DEST008287MA - - Google Patents

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DEST008287MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. Juni 1954 Bekanntgemacht am 17. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Haushaltsgeräte und bezieht sich auf die Deckel der an sich bekannten Einkochapparate.
Um den Vorgang des Einkochens überwachen zu können, werden in bekannter Weise Thermometer in Stabform in eine hierfür vorgesehene Öffnung in dem Deckel des Einkochapparates eingeführt. Diese Öffnungen liegen manchmal zentrisch und manchmal in der Nähe des Deckelrandes. Diese Öffnung ist während des Einkochvorganges durch das Thermometer selbst bzw. eine dieses umfassende Gummischeibe abgedichtet, so daß nur ganz geringe Dampfmengen entweichen können.
Die Einkochgefäße werden aber in den meisten Haushaltungen neben , ihrer eigentlichen Verwendung für das Einkochen auch noch zu vielen anderen Zwecken benutzt, beispielsweise zur Warmwasserbereitung oder zum Wäschekochen. Bei diesen Nebenverwendungen wird naturgemäß kein Thermometer benötigt, so daß dann die hierfür vorgesehene Deckelöffnung frei ist und der während des Kochens entstehende Wasserdampf ungehindert entweichen kann. Um dieses unerwünschte Austreten des Wasserdampfes in den Raum zu unterbinden, werden dann meistens behelfsweise Stopfen irgendwelcher Art in die Thermometeröffnung eingesetzt, die oftmals verlorengehen oder im geeigneten Moment nicht zur Hand sind.
Zur Abhilfe hat man bereits die Thermometeröffnung von der Oberseite des Deckels durch eine
609 526/43
St 8287 IVa/53 b
an einer Blattfeder schwenkbar an dem Deckel befestigte Kappe verschlossen, die jedoch erfahrungsgemäß keinen ausreichend dichten Abschluß gewährleistet, so daß immer noch bemerkenswerte
■5 Dampfmengen ausströmen.
Hier knüpft die Erfindung an und schlägt einen
Deckel für Einkochapparate vor, der die vor-
. stehend genannten Nachteile beseitigt und den Einkochapparat als Ganzes für das Einkochen
ίο selbst sowie für die verschiedensten Nebenverwendungen voll brauchbar macht.
Das wesentliche Merkmal des Gefäßdeckels für Einkochapparte nach der Erfindung besteht in einer durch das Einschieben des Thermometers zu öffnenden und bei Entfernen des Thermometers sich selbsttätig schließenden, an der Deckelinnenseite angebrachten Schließvorrichtung in Form einer die Deckelöffnung abschließenden und weitgehend abdichtenden, gewichts- oder federbelasteten Klappe.
In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform des Deckels nach der Erfindung näher veranschaulicht.
Fig. ι veranschaulicht den Deckel mit eingesetztem Thermometer im Querschnitt;
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt aus dem Deckel mit geschlossener Klappe in vergrößerter Darstellung; Fig. 3 zeigt den Gegenstand der Erfindung unter Verwendung eines elastischen Bandes;
Fig. 4 stellt die Lage des elastischen Bandes dar, bei eingeführtem Thermometer.
Man erkennt in der Zeichnung einen Gefäß deckel a, der für ein nicht dargestelltes Einkochgefäß vorgesehen ist und die an sich bekannte Ausbildung aufweist. Der Deckel weist in seiner Mitte eine Eintiefung b auf, welche eine Öffnung c zum Einsetzen des Thermometers d aufweist. Auf der Deckelinnenseite ist ein Lager / vorgesehen, in welchem eine doppelarmige Klappe g schwenkbar gelagert ist. Der eine Arm der Klappe trägt eine entsprechend der Öffnung c geformte Verschlußplatte h, während der andere abgewinkelte Arm mit einem Gegengewicht i versehen ist, welches die Klappe ständig in die in Fig. 2 dargestellte Lage zu bringen trachtet, so daß normalerweise die Abschlußplatte h die Öffnung c des Deckels abschließt und weitgehend abdichtet.
Wenn das Gefäß zum Einkochen verwendet werden soll, wird nach Einsetzen der Gläser der Deckel α aufgesetzt und sodann das Thermometer in die Öffnung c eingeführt, wobei sich die,Klappe von selbst in die in Fig. 1 dargestellte Lage verschwenkt, in der die Platte h seitlich an dem Thermometerunterteil anliegt. Sobald das Thermometer entnommen wird, schwenkt die Klappe auf Grund der Wirkung des Gegengewichtes selbsttätig wieder in die Verschlußlage gemäß Fig. 2.
Die in der Zeichnung veranschaulichte und vorstehend beschriebene Lösung ist eine sehr einfache Konstruktion, die jedoch keine Bindung darstellt. Vielmehr kann die Klappe auch federbelastet sein, derart, daß beispielsweise auf der Schwenkachse eine Torsionsfeder vorgesehen ist, die die Klappe ständig in die Verschlußlage zwingt.
Im Sinne der Erfindung ist es auch möglich, ein elastisches Band j zum Verschluß der Deckelöffnung c zu verwenden. In Fig. 3 ist eine zweckmäßige Ausführungsform unter Benutzung eines elastischen Bandes dargestellt. Das elastische Band j kann aus Federstahl, Gummi oder einem sonstigen elastischen Stoff bestehen und wird unterhalb des Deckels α neben der Eintiefung b an einem Bügel k oder einem Winkelstück angeschraubt oder angenietet. Bei Einführen des Thermometers klappt das Band infolge seiner Elastizität um 900 nach unten ab und nimmt die in Fig. 4 aufgezeigte Stellung ein. Beim Herausnehmen des Thermometers legt es sich wieder vor die Öffnung c und dichtet sie ab.

Claims (1)

  1. PATENTANSPBOCHE:
    i. Gefäßdeckel für Einkochapparate, welcher mit einer Öffnung zum Einführen eines Stabthermometers versehen ist, gekennzeichnet durch eine durch das Einschieben des Thermometers zu öffnende und beim Entfernen des Thermometers sich selbsttätig schließende, an der Deckelinnenseite angebrachte Verschlußvorrichtung in Form einer die Deckelöffnung abschließenden und weitgehend abdichtenden gewichts- oder federbelasteten bzw. in sich elastischen Klappe.
    ■ 2. Gefäßdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußklappe aus einem an der Deckelinnenseite schwenkbar angelenkten doppelarmigen Hebelarm besteht, dessen einer Arm eine Abschlußplatte für die Deckelöffnung trägt und deren anderer abgewinkelter Arm gewichtsbelastet ist.
    3. Gefäßdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe federbelastet ist.
    4. Gefäßdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe aus einem elastischen Band besteht, welches sich durch Einschieben des Thermometers von der Öffnung entfernt und nach Herausnehmen des Thermometers die Öffnung verschließt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    609· 526/43 5. 56

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