstete Wäscherei gegeben werden.
Eine ideale Duvet-Decke muss sich den wechselnden Bedürfnissen bezüglich Grosse und Wärmeisolation anpassen lassen. Es wäre zum Beispiel sehr praktisch, wenn man eine grosse Duvet- Decke eines Doppelbettes bei Bedarf in zwei kleinere Duvet-Dek- ken für je ein Einpersonenbett aufteilen könnte oder wenn man eine kleine Duvet-Decke eines Einpersonenbettes vergrössern könnte, damit sie sich für ein französisches Bett verwenden lässt. Die konventionellen Duvet-Decken können nicht ohne wei¬ ters vergrössert oder verkleinert werden.
Ebenso wäre es wünschenswert, wenn bei Duvet-Decken für Doppel¬ betten oder franzosiche Betten die Wärmeisolationsstärke den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen Schläfers angepasst werden könnte. Nicht alle Personen sind gleich kältempfindlich. Es besteht daher oft das Bedürfnis, dass die Wärmeisolations¬ stärke einer Duvet-Decke auf der Seite des einen Schläfers klei¬ ner oder grösser ist als auf der Seite des anderen Schläfers. Konventionelle Duvet-Decken weisen über ihre ganze Fläche die gleich Isolationsstärke auf. Individuelle Bedürfnisse der Schlä¬ fer können dadurch nicht berücksichtigt werden. In einem Doppel¬ bett ist daher häufig mindestens einer der beiden Schläfer Tem¬ peraturen ausgesetzt, die er als unangenehm empfindet.
Ausserdem sollte die Wärmeisolationsstärke einer Duvet-Decke auch den jahreszeitlich bedingten Temperaturunterschieden ange- passt werden können. Für den Winter sollte eine Duvet-Decke eine hohe Wärmeisolationsstärke, für den Frühling und Herbst eine mittlere Wärmeisolationsstärke und für den Sommer eine niedrige Wärmeisolationsstärke aufweisen. Die Wärmeisolationsstärke her¬ kömmlicher Duvet-Decken kann nicht verändert werden. Das bedeu¬ tet ,aber, dass man für jede der drei Temperaturperioden eine eigene Duvet-Decke braucht, um im Bett immer eine optimale Tem¬ peratur erreichen zu können. X
Man war deshalb auf der Suche nach einer Duvet-Decke, welche in einer gewöhnlichen Haushaltsmaschine gewaschen werden kann, deren Grosse verändert werden kann und deren Wärmeisola¬ tionsstärke sich an .die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Schläfer anpassen lässt. Gemäss dem heutigen Stand der Technik gibt es dafür die folgenden Lösungen:
Es wurden verschiedene Duvet-Decken vorgeschlagen, bei welchen sich die Wärmeisolationsstärke zwar verändern lässt, welche aber weder in einer Haushaltswaschmaschine gewaschen noch in der Grosse verändert werden können.
In der Patentschrift FR 2 458257 (Verö fentlichungsdatum 05.06. 1979) wurde zum Beispiel eine Duvet-Decke vorgeschlagen, welche aus mehreren Einzeldecken zusammengesetzt ist, welche aufeinan¬ der gelegt und aneinander befestigt werden. Dadurch lässt sich die Wärmeisolationsstärke zwar verändern, alle andern Probleme bleiben aber ungelöst. Ähnliche Lösungen mit den gleichen Nach¬ teilen wurden auch in den Patentschriften US 4903 361 (Verδf- fentlichungsdatum 27.02.1990) und GB 2211 731 (Veröffentli¬ chungsdatum 12.07.1989) beschrieben.
Gegenstand der Erfindung in der Patentschrift EP 0127 912 (Ver¬ öffentlichungsdatum 24.10.1984) ist eine Duvet-Decke, welche aus mindestens zwei verbindbaren Einpersonenbettdecken zusammen¬ gesetzt ist. Die Wärmeisolationsstärke lässt sich dadurch bei Doppelbetten auf die Bedürfnisse des einzelnen Schläfers abstim¬ men. Einpersonenbettdecken sind aber zu gross, um in Haushalts¬ waschmaschinen gewaschen werden zu können. Diese Duvet-Decke hat ausserdem den Nachteil, dass sich die Kanten, an welchen die
Einpersonenbettdecken miteinander verbunden sind, überlappen und dadurch dicke, unangenehme Wülste entstehen.
