DEV0000363MA - Verfahren zum Veredeln von künstlichen Gebilden, wie Fäden oder insbesondere Zellwolle, aus Cellulosehydrat - Google Patents

Verfahren zum Veredeln von künstlichen Gebilden, wie Fäden oder insbesondere Zellwolle, aus Cellulosehydrat

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DEV0000363MA
DEV0000363MA DEV0000363MA DE V0000363M A DEV0000363M A DE V0000363MA DE V0000363M A DEV0000363M A DE V0000363MA
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DE
Germany
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rayon
cellulose hydrate
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dried
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Inventor
Elmar Dr. Profft
Original Assignee
Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG, Wuppertal
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Description

Verfahren zum Veredeln ..iron künstlichen/Fäden oderyzell-
Vereinigte Glanzstoff-Fahriken AG Wuppertal-Elberfeld
Es ist bereits -bekannt:f Cellulose und CeTlulo.sehydratgutV wie Kunstseide/und .Zellwolle, mit einem Fettsäure.anhydrid.bei erhöhter' Temperatur unter Verwendung .von Alkalisalzen schwacher Säuren als Katalysator ■i.'eit gehend, zu ,verestern. Durch diese Veresterung werden die Eigenschaften der '.Ausgangs!1 aser stark verändert, beispielsweise Reserve gegen substantive Farbstoffe,, Unlöslichkeit in organisehen :Lösungsmittein, hqhere BügeIeeht— heit, Veränderung des Griffes und, Aussehens .usw.. , erzielte Nach den bekannten Verfahren kann man zu weitgehend.veresterten Produkten: gelangen,, bei '■■■■'.Anwendung - von Easlgsäureahhydrid a,.B.> 'bis ;zur.Stufe des .2 -/2-Acetats,.
Ein grosser Nachteil der weitgehend .vereiterten, . a„E..' acety-Xi er ten' Ware ist es nun,' das." die erhaltenen Acetat-CelluloEen nicht b ü s 'tä'ndi g. ge gen d i e Λ Wasch e ,, al s ο "gegen-, S e i ι e und., Soda,: sind :> was si -ch in meinem . erheblichen- Quellungsans ti eg d.er .ursprung-Iich stark entquollenen Ware anzeigt.. Bei 1/2-l-stünäiger Abkochung mit einer Lösung von'5 gSei'fe ünd; 3 g Soda per /Liter steigt .a.B- der; Quellwert einer "nach bekannten Verfahren acetylierten .Zellwolle'·" von'; 31 f" auf. :5o '.#'·.. Bei . einer wiederholten Wäsche findet weitere. Vex sohle ehe rung des Quellwertes statt. Auch Ware., die noch, stärker verestert 1;βϊ, und einen Quellwert von nar 2 5 $>'.besitzt, unterliegt dieser schädlichen Beeinträchtigung.. An und für sich ist zwar der Umstand, dass bei Kochen mit.Seife und Soda eine Verseif uiig de.s Celluloseacetäts und damit Quellwerts steigerung auftritt, nicht verwunderlich, für den Einsatz im Wäschesektor aber, wo Wert darauf gelegt wird., dass die Quellung der Faser, auch beim Waschprozess in der Grosse der Baumwollquellung b3w.:darun-•ter. bleibt, ist jedoch eine solche ,Vare nahezu' unbrauchbar, zum mindesten nar:sehr bedingt verwendungsfähig.
Es wurde run.die überraschende Feststellung gemacht, dass es 'möglich ist, weitgehend veresterte Ware, die eine starke Quellungssenkung und zwar herabgehend bis auf. .73 der Ausgangsquellung aufweist, die aber gegen heisse Seif e-S.odalösung beständig '1st, dadurch zu erzielen, dass die in ganz bestimmter Weise vorbehandel· te Cellu.lo.se mit'aromatischen Säureanhydriden .nachbehandelt 'wird. Die Vorbehandlung geschieht dabei derart, dass die Cellulose in konzentrierte Lösungen von Alkalisalζen der Salicylsäure getaucht und sodann gu-t getrocknet wird. Obwohl es sich bei der neuen Verfahrensart ebenfalls um eine Veresterung der Cellulose handelt, sind die nach ihr entstehenden Celluloseester trctzdem gegen die alaklische Verseifung mit Seife und Soda ohne praktische Beeinträchtigung des Quellwertes überraschenderweise beständig* Daraus hergestellte Ware kann also unbedenklich in dem wichtigen Wäschesektor eingesetzt werden, wobei die durch die starke QueL" wertsninderung erzielten günstigen Eigenschaften voll erhalten bleiben.
