DEV0005659MA - - Google Patents

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DEV0005659MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 9. April 1953 Bekanntgemacht am 27. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Es sind Motorattrappen bekannt, deren äußere Form einem wirklichen Motor nachgebildet ist und die auch gleichzeitig mit einer das Motorgeräusch nachahmenden Vorrichtung ausgestattet sind.
Diese Motorattrappe ist zwischen den beiden Schrägstreben des Rahmens, die zu der Lagernabe der Tretkurbel führen, oberhalb des Tretlagerzahnrades angeordnet. Die Befestigung an dieser Stelle des Fahrrades macht es erforderlich, die Motorattrappe als ein geschlossenes Gehäuse auszubilden, da dieses von beiden Seiten dem Blick des Beschauers voll ausgesetzt ist. Diese durch die Lage bedingte Ausbildung der Attrappe besitzt den Nachteil einer teuren Fertigung, da die beispielsweise aus Blech bestehenden ausgestanzten Einzelteile zu einem Gehäuse bzw. zu einem Rundkörper gebogen und zusammengefügt werden müssen. Ein weiterer durch die Lage bedingter Nachteil ergibt sich für die mit der Attrappe verbundene Vorrichtung zur Erzeugung des Motorengeräusches, denn diese Vorrichtung wird von dem Tretlagerzahnrad angetrieben, das bekanntlich nur zu einem geringen Teil während der Fahrt in Umdrehung versetzt wird. Dadurch ist also während des Leerlaufes keine Geräuschbildung möglich.
Diese vorbeschriebenen Nachteile beseitigt die vorliegende Erfindung durch eine die sichtbaren Teile eines wirklichen Fahrradmotors plastisch
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wiedergebende Motorattrappe, die mit einer, das Geräusch eines Motors nachahmenden Vorrichtung versehen ist, deren besonderes Merkmal darin besieht, dal,! die Attrappe als Hochrelief aus Blech gefertigt ist und seitlich des Vorder- oder Hinterrades am Rahmen befestigt ist, so daß die geräusehbildende Vorrichtung in bekannter Weise von den Speichen angetrieben werden kann, wobei die Motorattrappc der Schallerzeugung als Resoiianzkörpcr dient.
I lurch diese erfindungsgemäße Anordnung und Ausbildung wird erreicht, daß die Motorattrappe nur von einer Seite dem Blick des Beschauers ausgesetzt ist, so daß die Formgebung der Attrappe als Hochrelief vollkommen ausreicht, um ein naturgetreues Abbild eines beispielsweise an dieser Stelle angeordneten Fahrradhilismotors zu geben. Dadurch können die Einzelteile als einfache Stanzpreßteile ausgebildet werden, die keiner weiteren formgebeiiden Nachbearbeitung bedürfen, so daß diese nach der Oberflächenbearbeitung (Polieren, I .ackauftrag od. dgl.) am Fahrrad montiert werden können. Außerdem ist die Geräuschbildung nicht mehr von dem nur zeitweise in Betrieb befindlichen Tretkurbelzahnrad abhängig, sondern ist immer mit (U1Ii Speichen des betreffenden Rades im Eingriff, wenn die geräusehbildendcn Teile in den Spcichenweg hinein verschwenkt sind.