Eine weitere Lösung wurde in der Patentschrift GB 2176 998 (Ver¬ öf entlichungsdatum 14.01.1987) vorgeschlagen. Bei jener Erfin¬ dung handelt es sich um eine Doppelbettdecke, welche mindestens einen Schlitz aufweist, welcher sich in Längsrichtung der Decke von der Deckenkante beim Kopf in Richtung Deckenkante bei den Füssen erstreckt. Der Schlitz ist mit einem Schliessmechanismus versehen. Bei Bedarf kann der Schlitz geöffnet und ein Teil der Decke auf die Seite geklappt werddn. Auch bei dieser Decke kann zwar die Wärmeisolationsstärke an die individuellen Bedürfnisse der Schläfer angepasst werden; alle anderen Probleme bleiben jedoch ungelöst.
Es wurden auch Duvet-Deσ^cen beschrieben,, bei denen sowohl das Problem der veränderbaren Wärmeisolationsstärke als auch das Problem der Waschbarkeit in Haushaltswaschmaschinen gelöst wer¬ den konnte. Diese Duvet-Decken sind dafür aber mit anderen we¬ sentlichen Nachteilen behaftet.
So wurde zum Beispiel in der Patentschrift FR 2595 228 (Ver¬ öffentlichungsdatum 11.09.1987) eine Decke beschrieben, welche eine Hülle aus vielen aneinander angrenzenden, rechteckigen Taschen gleicher Form und gleicher Grosse aufweist. Jede Tasche ist mit einer Öffnung versehen, durch welche sich ein rechtecki¬ ges Kissen in die Tasche hineinstecken lässt.
Eine ähnliche Decke wurde auch in der Patentschrift (US 4839 934) vorgeschlagen.
Diese Decken haben den Vorteil, dass die Kissen vor dem Waschen aus der Hülle entfernt werden können. Man kann dann die Kissen und die Hüllen problemlos getrennt voneinander in einer Haus¬ haltswaschmaschine waschen. Für die verschiedenen Kissen kann unterschiedlich gut isolierendes Füllmaterial verwendet werden. Durch geeignete Verteilung der unterschiedlich gut isolierenden Kissen in der Decke kann die Wärmeisolation den Bedürfnissen der
Schläfer optimal angepasst werden.
Ein wesentlicher Nachteil dieser Decken besteht darin, dass der Körper vom Isolationsmaterial (Daunen, Federn, synthetische Materialien) durch zwei Stofflagen (Hülle, Kissen) getrennt ist
und dadurch der Feuchtigkeitsaustausch behindert wird. Ausserdem hat es sich in der Praxis gezeigt, dass die Kissen in der Hülle verrutschen und dadurch unangenehme Unebenheiten und Kältestel¬ len entstehen.
Eine,weiter Lösung wurde in der Patentschrift WO 90/14036 (Ver¬ öffentlichungsdatum 29.11.1990) beschrieben. Die Erfindung be¬ trifft dort eine Daunen- oder Federdecke, welche aus mehreren einzelnen', auswechselbaren Taschen zusammengesetzt ist. Alle Taschen sind in Form und Grosse ähnlich. Jede Tasche ist mit einer Verbindungsvorrichtungen, wie zum Beispiel Reissverschlüs¬ sen, Knöpfen, Druckknöpfen etc. umrahmt. Die einzelnen Taschen werden nicht nur über ihre Längsseiten sondern auch über ihre Querseiten miteinander verbunden. Das bedeutet, dass sehr viele /'Nahtstellen gebildet werden und innerhalb der Decke vier Ta¬ schenecken aufeinander treffen können. Darin besteht einer der wesentlichen Nachteile dieser Decke, denn die vielen sowohl längs als auch quer zur Decke verlaufenden Nähte bilden viele unisolierte Stellen, durch welche die Wärme entweichen kann. Entlang der Tasσhenkanten sind nämlich keine besonderen Isola¬ tionsvorrichtungen vorgesehen. Ein Problem bilden auch die Stel¬ len, wo vier Taschenecken zusammentreffen. Dort fehlt auf einer grösseren Fläche die Wärmeisolation. Ausserdem können auf die Ecken relativ hohe Zugkräfte wirken, wenn der Schläfer sich be¬ wegt. Es ist fraglich, ob die Verbindungsvorrichtung diesen Kräften standzuhalten vermag. Die Decke wird sich daher in der Praxis nicht bewähren.
Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, eine Duvet-Decke zu finden, welche in einer gewöhnlichen Haushaltswaschmaschine ge¬ waschen werden kann, deren Grosse verändert werden kann und deren Wärmeisolationsstärke sich an die Bedürfnisse der einzel¬ nen Schläfer anpassen lässt. Die Duvet-Decke sollte ausserdem keine unisolierten Nähte aufweisen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss mit Hilfe der Ausbildungsmerk¬ male nach dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 ge¬ löst.
Die Erfindung betrifft eine Duvet-Decke, welche in einzelne Längs- oder Querbahnen unterteilt ist. Die Längs- oder Querbah¬ nen sind entlang ihrer Längskanten mit Hilfe von Verbindungsvor¬ richtungen miteinander lösbar verbunden. Die Nahtstellen sind vorzugsweise mit Isolationslappen isoliert. Die Erfindung ist unter anderem in den Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 Duvet-Decke mit drei Längsbahnen von oben gesehen
Fig. 2 Dreidimensionale Darstellung einer einzelnen Längs- oder Querbahn, in welcher ein rundherum überlappender Isola¬ tionslappen zu sehen ist
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Fdg. 3 Einzelne Längs- oder Querbahn * on oben gesehen
Fig. 4a Querschnitt durch eine Längs- oder Querbahn im Bereich einer Längskante mit einem Isolationslappen, welcher beidseits der Verbindungsvorrichtung angeordnet ist
Fig. 4b Querschnitt durch eine Längs- oder Querbahn im Bereich einer Längskante ohne Isolationslappen
Fig. 5 Querschnitt durch zwei miteinander verbundene Längs¬ oder Querbahnen mit einer Verbindungsvorrichtung und einem Isolationslappen. Der Isolationslappen ist beid¬ seits der VerbindungsVorrichtung angeordnet und an einer der beiden Längs- oder Querbahnen befestigt.
Fig. 6 Querschnitt durch zwei aneinander angrenzende Längs¬ oder Querbahnen mit einer Verbindungsvorrichtung aber ohne Isolationslappen
Fig. 7 Querschnitt durch zwei aneinander angrenzende Längs¬ oder Querbahnen mit einer Verbindungsvorrichtung und je einem Isolationslappen. Die Isolationslappen sind beid¬ seits der Verbindungsvorrichtung angeordnet, wobei an jeder der beiden Längs- oder Querbahnen je ein Isola-
tionslappen befestigt ist.
Fig. 8 Querschnitt durch zwei aneinander angrenzende Längs¬ oder Querbahnen mit einer Verbindungsvorrichtung und mit einem Isolationslappen aus Stoff, welcher nicht mit Iso¬ lationsmaterial gefüllt ist. Der Isolationsläppen ist beidseits der Verbindungsvorrichtung angeordnet und an -einer der beiden Längs- oder Querbahπen befestigt.
Fig. 9 Querschnitt durch zwei aneinander angrenzende Längs¬ oder Querbahnen mit einem Isolationslappen und zwei Verbindungsvorrichtungen. Der Isolationslappen ist beid¬ seits der Verbindungsvorrichtungen angeordnet und an einer der beiden Längs- oder Querbahnen befestigt.
Fig. 10 Querschnitt durch zwei aneinander angrenzende Längs¬ oder Querbahnen mit zwei Verbindungsvorrichtungen aber ohne Isolationslappen.
Fig. 11 Querschnitt durch zwei aneinander angrenzende Längs¬ oder Querbahnen mit zwei Verbindungsvorrichtungen und je einem Isolationslappen. Die Isolationslappen sind beid¬ seits der Verbindungsvorrichtungen angeordnet, wobei an jeder der beiden Längs- oder Querbahnen je ein Isola¬ tionslappen befestigt ist.
Fig. 12 Querschnitt durch zwei aneinander angrenzende Längs¬ oder Querbahnen mit zwei Verbindungsvorrichtungen und mit einem Isolationslappen aus Stoff, welcher nicht mit Isolationsmaterial gefüllt ist. Der Isolationsl ppen ist beidseits der Verbindungsvorrichtungen angeordnet und an einer der beiden Längs- oder Querbahnen befestigt.