Als besonders vorteilhaft in der Anwendung haben sich solche aromatischen Säureanhydride erwiesen, die im Molekül noch eine aliphatics ehe Gruppe enthalten, z.3. Bensoesäure-essigsäureanhydrid, Zimtsäure-essigsäure-anhydrid und ähnliche Verbindungen. Diese Stoffe ergeben eine ausserordentlich starke Quellwertssenkung bis auf V 3 des ^uagangswerte.s. Trotzdem ist die damit ve rd el te Ware beständig in der Quellung gegen heisse Seife- oder Sodalösungen. Die einfachen aromatischen Säureanhydride.wie Bensoesäureanhydrid, Zimtsäur eanhydr id., bewirken nicht so weitgehende Entquellung. Der Ausgangsquellwert wird um etwa V3 gesenkt, aber auch diese Sntqusllung ist gegen Seife-Soia beständig. Der dadurch gegenüber den mit aliphatischen Säureanhyariden erreichte Vorteil ist offensichtlich. Als- Arbeitsbeispiele mögen die folgenden angeführt werden;
Beispiel 1),
5oo g feuchte, nie getrocknete, unavivierte Zellwolle aus Vls£o-
se mit etwa 7o % Wassergehalt w4ra*s- 3o Minuten lang in eine
5o $ige Natriumsällcylatlösung getaucht, worauf auf ein Gewicht von 92o.g abgeschleudert wird. Die so vorimprägnierte Ware wird 9.0 Min.. bei 9o° bei guter Luftumwälzung auf ein Gewicht von S5o g getrocknet. Anschliessend findet eine Nachbehandlung in einem Bade. aus 6,6 1 Chlorbenzol, in dem 1,5 kg Bensoesäure-essigsaure-anhydrid gelöst sind, '.während "12.0 Min. bei loo statt.. Ss wird abgeschleudert;, nit Aceton, sodann mit Wasser nachgewaschen,-wiederum abgeschleudert'und normal getrocknet.. Nach dem Konditionieren beträgt das Gewicht der Ware -435 g, hat also beträchtlich ...zugenommen.. Das. Wasserrückhal'te-Vermögen beträgt 23 gegenüber 74 der unbehandelten Tare.. Ausserdem zeigt die Ware, wasser ab stos-sende Eigenschaften; sie schwimmt auf Wasser. Nach ei ns tiindig ein Seifen war der Quellwert-2-4,8., also -praktisch, unverändert.
Beispiel 2) .
15o g feuchte Zellwolle aus "Viscose wie im Beispiel 1 wird 15. Min- in .2.,5. 1 einer bei 4o° gesättigten Natriumsallcylatlösung getaucht und -auf. 233 g abgeschleudert. Die.-während Io 5" Min., bei ■9."pJ auf ein Gewicht von 165 g' getrocknete Zellwolle v/ird sodann Gp ■ Min»' bei' 9o° in einer Plot te· aus .1,7 1 Chlorbensol und 35o g Bensoesäursanhydrid behandelt und wie oben"aufgearbeitet. Die erhaltene Zellwolle hat sin WaoS-errückhalte-Vermögen von 51,7 "#.. Kach■einsti ndigem siedendemvSeiisn mit einer Lösung von 5 g Seifeund .3 g Soda ,pro Liter war de:r Quellwert 52,9 *f°, also praktisch ■g.1 ei ch g 8b 1 i e b en■.
Beispiel 3)·
gehandelt man dagegen nach . de:;: D.R.P. 7o"6 S'7o hergestellte., 'achv/er getrocknete-Zellwolle mit einer 5o^igen Kaliumacetatlösung tro-e.kn.et und behandelt in Essigsäureanhydrid nach, so erhalt man einen Quellwert von 37,3 % (unbahanielt 36 $') . wird die auf diese Art stark in ihrer Quellung gesenkte Zellwolle 1 Stunde lang siedend geseift 'mit einer Lösung, von 5 g Seife und 3 g Soda/l, und darauf wiederum.der Huellwert ermittelt,· so ergibt sich, dass die Ware besügi, ihres -Quellwertes stark gelitten hat und ausserdem

Claims (1)

  1. sehr ongleichmässig geworden ist. Die Quellwerte liegen zwischen 4 5 -und 54-.#·.
    P at a nt ansp.r αch:_
    Verfahren sum Veredeln von künstlichen Gebilden, wie -Fäden oder insbesondere "Zellwolle, aus Cellulosehydrat, dadurch .gekennzeichnet,' dass -man die frisch hergestellten., gewaschenen, nachbehandelten, aber noch nicht getrockneten, unavivierten Fäden mit einer konzentrierten Älkalisalicylatlösung vorbehandelt,' nach Entfernung' des Überschusses die Ware trocknet und nun ein aromatisches Säur.eanhydrid bei erhöhter Temperatur zur Einwirkung bringt, worauf IEit einem organischen Lösungsmittel, wie Aceton u. dgl., und anschliessend mit Wasser gewaschen und. dann getrocknet wird.

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