DEV0000775MA - Herstellung von Dauermagnetkörpern aus Pulvern magnetisierbarer Stoffe - Google Patents
Herstellung von Dauermagnetkörpern aus Pulvern magnetisierbarer StoffeInfo
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Description
Es ist bekannt, Dauermagnete zur Vermeidung einer nachträglichen Formgebung aus Pulvern magnetischer Legierungen unter Beifügung von Bindemitteln mit Druck zu pressen oder ohne Bindmittel zu sintern. Dieses verfahren erreicht jedoch nur bei Anwendung sehr hoher Pressdrucke oder hoher Temperatur eine ausreichende Dichte und Gleichmässigkeit.
Nach der Erfindung erfolgt die Formgebung und der Zusammenhalt des magnetischen Pulvers dadurch, dass eine genau abgewogene oder abgemessene Menge magnetischen Pulvers mit einer Hülle versehen und dann verdichtet wird. Das Herstellungsverfahren ist je nach Art des für die Hülle verwendeten Stoffes verschieden.
Verwendet man einen thermoplastischen Kunststoff, so stellt man die Hülle in einem gesonderten Arbeitsgang in bekannter Weise als dünne Kapsel her, welche die gewünschte Form des Magneten besitzt. Die Kapsel wird mit dem magnetischen Pulver gefüllt, in eine erhitzte Pressform gebracht, mit einem dünnen Kunststoffdeckel abgedeckt und einem hohen Pressdruck unterworfen. Dabei wird das Magnetpulver stark verdichtet und die oberflächlichen Teilchen mit der Kunststoffhülle verfrittet. Kapsel und Deckel verbinden sich dabei zu einer geschlossenen Hülle. Man kann auch einen dem Innenraum der Hülle angepassten Vorpressling aus dem Magnetpulver herstellen, wobei man das Pulver beispielsweise mit Acetylzellulose-Lösung anfeuchtet.
Man kann auch einen härtbaren Kunststoff als Hüllenmaterial verwenden. In diesem Fall wird die Hülle bei ihrer Herstellung nur teilweise gehärtet und die vollständige Härtung erst bei der Magnetherstellungin geheizte Form vorgenommen. Im übrigen ist das Verfahren dasselbe wie bei der Verwendung eines thermoplastischen Kunststoffes.
Noch einfacher gestaltet sich die Herstellung bei Verwendung eines Metalls oder einer Metall-Legierung mit niedrigem Schmelz - oder Fliesspunkt. Auch hierbei stellt man zunächst eine Kapsel aus Blech im Ziehverfahren her, beispielsweise aus Zinkblech. Die Kapsel wird in eine Form gebracht, mit dem Pulver oder einem Vorpressling gefüllt und ein Zinkdeckel aufgelegt. Nach Art des Schlag- oder Spritzverfahrens erfolgt das Zusammenfliessen der Hülle und die Verdichtung des magnetischen Pulvers ohne Anwendung von Wärme durch einen einzigen
Schlag mit einem Schlagstempel.
Alle genannten Verfahren, besonders das zuletzt beschriebene, eignen sich für eine billige Massenherstellung von Magneten aus magnetischen Pulver zur Verwendung in elektrischen Messgeräten nach dem Drehmagnetprinzip. Zur Befestigung der Drehachse können Metallteile in das Magnetpulver oder den Pressling eingelegt und mit eingepresst werden.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Dauermagnetkörpern aus Pulvern magnetisierbarer Stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulver in eine vorgeformte Hülle gebracht und in dieser durch äusseren Druck verdichtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle im besonderen Arbeitsgang aus thermoplastischen Kunststoff hergestellt wird und dass nach dem Einbringen des Magnetpulvers in die Hülle die Verdichtung des Magnetkörpers unter gleichzeitiger Anwendung von Wärme erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle aus härtbaren Kunststoff mit unvollständiger Härtung hergestellt wird und dass nach Einfüllen des magnetischen Pulvers die Verdichtung unter gleichzeitiger Anwendung von Wärme zur vollständigen Aushärtung des Kunststoffes erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle aus Metall oder einer Metall-Legierung mit niedrigem Schmelz- oder Fliesspunkt in besonderem Arbeitsgang hergestellt wird und dass nach Einfüllen des Magnetpulvers die Verdichtung ohne Anwendung von Wärme durch Schlagpressung nach Art des Schlag-Spritzverfahrens erfolgt.
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