DEV0004499MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 9. April 1952 Bekanntgemacht am 22. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
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Es ist bereits bekannt, Aryldicarbonsäuren bzw. Arylmonocarbonsäuren durch oxydative Verseifung
herzustellen. Man geht hierbei von endständig halogeniertem Xylol aus, welches unter Druck bei Temperaturen
bis 4000 in Gegenwart wäßriger Alkalien oxydiert wird,. Auch hat man schon vorgeschlagen,
p-Xylylendichlorid mit Kaliumpermanganat zu Terephthalsäure zu oxydieren. Weiterhin ist es
bekannt, p-Xylol mit sauerstoffhaltigen Gasgemischen
bei Temperaturen über ioo° in Terephthalsäure umzuwandeln.
Im Patent 930 751 wird ein Verfahren zur Herstellung
von Terephthalsäure durch Oxydation von p-Xylylendichlorid mit Salpetersäure mittlerer
Konzentration, vorzugsweise einer solchen von 20 bis 40%, bei Temperaturen von vorzugsweise 110
bis 120° und ohne Anwendung von Druck beschrieben.
Es wurde nun in weiterer Ausbildung des Verfahrens des Hauptpatents gefunden, daß man zu
Terephthalsäureausbeuten von über 90'% in einem Arbeitsgang dann gelangt, wenn man die Oxydation
des p-Xylylendichlorids mit 40- bis 65%iger Salpetersäure
durchführt. Es ist ferner möglich, die Oxydationsfähigkeit der Salpetersäure durch verschiedene
Maßnahmen, welche gleichzeitig zur Anwendung gelangen können, zu erhöhen. Man kann
nämlich das p-Xylylendichlorid zunächst entweder
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mit Wasser oder mit verdünnter Salpetersäure bzw. mit der Mutterlauge eines vorhergehenden Ansatzes
anteigen und dann das Reaktionsprodukt mit 40-
'. bis 6so/öiger Salpetersäure, vorzugsweise mit 45-bis
6o°/oiger Salpetersäure, unter gleichzeitiger Erwärmung auf etwa 11o° behandeln. Eine andere
Maßnahme, um die Oxydationsfähigkeit der Salpetersäure zu erhöhen, besteht darin, daß man die
bei der Reaktion sich bildenden nitrosen Gase, wie NO2, NO, NOCl, N2O3, wieder in die Reaktionsmischung zurückführt. Es ist aber auch möglich,
beide vorstehend genannten Maßnahmen miteinander zu verbinden und die Reaktion so zu leiten,
daß man zunächst das Ausgangsprodukt mit Wasser oder mit verdünnter Salpetersäure anteigt, dann
Salpetersäure einer Konzentration von 30 bis 65%, vorzugsweise 45 bis 60%, zufügt und hierauf die
sich bildenden nitrosen Gase der Reaktionsmischung wieder zuführt. Unter den zuletzt genannten Bedingungen
ist es möglich, eine 3O%ige Salpetersäure zu verwenden, weil sich durch die Gegenwart
der nitrosen Gase die Salpetersäurekonzentration von selbst auf mindestens 40% erhöht. Bei Anwendung
dieser Maßnahmen steht das Reaktionsgemisch während der gesamten Oxydation unter der Einwirkung
von verhältnismäßig hohen Konzentrationen der oxydierend wirkenden Stoffe.
Vorliegende Erfindung weist gegenüber den bekanntgewordenen Verfahren einen technischen Fortschritt
auf. Während nämlich bei der oxydativen Verseifung von Aryldicarbonsäuren unter Druck
gearbeitet werden muß, entsteht bei der Oxydation mit Kaliumpermanganat neben . der gewünschten
Terephthalsäure auch Braunstein, welcher umständliehe Reinigungsoperationen erforderlich macht.
Nach vorliegendem Verfahren hingegen gelingt die Umwandlung von p-Xylylendichlorid in die Terephthalsäure
ohne Anwendung von Druck unter Einhaltung bestimmter Salpetersäurekonzentrationen
und bestimmter Temperaturen. Die Terephthalsäure fällt in großer Ausbeute an und zeichnet sich durch
ihre blütenweiße Beschaffenheit, aus.
400 g p-Xylylendichlorid werden mit 660 g
Wasser angeteigt und unter Turbinieren allmählich auf ioo° erhitzt. Danach werden 1832 g 60- bis
65°/oige Salpetersäure tropfenweise hinzugegeben unter gleichzeitiger Erhöhung der Temperatur auf
So ι io°. Es tritt nach einiger Zeit unter gelindem Aufschäumen
eine H Cl-Entwicklung ein. Nach etwa 3 bis 4 Stunden ist die Reaktion beendet, und es
fällt schon in der Wärme, besonders aber nach dem Abkühlen, ein vollkommen weißes Produkt an. Die
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Ausbeute der Terephthalsäure beträgt 92%, wobei nur sehr geringe Mengen Terephthalaldehydsäure
auftreten.
Beispiel 2 .
Zu 400 g Xylylendichlorid werden unter langsamer Erwärmung auf ioo° tropfenweise 2500 g
400/oige Salpetersäure gegeben. Gegen Schluß der Salpetersäurezugabe erhöht man die Temperatur
des Gemisches auf Ho0. Die mitentstehenden
nitrosen Gase werden im Kreislauf durch Zwischenschalten eines Kühlers in das Reaktionsgemisch
zurückgeführt. Nach 3 bis 4 Stunden ist die Reaktion beendet, und besonders nach dem Abkühlen
scheidet sich die Terephthalsäure in vollkommener weißer Beschaffenheit in einer Ausbeute von 98%
■der Theorie aus dem Reaktionsgemisch aus. Als Nebenprodukt entsteht in geringer Menge Terephthalaldehydsäure.
2000 g p-Xylylendichlorid werden mit 3700 g einer Mutterlauge eines vorhergehenden Oxydationsansatzes
angeteigt. Die Mutterlauge hat noch einen Salpetersäuregehalt von 5%. Unter Turbinieren
erhitzt man allmählich auf ioo°. Danach
werden 8000 g 6o°/»ige Salpetersäure tropfenweise hinzugegeben unter gleichzeitiger Erhöhung der
Temperatur auf iio°. Es tritt nach einiger Zeit eine H Cl-Entwicklung ein. Die sich außerdem entwickelnden
stickstoffhaltigen Gase werden im Kreislauf unter Zwischenschaltung eines Kühlers"
in die Reaktionslösung zurückgeführt. Die Ausbeute an Terephthalsäure beträgt 90% der Theorie.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäure aus p-Xylylendichlorid durch Oxydation
mit Salpetersäure unter gewöhnlichem Druck und bei Temperaturen von vorzugsweise 110 bis
120° nach Patent 930751, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Oxydation mit 40- bis 65%iger Salpetersäure durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man zur Oxydation ein p-Xylylendichlorid, das entweder mit Wasser oder verdünnter Salpetersäure bzw. der Mutterlauge
eines vorhergehenden Ansatzes angeteigt wurde, verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man die bei der Oxydation entstehenden nitrosen Gase, wie NO2, NO,
N O Cl, N2 O3, gleichzeitig wieder in den Reaktionsraum
zurückführt.
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