DEV0002316MA - - Google Patents

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DEV0002316MA
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sleeve
metal
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sleeves
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. Februar 1944 Bekanntgemacht am 29. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Hülsen aus Pappe oder pappenähnlichen Werkstoffen werden in beliebiger Größe und Ausführung von jeher als Füllbehälter zu den verschiedenartigsten Zwecken verwendet. Der hauptsächlichste Nachteil bei der Verwendung solcher Hülsen ist ihre Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit. So nimmt Pappe bekanntlich Wasser begierig auf, gleichgültig ob sie mit Wasser unmittelbar in Berührung kommt, oder ob sie das Wasser der Luftfeuchtigkeit entnimmt. Die nachteiligen Auswirkungen dieser Eigenschaft zeigen sich vor allem in zweierlei Richtungen: hygroskopische Füllgüter können in derartigen Hülsen, z. B. aus Pappe, nicht für längere Zeit haltbar aufbewahrt werden; ferner vergrößert sich infolge der aufgenommenen Feuchtigkeit durch das Aufquellen der Hülsen deren äußerer Durchmesser so stark, daß die Hülsen nicht mehr paßfähig sind. Es lassen sich beispielsweise feucht gewordene Papp-Patronenhülsen, wie sie auf der Jagd verwendet werden, nicht mehr in den Gewehrlauf einschieben.
Bei Papphülsen hat die Praxis bis heute durch verschiedene Mittel, welche die Papphülse vor der Aufnahme von Feuchtigkeit schützen sollen, diese Nachteile zu verhindern gesucht.
Eines dieser Mittel besteht in einem Überzug der Papphülse mit einem Schutzlack. Dieser Schutzüberzug aus Lack hat jedoch den Nachteil einer
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außerordentlichen Empfindlichkeit gegen mechanische Verletzungen, so dall während der Weiterverarbeitung oder heim Gebrauch solcher lackierter I 'apphülsen das F.ntstehen von Haarrissen oder sonstigen kleineren oder größeren Unterbrechungen der Schutzschicht, durch die wiederum die Feuchtigkeit mit ihren nachteiligen Wirkungen eindringen kann, unvermeidbar ist.
Fine Verbesserung des Schutzes von Papphülsen
ίο gegen Feuchtigkeit hat man weiter dadurch zu erreichen versucht, dall der Lacküberzug durch das Überziehen der l'apphülsc mit einer dünnen Haut aus Kunststoff, beispielsweise mit einer Kunststofffolie, ersetzt wurde. Dieses Verfahren ist nicht
IS nur arbeitsmäßig umständlich, sondern bietet auch keinen ausreichenden Schutz, weil diese dünne Kunststoffhallt ebenfalls sehr empfindlich gegen mechanische Verletzungen bei der Weiterverarbeitung ist, und weil sie außerdem nicht aus
so einem Stück besteht, sondern gewickelt ist und eine verklebte Nahtstelle aufweist.
Auch eine Imprägnierung der l'apphülse, sei es, daß das Papier vor der Herstellung der Hülse mit den bekannten chemischen Produkten getränkt wird.
as sei es, daß erst die fertige Hülse damit getränkt wird, ist nicht ausreichend als Schutz gegen das F.indringcn der Feuchtigkeit.
Ferner hat man einen besseren Schutz dadurch zu erreichen versucht, daß man die Kunststoffhaut durch eine Metallfolie ersetzt hat, mit welcher die Papphülsc umwickelt wurde. Die Befestigung der Metallfolie auf der l'apphülse erfolgt durch Aufkleben. Abgesehen von der Umständlichkeit dieses Verfahrens bietet auch die Metallfolie, wie die praktische Frfahrung gezeigt hat. keinen sicheren Schutz der l'apphülse vor Feuchtigkeit, so daß dieses Verfahren wieder aufgegeben werden mußte.
Ein Ersatz der Papphülse durch eine Vollmetall-
hülse verbietet sich der ungleich höheren Kosten wegen.
Es ist auch bekannt, Rohrverbindungen von Papierrohren durch Muffen aus Papier oder Metall herzustellen, wobei die Muffen auf die Rohrenden nach vorherigem Erwärmen oder Anfeuchten eines der zu verbindenden Teile aufgeschrumpft wurden. Eine Abdichtung der Papierrohre gegen Feuchtigkeit wild hierdurch nicht erhalten. Ferner sind Behälter bekanntgeworden, die mehrere miteinander verleimte Papierschichteu und eine diese umhüllende Blcehwandung haben. Derartige Behälter konnten sich aber wegen der komplizierten Herstellung und ihres hohen Preises nicht behaupten. Das bekannte Herstellungsverfahren ist überdies zur Erzeugung kleiner feuchtigkeitsgeschützter Hülsen ungeeignet.