Fig. 13 Querschnitt durch zwei aneinander angrenzende Längs- oder Querbahnen mit einem Isolationslappen und zwei Ver¬ bindungsvorrichtungen. Der Isolationslappen ist zwischen den beiden Verbindungsvorrichtungen angeordnet.
Fig. 14 Detaillierte Darstellung eines Isolationslappens der er¬ sten Faltart an einer Längs- oder Querbahn
Fig. 15 Detaillierte Darstellung eines Isolationslappens der zweiten Faltart an einer Längs- oder Querbahn
Fig. 16 Detaillierte Darstellung eines Isolationslappens der dritten Faltart an einer Längs- oder Querbahn
Die einzelnen Längsbahnen 2 erstrecken sich über die gesamte Länge der Duvet-Decke 1. Die Länge der Längsbahnen 2 entspricht also der J änge ,der Duvet-Decke 1. Bei Verwendung von Querbahnen erstrecken sich diese über die ganze Breite der Duvet-Decke 1. Die Länge der Querbahnen» entspricht hier der Breite der Duvet- Decke 1.
Eine Längsbahn 2 ist etwa 40 bis 50 Zentimeter breit. Durch Koppeln von drei oder vier Längsbahnen 2 erhält man somit eine Duvet-Decke 1 für ein Einpersonenbett. Fügt man eine zusätzliche Längsbahn 2 an, entsteht eine Duvet-Decke 1 für ein französi¬ sches Bett. Die Duvet-Decke 1 kann in der Breite beliebig er¬ weitert werden.
Bei Verwendung von Querbahnen muss die Länge der Querbahnen entsprechend der Bettbreite gewählt werden. Die Länge der Duvet- Decke 1 wird durch die Anzahl Querbahnen, welche aneinander gekoppelt werden, bestimmt.
Damit die Längs- oder Querbahnen 2 miteinander gekoppelt werden können, sind sie entlang ihrer Längskanten 6 mit Verbindungsvor¬ richtungen 3 versehen. Als Verbindungsvorriσhtungen 3 sind zum Beispiel vorzugsweise aus Kunststoff gefertigte Reissverschlüs¬ se, Druckknöpfe, Bändel zum Schnüren, Knöpfe mit Knopflöchern, Klettverschlüsse oder anderes vorgesehen. Es müssen Reissver¬ schlüsse verwendet werden, bei denen beide Seiten des Reissver¬ schlusses vollständig voneinander getrennt werden können. Werden Knöpfe gewählt, wird an der einen Längskante 6 ein Knopf¬ lochband angenäht und an der anderen Längskante 6 eine Reihe von Knöpfen befestigt. Die Längskanten 6 zweier angrenzenden Längs- oder Querbahnen 2
können entweder mit einer einzelnen Verbindungsvorrichtung 3 (vgl. Fig. 4 bis 8) oder aber mit zwei parallel zueinander an¬ geordneten Verbindungsvorrichtungen 3 aneinander befestigt wer¬ den (vgl. Fig. 9 bis 13). Im letzteren Falle sind die beiden Verbindungsvorrichtungen 3 durch einen bandförmigen Steg 12 miteinander verbunden.
Die Nahtstellen 4 sind bei einer bevorzugten Ausbildungsart mit Isolat^ionslappen oder- wülsten 5 isoliert. Für die Ausbildung und Anordnung der Isolationsläppen 5 sind verschiedene Möglich¬ keiten vorgesehen.
, So kann zum Beispiel an einer Längskante 6 jeder Längs- oder Querbahn 2 ein ringförmiger Isolationslappen 5 angebracht sein, welcher die gesamte Verbindungsvorrichtung 3 (vgl. Fig. 4, 5 und
. i ) Tumrahmt. Er verläuft von der ersten Querkante 7 der Längs¬ oder Querbahn 2 aus oberhalb der Verbindungsvorrichtung 3 ent¬ lang der Längskante 6 bis zur anderen Querkante 7 der Längs¬ oder Querbahn 2. Dort ist er um 180° umgebogen und bildet da¬ durch eine Art Tasche 8. Er verläuft dann unterhalb der Ver¬ bindungsvorrichtung 3 weiter entlang der Längskante 6 zurück zur ersten Querkante 7 und ist dort ebenfalls um 180° gebogen. Wer¬ den zwei parallele Verbindungsvorrichtungen 3 verwendet, umrahmt der Isolationslappen 5 beide Verbindungsvorrichtungen 3 inklusi¬ ve den Steg 12 (vgl. Fig. 9 und 11).
