DE25415C - Neuerung an Extincteuren - Google Patents
Neuerung an ExtincteurenInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A62C—FIRE-FIGHTING
- A62C13/00—Portable extinguishers which are permanently pressurised or pressurised immediately before use
- A62C13/003—Extinguishers with spraying and projection of extinguishing agents by pressurised gas
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Februar 1883 ab.
Der in der Zeichnung dargestellte Extincteur wird erst dann mit innerer Spannung versehen,
wenn man sich seiner bedienen will. Es kann dies in wenigen Secunden, und ohne dafs dazu
specielle Kenntnisse gehören, geschehen.
Mit α ist der Behälter des Apparates bezeichnet; derselbe ist mit Handgriffen b versehen
und trägt unten einen Hahn c, woran der Spritzenschlauch angeschraubt werden kann.
Oben an diesem Behälter a, der am besten von cylindrischem Querschnitt hergestellt wird,
befindet sich ein Flantsch d, in welchem ein Gummiring e oder ein Ring aus Leder oder
aus anderem elastischen Material eingelegt ist. Um diesen Flantsch d kann ein Ringstück f,
Fig. 3 und 4, sich drehen, welches U-förmigen Querschnitt hat und mit zwei Handhaben g g
versehen ist. Der obere Schenkel· h dieses Ringes ist mit drei Einschnitten i, sowie mit
drei keilartig abgeschrägten Ansätzen k versehen.
Der Verschlufsdeckel / des Behälters ist mit drei auf die genannten Einschnitte i passenden
Knaggen versehen und trägt unten einen Dichtungsrand, der sich beim Einlegen des
Deckels auf den vorgenannten Gummiring e des Flantsches d auflegt. Das Einbringen dieses
Deckels geschieht in der Art, dafs man seine Knaggen genau auf die drei Einschnitte i i des
Prefsringes einstellt und den Deckel so weit niederdrückt, dafs die Ansätze k k des Ringes
über die Knaggen herübergreifen. Wenn man dann diesen Ring rechts umdreht, so drücken
die keilförmigen Ansätze k den Verschlufsdeckel fest auf den Dichtungsring e des Flantsches d
nieder.
Man kann auf diese Weise den Behälter augenblicklich hermetisch verschliefsen.
Um den Behälter zu öffnen, genügt es, den Prefsring wieder nach entgegengesetzter Richtung
zu drehen, bis seine Einschnitte i genau über die erwähnten Knaggen des Deckels sich einstellen,
worauf dann der Deckel abgenommen werden kann.
Der Deckel / trägt auf seiner Mitte einen längeren Gewindeeinschnitt. In diesen Gewindeeinschnitt
ist eine Schraube m mit starker Steigung eingedreht. Unten an dieser Schraube
sitzt ein Bund n, Fig. 1 und 2, der oben einen Gummiring und unten einen Haken trägt. An
diesem Haken kann man eine Stange 0 befestigen, deren Bestimmung noch beschrieben
wird.
Anstatt einen Haken anzuordnen, könnte man, wie dies Fig. 6 in gröfserem Mafsstabe
darstellt, am unteren Ende der Schraube m auch einen Bund «' anbringen, der mit einer
horizontal liegenden Aushöhlung versehen ist, die nach unten zu aufgeschlitzt ist. In diesem
Falle würde man die Stange 0 oben nur mit einem passenden Kopfe zu versehen haben,
der dann durch seitliches Einschieben in die Aushöhlung des Bundes «3 festgehalten wird.
An dem Deckel / ist unten ferner durch Arme/ ein Flachring befestigt, und oben trägt
derselbe ein Sicherheitsventil q. Dasselbe ist in Fig. 5 im Querschnitt dargestellt und besteht
aus einem elastischen, als Ventil dienenden Block r, der die Ventilöffnung dicht abschliefst.
Diesen Block umgiebt ein Gehäuse, welches oben mit Ausströmungsöffnungen ί' ί' versehen
ist und sich auf den Ventilsitz aufschrauben läfst. Durch einen oberen Steg wird das
Ventil r in dem genannten Gehäuse geführt.
Indem man nun mehr oder weniger das Gehäuse auf den Ventilsitz schraubt, komprimirt
man das aus Gummi oder anderem elastischen Material bestehende Ventil r mehr oder weniger
und dadurch erzielt man, dafs sich das Ventil bei stärkerer oder geringerer Spannung im
Innern des Behälters öffnet.
Die vorerwähnte Stange ο ist mit zwei Stöpseln t u versehen. Der untere dieser
Stöpsel hat gröfseren Durchmesser als der obere und wird von einer Metallscheibe v, die
auf der Stange ο nach unten hin festgehalten wird, gegen Herabfallen gesichert. Es kann
dies Festhalten der Scheibe ν durch eine auf die Stange aufgeschraubte Flügelmutter w oder
sonstwie stattfinden. Diese beiden Stöpsel tu, welche passend getheert sind, halten eine
Flasche χ χ fest. Diese ist oben und unten mit einem genau auf die Stöpsel tu passenden
Hals versehen, der durch Siegellack an genannten Stöpseln befestigt wird.
