DEV0002115MA - Künstliches Kniegelenk - Google Patents

Künstliches Kniegelenk

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Publication number
DEV0002115MA
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
joint
thigh
axis
limb
lower leg
Prior art date
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Bonn Maas
Original Assignee
Sanitätshaus Vogel, Bonn
Publication date

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Description

Patentanwalt Bann9 den 28»7.50
Div Wolf Müller
B ο η η
BacEsfFo 5
Anmelder;
"SanTiatshaus Vogel
B a η η η Hansaeck
InhD; Heinrich Vogel
Bonn
Uassiusgraben 31-33
Patentanmeldung
Künstliches Kniegelenk«
Die Erfindung betrifft eine neuartige linriohtuag an künstlichen Gliedern für Oberschenkel-Amputierte, die auch ob= beholfenen·Personen ein sicheres Gehen ermöglicht eir/;·. " gute Standsicherheit gewährt*
Es ist bekannt, das Kniegelenk künstlicher G-Iieder mit swei Achsen auszubilden, wobei die eine Achse ais Unter" schenkel teil und die andere im Oberscheiikelteil liegt'tiiiä die beiden Achsen durch feste Laschen miteinander la Verbindung stehen«. Kniegelenke dieser Art sind, bisher ismer. : so ausgeführt worden, dass bei ausgestrecktem Glied die obere Achse hinter der unteren Jlchse lag« Padurch ergibt sich aber sowohl im Stand als auch beim Grehen eine gewisse =
Unsiclieriieitj die nicht besonders geschickten Patienten große Schwierigkeiten bereitet«
Eriindmigsgemäß wird ein solches Kniegelenk mit doppelter Kniegelenkachse-dadurch Tresentlich verbessert, daß die beiden Achsen derart gelagert und die künstlichen G-Iiedteile derart gegeneinander geführt sind5 daß bei ausgestrecktem Glied die obere Achse vor der unteren lchse liegt»
Um die Beinführung zu erleichtern und zu verbessern und das sogenannte Schlenkern des untenichenkelteils auf, das notwendige Maß herabzusetzen,.. sind gemäß der weitere Erfindung mit einer Polsterung versehene Anschlagstücke .vorgesehen, an die sich die Verbiiicamgslaschen zwischen den beiden Achsen in allen Beugestrllungen anlegen» Tn diesen Stellungen ist al rj ο nur die untere Gelenkachse wirksam,, während die Stellung der Lasche zum Oberschenke teil durch diese Anschlagstücke begrenzt v?ird* Lediglich bei voll ausgestrecktem Glied heben sich die Laschen von den Anschlagstüoken um einen gewissen Betrag ab-
Da der Patient mit einem Kniegelenk gemäß der Erfindung einen wesentlich besseren Kontakt mit dem Boden besitzt,
könnten LiJJn unangenehme Stoßempfindungen auftreten« Um diese zu vermeiden, werden sowohl am Unterschenkel™ teil als auch am Oberschenkelteil des künstlichen Gliedes weich-elastische Dämpfungsi lachen angebracht., die beim Strecken des Gliedes miteinander in Berührung kommen». Aui diese Weise werden auch alle Stöße„ die durch das Strecken selbst entstehen«, ohne -weiteres aufgefangene