Ein ringförmiger Isolationslappen 5 ist vorzugsweise aus einer einzigen länglichen Stoffbahn 13 gefertigt. Die Länge dieser Stoffbahn 13 entspricht etwa der Länge der Längs- oder Querbahn 2 einer Duvet-Decke 1. Die Stoffbahn 13 ist in ihrer Längsrich¬ tung mehrfach derart gefaltet, dass zwei geschlossene Hohlräume geformt werden, welche den Innenräumen 9 des Isolationslappens 5 entsprechen. Die gefaltete Stoffbahn 13 ist mit mindestens drei Nähten 14, 15 an der Längs- oder Querbahn 2 einer Duvet- Decke 1 angenäht. In den Figuren 14 bis 16 sind drei mögliche Faltarten einer Stoffbahn 13 dargestellt.
Bei der ersten Faltart (Fig. 14), bildet der innere Bereich 18 der Stoffbahn 13 die Seitenfläche 19 einer Längs- oder Querbahn 2 einer Duvet-Decke 1. Diese Seitenfläche 19 ist nach innen ge¬ wölbt. Die Stoffbahn 13 ist an ihren Längskanten 23 zusammen-
genäht. Ihr Querschnitt ist folglich ringförmig. Die Längs- oder Querbahn 2 wird durch ein Stoffstück 16 gebildet, welches in seiner Mitte längs gefaltet wird. Die beiden freien Längskanteπt
17 dieses StoffStückes 16 liegen also übereinander. Sie werdem an der Stoffbahn 13 oberhalb bzw. unterhalb des inneren Bereichs
18 festgenäht. Diese zwei äusseren Nähte 14 begrenzen folglich die Seitenfläche 19 der Längs- oder Querbahn 2. Der äussere Bereich 20 der Stoffbahn 13 ist in der Mitte längs derartig nach innen gefaltet, dass die Faltnaht 21 die längsverlaufende Flä¬ chenhalbierende des inneren Bereichs 18 berührt. Dadurch .werden zwei geschlossene Hohlräume, die Innenräume 9 des Isolationslap¬ pens 5, geformt. Zwischen den beiden Innenräume 9 bildet sich ein Zwischenraum 22, welcher gegen innen geschlossen und gegen, aussen geöffnet ist. In diesem Zwischenraum 22 'ist die eine Hälfte eines Reissverschlusses 3 derartig angeordnet, dass seine Zähne nach aussen schauen und seine Innenkante die Faltnaht 22 des äusseren Bereichs 20 berührt. Da sich an dieser Stelle der äussere und der innere Bereich der Stoffbahn 13 berühren, können der Reissverschluss 3 sowie der innere und der äussere Bereich der Stoffbahn 13 mit einer einzigen Längsnaht 15 aneinander be¬ festigt werden.
Bei der zweiten Faltart (vgl. Fig. 15) wird die Seitenfläche 19» einer Längs- oder Querbahn 2 durch das Stoffstück 16, aus dem die übrige Bahn 2 besteht, gebildet. Die beiden Längskanten 17 des Stoffstückes 16 sind nach innen gestülpt und mit den Längs¬ kanten 23 der Stoffbahn 13 zusammengenäht. Der äussere Bereich 20 der Stoffbahn 13 ist in der Mitte längs derart nach innen gefaltet, dass die Faltnaht 21 mit den Längskanten 17, 23 des StoffStückes 16 bzw. der Stoffbahn 13 bündig ist. Dadurch werdeπi ebenfalls zwei geschlossene Isolationslappeninnenräume 9, und zwischen diesen ein Zwischenraum 22 geformt, welcher gegen aus¬ sen geöffnet und gegen innen geschlossen ist. In diesem Zwi¬ schenraum 21 ist die Hälfte eines Reissverschlusses 3 derart angeordnet, dass die Reissverschlusszähne nach aussen schauem und seine Innenkante die Faltnaht 21 des äusseren Bereichs 2© berührt. Die Faltnaht 21 des äusseren Bereichs 20, die Innen¬ kante des Reissverschlusses 3 und die Längskanten 17, 23 des
Stoffstückes 16 bzw. der Stoffbahn 13 sind durch eine einzige Naht 15 aneinander fixiert.