Die Wirkungsweise des Löschapparates ist nun folgende:
Man füllt den Behälter α mit Wasser, in \velchem man eine passende Menge eines Alkalipulvers,
am besten kohlensaures Natron, aufgelöst hat. Man bestimmt das Niveau dieser
Alkalilösung derartig, dafs der Behälter α ganz voll wird, wenn man die Flasche χ χ einbringt.
Wenn der Apparat auf diese Weise gefüllt ist, kann man ihn mittelst des Deckels / verschliefsen
und ihn, so lange man will, in diesem Zustand belassen, denn es ist im Behälter keine innere Pressung vorhanden.
Wenn man nun den Apparat in Function setzt, nimmt man den Deckel / ab und hängt
an dem Haken des Bundes η oder an dem ausgehöhlten Bunde »', Fig. 6, eine Stange ο
auf, welche eine solche versiegelte Flasche χ trägt, in der ein Präparat enthalten ist, das zur
Entwickelung von Kohlensäure geeignet ist, wenn es in die Alkalilösung des Apparates
übergeführt wird.
Hierauf verschliefst man den Behälter α wieder,
und es hat derselbe dann die in Fig. ι dargestellte Anordnung seiner einzelnen Theile.
Wenn man dann den Handgriff ζ der Schraube m
dreht, hebt man die Stange ο nebst der Flasche x;
der obere Rand dieser letzteren legt sich an den Ring p an, und indem man fortfährt, die
Schraube zu drehen, werden die beiden Stöpsel tu aus den Flaschenhülsen herausgezogen und nun
fällt die Flasche, wie Fig. 2 darstellt, nieder, wobei sie ihren Inhalt in die Alkalilösung des
Behälters α entleert.
Infolge dessen findet Kohlensäureentwickelung statt und die Ladung der Flasche erhält die
erforderliche Spannung.
Die Flasche χ wird vom unteren Stöpsel u aufgefangen und die Schraube m durch die
Spannung im Behälter, die auf ihren Bund e einwirkt, gegen den Deckel / fest angedrückt
gehalten, so dafs automatisch ein hermetischer Verschlufs gebildet wird, der das Entweichen
jeder Gasspur unmöglich macht.
Eine Modification der Aufhängung der Flasche veranschaulicht Fig. 7. Hier trägt die
durch die Flasche E führende Stange A Stofsscheiben D unterhalb einer oberen und unteren
Deckplatte F F. Die Oeffnungen in diesen Platten sind mit Scheiben aus Blei oder anderem
geeigneten Material abgedichtet. Die Bleiplatten können mit den Deckplatten verlöthet
werden. Die obere wird durch einen Deckel B, die untere durch ein Schutzband H
überdeckt. Zieht man durch . Drehen der Deckelschraube die Stange A an, so werden
die Bleiplatten zerstört und es entleert sich dann der Säure-Inhalt der Flasche sofort in die
Alkalilösung.
Wiewohl der Behälter eine ziemlich bedeutende Spannung, etwa 14 Atmosphären, erhält,
so ist er dennoch ganz gefahrlos im Gebrauch, weil er mit dem Sicherheitsventil q
versehen ist.
Claims (3)
1. Die lösbare Befestigung des Deckels mit dem Behälter durch den am Flantsch d des
letzteren drehbaren Ring f von U-förmigem Querschnitt, dessen unterer Flantsch unter
den Flantsch d des Behälters a fafst, während der obere /2 mit Ausschnitten i und
Keilansätzen k versehen ist, die über den Ausschnitten i entsprechende Knaggen des
Deckels greifen.
2. In Verbindung mit solchem Deckel ein aus einem elastischen Block r bestehendes
Sicherheitsventil, welches durch Ausschrauben des mit Abblaseöffnungen sx sl versehenen
Gehäuses mehr oder weniger fest auf den Ventilsitz gedrückt werden kann, um bei gröfserer oder geringerer Spannung des
Behälters abzublasen.
3. Die in den Fig. 1, 2 und 7 dargestellte Einrichtung der Aufhängung der zur Erzeugung
der Kohlensäure mit einem passenden Präparat angefüllten Flasche im Innern des Behälters, bei welcher durch Anziehen
einer Deckelschraube m die Flasche entstöpselt .bezw. geöffnet wird, um erst im
Gebrauchsfalle die Kohlensäureentwickelung im Behälter hervorzurufen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE25415C true DE25415C (de) |
Family
ID=301863
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT25415D Active DE25415C (de) | Neuerung an Extincteuren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE25415C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4967439A (en) * | 1989-03-13 | 1990-11-06 | Lalonde Anthony F | Device for cleaning wind musical instruments |
| US5060336A (en) * | 1989-03-13 | 1991-10-29 | Lalonde Anthony F | Device for cleaning wind musical instruments |
-
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- DE DENDAT25415D patent/DE25415C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4967439A (en) * | 1989-03-13 | 1990-11-06 | Lalonde Anthony F | Device for cleaning wind musical instruments |
| US5060336A (en) * | 1989-03-13 | 1991-10-29 | Lalonde Anthony F | Device for cleaning wind musical instruments |
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