DEV0006345MA - - Google Patents
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Description
BUNDESEEPUBliK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. Oktober 1953
Bekanntgemacht am 31. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf photögraphische Kameras mit einem die zur Vornahme mehrerer
Einzel- oder Reihenaufnahmen erforderlichen Kamerafunktionen antreibenden Federwerk und
Anzeigevorrichtung für dessen Spannungszustand.
Bei Kameras und Kinokameras, welche mit einem Antriebsfederwerk versehen sind,-ist es für
den Photographierenden wünschenswert, : daß er
sich bei der Vornahme von Aufnahmen stets über den jeweils vorliegenden Spannungszustand der
Antriebsfeder informieren kann. Anzeigevorrichtungen für den jeweiligen Spannungszustand der
Antriebsfeder, sind bei derartigen Kameras bereits ,bekannt. Sie tasten laufend die Federspanhtmg ab
und! zeigen entweder an, wiieiviel Filmmaterial beireits
belichtet wurde, oder aber wieviel Film für zpkünftig zu machende Aufnahmen noch sicher
durch die gespannte Antriebsfeder transportiert werden kann. Um dem Bedienenden die Kontrolle
über den Spannungszustand der Antriebsfeder zu erleichtern, wurde auch schon vorgeschlagen, die
Federspannungsanzeige im Kamerasucher sichtbar zu machen.
Nun hat sich aber in der Praxis gezeigt, daß eine derartige visuelle Anzeige nur zu leicht übersehen
wird. Besonders bei Anzeigevorrichtungen, die dauernd zu sehen sind, z. B, am Rande eines
Kamerasucherbildes, gewöhnt sich das Auge derart
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an das stehende oder nur ganz langsam und geringfügig sich verändernde Spannungsanzeigebild,
daß es dasselbe gegenüber dem wechselvolleren Sucherbild des Aufnahmegegenstandes nicht mehr
bewußt wahrnimmt. Deshalb kommen immer wieder überraschenderweise unliebsame Aufnahmeuniterbrechungen
vor, welche für den Aufnehmenden wertvolle, nie wiederkehrende Szenen verlorengehen
lassen.
ίο Aufgabe der Erfindung ist es, diesem Übelstand
abzuhelfen. Dies wird dadurch' erreicht, daß mit der Anzeigevorrichtung für den Spannungszustand
.zusammenwirkende Mittel vorgesehen sind, welche beim Unterschreiten, einer gewissen unteren, Grenze
der Spannung der Antriebsfeder den Ablauf der Kamerafunktionen hemmen. Beispielsweise kann
nach der Erfindung beim Unterschreiten einer gewissen Mindestfeder Spannung der Auslöseknopf
der Kamera gegen Niederdrücken gesperrt werden, wodurch die Verschluß auslösung und eventuell
auch andere Kamerafunktionen, wie beispielsweise der gegebenenfalls vom Auslöseknopf gesteuerte
Filmvorschub, ebenfalls so lange unterbunden werden, bis das Federwerk durch Aufziehen wieder
unter Spannung gesetzt ist.
Mit Vorteil kann die Anzeigevorrichtung für den
Spannungszustand mit ' dem Bildzählwerk der Kamera derart baulich vereinigt sein, daß die Angaben
beider an derselben Stelle oder auch in gegenseitiger Beziehung zueinander mit Hilfe
visueller Anzeigemittel ablesbar sind. Eine besonders einfache Ablesung ermöglicht eine derartige
Anordnung, die aus der eigentlichen, Bildzählscheibe und einem Ablesefenster veränderlicher
Größe besteht, wobei der eine Rand des Ablesefensters kamerafest ist und der andere Rand des
Ablesefensters durch die Vorrichtung zur Anzeige des Spannungszustandes der Antriebsfeder verstellt
wird. Hierbei kann die Angabe der nächsten Aufnahme an dem einen Rand des Ablesefensters
abgelesen werden, während gleichzeitig ersichtlich ist, für welche weiteren Bildnummern der gerade
vorliegende Spannungszustand der Antriebsfeder noch ausreichend ist.