Bei der dritten Faltart (vgl. Fig. 16) ist der innere Bereich 18 der Stoffbahn 13 in seiner Mitte längs gefaltet. Die freien Längskanten 17 des Stoffstückes 16 sind an der Faltnaht 24 fest¬ genäht. Der äussere Bereich 20 der Stoffbahn 13 besteht hier aus zwei gleich grossen Teilen mit je einer freien Längskante 23. Diese beiden Teile sind derart gegen die Mitte hin nach innen gefaltet, dass die freien Längskanten 23 die Faltnaht 24 des inneren Bereichs 18 berühren. Dadurch werden wieder zwei Isola- tionslappeninnenräume 9 geformt. Zwischen diesen Innenräumen 9 bildet sich ein Zwischenraum 22, welcher nach aussen geöffnet und nach innen durch die Faltnaht 24 des inneren Bereichs 18 geschlossen ist. In.diesem Zwischenraum 22 ist die Hälfte eines Reissverschlusses 3 derart angeordnet, dass die Reissverschluss¬ zähne nach aussen schauen und seine Innenkante die Faltnaht 24 des inneren Bereichs 18 berührt. Die Faltnaht 24, die Innenkante des Reissverschlusses 3 und die Längskanten 17, 23 des Stoff- stüσkes 16 bzw. der Stoffbahn 13 sind durch eine einzige Naht 15 aneinander fixiert.
Sowohl bei der zweiten als auch bei der dritten Faltart fixiert je eine weitere Naht 14 die Stoffbahn 13 oberhalb bzw. unter¬ halb ihres inneren Bereichs 18 zusätzlich am Stoffstück 16 der Längs- oder Querbahn 2. Die beiden Nähte 14 bilden die Längs¬ kanten der Seitenfläche 19 der Längs- oder Querbahn. Die zweite Hälfte des Reissverschlusses 3 wird folgendermassen an der Längsseite, welche dem Isolationslappen 5 abgewandt ist, befestigt: Das Stoffstück 16 ist an dieser Längsseite in der Längsrichtung derart nach innen gefaltet, dass eine Art Längs¬ schlitz geformt wird. Die zweite Hälfte des Reissverschlusses 3 ist derartig in diesem Längsschlitz angeordnet, dass die Reiss- verschlusszahne nach aussen schauen und seine Innenkante die nach innen schauende Faltnaht berührt. Die Reissverschlusshälfte 3 ist mit einer Naht 26 an denjenigen Bereichen des StoffStückes 16, welche die beiden Wände des Schlitzes bilden, befestigt. Bei einer zweiten Ausbildungsart des Isolationslappen 5 ist an jeder der beiden Längskanten 6 einer Längs- oder Querbahn 2 ein
Isolationslappen 5 angebracht. Dabei ist der eine Isolationslap¬ pen 5 oberhalb der Verbindungsvorrichtung bzw. -Vorrichtungen 3 und der andere unterhalb von dieser bzw. von diesen angebracht. Die Isolationslappen 5 erstrecken sich ebenfalls entlang der Verbindungsvorrichtungen 3 und können an einem ihrer Enden um 180° umgebogen sein. Werden zwei Längs- bzw. Querbahnen 2 mit¬ einander gekoppelt, dann trifft immer ein Isolationslappen 5, welcher oberhalb der Verbindungsvorrichtung bzw. -Vorrichtungen 3 liegt, mit einem Isolationslappen 5, welcher unterhalb von dieser bzw. von diesen liegt, zusammen (vgl. Fig. 7 und 11). Bei geschlossener Verbindungsvorrichtung 3 überlappen die Isola- tibnslappen 5 die Nahtstellen 4 rundherum. Die Nahtstellen 4 werden dadurch optimal isoliert. Die Verbindungsvorriσhtung 3 ist ebenfalls vollständig verdeckt. Ein unangenehmer Kontakt mit dem Körper der Schläfer ist dadurch ausgeschlossen. Bei der Verwendung von zwei parallelen Verbindungsvorrichtungen 3 ist noch die Möglichkeit denkbar, einen Isolationsläppen 5 zwischen den beiden Verbindungsvorrichtungen 3 anzuordnen. Jede der Längs- bzw. Querbahnen 2 trägt dann jeweils an einer ihrer Längskanten 6 einen solchen Isolationslappen 5 (vgl. Fig. 13). Die Isolationslappen 5 können zweiwandig ausgebildet sein. Sie weisen dann einen Innenraum 9 auf. Dieser Innenraum 9 ist mit dem Innenraum 10 der Längs- bzw. Querbahn 2 verbunden und eben¬ falls mit Isolationsmaterial 11 gefüllt. Dadurch erhalten diese wulstförmigen Isolationslappen 5 eine hohe Wärmeisolationsstär¬ ke.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, Isolationslappen 5 aus Stoff zu verwenden, welche nicht mit Isolationsmaterial gefüllt sind (vgl. Fig. 8 und 12). Ihre Wärmeisolationsstärke ist ent¬ sprechend kleiner.
