EP0302851A2 - Hubkolben-Brennkraftmaschine - Google Patents
Hubkolben-BrennkraftmaschineInfo
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- EP0302851A2 EP0302851A2 EP88890183A EP88890183A EP0302851A2 EP 0302851 A2 EP0302851 A2 EP 0302851A2 EP 88890183 A EP88890183 A EP 88890183A EP 88890183 A EP88890183 A EP 88890183A EP 0302851 A2 EP0302851 A2 EP 0302851A2
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- F02B33/02—Engines with reciprocating-piston pumps; Engines with crankcase pumps
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-
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- F02B75/02—Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke
- F02B2075/022—Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke having less than six strokes per cycle
- F02B2075/025—Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke having less than six strokes per cycle two
Definitions
- a two-stroke internal combustion engine of this type is described in DE-PS 710 288, in which the entire crankcase is connected to the intake openings when being sucked in by the crankcase pump, but when the pump charge is compressed, the crankcase is compressed by the connecting rod which also serves as the delivery piston in addition to the working piston is divided into two rooms. Of these rooms, only the space in the direction of rotation in front of the connecting rod serves to compress the load, the separation of the two spaces being carried out by tightly guiding the connecting rod on its side surfaces and its crank rod on the flat and circular inner surfaces of the crank arms.
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft eine Hubkolben-Brennkraftmaschine, bei welcher der Kolben an seiner Unterseite auf seinem Weg zum oberen Totpunkt über eine gesteuerte Öffnung Frischgas ansaugt und bei seiner Rückbewegung dieses Gas vorverdichtet und über eine Verbindungsleitung und eine weitere gesteuerte Öffnung dem Zylinder der Brennkraftmaschine zuführt und in dem im wesentlichen einen kreisförmigen Querschnitt aufweisenden Kurbelgehäuse die Pleuelstange, welche einschließlich dem großen Lagerauge gleichbleibende Abmessungen in Richtung der Kurbelwellenachse aufweist, und mit ihren parallelen Stirnflächen an planen Gegenflächen im Kurbelgehäuse abdichtet und dort zwei abgetrennte Räume bildet, welche mittels Steuerorganen eine Pleuelpumpe bilden.
- Eine Zweitakt-Brennkraftmaschine dieser Art ist in der DE-PS 710 288 beschrieben, bei der beim Ansaugen durch die Kurbelgehäusepumpe das gesamte Kurbelgehäuse mit den Ansaugöffnungen in Verbindung steht, beim Verdichten der Pumpenladung das Kurbelgehäuse jedoch durch die außer dem Arbeitskolben ebenfalls als Förderkolben dienende Pleuelstange in zwei Räume geteilt ist. Von diesen Räumen dient nur der in Drehrichtung vor der Pleuelstange dienende Raum zur Verdichtung der Ladung, wobei die Trennung der beiden Räume durch dichte Führung der Pleuelstange an ihren Seitenflächen und ihrer Kurbelstange an den planen und kreisrunden Innenflächen der Kurbelwangen erfolgt. Zur Abdichtung des kolbenseitigen Endes der Pleuelstange ist an dieser ein seitlicher Ansatz angebracht, der mit seinen Seitenteilen und seinem äußeren Ende an den Innenwänden einer am Übergang des Zylinders zum Kurbelgehäuse angeordneten Ausbuchtung mit einer der Bewegung des Ansatzes entsprechenden Kontur dicht geführt ist.
- Mit dieser Ausführung der Kurbelgehäusepumpe für eine Zweitakt-Brennkraftmaschine ist deren an sich geringer Wirkungsgrad infolge der großen Schadräume nur geringfügig erhöht worden, und dies mit einem verhältnismäßig großem baulichen Aufwand. Kolben- und Pleuelpumpe sind dabei über den Kurbelgehäuseraum als gemeinsamen Ansaug- und Druckraum verbunden, sodaß die Anwendungsmöglichkeit auf Zweitaktmaschinen beschränkt ist.
- In der US-PS 3 973 532 ist eine Viertakt-Hubkolben-Brennkraftmaschine beschrieben, deren Kolben auf dem Weg zu seinem oberen Totpunkt Luft oder Kraftstoff-Luftgemisch in das Kurbelgehäuse einsaugt und bei seiner Rückbewegung im Kurbelgehäuse vorverdichtete Luft zu den Ansaugorganen der Brennkraftmaschine fördert. Hiebei ist ein schlechter Vorverdichtungwsirkungsgrad des Motorkolbens durch den großen vom Kurbelgehäuse gebildeten Schadraum von besonderem Nachteil. Zur Erzielung hoher Luftfördermengen, z.B. für Dieselmotoren, ist es aus der DE-OS 36 37 811 bekannt, einen zusätzlichen von der Kurbelwelle gegenläufig zum Arbeitskolben antreibbaren Hilfskolben anzuordnen. Dieser ergibt einerseits hohe Reibverluste und insgesamt einen schlechten mechanischen Wirkungsgrad. Weiters steigt in jedem Falle die Bauraumabmessung und es ergibt sich ein beträchtlicher Mehraufwand.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und außerdem eine vielseitig einsetzbare Kurbelgehäusepumpe zu schaffen.
