DEST000574MA - Vorrichtung zur Übertragung von hydraulischem Druck, insbesondere zur Betätigung der Bremsen von Kraftfahrzeugen - Google Patents

Vorrichtung zur Übertragung von hydraulischem Druck, insbesondere zur Betätigung der Bremsen von Kraftfahrzeugen

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Publication number
DEST000574MA
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DE
Germany
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container
piston
pressurized
pressure
liquid
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Giovanni Turin Farina
Original Assignee
Soc. An. Stabilimenti Farina, Turin
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übertragung von hydraulischem Druck, insbesondere zur Betätigung der Bremsen von Kraftfahrzeugen.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Hauptzylinder mit einem Hilfsbehälter, mit dem der Hauptzylinder durch Bohrungen oder enge Durchlässe verbunden ist, wenn der im Hauptzylinder bewegliche Arbeitskolben in Ruhestellung ist, während der Arbeitskolben die Durchlässe schliesst, sobald sein Druckhub beginnt.
Bei einer bekannten Bauart weist der Hilfsbehälter einen federbelasteten Hilfskolben auf, der auf die in dem Hilfsbehälter enthaltene Flüssigkeit einen bestimmten Druck ausübt. Dieser Druck wird auf die Leitungen der hydraulischen Bremsanlage übertragen, wenn der Hauptkolben in Ruhelage ist. Dadurch wird ein bestimmter Druck in den Bremsleitungen aufrecht erhalten, wobei ein Ventil zwischen dem Hauptzylinder und den zu den Bremszylindern zu deren Räder führenden Bremsleitungen sich erübrigt. Es ist jedoch notwendig, den unter Druck gehaltenen Hilfsbehälter von Hand zu betätigen, um ihn aufzufüllen und die Feder zu spannen. Weiterhin sind Kontrolleinrichtungen notwendig, die anzeigen, dass die Federspannung nachgelassen hat, weil der Hilfsbehälter ganz oder teilweise geleert ist.
Zweck der Erfindung ist, eine Vorrichtung der oben beschriebenen Bauart zu verwirklichen, in der die Nachfüllung des unter Druck stehenden Behälters und die Aufrechterhaltung des gewünschten Drucks der in ihm enthaltenen Flüssigkeit selbsttätig vorgenommen wird. Damit wird auch die ganze in den hydraulischen Leitungen enthaltene Flüssigkeit unter Druck gehalten, wenn der Kolben in Ruhestellung ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Hauptzylinder, einem Arbeitskolben, einem drucklosen Flüssigkeitsbehälter und einem unter Druck stehenden Behälter, der einen federbelasteten, auf der Flüssigkeit im Behälter ruhenden Hilfskolben enthält. Die Vorrichtung ist weiterhin mit Einrichtungen versehen, die durch die Bewegung des Arbeitskolbens betätigt werden und eine Flüssigkeitsmenge von dem drucklosen Behälter zu dem unter Druck stehenden Behälter geführt wird, und mit selbsttätig wirkenden Einrichtungen zur Begrenzung der in dem Druckbehälter enthaltenen Flüssigkeitsmenge, um ständig einen bestimmten Druck in diesem aufrecht zu erhalten. Bei einer vorzugsweisen Ausführungsform arbeitet der Hauptzylinder als Pumpe zur Übertragung des Druckes der
Flüssigkeit zwischen den beiden Behältern, wobei der Arbeitshub und Rückhub eines entsprechenden ausgebildeten Arbeitskolbens ausgenutzt wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung. Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch die Achse des Hauptzylinders und
Fig. 2 ein Schnitt in der Linie II - II der Fig. 1.
1 bezeichnet den Hauptzylinder mit zwei Kammern von verschiedenen Durchmesser, nämlich einer vorderen Kammer 2 von kleinerem und einer rückwärtigen Kammer 3 von grösserem Durchmesser.
Der innere Durchmesser der Buchse 4 entspricht dem Durchmesser der Kammer 2 und der äussere Durchmesser der Buchse 4 dem Durchmesser der Kammer 3. Die Buchse 4 ist an dem vorderen (linken) Ende der Kammer 3 untergebracht und stellt eine Verbindung zwischen der Kammer 2 und der Kammer 5 des unter Druck stehenden Hilfsbehälters 9 durch die kapillaren Bohrungen 25, die Ringnut 24 und die Öffnung 26 her.
Der in der Kammer 2 des Hauptzylinders gleitende Kolben 30 ist mit einer zusätzlichen Kolbenfläche 13 innerhalb der Kammer 3 und einer Packung 14 versehen.
Die ringförmige Kammer 11 steht durch die Bohrung 19 und das Druckventil 7 mit der Kammer 5 des unter Druck stehenden Hilfsbehälters 9 in Verbindung. Durch die Bohrung 20 (siehe Fig. 2) steht die ringförmige Kammer 11 über das Saugventil 8 mit der Kammer 6 des drucklosen Behälters 28 in Verbindung.
Wenn der obenbeschriebene Stufenkolben 30, 13 vorwärts (nach links) zur Betätigung der Bremse bewegt wird, wirkt er mit seiner vorderen Fläche 30 zur Übertragung des Bremsdruckes, während er mit seiner zurückliegenden Kolbenfläche 13, die in der ringförmigen Kammer 11 enthaltene Flüssigkeit durch das Druckventil 7 in die Kammer 5 des unter Druck stehenden Hilfsbehälters 9 drückt.
Beim Rückwärtsgang des Kolbens erzeugt seine zurückliegende Kolbenfläche 13 einen Unterdruck in der ringförmigen Kammer 11, durch den das Saugventil 8 geöffnet wird, so dass Flüssigkeit aus der Kammer 6 des drucklosen Hauptbehälters 28 zur ringförmigen Kammer 11 zufliessen kann.
Die Kammer 11 wird auf diese Weise wieder gefüllt, wodurch auf neue Flüssigkeit in die Kammer 5 des unter Druck stehenden Behälters 9 nachgeführt wird, wenn die Bremse das nächste Mal betätigt wird.
Der unter Druck stehende Hilfsbehälter 9 besteht bei der dargestellten Ausführungsform aus einem Zylinder, der in einem entsprechend geformten Sitz an der Oberseite des Hauptzylinders unter Zwischenlage einer zur Abdichtung gegen die Kammer 6 dienenden
Packung 17 befestigt ist.
Der in dem Zylinder 9 bewegliche Kolben 27 ist dem Druck einer Feder 10 unterworfen. Wenn der Kolben 27 durch die dem Zylinder 9 zufliessende Flüssigkeit zurückgedrückt wird, gibt er die Bohrungen 12 frei, wobei die überschüssige Flüssigkeit in den Behälter 6 überströmt. Dadurch wird der Druck in der Kammer 5 und gleichzeitig der Druck in den hydraulischen Bremsleitungen auf den bestimmten Druckwert gebracht.
Eine mit Schraubengewinde versehene Zwischenscheibe 15 ist an der Oberseite des Behälters 8 zum Festklammern des Zylinders 9 vorgesehen und dient als Widerlage für die Feder 10. 16 bezeichnet einen Schraubverschlusstopfen.