Im weiteren besteht auch die Möglichkeit, auf Isolationsl ppen 5 zu verzichten (vgl. Fig. 9 und 10).
Die Längs- bzw. Querbahnen 2 können mit verschiedenen Isola¬ tionsmaterialien 11 gefüllt werden. Als Isolationsmaterialien 11 sind zum Beispiel Daunen, Federn, Naturfasern, synthetische Materialien oder anderes denkbar. Der Füllungsgrad der verschie¬ denen Längs- bzw. Querbahnen 2 kann unterschiedlich gewählt wer-
den.
Eine Duvet-Decke 1 kann man aus verschieden stark gefüllten Längs- bzw. Querbahnen 2 zusammensetzen. Da stark gefüllte Län¬ gs- bzw. Querbahnen 2 besser isolieren als schwach gefüllte, lässt sich somit die Wärmeisolationsstärke entlang der Decken¬ breite bzw. Deckenlänge variieren. Es ist zum Beispiel denkbar, dass bei einer vierbahnigen Duvet-Decke 1 für den Sommer zwei schwach gefüllte Längsbahnen 2 in die Mitte genommen werden können und zwei stark gefüllte aussen. Im Winter dagegen kann man die beiden stark gefüllten Bahnen 2 in die Mitte und die schwach gefüllten aussen nehmen» Man kann verschieden stark gefüllte Längsbahnen 2 auch derart kombinieren, dass die eine Seite einer Doppelbettdecke nur aus stark isolierenden, die 'ändere' Seite dagegen nur aus schwach isolierenden Längsbahnen 2 besteht.
Es besteht ausserdem die Möglichkeit, eine Duvet-Decke 1 abwech¬ selnd aus einer stark und einer schwach isolierenden Längs- bzw. Querbahn 2 zusammenzusetzen.
Für die Zusammensetzung einer Duvet-Decke 1 sind viele Variatio¬ nen möglich. Verschieden stark gefüllte Längs- oder Querbahnen 2 sind beliebig kombinierbar.
Es ist ersichtlich, dass jede Duvet-Decke 1 auch zu einem Schlafsack umfunktionierbar ist, indem die äusseren Längskanten 6 der Duvet-Decke 1 miteinander verbunden werden. Die Längs- bzw. Querbahnen 2 können Steppnähte aufweisen. In den Figuren 1, 2 und 3 sind als Unterteilungen Quadrate gezeigt. Als Form für die Steppnähte sind aber auch Kreise, kleinere Streifen oder anderes denkbar. Die Steppnähte können ausserdem auch weg¬ gelassen oder durch Abhefter 25 ersetzt werden.
Die vorgeschlagene Duvet-Decke 1 weist gegenüber den bisher bekannten Duvet-Decken wesentliche Vorteile auf. Im Gegensatz zu herkömmlichen Duvet-Decken kann die vorge¬ schlagene Duvet-Decke 1 dank ihrer Zerlegbarkeit in Längs- bzw. Querbahnen 2 in einer normalen Haushaltswaschmaschine gewaschen werden. Gegenüber den bisher bekannten zerlegbaren Duvet-Decken, wie sie zum Beispiel in der Patentschrift WO 90/14036 beschrie¬ ben wurden, hat die vorgeschlagene Duvet-Decke 1 den grossen
Vorteil, dass sämtliche Nähte wärmeisoliert sind. Ausserdem gibt es innerhalb der vorgeschlagenen Duvet-Decke 1 keine Stellen, wo Ecken der einzelnen Elemente, aus denen die Duvet-Decke zusam¬ mengesetzt ist, zusammentreffen. Dadurch ist gewährleistet, dass die einzelnen Elemente durch mechanische Einwirkung nicht aus¬ einandergerissen werden.
