DEST008390MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. Juli 1954 Bekanntgemacht am 3. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Schornsteinreinigungstüren mit einem das Türblatt in der Schließlage
haltenden Schwenkriegel. Üblicherweise wird der Schwenkriegel so angeordnet, daß er nach Art
eines Vorreibers auf die Tür einwirkt. Um zu verhüten, daß der Riegel sich bei Stößen oder Erschütterungen
über die Schließlage hinaus nach unten bewegt, wodurch der Verschluß gelockert wird, kann ein Anschlag vorgesehen sein, der eine
solche Abwärtsbewegung des Riegels verhindert, also seine Bewegung nach unten begrenzt.
Die Erfindung bezweckt, die Tür mit ihrer Verriegelung so auszubilden, daß die Tür nach Bedarf
für Rechts- oder Linksöffnen in die Schornsteinöffnung eingesetzt werden kann. Demgemäß besteht
die Erfindung darin, daß an der Schornsteinreinigungstür ein verstellbarer Anschlag vorgesehen ist,
der je nach seiner Einstellung sowohl bei nach rechts
als auch bei nach links öffnender Tür eine Abwärtsbewegung des Riegels aus seiner Schließlage verhindert.
Im der Zeichnung sind einige Ausfuhrungsbeispiele
des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt
Fig. ι eine Ansicht der geschlossenen Tür mit einem Ausführungsbeispiel des verstellbaren An-Schlages
am Türblatt,
Fig. 2 einen waagerechten Querschnitt nach der Linie H-II der Fig. 1,
Fig. 3 und 4 senkrechte Teilschnitte nach den Linien III-III und IV-IV der Fig. 1,
Fig. 5 eine Teilansicht mit einem anderen Ausführungsbeispiel des Anschlages,
609 508/106
St 8390 Iα/24g
Fig. 6 einen senkrechten Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5,
Fig. 7 einen solchen Schnitt mit der entgegengesetzten Lage des Anschlages,
,5 Fig. 8 eine Teilansicht mit noch einem anderen • Ausführungsbeispiel/des Anschlages,
Fig. 9 und 10 senkrechte Schnitte nach der Linie IX-IX der Fig. 8 mit den beiden verschiedenen
Einstellungen des Anschlages,
Fig. 11 eine Teilansicht mit einem Ausführungsbeispiel eines am Türrahmen angeordneten Anschlages
und
Fig. 12 einen senkrechten Schnitt nach der Linie XII-XII der Fig. 11.
Das Türblatt 1 ist in irgendeiner geeigneten Weise im Türrahmen 2, bei den gezeichneten Beispielen
einem Betonrahmen, geangelt. Zum Festlegen des Türblattes 1 in der Schließlage dient ein
Schwenkriegel 3, der in eine Rast 4 des Rahmens unter ein Schließblech 5 einrastet und in seiner
Schließlage durch den gegen die Tür und das Schließblech ausgeübten Druck gehalten wird. Für
die Erfindung ist es ohne Bedeutung, in welcher Weise der Riegel 3 schwenkbar gelagert ist. Bei
dem gezeichneten Ausführungsbeispiel umfaßt der Riegel 3 mit seinem, gegabelten Ende 6 mit Spiel
eine im Rahmen 2 eingelassene Öse 7, in deren Langloch 8 der Scharnierzapfen 9 das für die
Schwenkbewegung des Riegels erforderliche Spiel hat (Fig. ι und 2).
Als verstellbarer Anschlag ist nach Fig. 1 bis 4 auf dem Türblatt 1 ein im Querschnitt winkelförmiger
Schieber 10 mittels eines Schraubzapfens 11 und einer Mutter 12 befestigt. Der Schraubzapfen
11 ragt durch einen Langschlitz 13 des
Schiebers 10 hindurch. In dem hochstehenden Schenkel 14 des Schiebers 10 ist ein entsprechender
Langschlitz 15 vorgesehen, durch den der Riegel 3 hindurchgeht. Der Schieber 10 dient somit gleichzeitig
als Haltebügel für den Riegel 3 beim Öffnen des Türblattes. Um ein Verdrehen des Schiebers
10 auf dem Türblatt zu verhindern, sind am Türblatt Führungsansätze vorgesehen, bei dem Beispiel
Sicken 16 des Türblattes.
Fig. ι zeigt die Lage des Schiebers 10 für eine
nach rechts öffnende Tür. In der Schließlage liegt der Riegel 3 an der unteren Begrenzung des Lang-Schlitzes
15 an (Fig. 4), so daß seine Abwärtsbewegung begrenzt ist. Die Öffnungsbewegung des
Schiebers kann ungehindert stattfinden. Das Schließblech 5, unter das der Riegel 3 einrastet, ist in der
Mitte durchgewölbt (Fig. 3), so daß ein federnder Anpreßdruck des in die Schließlage gebrachten
Riegels 3 gewährleistet ist. Soll die Tür nach links öffnend in die Schornsteinöffnung eingesetzt werden,
so wird der Schieber 10 in die in Fig. 1 strichpunktiert
angegebene Lage verschoben und die Tür um i8o'° herumgedreht.