Claims (4)

1.) Vorrichtung zur Übertragung von hydraulischem Druck, insbesondere zur Betätigung der Bremsen von Kraftfahrzeugen, bestehend aus einem Hauptzylinder, einem Arbeitskolben, einem unter Druck stehenden Behälter für die hydraulische Flüssigkeit, einem drucklosen hydraulischen Flüssigkeitsbehälter und einem Druckbehälter, in dem ein federbelasteter Hilfskolben ständig die in der hydraulischen Anlage enthaltene Flüssigkeit unter Druck hält, gekennzeichnet durch von dem Arbeitskolben (30, 13) betätigte Vorrichtungen zur Zuführung einer Flüssigkeitsmenge von dem drucklosen Behälter (28) zu dem unter Druck stehenden Behälter (9) und mit selbsttätigen Einrichtungen zur Begrenzung der in dem unter Druck stehenden Behälter (9) enthaltenen Flüssigkeit, um ständig einen bestimmten Druckwert aufrecht zu erhalten.
2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Stufenarbeitskolben 30, 13) in dem Hauptzylinder (1), der mit Ventilen (8, 7) zusammenwirkt, um eine Flüssigkeitsmenge von dem drucklosen Behälter (28) dem unter Druck stehenden Behälter (9) zuzuführen.
3.) Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch zwei Kammern mit gemeinsamer Achse in dem Hauptzylinder (1), nämlich eine vordere (2) mit kleinerem und eine hintere (3) mit grösserem Durchmesser und einem Kolben (30) mit einer vorderen Kolbenfläche von kleinerem und einer zurückliegenden Kolbenfläche (13) von grösserem Durchmesser, wobei die beiden Kolbenflächen in den ihnen zugeordneten Kammern des Zylinders (1) beweglich sind und der unter Druck stehende Hilfsbehälter (9) ständig mit der vorderen Kammer (2) und den Übertragungsleitungen der hydraulischen Anlage in Verbindung steht, wenn der Kolben (30) in seiner Ruhestellung ist und dadurch enge Durchlassöffnungen (25) freigibt, und wobei weiterhin in der Ruhestellung des Kolbens (30) zwischen der Wandung der Zylinderkammer (3) von dem grösseren Durchmesser und dem Kolbenmantel eine ringförmige Kammer (11) gebildet wird, die durch entsprechende Saug- und Druckventile (8, 7) mit dem drucklosen Behälter (28) und dem unter Druck stehenden Behälter (9) in Verbindung steht, wodurch bei der Vorwärtsbewegung des Kolbens eine Flüssigkeitsmenge aus der ringförmigen Kammer (11) in den unter Druck stehenden Hilfsbehälter (9) gedrückt wird, während der Kolben (30) beim Rückhub der ringförmigen Kammer (11) aus dem Hauptbehälter (28) aufs neue eine Flüssigkeitsmenge zuführt, die bei der nächsten Bremsbetätigung in den unter Druck stehenden Hilfsbehälter (9) gedrückt wird.
4.) Vorrichtung nach den Ansprüchen 1-3, gekennzeichnet durch einen unter Druck stehenden Hilfsbehälter (9) von zylindrischer Form und einen in diesem unter Feder-Druck beweglichen Kolben (27), der auf die Flüssigkeit drückt, und Bohrungen (12) in dem zylindrischen Behälter (9) in einer bestimmten Höhe, die von dem Kolben (27) freigegeben werden, wenn die Federspannung einen bestimmten Wert erreicht hat, worauf die Bohrungen (12) die überschüssige Flüssigkeit in den drucklosen Hauptbehälter (28) überströmen lassen.

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