Nach der Erfindung ergeben, sich sehr vorteilhafte
Ausführungsformen, wenn das visuelle Anzeigemittel zentral oder exzentrisch auf oder an der
Handhabe für den Federwerksaufzug angeordnet ist, wobei die Antriebsfeder entweder in der Handhabe
für ihren Aufzug, ζ. B. in einem Aufzugsknopf selbst, oder in der Filmaufwickelspule untergebracht
ist. In jedem Falle ist die Handhabe, z. B. ein Aufzugsknopf, ein Aufzugsknebel oder ein
Hebel, gegenüber dem Kameragehäuse in einer Richtung gegen Drehung gesichert. Die Anordnung
kann jedoch auch so getroffen sein, daß zwischen das aufzuziehende Ende der Antriebsfeder
und die Handhabe ein Kuppelglied eingeschaltet ist, welches seinerseits in einer Drehrichtung
gegenüber dem Kameragehäuse gegen Drehung gesichert ist,; während zwischen-der gegenüber dem
Kameragehäuse in beiden Richtungen frei drehbar' gelagerten ■ Handhabe, und dem Kuppelglied eine
nur in der Aufzugsrichtung auf das Kuppelglied -·.-einwirkende Mitnähmeeinrichtung verwirklicht ist.
Zum Abgriff der relativen Bewegung zwischen den beiden Enden der Antriebsfeder können verschiedene
Getriebe, z. B. Schnecken-, Schrauben-, Räder- und Umlaufgetriebe, Verwendung finden.
Bei Anwendung eines im Kameragehäuse versenkbaren Aufzugsknebels kann die Relativbewegung
auch dazu benutzt werden, den unter Federeinfluß stehenden und durch einen Riegel in Versenklage
gehaltenen Knebel auszulösen, so daß dieser bei Unterschreitung einer gewissen minimalen Federspannung
selbsttätig in seine Aufzugsstellung herausspringt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstamdes dargestellt. Es zeigt
Fig. ι einen Aufzugsknopf für das Federwerk einer Kamera mit einer Vorrichtung zur Anzeige
der Entspannungsstellung der Antriebsfeder im Längsschnitt,,
Fig. :2 einen Äufzugsknopf mit einer Vorrichtung
zur Anzeige des Spannungszustandes der Antriebsfeder vermittels eines Sichtkeiles, teilweise
in der Seitenansicht und teilweise im Schnitt gezeichnet, ,
Fig. 3 die Draufsicht auf den in Fig. 2 dargestellten,
Aufzugsknopf,
Fig. 4 den Längsschnitt durch einen Aufzugsknopf mit einer 'vermittels eines Rädergetriebes
bewirkten Spannungsanzeige, ■
Fig. 5 die Draufsicht auf den in Fig. 4 dargestellten Aufzugsknopf,
Fig. 6 den Längsschnitt durch einen Aufzugsknopf, mit einer Vorrichtung zur Anzeige des
Spannungszustandes der Antriebsfeder vermittels eines Schneckengewindes,
Fig. 7 die Draufsicht auf den in Fig. 6 dargestellten Äufzugsknopf,
Fig. 8 die schematisierte Schnittzeichnung durch einen. Teil einer Kamera mit einem Federwerksantrieb,
einem Knebelaufzug, einem kombinierten Bildzähl- und Federspannungsanzeiger und einer
von der Spannung der Antriebsfeder abhängigen Sperrung für den Auslöseknopf der Kamera,
Fig. 9 die Draufsicht auf den in Fig. 8 dargestellten kombinierten Bildzähl- und Federspannungsanzeiger,
Fig. 10 den Querschnitt durch einen vom Federwerk
beeinflußten, bei Unterschreitung einer gewissen Federspannung selbsttätig in seine Aufzugsstellung'
hinausspongenidetn, Aufzugsknebel,
Fig. 11 die in Fig. 10 angegebene Ansicht A-B.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 ist auf der mit dem inneren Ende der Antriebsfeder
ι verbundenen Federwerksachse 2 ein Drehknopf 3 drehbar gelagert, an dem das äußere Ende
der Antriebsfeder in bekannter Weise festgelegt ist. Die Federwerksachse besitzt, eine nach oben
offene Gewindebohrung 4, in die ein Gewinde- y bolzen 5 so eingreift, daß dessen im Aufzugsknopf
3 undrehbar verschieblich geführter Kopf 6 bei abgelaufener Antriebsfeder 1 mit seiner Oberseite
mit der Oberfläche 7 des Drehknopfes eben
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abschließt und so die erreichte Entspannung der Antriebsfeder anzeigt. Der Aufzugsknopf selbst
ist in üblicher Weise gegenüber dem Kameragehäuse 8 vermittels einer gefederten Sperrklinke
g od. dgl. gegen Rückdrehung gesichert.
