DEV0005430MA - - Google Patents
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Description
V 5430 IVb/12 ο
Es ist bereits bekannt, Aryldicarbonsäuren bzw.
^ Arylmonocarbonsäuren durch oxydative Verseifung
herzustellen. Man geht hierbei von endständig halogehiertem Xylol aus, welches unter Druck bei
Temperaturen bis 4000 in Gegenwart wäßriger Alkalien oxydiert wird. Auch hat man schon vorgeschlagen,
p-XylyilendicMorid mit Kaliucnpermanganat
zu Terephthalsäure zu oxydieren. Weiterhin ist es bekannt, p-Xylol mittels sauerstoffhaltiger
ίο Gasgemische bei Temperaturen über ioo° in
Terephthalsäure umzuwandeln.
In der Patentanmeldung V 4499 IVb/12 ο wird ein Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäure
durch Oxydation von p-Xylylendichlorid unter
gewöhnlichem Druck und bei. Temperaturen von vorzugsweise 110 bis 120° mit 40- bis 65%iiiger
Salpetersäure beschrieben. Die Oxydationswirkung der Salpetersäure . wird weiterhin noch erhöht,
wenn man die bei der Reaktion sich bildenden nitrosen Gase, wie NO2, NO, NOCl oder N2O3
' wieder in das Reaktionsgemisch zurückführt, oder
aber, wenn man das als Ausgangsprodukt verwendete p-Xylylendichlorid mit verdünnter Salpetersäure bzw. mit der Mutterlauge eines vorher-
gehenden Ansatzes antaiigt und anschließend mit
Salpetersäure versetzt.
In weiterer Ausbildung des Verfahrens nach der Patentanmeldung V 4499 IVb/12 ο wurde,
nun gefunden, daß man zu einer besonders reinen Terephthalsäure in fast quantitativer Ausbeute
gelangt, wenn man die Oxydation des p-Xylylen-
. dichlorids bis zur Bildung der p-Chlormethylbenzoesäure
durchführt, dieses Zwischenprodukt abtrennt und einer erneuten Oxydation mit, SaI-petersäure
der gleichen Konzentration im gleichen Temperaturbereich unterwirft. Das halbseitig
Oxydierte Zwischenprodukt erhält man durch kurzzeitige
Oxydation (etwa ■ V2 bis 1 Stunde) des p-Xylylendichlioriids an/it 49- bis 6o°/oigier Sallpietersäure,
vorzugsweise1 einer solchen von 50 %<, bei
Temperaturen von 80 bis iio°. Das Reaktionsprodukt wird dann abgekühlt, die ausfallende Substanz
mit Wasser aufgekocht und die ohne wesentliche Nebenprodukte anfallende p-Chlormethylbenzoesäure
abgetrennt. Daran schließt sich sofort eine weitere Oxydation mit einer Salpetersäure
gleicher Konzentration in einem Temperaturbereich von vorzugsweise 110 bis 1200 an, wonach
die Terephthalsäure in besonders großer Reinheit anfällt. Die gesamte Reaktionsdauer beträgt etwa
: 4 bis 6 Stunden. Wenn man die Reinheit der Terephthalsäure noch steigern will, so kann man
die anfallende p-Chlormethylbenzoesäure in einen ihrer Ester überführen, abtrennen und vor der
weiteren Oxydation wieder verseifen.
Vorliegende Erfindung weist gegenüber den bekanntgewordenen Verfahren einen technischen
Fortschritt auf. Während nämlich bei der oxydativen Verseifung von Aryldicarbonsäuren unter
Druck gearbeitet werden muß, entsteht bei de,r Oxydation mit Kaliumpermanganat neben der gewünschten
Terephthalsäure auch Braunstein, weicher, umständliche Reinigungsoperationen erforderlich
macht. Nach vorliegendem Verfahren · hingegen gelingt die Umwandlung von p-Xylylendichlorid
in die Terephthalsäure ohne Anwendung von Druck unter Einhaltung bestimmter Salpetersäurekonzentrationen
und bestimmter Temperaturen. Die Terephthalsäure fällt in großer Ausbeute an und zeichnet s,ich durch ihre blütenweiße
Beschaffenheit aus ... . ........
Man läßt auf 20 g Xylylendichlorid 130 g 5o°/oige
Salpetersäure innerhalb 30 Minuten unter Rühren bei 80 bis iio° einwirken. Nach dieser kurzen
Reaktionszeit wird das Reaktionsprodukt mit Eiswasser abgekühlt, die ,ausgefallene Substanz mit
Wasser aufgekocht und die Hauptmenge der p-Ghlormethylbenzoesäure abfiltriert. Der im
Wasser lösliche Teil kann noch mit Chloroform extrahiert werden. Die p-Chlormethylbenzoesäure
wird dadurch in besonders reiner Form erhalten und kann sofort einer weiteren Oxydation mit.
SoVoiger Salpetersäure bei Temperaturen bis zu 120° unterworfen werden. Man erhält Terephthalsäure
in besonders feiner Form und einer Menge von 18,6 g, entsprechend einer Ausbeute von 97 %.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Man läßt auf 20 g Xylylendichlorid 130 g 5o°/oige Salpetersäure innerhalb 30 Minuten unter Rühren , bei 80 bis iio° einwirken. Nach dieser kurzen Reaktionszeit wird das Reaktionsprodukt mit Eiswasser abgekühlt, die ausgefallene Säure mit Wasser aufgekocht und die Hauptmenge der p-Chlprmethylbenzoesäure abfiltriert. Das Rohprodukt wird mit Methanol oder Äthanol in der üblichen Weise verestert, der Ester destilliert, um ihn von Nebenprodukten zu befreien, und anschließend wieder verseift. Man erhält so eine vollkommen reine p-Chlormethylbenzoesäure mit einem Schmelzpunkt von 1990. Die sich hieran anschließende Oxydation dieser Verbindung zu Terephthalsäure wird mit einer 55°/»igen Salpetersäure bei einer Temperatur von 115° durchgeführt, wobei eine besonders reine Terephthalsäure erhalten wird.Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäure aus p-Xylylendichlorid durch Oxydation mit Salpetersäure einer Konzentration von 40 bis 65 % unter gewöhnlichem Druck und bei Temperaturen von vorzugsweise 110 bis 1200 \ nach Patentanmeldung V 4499 IVb/12 o, dadurch gekennzeichnet, daß man in einer ersten Stufe die Oxyidation mit 40- bis 65°/«iger Salpetersäure bei Temperaturen von 80 bis iio° 120"* durchführt, die erhaltene p-Chlormethylbenzoesäure abtrennt und sodann in einer zweiten Stufe einer erneuten Oxydation mit Salpetersäure der gleichen Konzentration in einem Temperaturbereich von 110 bis 1200 unterwirft.
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