Die Erfindung sieht weiterhin vor, die Attrappe aus mehreren Einzelteilen zusammenzusetzen, und zwar aus einem Getriebekasten-, dem Auspuffkrümmer mit Auspuffrohr sowie dem Arbeitszylinder. Dadurch ist es möglich, den verschiedenen Teilen in einfacher Weise diejenige Ober-(läehcnbcsehaffenhcit, beispielsweise Politur oder Anstrich, zu geben, die dem wirklichen Motor entspricht. Um das Zusammensetzen der Einzelteile ebenfalls schnell und einfach vornehmen zu können, ist an dem Getriebekasten ein abgekröpfter Lappen angeformt, der verdeckt von der Attrappe des Arbeitszylinder bis über die waagrechte Mittellinie des Auspuffrohres hinausgeführt ist. Dieser an dem Getriebekasten angeformte Lappen ermöglicht es, die drei Einzelteile durch je eine feste und eine lösbare Verbindung zusammenzuhalten, deren Lage t\vn tatsächlichen Befestigungsschrauben des Auspuffkrümmers entspricht. Die lösbare Verbindung ist zur Befestigung der Attrappe an dem Fahrradrahmen vorgesehen. Hierzu verwendet man vorteilhafterweise einen Arm, der durch die lösbare Verbindung in der richtigen Lage gehalten wird und dessen freies linde einen Teil einer Ausehhißsehelle bildet. Die andere befestigung der Attrappe mit dem Fahrrad geschieht durch ein Auge, das am unteren Rand des Getriebekastens vorgesehen ist und das über das Ende der Achse des Rades geschoben wird.
Zur Nachahmung des Motorengeräusches dient ein federndes Teil, dessen freies Ende in den Weg der Radspeichen verschwenkt werden kann. Das Geräusch ist besonders natürlich, da dieses federnde Ende gut schalleitend mit der Motoratlrappe verbunden ist, so daß die Hohlräume der Blechattrappe als Resonanzräume wirken können. Da dieses federnde Teil, wenn es die Motorengeräusche wirklich täuschend nachahmen soll, immerhin eine gewisse Kraft verbraucht, ist es ratsam, es durch ein Scharnier mit dem Arm zu verbinden, der die Befestigungssc'hclle trägt, und zwar so, daß es nur in der einen Endstellung mit seinem freien Ende in den Weg der Radspeichen hineinragt. Das Motorgeräusch läßt sich weiterhin verstärken, wenn neben dem feststehenden Teil noch andere, und zwar kürzere, federnde Teile vorgesehen werden, an denen das längere, federnde Teil beim Zurückfedern anschlägt. Man erhält dann eine Art Knattergeräusch, das dem wirklichen Motorengeräusch täuschend ähnlich ist. Aus diesem (j rund wird auch empfohlen, die federnden Teile aus nichtmetallischem Werkstoff herzustellen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. ι eine teilweise Seitenansicht eines Fahrrades mit der angebauten Attrappe;
Fig. 2 einen Schnitt entsprechend der Linie Π-ΙΙ der Fig. 1;
Ing. 3 einen Schnitt entsprechend der Linie 111-111-der Fig. 1, und
Fig. 4 eine Seitenansicht des Haltearmcs mit den daran befestigten Teilen. g0
Wie es die Fig. 1 und 2 zeigen, ist auf die Hinterradachse 1 des Hinterrades 2 das Auge 3 der Attrappe des Getriebekastens 4 geschoben, deren äußerer breiter Rand 5 hochglanzpoliert ist und deren Firmenzeichen 6 durch Ausfüllen der vertieften Stellen mit leuchtender Farbe gut hervortritt. Über dem Getriebekasten 4 ist der Zylinder 7 angeordnet, der zusammen mit dem Zylinderdeckel 8 ein Stück bildet. Während der Zylinder in dunkler, matter Farbe gehalten ist, wie es den wirklichen Motorenzylindern entspricht, besitzt der Zylinderdeckel 8 mit der Zündkerze 9 eine metallische Farbe.