In den Fig. 2 und 3 ist ein ähnliches Ausführungs
beispiel unter besonderer Ausbildung des Kopfes des Gewindestiftes 5 dargestellt. Diese Anordnung,
ermöglicht mit einfachen Mitteln eine
ίο ebenfalls ausreichend genaue Anzeige des jeweils
vorliegenden Spannungszustandes der Antriebsfeder. Der Gewindestift 5 ist in diesem Falle mit
einer keilförmigen Leiste 10 versehen, die in einem am Drehknopfoberteil befindlichen Schlitz 11 axial
·. verschieblieh gelagert ist. Hierbei ist die obere
Stirnfläche 12 des Knopfes ohne Wölbung ausgeführt. Die Keilausbildung der Leiste 10 ist in
Verbindung mit der Gewindesteigung am Gewindebolzen so gewählt, daß die Leiste 10 bei abgelaufenem
Federwerk entweder um ihre ganze Höhe h aus der Stirnfläche 12 des Drehknopfes
herausragt - oder überhaupt nicht herausragt. In der ^Zeichnung ist eine Stellung der Leiste 10 dargestellt,
die einer halbentspannten Antriebsfeder entspricht. Zu beiden Seiten des Schlitzes 11 sind
Zahlenreihen angebracht, dereni eine beispielsweise den Spannungszustand der Antriebsfeder angibt
und deren andere anzeigt, wieviel photographische Aufnahmen vermittele des gerade vorliegenden
Spannungszustandes der Feder noch ausgeführt werden können. -
In Fig. 4 und 5 ist ein auf der Federwerksachse
frei drehbarer, in bezug auf den Kamerakörper in einer Drehrichtung gesperrter Aufzugsknopf dargestellt,
der auf seiner Oberseite eine ihm gegen-' über konzentrisch drehbare kappenförmige Scheibe
120 trägt, die an ihrem Rand mit einer Marke 13 versehen ist. Der Durchmesser der Scheibe 120 ist
kleiner als derjenige des Drehknopfes. Auf der verbleibenden Ringfläche 14 des Drehknopfes befinden
sich die Zahlenangaben des Spannungsmessers, z. B. die Skala 170 für die bei einer beliebigen
Federspannung noch ausführbaren Belichtungen. Die innere Mantelfläche der kappenförmigen
Scheibe weist einen Innenzahnkranz 15 auf, der über ein an dem Aufzugsknopf exzentrisch drehbar
gelagertes Zwischenrad 16 mit einem auf der Federwerksachse befestigten Zahnrad 17 in getrieblicher
Verbindung steht. Die Übersetzung ist hierbei so gewählt, , daß die Marke 13 auf der
Skala 170. genau anzeigt, für wieviel Aufnahmen die Spannung des Federwerkes in jeder Ablaufphase
noch ausreicht.
Bei einem anderen in den Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsbeispiel ist in die obere
Stirnfläche 18 des Aufzugsknopfes 3 ein Schneckengang eingearbeitet, in den der Zapfen 19 eines
Schiebers 20 eingreift. Der Schieber 20 gleitet seinerseits auf einem radialen schwalbenschwanzartigen
Führungsarm 21, der mit der Federwerks- , achse 2 in fester Verbindung steht. Die radiale
Stellung des Schiebers 20 bildet hierbei ein Maß für den Spannungszustand, der,-Antriebsfeder, wobei
letzterer durch Zahlenangaben auf dem Schieber oder auf.der Oberseite des Aufzugsknopfes
gekennzeichnet werden kann.
In der Fig. 8 ist das schematisierte Ausführungsbeispiel einer Kamera gezeigt, die mit einer
Anzeige der Bildzahl in Verbindung mit einer Anzeige des Spannungszustandes der Antriebsfeder
und einer selbsttätigen Sperrung des Auslöseknopfes versehen ist, wobei letztere bei nicht
mehr ausreichendier Federspannung in Tätigkeit tritt. In dem Kameragehäuse 22 ist hierbei eine
Aufzugsachse 23 gelagert, mit der ein umlegbarer Knebel 24 verbunden ist und die vermittels eines
Sperrgetriebes 25 gegen Rückdrehung gesichert ist. Eine mit der Aufzugsaehise 23 fest verbundene
Lagerscheine 26 bildet das eine Lager für die Filmaufwickelspule 27 und, den einen Befestigungspunkt
für die Äntriebsfeder 28. Andern Endes ist die Antriebsfeder mit der Filmaufwickelspule 27
verbunden. Durch eine Verdrehung des Knebels 24 wird die Antriebsfeder aufgezogen. Die den Ablauf
der Filmaufwickelspule hemmenden bzw. steuernden Glieder sind aus Vereinfachungsgründen
in der Zeichnung weggelassen. Zum Ausgleich der Filmlängenunterschiede beim Aufwickeln und
zur Ermöglichung der Rückspülung des Films ist eine Spulenhülse 29 angeordnet, die mit der
Filmaufwickelspule durch ebenfalls nicht dargestellte Mittel kraftschlüssig gekuppelt ist.