Nach den Fig. 5 bis 7 dient als verstellbarer Anschlag ein Winkelstück 17, das am Türblatt 1 durch
einen Schraubbolzen 18 und eine Mutter 19 befestigt wird. In der Schließlage des Riegels liegt
dieser an dem jeweils untenliegenden Schenkel des Winkelstückes 17 an (Fig. 6). Soll die Tür nach
der anderen Seite öffnend eingesetzt werden, so wird das Winkelstück 17 nach Lösen der Mutter 19
um i8o'Oi herumgedreht und dann wieder festgezogen (Fig. 7). Damit auch in diesem Falle der
Riegel 3 wieder an dem abstehenden Schenkel des Winkelstückes 17 anliegt, wird die Tür zum Einsetzen
aus der in Fig. 7 angedeuteten Lage um 180101 gedreht.
Bei der Ausführungsform der Fig. 8 bis 10 wird
der verstellbare Anschlag für den Riegel durch zwei Gewindezapfen 20, 21 gebildet, von denen jeweils
der untenliegende Zapfen, z. B. Zapfen 20 in Fig. 9, so weit aus dem Türblatt herausgeschraubt
ist, daß er eine Abwärtsbewegung des Riegels 3 über die Schließlage hinaus verhindert. Der obenliegende
Zapfen 21 ist dann so weit in das Türblatt eingeschraubt, daß der Riegel 3 bei der Öffnungsbewegung frei an ihm vorbeigehen kann. Fig. 9
zeigt die beiden Zapfen in der Stellung für eine rechts öffnende Tür und Fig. 10 in der Stellung für
eine entgegengesetzt, also links öffnende Tür. Selbstverständlich muß die Tür nach Fig. 10 zum Einsetzen
wieder um 180° gedreht werden.
Abweichend von den bisher erläuterten Ausführungsbeispielen ist nach Fig. 11 und 12 der verstellbare
Anschlag nicht am Türblatt 1, sondern am Türrahmen 2 angebracht und in der Rast 4, in die
der Schwenkriegel eingreift, angeordnet. Das Beispiel zeigt einen gleichzeitig das Schließblech
bildenden, im Querschnitt rahmenförmigen Anschlag 22, der mittels Schraubbolzen 23 und Mutter
24 befestigt ist. Es ist angenommen, daß sich der Anschlagrahmen 22 in der Stellung für die rechts
öffnende Tür befindet. Soll die Tür links öffnend eingesetzt werden, so wird der Anschlagrahmen 22
in der Pfeilrichtung der Fig. 11 um 180'01 um den
die Schwenkachse bildenden Schraubzapfen 23 herumgeschwenkt. Die Rast 4 im Türrahmen muß
natürlich so bemessen sein, daß das Schwenken des Anschlages 22 stattfinden kann.
Die Ausführung des verstellbaren Anschlages und seine Anbringung am Türblatt oder am Türrahmen
können im Rahmen der Erfindung in beliebiger Weise erfolgen.
Claims (7)
- Patentansprüche.·ι. Schornsteinreinigungstür mit einem das Türblatt in der Schließlage haltenden Schwenkriegel, dadurch gekennzeichnet, daß an der Tür ein höhenverstellbarer Anschlag vorgesehen ist, der je nach seiner Einstellung sowohl bei nach rechts als auch bei nach links öffnender Tür eine Abwärtsbewegung des Riegels (3) aus seiner Schließlage verhindert.
- 2. Schornsteinreinigungstür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der verstellbare Anschlag aus einem am Türblatt (1) verschiebbar angeordneten im Querschnitt winkelförmigen' Anschlagschieber (10) besteht, in dessen508/106St 8390 Ial24 gsenkrecht zur Türfläche stehendem Schenkel (14) ein Führungs- und Anschlagschlitz (15) für den Riegel (3) vorgesehen ist.
- 3. Schornsteinreinigungstür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet/ daß der verstellbare Anschlag aus einem am Türblatt (1) angebrachten, um 180'0 verschwenkbaren Winkelstück (17) besteht, dessen senkrecht zur Türfläche stehender Schenkel als Anschlag dient.
- 4. Schornsteinreinigungstür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der verstellbare Anschlag aus zwei in das Türblatt eingesetzten, übereinander angeordneten Gewindezapfen (20, 21) besteht, von denen der jeweils herausgeschraubte Zapfen als Anschlag dient, während der andere Zapfen so weit eingeschraubt ist, daß er außerhalb der Bewegungsbahn des Riegels (3) Hegt.
- 5. Schornsteinreinigungstür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der verstellbare Anschlag am Türrahmen (2) angebracht ist.
- 6. Schornsteinreinigungstür nach Anspruch 5, • dadurch gekennzeichnet, daß der verstellbare Anschlag um i8o° verschwenkbar und in der Rast (4) des Türrahmens· angeordnet ist.
- 7. Schornsteinreinigungstür nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der um i8o° schwenkbare Anschlag (22) im Querschnitt rahmenförmig gestaltet ist und zugleich das Schließblech für den Riegel bildet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 508/106 4. 56
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