Ebensowenig konnte sich in der Praxis Ummantelungen für feuchtigkeitsempfindliche, z. B. aus Pappe bestehende Hülsen mit Hilfe von Metallhülsen durchsetzen, da die bisher zur Anwendung gekommenen Herstellungsverfahren für derartige Metallhülsen im Verhältnis zu den Kosten der übrigen I lülsenteile unverhältnismäßig hoch waren. Beispielsweise erfordert das Ziehen einer Metallhülse infolge der Länge derselben mehrere Ziehvorgänge, zwischen denen jeweils ein Zwischenglühen erforderlich ist.
Bei der Anwendung von dünnwandigen Rohren aus Metall als Ummaiitelungshülse, die jeweils auf die erforderliche Länge abgeschnitten werden müssen, ergeben sich an den Schnittstellen Grate, die eine Nachbearbeitung erforderlich machen, wenn sie nicht, beispielsweise bei einer Patronenhülse, zu einem Verklemmen derselben in> der Schußwaffe führen soll. Im übrigen bereitet das Ablängen von dünnwandigen Rohren Schwierigkeiten, wenn jegliche Verformung der Hülse ausgeschaltet werden soll. Andernfalls ist nämlich damit zu rechnen, daß die Metallhülse mindestens an den Schnittstellen nicht mehr genau zylindrisch ist.
Die Erfindung beseitigt die Mängel der bekannten Anordnungen vollständig. Das Verfahren zum Schutz von gegen Feuchtigkeitsaufnahme empfindlichen Hülsen, die aus Pappe oder einem ähnlichen Werkstoff bestehen, unter Verwendung von dünnwandigen Metallhülsen besteht darin, daß die über die zu schützenden Hülsenflächen aufgeschobene Metallhülse im Wege des Fließpreßverfahrens mit einer Wandstärke zwischen 0,05 und 0,2 mm hergestellt ist und vorteilhaft etwa die gleiche Länge wie die zu schützende Hülse aufweist und deren Krümmung bzw. Form mit der zu schützenden Hülsenfläche annähernd übereinstimmt. Die Mctallhülse kann beispielsweise aus Aluminium, Zink oder aus einer Metallegierung bestehen.
Besonders wirksam kann dieser Schutz gegen Feuchtigkeit gestaltet werden, wenn vor dem Ineinanderschieben der Metall- und der Papphülse die letztere kurz getrocknet wird, so daß die Papphülsc etwas schrumpft. Nach dem Überschieben der Metallhülse legt sich nach kürzester Zeit dann die Papphülse durch ihre Eigenausdehnung so satt an die Innenwand der äußeren Metallhülsc an, daß Papphülse und Metallhülse gewissermaßen ein einziges Stück bilden, so daß das Kindringen von Feuchtigkeit in die Papphülse von außen her ausgeschlossen ist.
Die nahtlose Ausführung der Metallhülse und die Wandstärke in den oben angegebenen Grenzen gewährleisten dabei auch, daß Verletzungen der Außenhülse während der Weiterverarbeitung oder beim Gebrauch, durch welche nachträglich Feuchtigkeit eindringen könnte, ausgeschlossen bleiben.
Die nahtlose dünnwandige Metallhülse kann an beiden Enden zusammen mit der eingesteckten Papphülse ohne Schwierigkeit umgebördelt werden, wobei gleichzeitig ein Abschlußdeckel aus beliebigem Werkstoff mit eingefalzt werden kann, so daß auch an den Enden der Hülse ein Eindringen von Feuchtigkeit ausgeschlossen bleibt. Ein Ende der Metallhülse kann auch bei Anwendung des Fließpreßverfahrens mit einem Boden beliebiger Form und beliebiger Stärke aus einem Stück hergestellt werden. Wird die Hülse mit einem getrennt von ihr hergestellten Boden versehen, so wird an diesem ein Rand angebracht, in den die mit der Metallhülse überzogene Papphülse c.in-
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gesetzt wird. In das Innere d-er Hülse wird dann ein Pfropfen aus einem zusammenpreßbaren Werkstoff, z. B. aus Papier, eingelegt und einem Preßdrudk unterworfen. Hierdurch wird gleichzeitig die armierte Hülse mit den Bodenrand fest verbunden.
