DE241702C - - Google Patents

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DE241702C
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sulfuric acid
hydrogen peroxide
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/03Preparation from inorganic peroxy compounds, e.g. from peroxysulfates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- M 241702 KLASSE 12«. GRUPPE
ALBERT PIETZSCH und Dr. GUSTAV ADOLPH in MÜNCHEN.
Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd. Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Oktober 1909 ab. f
EIbs hat gezeigt (Zeitschrift für Elektrochemie 1895, S. 471), daß unter bestimmten Bedingungen Überschwefelsäure in Gegenwart von konzentrierter Schwefelsäure in Wasserstoffsuperoxyd und Schwefelsäure zerfällt. Er erwähnt hierbei auch (S. 470), daß die Zerfallgeschwindigkeit mit steigender Temperatur erheblich wächst. Allerdings treten hierbei erhebliche Sauerstoffverluste auf. Die Ursache dieser Verluste wird durch die Arbeiten von Friend und Price (Journ. Chem. Soc., Bd. 85, S. 1526 und 1533) klargelegt. Wesentlich wird hierbei der schädliche Einfluß der Katalysatoren, insbesondere auf Gemische von Wasserstoffsuperoxyd und Überschwefelsäure bzw. Carosche Säure festgestellt.
Nachdem weiter von anderer Seite festgestellt worden ist, daß auch konzentriertere Überschwefelsäurelösungen (mit etwa 20 Pro-
zent Überschwefelsäure) bei vollkommener Ab-
. Wesenheit von Katalysatoren mit guten Ausbeuten zu Wasserstoffsuperoxyd umgesetzt werden können, konnte das Verfahren zur technischen Anwendung vorgeschlagen werden,
wobei die Überschwefelsäure durch Elektrolyse von Schwefelsäure geeigneter Konzentration nach Elbs hergestellt werden kann. Allerdings können auf diesem Wege nur Lösungen mit verhältnismäßigem niedrigen Gehalt an aktivem Sauerstoff gewonnen werden (etwa 1,7 Prozent), da andernfalls die Stromausbeuten sehr schlecht werden.
In der österreichischen Patentschrift 34775 wird allerdings in einer Bemerkung (S. 2, Z. 57
u. ff.) darauf hingewiesen, daß zur Bildung von Wasserstoffsuperoxyd auch Überschwefelsäure Verwendung finden kann, die durch Behandlung von überschwefelsauren Salzen mit Schwefelsäure erhalten wird. Wenn also ein Weg gefunden wird, auf diese Weise Über-Schwefelsäure herzustellen, kann indirekt auf dem Weg über Überschwefelsäure auch aus Persulfaten Wasserstoffsuperoxyd hergestellt werden. Nähere Angaben über die Möglichkeit der Gewinnung sind jedoch nicht gemacht worden.
Es wurde nun gefunden, daß es gelingt, direkt Wasserstoffsuperoxyd durch unmittelbare Einwirkung von Schwefelsäure auf festes Persulfat zu gewinnen, wobei die Zwischenreaktionen nach nachstehenden Gleichungen verlaufen :
1. K2S2O8 + H2SO, = K2S2O7 + H2SO6,
2. H2SO6 + H2O = H2SOt + H2 O2,
3. K2S2O7 +H2O = ZKHSO4.
55
Diese Beobachtung ist für die Bildung von konzentrierter Wasserstoffsuperoxydlösung von größter Bedeutung, denn einmal wird aus dem Persulfat beim Umsetzen mit Schwefelsäure keine Schwefelsäure frei, es ändert sich also die Konzentration der freien Schwefelsäure nicht, und nach Elbs darf diese auch nur in engen Grenzen schwanken, da sonst die Um-Setzung nur sehr langsam oder gar nicht vor sich geht. Man kann also beliebige Mengen von Persulfat in ein und dieselbe Menge
Schwefelsäure eintragen, ohne daß die Umsetzungsgeschwindigkeit geringer wird, und so gelingt die Herstellung von 30 prozentigen und stärkeren Lösungen von Wasserstoffsuperoxyd mit nahezu theoretischen Ausbeuten. Mit Rücksicht darauf, daß konzentrierte Wasserstoffsuperoxydlösungen sehr wertvoll sind, daß ferner die Gewinnung und Weiterbehandlung der Lösungen in ziemlich kostspieliger Apparatur erfolgt, ist die Möglichkeit der direkten Gewinnung derartig konzentrierter Lösungen von großem technischen Wert.
Es wurde weiter festgestellt, daß die entstehenden Wasserstoffsuperoxydlösungen auffallend unempfindlich gegen Katalysatoren sind, sofern nur dafür gesorgt wird, daß mechanische Verunreinigungen nicht vorhanden sind. Mengen von 200 bis 300 mg Eisensulfat pro Liter, die die handelsübliche Ware außerordentlich schnell zersetzen, sind bei vorliegendem Prozeß beinahe unwirksam.
Nun gelingt es leicht, die überschwefelsauren Salze nach der elektrolytischen Gewinnung durch Umkristallisieren von mechanischen Verunreinigungen vollständig zu befreien. Die zum Umsetzen verwendete Schwefelsäure braucht jedoch nicht besonders gereinigt werden, sondern es genügt hierzu die sogenannte reine Schwefelsäure des Handels, was gegenüber dem Verfahren der Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd aus Überschwefelsäure einen weiteren großen Vorzug bedeutet.
Beispiel:
2400 g Kaliumpersulfat, das durch Umkristallisieren der. handelsüblichen Ware erhalten wurde, werden in etwa 1000 cbcm chemisch reine Schwefelsäure des Handels vom spezifischen Gewicht 1,40 unter ständigem Rühren bei einer Temperatur von 50 bis 55 ° eingetragen. Das Gemisch wird eine Stunde gerührt und dann abgekühlt, worauf das entstandene 30 prozentige Wasserstoffsuperoxyd durch Abnutschen von dem ausgefallenen Kaliumbisulfat getrennt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd, dadurch gekennzeichnet, daß gereinigte feste überschwefelsaure Alkalisalze in der Wärme mit Schwefelsäure behandelt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967824C (de) * 1952-01-01 1957-12-19 Degussa Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE967824C (de) * 1952-01-01 1957-12-19 Degussa Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd

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