DEST008379MA - - Google Patents

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DEST008379MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. Juni 1954 Bekaniitgemacht am 15. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In Fernsprechnebenstellenanlagen ist es bekannt, höherwertige Gespräche, z.B. Ferngespräche, individuell zu erfassen. Bei bekannten Anordnungen werden dem Teilnehmer Gesprächszähler individuell zugeordnet und die Zählimpulse auf diese Zähler übertragen. Eine Kontrolle über ein einzelnes Gespräch ist dabei nicht möglich, da ein solcher individueller Zähler nur die Summe sämtlicher Gebühreneinheiten eines Teilnehmers anzeigt. Es sind deshalb schon Anordnungen vorgeschlagen worden, die mit Hilfe von Gebührendruckern1 die einzelnen Gebühren erfassen. Dabei ist es erforderlich, die während eines Gespräches anfallenden Zählimpulse zu speichern, um am Ende des Gespräches diese gespeicherte Information einem Gebührendrucker zu übermitteln, welcher sie in bekannter Weise mit der Teilnehmernummer abdruckt.
Es sind weiterhin Nebenstellenanlagen bekannt, bei denen die Teilnehmer verschieden berechtigt sind, z. B. halbamts-, amts- und fernamtsberechtigt. Haben die verschieden berechtigten Teilnehmer Zugang zu den gleichen Verbindungseinrichtungen, so müssen besondere Einrichtungen vorgesehen, werden, um in Abhängigkeit von der von der gewählten Verkehrsrichtung die Herstellung bestimmter Verbindungen durch dazu nicht berechtigte Teilnehmer zu unterbinden. Es ist bekannt, zu diesem Zweck sogenannte Mitlaufwerke durch die beim Aufbau der Verbindung ausgesandten Stromstoßreihen zu steuern und je nach Berechtigung des die Strom-
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St 8379 VIIIal21 a*
stoße aussendenden Teilnehmers die Verbindung zuzulassen oder zu verhindern.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vereinigung dieser bekannten Maßnahmen in der Weise, daß die die Zählimpulse speichernden Einrichtungen der Amtsübertragungeri'-" bei 'Herstellung von Amts verbindungen in abgehender Richtung von den zur Verbindungsherstellung ausgesandten Stromstoßreihen oder einen Teil von ihnen verschiedenartig
ίο beeinflußt werden und als Überwachungseinrichtung verschiedenwertiger Verbindungen wirken. Der Vorteil einer solchen Anordnung besteht darin, daß durch sie eine Vielzahl sonst erforderlicher Schaltmittel eingespart wird. Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung können die Amtsübertragungen über zwei verschiedene Zugänge erreicht werden, wobei je nach Belegung über den einen oder anderen Zugang Schaltmittel der Speichereinrichtung der Amtsübertragungen eine höherwertige. Verbindung oder eine niederwertige Verbindung verhindern. Zur Speicherung der Zählimpulse werden zweckmäßig aus mehreren Teilankern bestehende Zählrelais verwendet, die erlauben, bei jeder Belegung der Amtsübertragung das Zählrelais durch seine Abwerfwicklung in die Nullstellung zurückzuschalten. So ist es möglich, nach Aufbau einer höherwertigen Verbindung und nach Feststellung der Berechtigung diese Speicherschaltmittel sofort in eine Nullstellung zu schalten und zur Aufnahme der während des höherwertigen Gespräches einlaufenden Zählimpulse vorzubereiten. Die Erfindung sei nun an Hand des in der Abbildung gezeigten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Die die ..Erfindung nicht betreffenden Schalteinzelheiten sind vereinfacht dargestellt oder weggelassen.
Für den abgehenden Fernverkehr ist eine Anzahl von Amtsübertragungen AU vorgesehen, die über Kennziffernwahl und einen besonderen Eingang cf belegt werden können. Zur besseren Ausnutzung dieser Amtsübertragungen werden sie außerdem auf die letzten Schritte der ersten Dekade der Gruppenwähler mit': ihrem normalen c-Eingang rangiert. Diesen Amtsübertragungen ist eine Speichereinrichtung Sp zur Aufnahme von Zählimpulsen zugeordnet. Die Speichereinrichtung arbeitet gleichzeitig bei Aussendung der Stromstoßreihen als Rufnummernsperre. Die einzelnen Schaltvorgänge sind wie folgt:
Wird eine Amtsübertragung über den normalen ci-Eingang belegt, so sprechen Rejais Ci, Ai und Relais A an.-Kontakt αϊ Ι erregt Relais Vi, dessen Kontakt ν ι II einen Stromkreis für Relais V 2 vorbereitet, welches bei der nachfolgenden Wahl anspricht. Kontakt aiii schließt einen Haltestromkreis für Relais A 1, und Kontakt all schließt einen Stromkreis für Relais M. Bei Aussendung der ersten Impulsserie spricht Relais V über:
+, ml, zhll,-ol, V(Il), M, —
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an und hält sich nach Ansprechen des Relais O, welches durch den Kpntaktüll erregt wird über seinen eigenen Kontakt'z> VII über seine I.Wicklung, da Relais V2 in der'Amtsübertragung bei Beginn der Wahl angesprochen hatte. Gleichzeitig wird die Impulsserie mittels des Kontaktes all des Impulsrelais A auf das Zählimpulsrelais MW gegeben:
■\-,all,vl,zhl,-c\l,MWl,—.
Hat die Nebenstelle die Ziffer 9 oder ο gewählt, d. h. wünscht sie ein Ferngespräch, so spricht durch den Anzug des der gewählten Ziffer entsprechend angezogenen Teilankers des Zählimpulsrelais das Relais S über seine zweite Wicklung an:
+ , cill, & ι II, S(Il), υIV bzw. vV, mW 10 7S bzw. mw9, viii, —.
Mit Kontakt j III wird der Haltestromkreis des Belegungsrelais A. 1 (II) der Amtsübertragung aufgetrennt. Die Verbindung fällt zusammen. Bei Belegung der Amtsübertragung über den normalen Eingang c 1 wirkt das Impulszählrelais MW demnach als Sperre für abgehende Ferngespräche. Hat die Nebenstelle dagegen eine der Ziffern 1 bis 8 gewählt, so spricht Relais 5" nicht an, die Verbindung bleibt bestehen. Bei der nächsten Ziffernfolge kann das Zählimpulsrelais MW nicht mehr gesteuert werden, da Relais 0 über Kontakt ν II angesprochen hatte und sich über seinen eigenen Kontakt öl hält, so daß ein erneutes Ansprechen von Relais V ver-' hindert ist.
Wird eine Amtsübertragung über den besonderen Eingang cf von einer fernberechtigten Nebenstelle belegt, so sprechen die Relais CF und A 1 an. Kontakt cf I schaltet über einen Kontakt fb, der die Fernberechtigung des Nebenstellenteilnehmers kennzeichnet, Relais B 1 an, welches sich über die Dauer der Belegung über seinen eigenen Kontakt b 11 und den Kontakt vi III des Relais Vi, das über die Dauer der Verbindung angezogen ist, hält. Mit Aussendung der ersten Impulsserie wird wiederum das Zählimpulsrelais MW über den schon oben erwähnten Stromkreis gesteuert. Mit der Belegung der Amtsübertragung wurde, wie vorher schon beschrieben, das Relais M erregt. Bei Abgäbe der ersten Impulsserie spricht beim erstmaligen Öffnen des Kontaktes all des Impulsrelais Relais V an, dessen Kontakt ν III Relais vS1 über seine Wicklung IH über
+ , ml, cflll, bill, S(Ul), mwo, viii,—
erregt. Relais 5" hält sich über seine Wicklung I in folgendem Stromkreis:
+ ,ml, cflll, sl,'S(l),'bi III, —,
während das Zählimpulsrelais weiterschaltet. Das Relais A1 der Amtsübertragung bleibt über den während der Wahl angezogenen Kontakt ν VI erregt.
Hat der Nebenstellenteilnehmer die Ziffer 9 oder ο gewählt, wird ein Stromkreis für die Gegenwicklung II des Relais S geschlossen, so daß dieses abfällt'und mit seinem Kontakt JIII nach Abfall des Relais^, den BelegungSiStromkreis für die Ämtsübertragung aufrechterhält. Bei Beginn des ersten Impulses hatte Relais O angesprochen und
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sich über seinen eigenen Kontakt ο ι gehalten. Am Ende der ersten Impulsserie wird somit Relais ZH in folgendem Stromkreis erregt:
+ , cfV, oll, ν VIII, slV, biV, ZH,-.
Kontakt zh I schaltet das Zählimpulsrelai-s MW auf die Impulsleitung JL um, von der nach vollendetem Aufbau der Verbindung die während des Gespräches einlaufenden Zählimpulse übertragen
ίο werden. Kontakt zhlll hatte gleichzeitig einen Stromkreis für die Abwerf wicklung des Zählimpulsrelais geschlossen, so daß dieses vor Übertragung der Zählimpulse in seine Nullstellung gelangt.
Hat der Teilnehmer dagegen ,die Ziffer 1 bis 8 gewählt, so bleibt das Relais S erregt, so daß nach Ende der Wahl, d. h. nach Abfall des Relais V, der Belegungsstromkreis der Amtsübertragung unterbrochen wird und Relais A 1 abfällt. Die Verbindung fällt zusammen. Bei Belegung der Amtsübertragung über den Eingang cf arbeitet demnach das Zählimpulsrelais als Sperre für Ortsgespräche.
Wird die Amtsübertragung von einem nicht fernberechtigten Teilnehmer über den besonderen Eingang cf belegt, so kann das Relais B 1 nicht erregt werden, da das Fernberechtigungskennzeiehen durch Kontakt fb nicht gegeben ist. Das Belegungsrelais A ι der Amtsübertragung kann sich nicht halten. Die Verbindung wird ausgelöst.