Das erfindungsgemäße Verfahren schützt in unbedingt sicherer Weise jede Hülse in beliebiger Größe gegen Feuchtigkeit von außen und vermeidet
ίο dabei alle Nachteile, die bei den bisher bekannten Verfahren aufgetreten sind. Das Verfahren zeichnet sich dabei ebenfalls im Gegensatz zu den anderen bisher bekannten Verfahren, durch eine einfache Arbeitsweise aus und bildet im Hinblick auf den Schutz der feuchtigkeitsempfindlichen Hülsen vor Feuchtigkeit einen vollkommenen Ersatz für die Vollmetallhülse, wobei jedoch, was unter dem Gesichtspunkt der Metallersparnis besonders bedeutsam ist, nur etwa ein Achtel bis ein Zehntel
ao des Metallaufwandes wie bei der Vollmetallhülse erforderlich ist.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an dem Beispiel des äußeren Schutzes einer Papphülse veranschaulicht.
as In Fig. ι ist eine zylindrische Papphülse dargestellt, die einen oberen Rand 2 und einen unteren Rand 3 hat, wie sie zur Herstellung von Jagdpatronenhülsen verwendet wird. Diese Hülse wird durch kurzes Trocknen geschrumpft und danach ohne jede andere Vorbehandlung in die in Fig. 2 wiedergegebene nahtlose dünnwandige Metallhülse 4 eingesetzt, deren oberer Rand mit 5 und deren unterer Rand mit 6 bezeichnet sind. Diese Hülse weist die gleiche Länge wie die Papphülse 1 und einen Innendurchmesser auf, der gleich dem Außendurchmesser der Papphülse 1 ist.
Die Metallhülse kann dabei mit einem Boden 7 aus einem Stück versehen sein, wie Fig. 3 zeigt. Wird die fertige Hülse für Jagdpatronen verwendet, so hat der Boden 7 vorteilhaft die gleiche Form wie die Bodenkappe derartiger Patronen, so daß das besondere Anbringen eines Bodens erspart wird.
Die Papphülse ι legt sich durch ihre Eigenausdehnung satt an die Innenwand der Metallhülse 4
4-5 an und bildet mit ihr ein einziges Stück, wie es die ' Fig. 4 schematisch veranschaulicht.
Auf diese zu einem Stück verbundene Doppelhülse i, 4 wird, wie in Fig. 5 dargestellt, die Bodenkappe 8 der Jagdpatrone aufgeschoben. Durch den bei der Patronenfertigung üblichen Arbeitsgang wird der Papppfropfen 9 in die Bodenkappe hineingepreßt, wobei gleichzeitig die Doppelhülse 1, 4 fest an die Bodenkappe 8 angepreßt und mit dieser verbunden wird, so daß Bodenkappe 8 und Doppelhülse i, 4 eine in sich fest verbundene Patronenhülse bilden, bei der die innere Papphülse 1 unbedingt sicher vor Feuchtigkeit geschützt ist.
Der vordere Rand 2, 5 der Patronenhülse wird durch Umbördeln und Einfalzen eines Deckels 10 (Fig. 6) geschlossen und ■— wie bei der Patronenherstellung üblich
versehen.
noch mit einem Lacküberzug

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ι. Verfahren zum Schutz von gegen Feuchtigkeitsaufnahme empfindlichen Hülsen aus Pappe oder einem ähnlichen Werkstoff unter Verwendung von dünnwandigen Metallhülsen, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallhülse (4) im Wege des Fließpreßverfahrens mit einer Wandstärke zwischen 0,05 und 0,2 mm hergestellt ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 zum Schützen der Außenseite einer feuchtigkeitsempfindlichen Hülse, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse vor dem Ineinanderschieben der beiden Hülsen (1,4) kurz getrocknet und damit ihr Außendurchmesser verkleinert wird.
  3. 3. Nach dem Verfahren der Ansprüche 1 und 2 hergestellte Hülse, dadurch gekennzeichnet, daß die nahtlose dünnwandige Hülse (4) aus Metall, z. B. Aluminium, annähernd die gleiche Länge wie die Papphülse (1) hat.
  4. 4. Hülse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallhülse (4) mit einem Boden (7) versehen ist und mit diesem aus einem Stück besteht.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 65 370;
    französische Patentschriften Nr. 371 046, 780821.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 509 562/260 9.55

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