Die Aufzugsachse weist ein Gewinde 30 auf, mit dem eine Wandermutter 31 im Eingriff steht,
die außen prismatisch geformt und undrehbar, aber verschiebliich in einem Flansch der Aufwickelspule
27 geführt ist. Letztere Anordnung ist im Ausführungsbeispiel so abgestimmt, daß
sich die Wandefmutter bei entspannter Antriebsfeder 28 in ihrer oberen Stellung befindet und sich
bei zunehmender Spannung der Antriebsfeder nach abwärts bewegt. Gegen den unteren Bund der
Wandermuitter 31 liegt der eine Arm eines Lm
Kameragehäuse drehgelagerten Winkelhebelis 33 ■..
unter dem Einfluß einer Zugfeder 32 an. Der andere Arm des Winkelhebels 33 ist, z. B. durch
geeignete Bemessung, um ein Maß elastisch ausgeführt, das gleich oder größer ist als die vorgesehene
Einrasttiefe einer an seinem Ende befindlichen Nase 34, mit der er in der Entspann- u0
stellung der^ Wandermutter 31 und in der Ruhestellung
des Auslöseknopfes 35 der Kamera in eine am Auslöseknopf befindliche Nut 36 sperrend eingreift.
In der gezeichneten Entspannstellung kann demnach der Auslöseknopf erst nach erneutem
Aufziehen des Federwerkes niedergedrückt werden. Da vom Auslöseknopf auch der Filmtransport
und damit der Federwerksablauf gesteuert wird, sind somit alle Kamerafunktionen blockiert,
bis durch erneuten Aufzug der Antriebsfeder die Nase 34 wieder nach links schwenkt.
In vorstehendem Ausführungsbeispiel ist weiterhin ein kombiniertes Auslöseorgan zur1 Ablesung
der Nummer der jeweils zur Belichtung anstehenden Aufnahme und der bei einem gegebenen
augenblicklichen Spannungszustand der Antriebs-
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.... feder , noch ■ belichtbaren weiteren. Bildnummern,
vorgesehen. Diese Anordnung besteht aus einer die
üblichen Zahlenangaben tragenden Zählscheibe 38, die von einer Hohlachse 39 getragen und über ein
Zahnrad 40 und ©inen Umlauf kurbelzapf en 41 bei
... jeder Umdrehung eines in die Perforation des Films eingreifenden Zählrades 42 um eine Teilung
weitergeschaltet wird. Hierbei entspricht der Umfang des Zählrades 42 einer Bildlänge. Die Zählscheibe
ist unterhalb einer kamerafesten Glasplatte 43 drehbar gelagert, die so weit geschwärzt ist,
daß wenigstens die eine Hälfte der Skala der Zählscheibe 38 verdeckt ist. .Weiterhin· ist eine
wenigstens 180 Winkelgrade umfassende Sektorenscheibe
44 zwischen der Glasplatte 43 und der
. . Filmzählscheibe 38 drehbar in der Hohlachse 39 gelagert. Die Achse 45, besitzt an ihrem unteren
Ende ein steilgängiges Gewinde 46, mit welchem sie getrieblich mit einer unverdrehbaren Mutterhülse
47 im Eingriff steht, welch letztere über ein federbeeinflußtes Hebelsystem 48 von der Wandermutter 31 verstellt wird. Der. Zusammenhang der
Getriebe- und Anzeigeglieder, für die Bildzählung und die Messung des Spannungszustandes der Antriebsfeder
ist dabei so gestaltet, daß an dem einen Rand 49 . des !angeschwärzten Teiles der Glasscheibe stets die Nummer des nächsten zu belichtenden
Bildes ablesbar ist, während die eine Kante 50 der Sektorenscheibe 44 . sich so einstellt, daß
alle. Bildfolgenummern zwischen ihr und dem Rand 49 ablesbar sind, für deren Vornahme die Spannung