Besonders zweckmäßig ist es3 am Oberschenkelteil eine Fiihrungsfläche und am Unterschenkelteil eine mit dieser zusammenarbeitende einstellbare- Bremsfläche, beispielsweise als Spannband aus leder e» dgl*,^ vorzusehen; Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben,, den Reibungswiderstand des Gelenkes auf jeden' gewünschten Wert einzustellen. Unsichere Patienten werden im Anfang das Band etwas loser Sinstellens um die vermeintliche Behinderung durch das schwerer bewegliche Kniegelenk zu vermeiden* ' Trotsdem ist die Stand- und Gehsicherheit infolge der genauen Führung durch die beiden Achsen wesentlich besser als bei allen bisher bekannten derartigen Einrichtungen. Wenn, sie dann infolge zunehmender Gewöhnung sich sicherer fühlen, wird die Spannung später verstärkt, wodurch der. Gang neck sicherer und natürlicher wird und auch die Anpassung an die Gehweise gesunder Personen in einem bisher nicht erreichtem Maße' gewähr -
leistet» Außerdem ist es -durch die Spannvorrichtung •möglich, ein Iactgeben des Spannbandss bei längerem Gebrauch durch'einfaches einziehen einer Schraube wieder aus ζ ug Ie i che η'«
Zur weiteren Steigerung der Bequemlichkeit tird am UntersGhenkeIteiI ein Dämpfungsstück augeIenkt5 das durch ein Guimnipolster federnd nachgiebig gelagert ist und erst bei stark gebeugtem Gelenk mit. einer entsprechend ausgesparten Mschlagflsohe am-Oberschenkels tiick in Berührung :kojamt *
Yieitere Einzelheiten der Erfindung seien an Hand der beigefügten Zeichnung näher erläuterts die ein Ausführung sb ei spiel in verschiedenen Darstellungen zeigt«
Abb»: 1 ist eine Seitenansicht des -Gelenks in gebeugter und
Abb0 E in gestreckter Lage;
Abb; 3 ist ein senkrechter Schnitt durah das Gelenk 'und Abb0' 4 ein Querschnitt durch den Unterschehkelteil mit der Spannvorrichtung für das Lederband»
Mit 1 ist das Unterschenkelteil bezeichnet und mit 2 das Oberschenkelteilc 3 ist die untere Achse, die am Unter™ seheiifcelteil befestigt ist,, und 4 die obere Achsej die
durch das Obersohenkelteil hindurchgeht ο Beide Achsen sind je zu beiden Seiten mit einer Lasche 5 verbunden,, die in der Mitte etwas eingezogen ist und sich an ein gepolstertes Anschlagstück S mit der Einziehung anlegt«, 7 ist eine Sicherungsschraube, die das Gelenk 3 gegen unbeabsichtigtes Lösen schützte lit 8 sind die Beschläge bezeichnet^ die die Gelenke 3 tragen« Diese sind lediglich über das Unterschenkelteil miteinander verbunden« während die Achse β nicht durchgehend ausgebildet ist„ sondern nur aus den beiden einander gegenüberstehenden Gelenkstücken 3 besteht=. Mit 9 ist ein Band aus Leder oder ähnlichem-Werkstoff bezeichnet, das über den UnterschenkeIteil hinweg gespannt ist und als Bremsfläche für den .entsprechend ausgearbeiteten Oberschenkelteil diente 10 ist eine weich-elastische Unterlage3 beispielsweise aus Filz5 die noch mit einer Schwammgummi-Verstärkung Ils dort wo sie auf der Innenseite des Oberschenkelteils aufliegt, versehen sein kanne Diese vjird durch eine Schraube 12 im Unterschenkelteil festgehalten, 13 und 14 sind Polster5 beispielsweise aus Pilz oder Gummiy die am Oberschenkelteil befestigt sind und beim Ausstrecken des Gliedes sich gegen die Polsterung 10 legen und damit Stöße aufzufangen gestatten. Die Tatsaches daß das Band 9 zwischen diesen Polsterungen
Irindiirchgef ührt ist, beeinträchtigt die Bioßdämpfende Wirtung der Polster· 10/13 und 14 in keiner Weise0