- Die Erfindung besteht darin, daß im Kurbelgehäuse ein Ringschieber verdrehbar gelagert ist, den die Pleuelstange mit geringem Spiel durchsetzt, sodaß durch den Kolben, die Laufbüchse und den Ringschieber der Arbeitsraum einer Kolbenpumpe gebildet ist, welcher je einen ventilgesteuerten Ansaug- und Auslaßkanal aufweist, und daß die Pleuelstange über Spalte einerseits mit der Kurbelwange und andererseits mit dem Abschlußdeckel des Kurbelgehäuses dichtet und so im Ringschieber eine Ansaug- und eine Druckkammer einer separierten Pleuelpumpe bilden, die über je eine Ausnehmung im Abschlußdeckel des Kurbelgehäuses, welche etwa spiegelbildlich zu der in der unteren Totpunktlage stehenden Pleuelstange angeordnet sind, mit je anschließenden, gesteuerten Einlaß- und Auslaßkanälen in Verbindung stehen.
- Das Schadvolumen der Kolbenpumpe ist dabei sehr klein und die Drucksteigerungen in dieser Pumpe sind daher entsprechend groß. Die Pleuelstange teilt die vom Ringschieber umschlossene Kammer in zwei sich kontinuierlich periodisch ändernde Volumina, eine Saug- und eine Druckkammer. Durch die Arbeitsweise mit der Pleuelstange als Verdrängerelement lassen sich, bedingt durch restloses Einsaugen und Ausschieben ohne nennenswerte Schadvolumina, hohe Drucksteigerungen erzielen. Die Fördermenge kann bei gleichbleibendem Hub durch Ändern der Pleuelstangenbreite variiert und so an verschiedene Aufgaben angepaßt werden. Der durch diese Anordnung entstehende kleine Schadraum erhöht den Vorverdichtungswirkungsgrad erheblich. Das dabei geförderte Luftvolumen dient einem Zweitaktmotor zur Spülung, einem Viertaktmotor als vorverdichtete Ladeluft.
- Diese Erfindung stellt somit eine Auflademöglichkeit ohne externes Spül- oder Ladegebläse für Zwei- und Viertakt-Diesel- oder Ottomotoren sowie für Brennkraftmaschinen, die mit anderen Treibstoffen z.B. Gas, betrieben werden, dar. Trotz des hohen Gewinns an Förderleistung des Motorkolbens tritt praktisch keine Vergrößerung des Bauvolumens gegenüber Brennkraftmaschinen mit konventioneller Kurbelkastenspülung ein.
- Eine einfache Ausführung gemäß der Erfindung ergibt sich dadurch, daß die Durchtrittsöffnung für die Pleuelstange im Ringschieber gleichbleibend ist und die Breiten der Pleuelstange über deren Länge so bemessen sind, daß das Spiel der Pleuelstange gegenüber der Durchtrittsöffnung bei allen Winkellagen der Pleuelstange etwa konstant ist.
- Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß die Pleuelpumpe Luft ansaugt und verdichtet und gemeinsam mit der Kolbenpumpe in ein saugseitig angeordnetes Sammelrohr fördert. Für gewisse Anwendungsfälle kann die Pleuelpumpe vorteilhaft als eigenständige Pumpe zur Förderung von Fremdgasen und die Kolbenpumpe der Motoraufladung dienen.
- Durch dynamisch dichtende Spalte können Reibverluste gering gehalten werden.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 eine erfindungsgemäße Brennkraftmaschine im Schnitt nach der Linie I-I in Fig. 2 und
- Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, die
- Fig. 3 bis 6 schematische Darstellungen derselben Maschine zur Erläuterung deren Wirkungsweise.
- Die Zweitakt-Brennkraftmaschine besteht aus dem Kurbelgehäuse 1 mit eingegossener Laufbüchse 2, der Kurbelwelle 3, dem Kolben 4 und der Pleuelstange 5. Die Kurbelwelle 3 ist im Kurbelgehäuse 1 mittels des Wälzlagers 6 gelagert und weist eine abgestufte Kurbelwange 7 auf, welche mit ihrer Umfangsfläche bis knapp an das Kurbelgehäuse 1 bzw. die Laufbüchse 2 heranreicht und den Kurbelzapfen 8 trägt. Dieser Kurbelzapfen 8 wird vom großen Lagerauge 9 der Pleuelstange 5 umfaßt, wobei die Länge des Kurbelzapfens gleich der durchgehend gleichen Abmessung der Pleuelstange 5 in Richtung der Kurbelwellenachse 3′ ist. Die Pleuelstange 5, die mit dem Kolben 4 über den Kolbenbolzen 10 antriebsverbunden ist, weist zwei parallele Stirnflächen 5′ und 5˝ auf, von welchen die Stirnfläche 5′ mit der Kurbelwange 7 und die Stirnfläche 5˝ mit dem Abschlußdeckel 11 des Kurbelgehäuses 1 dichtet.