der Antriebsfeder noch ausreicht. Im Ausführungsbeispiel
. gemäß Fig. 9 nehmen die Anzeigeglieder beispielsweise eine Stellung ein, die bedeutet, daß die nächste Aufnahme die BiId-
,. nummer »4« sein wird und die Antriebsfeder noch so viel/Energie besitzt, wie zur Vornahme der
Aufnahmen »4«, »5«, »6« und »7« erforderlich ist. Bei Auslösung der betreffenden Belichtung der
Bildtiummer »4«. wird sich die Zahnscheibe um eine
.,,. Zahl nach links verdrehen, ebenso .wie die
Sektorenscheibe 44 in bezug auf die Glasscheibe 43. Ein völliges Schließen des von dem Rand 4.9
und der Kante 50 der Sektorenscheibe 44 gebildeten .Ablesefensters bedeutet demnach,, daß die
Federkraft des Antriebswerkes, für keine weitere Aufnahme ausreicht bzw. daß das Federwerk vor
einer weiteren Benutzung der.Kamera aufgezogen werden muß. Im Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 8 ist zudem eine Bewegungsbegrenzung verwirklicht,
die verhindert, daß die Antriebsfeder überdreht werden. kann. Sie ist dadurch erreicht,
daß die Wandermutter 31 bei Erreichung der
maximalen Sollspannung der Antriebsfeder mit ihrer unteren Stirnfläche gegen das Lager 51 der
Kamerawand anläuft und somit einen ...weiteren Aufzug der Feder verhindert.
In den Fig. 10 und 11 ist ein Aufzugsknebel
für das Fedenyerk. einer Kaniera-.dargestellt,' der,
nach dem Aufziehen des Federwerkes gegen eine ihn beeinflussende Federkraft umlegbar ist und
bei einem gewissen Grad der Entspannung der Antriebsfeder selbsttätig in die gezeichnete Aufz'Ugsstellühg
herausschwenkt. Der Knebel 52 ist hierbei an dem Kopf 53 der Aufzugsachse 54
schwenkbar, gelagert. Eine zwischen diesen beiden Teilen angreifende Drehfeder 55 ist dazu bestimmt,
den Knebel in die gezeichnete ausgeschwenkte
Lage zu bewegen, in der der Knebel- an einem nicht gezeichneten Anschlag zur. Anlage gelangt.
Weiter steht eine zentral und unverdrehbar, jedoch
verschieblich in der Aufzugsachse 54 gelagerte Stange 56 mit einer sich entsprechend der Spannung
der Antriebsfeder verschiebenden Wandermutter od. dgl. in getrieblicher Verbindung. Am
oberen Ende der Stange 56 sind zwei speichenartige federnde Stäbe 57 befestigt, die infolge ihrer
Führung durch zwei ebenfalls an der Stange 56 befestigte Gabelteile 58 nur in axialer Richtung
federnd beweglich sind. Der Knebel 52 weist zwei zu seiner Verschwenkachse gleichachsige Sackbohrungen
59 auf, gegen deren Mantelflächen die Stäbe 57 in der Ausschwenklage des, Knebels
federnd anliegen. Wird der Knebel aus der gezeichneten Stellung heraus um einen Betrag von
900 umgelegt, dann treten die' federnden Stäbe in
Rastvertiefungen 60 ein, wodurch der Knebel in seiner Umlegstellung verriegelt wird. Hierbei
entspricht die gezeichnete Stellung der Stange 56 der Stellung der nicht gezeichneten Wandermutter
bei noch nicht abgelaufenem Federwerk. Bei Erreichung der kritischen Mindestspannung des
Federwerkes bewegt sich die Stange 56 in Pfeilrichtung
61, so daß die federnden Stäbe 57 aus ihren Rastvertiefungen 60 austreten. Hierdurch
bewegt sodann die Dreh feder 55 den Knebel 52 bis zur Anlage an dem nicht gezeichneten Anschlag
in die dargestellte Aufzugsstellung.