Mit 15 ist eine Führungsfläche. DezelGhneti die am Oberschenkelteil aübgearbeitet ist und zusammen mit dem Band eine leichte Bremsung der Gelenkbewegimg hewIrkti5 die durch Yeimnderung der Bandspanramg eingestellt werden bannG Um diese Bremsung nicht air stark werden zu Iassens ist' die Fläche- 15 zweckmäßig poliert« Mit 16 ist ein am oberen hinteren Ende des' Uüterschsnkelteils angelenktes Mschlagstücky. beispielsweise aus. Holz, bezeichnet, das eine Polsterung 17 -besitzt und durch ein in einen Schlitz des 'Anschlagstiickes 16' eingreifendes Gismmiki ssen 18 federnd und um.die Achs$ 19 drohbar gelagert ist·" Dieses Anschlagstiick arbeitet bei stark gebeugtem Gelenk mit einer aus dem Obersahenkelteil ausgefrästen Anschlagfläche 20 zusammen und ergibt einen weichen Anschlag für das durchgebeugte Geleaks Jas Spamiband 9 i£'t an der Vorderseite · des UnterschenkelteiIs durch einen Schlits 21 hindurch-.geführt und durch eine Schraube mit Unterlegscheibe 22 in einer Metallöse 2?> gehalten? die an einem Mutterstüok befestigt Ist0 - Ein Bolzen ?& mit Gevi in de 24 dient zur regelbaren Einstellung der Eandsparmung« Bei 27 ist das andere Ende des Cpannbandes mit Hilfe einer KLemrrplatte und einer Schraube am üatörsohenkelteil fest eingespannt»
Die Polsterung 10 bezw« 13 kann auch mit Einschnitten versehen Weraenj in die das Spannband sich einlegt, so daß im übrigen die Polsterflächen unmittelbar miteinander in Berührung kommen«
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist aus einem Vergleich der Ibb0 1 und 2 klar ersichtlich0 Im wesentlichen -wirkt lediglich die Achse 3 als Gelenkff während die Bewegung der laschen 5 gegenüber dem Oberschenkelteil durch die Anschläge 63 die sich in die seitliche Einziehung der laschen einlegen, begrenzt wird» Lediglich beim Ausstrecken des Gliedes - wie in Abbs 2 - Tiirkt auch die Achse 4 gelenkig, und zwar etwa von den Moment an* i?o die Achse 4 sich vor die Achse 3 vorschiebt* Dadurch heben sich die Laschen 5 um einen geringen Betrag veil den gepolsterten Anschlägen β ab, -wie dies in Abb» 2 deutlich dargestellt ist ο Auf diese Weise ist das Glied in völlig gestreckter Stellung um einen geringen Betrag gegenüber der maximalen länge verkürzte Die Beugung kann nur durch Überwindung eines geringen Widerstandes erreicht -werden3 der sich aus der Kniehebelwirkung ergibt» Dadurch ist eine besonders gute Standsicherheit bei geringster Ermüdung gewährleistet, während die Gehbe -Wegusg in keiner Weise beeinträchtigt? sondern ebenfalls sicherer gestaltet Wirde
Zur weiteren Verdeutlichung sei noch einmal der Geh-Vorgang mit dem künstlichen Glied im Zusammenhang beschriebene, Zunächst erfolgt aus der Beuge heraus eins Drehbewegung der unteren Achse13 Zugleich hiermit Tfird die obere Aohse vor- das untere Gelenk verlagerte In dieser Phase der Bewegung setzt der Fuß auf den Boden auf, und nun beginnt die im oberen Gelenk sich abwickelnde Gleitbewegiingo Durch die Vorverlagerung der oberen be zw* Mckverlagerung der unteren Achse wird das sichere Gehen vollkommen gewährleistet» her elastische Vorderanschlag ersetzt dabei das bei einem künstlichen Glied fehlende Sprunggelenke Das elastische Brems- bezw0 Gleitbands der federnde Anschlag für die Beuge stellung sonie die Dämpfungsflächen geben dem Gelenk insgesamt eine BewegunpcfOrm5 die der natürlichen Bewegung beim organischen Kniegelenk bestmöglich angeglichen ist«, Besonders wichtig ist hierbei, daß durch die erfindungsgemaße Anordnung der beiden Achsen in der Schnungphase, d 0ho bei gebeugtem Gelenk5 eine Verkürzung des Unterschenkels um etwa 12 ~ 13 mm erfolgt,, Durch diese Verkürzung schleift der Patient in der Schwungphase - nicht mit dem Fuß über den Boden und braucht auch das Gewicht nicht seitlich über· das gesunde Bein hinaus au Verlagern3 sondern kann vollkommen aufrecht Tiie ein Gesunder gehen-,