Vor dem Arbeitszylinder 7 ist, deutlich hervorgehoben, der Auspuffkrümmer 10 angeordnet, der mit dem hochglanzpolierten und vernickelten Auspuffrohr 11 einstückig hergestellt ist. Die verschiedenen Wölbungen der als Hochrelief ausgeführten Teile werden durch entsprechend geformte Zwischeiilagen 12 und 13 ausgeglichen. Ein breiter no Lappen 14 am Getriebekasten 4, der sich nach oben in Richtung des Arbeitszylinders 7 hin bis über die waagrechte Mittellinie des Auspuffkrümmers erstreckt, gestattet es, alle drei Einzelteile 4, 7, 10 der Attrappe einmal durch eine Nietverbindung 15, zum anderen durch einen Schraubbolzen t6 lösbar miteinander zu verbinden, so daß es möglich ist, mit Hilfe der lösbaren Verbindung 16 und unter Zwischenschaltung eines Distanzroh res 17 zugleich einen Haltearm 18 zu befestigen und dem Verlauf der Hinterradgabel 19 entsprechend zu verschwenken und in der endgültigen Lage sicher zu befestigen. Das freie Ende 20 des Armes 18 ist als Halteschelle 21 ausgebildet und trägt ein Scharnier 22, an dessen freiem linde sich das federnde Teil 23 befindet. Das dahinter an-
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geordnete kürzere federnde Teil 24 dient dazu, das Geräusch zu verstärken, das verursacht wird, wenn eine Hinterradspeiche 25 (Fig. 3) in der eingeschwenkten Stellung 26 des Scharniers 22 das federnde Teil 23 nach links verbiegt und darauf wieder an das kürzere federnde Teil 24 zurückschnappen läßt.

Claims (14)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Eine die sichtbaren Teile eines wirklichen Faihrradmotors plastisch wiedergebende Motorattrappe, die mit einer das Geräusch eines Motors nachahmenden Vorrichtung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Motorattrappe als Hochrelief gefertigt ist und seitlich des Vorder- oder Hinterrades am Rahmen befestigt ist, so daß die geräuschbildende Vorrichtung in bekannter Weise von den Radspeichen angetrieben werden kann, wobei die
    ao Motorattrappe der Schallerzeugung als Resonanzkörper dient.
  2. 2. Motorattrappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Getriebekasten (4), der Arbeitszylinder (7) mit dem Zylinderdeckel (ßi 9) sowie der Auspuffkrümmer (10) mit dem Auspuffrohr (11) je ein besonderes Teil bilden.
  3. 3. Motorattrappe nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Attrappe für den Getriebekasten (4) einen Lappen (14) in Richtung des Arbeitszylinders (7) aufweist, der sich bis über die waagrechte Mittellinie des Auspuffkrümmers (10) erstreckt.
  4. 4. Motorattrappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die drei Einzelteile (4, 7, 10) durch eine feste (15) und eine lösbare Verbindung (16) zusammengehalten werden, deren Lage den Befestigungsschrauben des Auspuffkrümmers entspricht.
  5. 5. Motorattrappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die lösbare Verbindung (16) zur Befestigung eines Armes (18) dient, dessen äußeres Ende (20) einen Teil einer Befestigungsschelle (21) bildet.
  6. 6. Motorattrappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende der Attrappe, welche den Getriebekasten (4) darstellt, ein Auge (3) vorgesehen ist, das zur Aufnahme der Achse (1) des Hinterrades dient.
  7. 7. Motorattrappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der Attrappe ein federndes Teil (23) angebracht ist, dessen freies Ende in den Weg der Radspeichen (25) hineinragen kann.
  8. 8. Motorattrappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das federnde Teil (23) schallleitend mit der Motorattrappe verbunden ist.
  9. 9. Motorattrappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das federnde Teil (23) durch ein Scharnier (22) mit dem Arm (18) zusammen auf der Befestigungsschraube (16) gehalten ist.
  10. 10. Motorattrappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das federnde Teil (23) schwenkbar ist und in der einen Endstellung mit seinem freien Ende in den Weg der Radspeichen hineinragt.
  11. 11. Motorattrappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem federnden Teil (23) mindestens ein kürzeres federndes Teil (24) anliegt.
  12. 12. Motorattrappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die federnden Teile (23, 24) aus nichtmetallischem Werkstoff bestehen.
  13. 13. Motorattrappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den einzelnen Teilen der Attrappe Zwischenstücke (12, 13) angeordnet sind.
  14. 14. Motorattrappe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenstücke an ihrer Oberfläche den Vertiefungen der Attrappe angepaßt sind.
    Angezogene Druckschriften:
    USA.-Patentschriften Nr. 2 620 764, 2 557 263, 568 374, 2 633 097, 2 624 156, 2 660 973.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    1 509 577/281 10. 55

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