Claims (24)
- Patentansprüche:i.' Photographische Kamera mit einem die zur Vornahme mehrerer Einzel- oder Reihenaufnahmen : erforderlichen Kamerafunktionen antreibenden Federwerk und Anzeigevorrichtung für dessen Spannungszustand, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Anzeigevorrichtung für den Spannungszustand zusammenwirkende Mittel vorgesehen sind, welche beim Unterschreiten einer vorgegebenen Minimalspannuhg der Antriebsfeder die Kamerafunktionen sperren.
- 2. Photographische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß. bei Unterschreitungdeir .Minimalspannuiig deir Auslöseknopf der Kamera gegen Niederdrücken verriegelt wird. ...
- 3. Phötographische.Kamera nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich entsprechend dem Spannaingszustand der Antriebsfeder verschiebende Wandermutter (31) auf einen. Winkelhebel (33) "einwirkt und diesen vor. einem, unzulässigen Absinken der Federspannung mit einer Nase (34) sperrend in einei Nut (36) dies Auslöseknopres (35) legt.€60/270V 6345IX/57 a
- 4· Photographische Kamera nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelhebel (33) derart federnd ausgebildet ist, daß seine Nase (34) unter den herrschenden Kräften um einen Betrag auszuweichen vermag, welcher gleich oder größer ist als die Einrasttiefe der Nase (34) in bezug auf die Nut (36).
- 5. Photographische Kamera nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver-Schiebung 'der Wandermutter (31) über ein zusätzliches Hebelgestänge (48) und eine daran gehaltene Mutterhülse (47) mit einem steilgängigen Innengewinde, in welchem sich die Achse (45) einer Sektorenscheibe (44) drehen kann, auf einen kombinierten Bildzähl- und Federspannungsanzeiger (38,- 43, 44) übertragen wird.
- 6. Photographische Kamera nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der kombinierte Bildzähl- und Federspannungsanzeiger ein Ablesefenster für die Zählscheibe aufweist, an deren einem kamerafesten Rand die jeweils nächste noch unbelichtete Bildnummer ablesbar ist, wobei der andere bewegliche Rand des Abas · lesefensteirs von der Vorrichtung, zur Abtastung der Spannung der Antriebsfeder derart beein^ flußt wird, daß diejenigen noch unbelichteten Bildnummern im Ablesefenster ablesbar sind, für deren Belichtung die in der Antriebsfeder gespeicherte Energie noch ausreicht.
- 7. Photographische Kamera nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählscheibe (38) unterhalb, einer teilweise geschwärzten, nur höchstens die Hälfte der Zählscheibe zur Beobachtung freigebenden Glasplatte (43) in der Kamera drehbar gelagert ist, wobei die Zählscheibe von einem in die Perforation des Films eingreifenden Zählrad (42) bewegt wird.
- 8. Photographische Kamera nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Glasplatte (43) und der Zählscheibe (38) eine gleichachsig zur Zählscheibe drehbar gelagerte Sektorenscheibe (44) eingelagert ist, die den Blick höchstens auf die halbe Zählscheibe freigibt.
- 9. Photographische Kamera nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der nachfolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung innen oder außen an der zum Spannen des Federwerkes dienenden Handhabe, z. B. an einer Kurbel, an einem Knebel oder an einem Drehknopf, angebracht ist.
- 10. Photographische Kamera nach Anspruch9, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Spannen des Federwerkes dienende Handhabe durch eine Schiebe- oder Schwenkbewegung in eine Ausnehmung des Kamerakörpers so versenkbar ist, daß diese in ihrer Versenkstellung nicht wesentlich über die Kontur der Kameraaußenseite hervorragt.
- 11. Photographische Kamera nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Handhabe unter dem Einfluß einer sie in . die Aufzugsstellung ziehenden Feder (55) steht und in der Versenkstellung durch einen selbsttätig einschnappenden Riegel (57) gehalten wird, der von der Vorrichtung zur Abtastung des Spannungszustandes so beeinflußt ist, daß er sich bei Erreichen einer bestimmten Minimalspannung der Antriebsfeder löst.
- 12. Photographische Kamera nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Aufzugsachse (54) eine undrehbar versehieblieh gelagerte Stange (56) zentral angeordnet ist, die an ihrem oberen Ende zwei speichenartige federnde Stäbe (57) trägt, wobei letztere in der Nähe ihrer Enden durch Führung in zwei ander Stange (56) befestigten Gabelteilen, (58) nur eine Federung in Richtung der Aufzugsachse ausführen können.