Yaciitig ist es auchj, daß die erfindungsgemäße Einrichtung unabhängig von den beim Mensciien üblichen verschiedenen Gangarten .Anwendung finden Icann0 HIan unterscheidet bekv. lieh drei Gangarten5 bei der ersten wird der Fuß mit gestrecktem Knie aufgesetzt und beim Abwickeln über den Ballen das Kniegelenk etwas Iiberstteokta Diese Gangart findet man yqt allen Dingen bei Menschen mit sogenannten Säbelbeinen, Bei der zweiten Gangart wird der Fuß mit gebeugtem Knie aufgesetzt und beim Abwickeln gestreckt, während bei der dritten Gangart sowohl das Aufsetzen als such des Abwickeln mit gebeugtem Knie erfolgt0
Die erste Gangartj die in der Fächerthopädie den ITamen 5;ing31beinste 11 ung" führt ? fällt beim heutigen Stand der Entwicklung des Eunstgliederbaus Tellig fort,- Ob nun aber d°r Patient an di@ aweite oder dritte Gangart gehöhnt ibereitet dem Fachmann bei der impassung eines Eunstgliede mit der erfinciingsgemäßen Einrichtung keinerlei Schwierig keilen., da sich bei den letzteren Gangarten das lot vom Hüftgelenk zur Infsatzstelle des Fußes durch eine ösr beiden Enieachsen automatisch einstellt., und zwar bei der zweiten Gangart gegen das Ioi vom Hufτgelenk!durch die Jrinterc Enieachse zur Iiitte des PuTesj und bei der dritte Gangart durch die vordere Knieachse zum Fußballen»
Dis bauliche Ausbildung des künstlichen Gliedes gemäß der Erfindung ist denkbar einfach» Alle Teile, sowohl die Achsgelenke als auch die Polsterungen, Anschlagflächen und das Bremsband, sind ohne Mühe leicht auswechselbar gehalten.

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    Einrichtung an künstlichen Gliedern für Oberschenkel-Amputierte mit doppelter Kniegelenkachse, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Achsen derart'gelagert und die Mlastlichen Gliedteile derart gegeneinander geführt sind, daß bei ausgestrecktem Glied die obere Achse vor der unteren Achse liegt,
    SinriGhtung nach Anspruch Ij dadurch gekennzeichnet, daß mit einer Polsterung versehene Ansehlagstücke vorgesehen sind, an die sich die Verbindungslaschen zwischen den beiden Achsen in allen BeugeStellungen anlegen.
    Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2} dadurch gekennzeichnet, daß sowohl am Unterschenkelteil als auch am Oberschenkelteil des künstlichen Gliedes weich-elastische Dämpfungsflacheη angebracht sind, die beim Striecken des Gliedes miteinander in Berührung kommen,,
    4) Einrichtung nach den Ansprüchen I-S8 dadurch gekennzeichnet, dass am Oberschenkel teil eine Fiilirimgs-= fläch© und am UnterscJienkelteil ein in seiner Spai-Mmg einstellbares Band aus Leder cn-dgl ο als Bremsfläche angebracht ist«
    5) Einrichtung nach den'Ansprüchen 1 - 4, gekennseiekv durch ein am Unterschenkelstück angelenktes DämpfungBestück, das durch, ein Gummipolster federnd nachgiebig gelagert ist und bei stark gebeugten Gelenk mit einer entsprechend ausgesparten Lnschlagf lach/* &*a Oberschenkelstück in Berührung kommt*
    Der Patentanwalt;

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