- Im unteren Teil des Kurbelgehäuses ist ein Ringschieber 12 mittels Nadeln 13 drehbar gelagert. Anstelle der Nadellagerung können auch in Richtung der Kurbelwellenachse verlaufende Nuten an einer der Gleitflächen vorgesehen sein. Es ist auch denkbar, den Ringschieber durch einen Plattenschieber zu ersetzen.
- Die Pleuelstange 5 durchsetzt den Ringschieber 12, der an dem Absatz 7′ der Kurbelwange 7 mit Hilfe des Ansatzes 12′ zentriert ist, in einem Schlitz 12˝, welcher durch die beiden abgerundeten Endkanten 14 und 15 des Ringschiebers 12 bestimmt ist, mit geringem Spiel. Damit dieses Spiel bei allen Stellungen der Pleuelstange gleich bleibt, ist die Kontur der Pleuelstange 5 entsprechend angepaßt, wie die Fig. 3 bis 6 anschaulich zeigen.
- Die Pleuelstange 5 unterteilt den durch den Ringschieber 12 umschlossenen Raum in die Ansaugkammer A und die Druckkammer B, welche je über eine nierenförmige Ausnehmung 16 bzw. 17 im Abschlußdeckel 11 mit dem Einlaßkanal 18 bzw. dem Auslaßkanal in Verbindung stehen. Der Einlaßkanal 18 wird durch die Membranen 20 gesteuert, welche ein Rückströmen verhindern. Entsprechende Membranen sind beim nicht näher dargestellten Auslaßkanal 19 vorgesehen.
- In den Fig. 3 bis 6 ist die Wirkungsweise der Pleuelpumpe veranschaulicht. Von der neutralen Stellung gemäß Fig. 3 ausgehend, bei welcher die Pleuelstange 5 sich in der oberen Totpunktlage befindet, wird nach Fig. 4 bereits das Fördermedium in die Ansaugkammer A eingesaugt und aus der Druckkammer B ausgeschoben. Fig. 5 zeigt die Stellung, bei welcher der Kolben bzw. die Pleuelstange 5 ihren unteren Totpunkt erreicht hat, wobei die Ansaugkammer A und die Druckkammer B gleich groß sind. In Fig. 6 ist das Ausschieben des Fördermediums nahezu vollständig und die Ansaugkammer A hat fast ihren Größtwert erreicht. Bei allen Stellungen der Pleuelstange 5 hat das Spiel zwischen Pleuelstange und den Endkanten 14 und 15 des Ringschiebers 12 zufolge der angepaßten Kontur der Pleuelstange den gewünschten gleichen kleinen Wert.
- Die Kolbenpumpe hat zufolge des Abschlusses ihres Arbeitsraumes gegenüber dem Kurbelgehäuse durch den Ringschieber 12 einen nur sehr geringen Schadraum, wie aus Fig. 1 ohne weiteres ersichtlich ist. Diese Kolbenpumpe saugt über den Ansaugkanal 21, welcher durch die Membrane 22 gesteuert wird, Luft an und fördert die verdichtete Luft durch den Auslaßkanal 23, welcher durch Membranen 24 gesteuert wird. Die verdichtete Luft strömt über die Einlaßschlitze 25 in der Laufbüchse 2 in den Zylinderraum 26 ein, wie durch die gestrichelte Linie 27 angedeutet ist. Gleichzeitig strömen die verbrannten Gase durch den Auslaßschlitz 28, wie durch die gestrichelte Linie 29 angedeutet, aus. Die in die Pleuelpumpe einströmende Luft ist durch die gestrichelte Linie 30 und die ausströmende Luft durch die gestrichelte Linie 31 veranschaulicht. Für den Fall, daß es sich um eine Mehrzylindermaschine handelt, kann zweckmäßig ein Sammelrohr 32 vorgesehen sein, in welches sowohl die Pleuelpumpe als auch die Kolbenpumpe fördert.
- Einsatzgebiete der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine sind sowohl Otto- als auch Dieselmotoren und Gasmotoren in Zwei- und Viertaktbauweise, insbesondere Kleinmotoren zur Verwendung z.B. bei Kettensägen, tragbaren Stromaggregaten und Pumpen, Mopedmotoren und Motoren für Motorräder und Flugzeugantrieb z.B. Segelflugzeuge. Aber auch für größere und große Motoren sowohl im Einzylinder- als auch im Mehrzylinderbauart bei entsprechender konstruktiver Gestaltung des Kurbelkastenraumes, ist die erfindungsgemäße Ausführung anwendbar.
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