Gegenüber denjenigen Duvet-Decken mit auswechselbaren Isola¬ tionskissen, wie sie zum Beispiel in den Patentschriften FR 2595 '228 un US 4839 934 beschrieben wurden, hat die vorgeschlagene Duvet-Decke 1 den grossen Vorteil, dass zwischen der Haut des Schläfers und dem Isolationsmaterial 11, insbesondere den Dau¬ nen, nur eine StoffSchicht liegt. Dadurch wird der Wasserdampf- austausch nicht behindert und der Schläfer erlebt ein angeneh¬ mes, trockenes Wärmegefühl. Ausserclem ist das Isolationsmaterial 11 in den relativ schmalen Längs- bzw. Querbahnen 2 fixiert. Ein Verrutschen des Isolationsmaterials 11 wird dadurch deutlich vermindert. Bei den Duvet-Decken mit auswechselbaren Isolations¬ kissen kam es hingegen oft vor, dass die Isolationskissen aus den Taschen hinausrutsσhten. Die Gliederung in Längsbahnen 2 führt ausserdem bei der vorgeschlagenen Duvet-Decke 1 zu einer hohen Formstabilität.
Gegenüber den bisher bekannten Duvet-Decken, bei denen die Iso¬ lationsstärke durch Übereinanderlegen mehrerer Einzeldecken ver¬ ändert werden kann, hat die vorgeschlagene Duvet-Decke 1 den Vorteil, dass sie in nebeneinander angebrachte Längs- bzw. Quer¬ bahnen 2 zerlegt werden kann. Dadurch ist es einerseits möglich die vorgeschlagene Duvet-Decke 1 in einer normalen Haushalts¬ waschmaschine zu waschen, andererseits kann die Isolationsstärke beliebig variiert werden, indem man stark isolierende Längs¬ bzw. Querbahnen 2 durch schwach isolierende Längs- bzw. Querbah¬ nen 2 ersetzt oder umgekehrt. Durch die Möglichkeit der Kombina¬ tion von verschieden stark gefüllten Bahnen 2 kann erreicht werden, dass sich jederzeit eine klimagerechte Duvet-Decke re¬ alisiert lässt, welche auch jeder Jahreszeit angepasst werden kann. Zusätzlich erreicht man damit auch, dass jeder Schläfer eine Duvet-Deck zusammenstellen kann, welche seinen individuel¬ len Bedürfnissen entspricht. Ein Heiss-Schläfer, welcher immer
schwitzt, wird zum Beispiel eher weniger isolierende Bahnen 2, und ein Kalt-Schläfer, welcher immer zu kalt hat, eher stärker isolierende Bahnen 2 wählen. Es ist nicht nur möglich, die Wär¬ meisolationsstärke der Decke gesamthaft anzupassen, sondern auch für verschiedene Zonen der Duvet-Decke 1 unterschiedliche Wärme¬ isolationsstärken zu wählen. Bei Duvet-Decken für Doppelbetten können damit die Wärmebedürfnisse beider Schläfer berücksichtigt werden.
Die vorgeschlagene Duvet-Decke 1 ist für die moderne Hausfrau sehr interessant, da sie problemlos in einer Haushaltswasch¬ maschine gewaschen werden kann und dadurch im Bett immer -eine optimale Hygiene herrscht. Besonders geeignet ist die vorge¬ schlagene Duvet-Decke 1 wegen der problemlosen Waschbarkeit auch für"Personen, welche auf Hausstaubmilben allergisch sind. Da die Verbindungsnähte und dadurch auch die Verbindungsvorrich¬ tungen 3 vollständig mit isolierenden Lappen 5 abgedeckt sind, ist die vorgeschlagene Duvet-Decke 1 sehr hautfreundlich. Sie fühlt sich anschmiegsam, schlafsympatisch und kuschelwohl an.