- 13; Photographische Kamera nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Knebel (52) gleichachsig zu dessen Schwenkachse zwei Sackbohrungen (59) aufweist, an deren Zylinderflächen1 die Federstäbe (57) federnd aufliegen. . . ■
- 14. Photographische Kamera; nach An- g0 spruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zylinderfläche jeder Sackbohrung ; (59) · eine Nut (60) eingearbeitet ist, in' die die federnden Stäbe in der·.Umlegstellung des Knebels (52) verrastend eintreten.
- 15. Photographische :Kamera ,nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen auf der Achse' (2) des Federwerkes drehbar gelagerten Aufzugsknopf (3), der eine zentral gelegene, nach außen offene prismatische Öffnung aufweist, in der der Kopf (6) eines mit der Antriebsachse (2) verschraubten Gewindebolzens (5) undrehbar gleitet.
- 16. Photographische Kamera nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine derartige Abstimmung der Lage des Gewindebolzens (5) mit der Spannung der Antriebs feder, daß bei Unterschreitung einer für den sicheren Antrieb der Kamera nicht mehr ausreichenden Federspannung die Oberseite des Kopfes (6) mit- der Oberfläche (7) des Aufzugsknopfes (3) eben abschließt.
- 17. Photographische Kamera nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsfeder(1) im Ininern des Aufzugsknopfes angeordnet ist, wobei deren eines Ende am Aufzugsknopf und deren anderes Ende an der Federwerksachse (2) festgelegt ist.
- 18. Photographische Kamera nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen auf der Achse, des Federwerkes drehbar gelagerten Aufzugsknopf (3) mit einer ebenen Oberseite, der609 650/270V 6345IX/57 aeinen auf einem Durchmesser verlaufenden, nach außen offenen prismatischen Schlitz aufweist, in dem, eine ihn ausfüllende Leiste (io) undrehbar gleitet, die ihrerseits vermittels eines Gewindebolzens (5) mit der Federwerksachse verschraubt ist.
- 19. Photographische Kamera nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche,·, .gekennzeichnet durch eine derartige Abstimmung des Gewindebolzens (5) und der Leiste(10) mit der Spannung der Antriebsfeder, daß bei Unterschreitung einer für den sicheren Antrieb der Kamera nicht ausreichenden Federspannung die keilförmige Leiste entweder um den Betrag ihrer Höhe (h) aus der oberen Stirnfläche (12) herausragt oder überhaupt nicht he rau s ragt.
- 20. Photographische Kamera nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche,ao dadurch gekennzeichnet, daß zu Seiten des Schlitzes (11) auf der Stirnseite des Aufzugsknopfes Skalen angebracht sind,, die den Grad der Federspannung und/bzw. die Anzahl der Aufnahmen angeben, für die die vorliegende Federspannung jeweils noch ausreichend ist.
- 21. Photographische Kamera nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der in bezug auf die Federwerksachse drehbar gelagerte und in einer Drehrichtung gegenüber dem Kameragehäuse gesperrte Aufzugsknopf eine konzentrisch drehbare kappenförmige Scheibe (120) trägt, die über ein am Aufzugsknopf drehbar gelagertes Zwischenzahnrad (16) mit einem mit der Federwerksach.se (2) verbundenen Zahnrad (17) in getrieblicheir Verbindung steht.
- 22. Photographische Kamera nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (120) mit einer Marke versehen ist und daß deren Durchmesser kleiner als derjenige des Aufzugsknopfes ist, wobei auf der verbleibenden Ringfläche des Aufzugsknopfes der Marke gegenüberstehende Zahlenangaben über die bei einer bestimmten vorliegenden Federspannung noch ausführbaren Belichtungen angebracht sind.
- 23. Photographische Kamera nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Getriebeübersetzung (15, 16, 17) so abgestimmt ist, daß die Marke auf der Skala (170) anzeigt, für wieviel weitere Aufnahmen der Spannungszustand der Antriebsfeder ausreichend ist.
- 24. Photographische Kamera nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des drehbar auf der Federwerksachse (2) gelagerten Aufzugsknopfes (3) ein speichenartiger Führungsarm (21) an der Federwerksachse befestigt ist, auf dem ein Schieber (20) gleitbar gelagert ist, der seinerseits vermittels eines Zapfens (19) in einer auf der Oberseite des Aufzugsknopfes angebrachten Spiralnut gleitet.In Betracht gezogene Druckschriften:.
Deutsche Patentschrift Nr. 519030.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 660/270 10.56
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