Claims (5)

  1. PatentanspR0GHE:
    i. Schaltungsanordnung für Fernsprechnebenstellenanlagen1 mit Gebührenerfassung besonders gebührenpflichtiger Gespräche, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zählimpulse speichernden Einrichtungen (Sp) der Amtsübertragungen bei Herstellung von Amtsverbindungen in abgehender Richtung von den zur Verbindungsherstellung ausgesandten Stromstoßreihen oder einem Teil von ihnen verschiedenartig beeinflußt werden und als Überwachungseinrichtung verschiedenwertiger Verbindungen wirken.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Amtsübertragungen über zwei Zugänge (c, cf) erreicht werden können und je nach Belegung über den einen oder anderen Zugang Schaltmittel der Speiehereinrichtung (MW) .der Amtsübertragung eine höherwertige Verbindung (Fernverbindung) oder eine niederwertige Verbindung (Ortsverbindung) verhindern.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als speicherndes Schaltmittel ein aus mehreren Teilankern bestehendes Zählrelais (MW) verwendet wird.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei jeder Belegung der Amtsübertragung die Abwerfwicklung (MWIl) des Speicherschaltmittels zur Wirkung kommt.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aufbau einer höherwertigen Verbindung (Fernverbindung) durch einen berechtigten Teilnehmer Schaltmittel (ZJi) 'derart zur Wirkung kommen, daß das Speicherschaltmittel (MW) in seine Nullstellung geschaltet wird und zur Aufnahme der während des höherwertigen Gespräches einlaufenden Zählimpul'se vorbereitet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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