DESC018024MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Mai 1955 Bekanntgemacht am 8. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Überlastkupplung für Falzapparate von Druckmaschinen, insbesondere
Rotationsdruckmaschinen, deren Kupplungshälften mit abgeschrägten Flächen unter Federkraft ineinandergreifen.
Mit ihrer Hilfe soll bei »Papierstoppern« eine Zerstörung oder auch nur ernste Beschädigung
des Falzapparates oder seiner Teile verhindert werden.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß durch die bisher hierfür bekannten Ausführungen,
bei welcher die Klauen der Überlastkupplung während der Drehung immer wieder einspringen, infolge
der auftretenden ruckartigen Stöße der »Stopper« nur noch verhärtet wird und damit die Gefahr
einer ernstlichen Gefährdung erhöht wird.
Zur vollständigen Ausschaltung dieser Vorgänge und Gefahrenmomente wird gemäß der Erfindung
eine neue Überlastkupplung vorgeschlagen, die durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist: Kopplung
der axial verschiebbaren Kupplungshälfte mit einem sich nicht mitdrehenden Schaltglied; in dem
Schaltglied eine Rastausnehmung für ein Rastgiied, das unter einer von der erstgenannten Federkraft
gesonderten Federkraft steht und durch Einrasten die axial verschiebbare Kupplungshälfte selbsttätig
ausgeschaltet hält; ein Handgriff an dem Rastglied zum leichten Wiedereinrasten ^Kopplung des Schaltgliedes mit einem elektrischen Ausschalter zum
Stillsetzen der Maschine. Es leuchtet ein, daß mit einer so ausgebildeten Überlastkupplung die ver-
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schiebbare Kupplungshälfte nach einem einmaligen Ausschieben unter einer Überlast sofort ausgeschaltet
bleibt und der Maschinenantrieb so früh wie möglich zum Stillstand kommt. Der »Stopper«
wird dabei also nicht verhärtet. Der Falzapparat kann zur Beseitigung des »Stoppers« infolge der
verbleibenden Lösung von der treibenden Welle leicht nach jeder Richtung bewegt werden, ohne
daß es dazu weiterer Handhabungen bedarf. Nach
ίο Beseitigung des »Stoppers« kann das Rastglied von
Hand jederzeit und ohne weiteres ausgehoben werden, so daß die Kupplung wieder betriebsbereit ist,
und zwar in paßgerechter Übereinstimmung zwischen Schnitt und Falz einerseits und den Druck-
werken andererseits.
Selbsttätig ausschaltende, Überlastkupplungen dieser Art sind an sich bekannt. Jedoch ist ihre
Ausbildung nicht ohne weiteres für Falzapparate an Druckmaschinen brauchbar. So dient bei den bekannten
Ausführungen z. B. ein und derselbe unter Federspannung stehende Rastbolzen zum Halten
der axial verschiebbaren Kupplungshälfte sowohl in der ein- als auch in der ausgerückten Lage und
ist zu dem Zweck innerhalb der axial verschiebbaren Kupplungshälfte angeordnet. Seine Federspannung
ist mithin auf das Überlastmoment eingestellt, das Federwiderlager auf die Anordnung in
einem drehenden Kupplungsteil abgestimmt. Beim Übertragen größerer Drehmomente, wie für FaIzapparate,
wäre das Rastglied praktisch also überhaupt nicht zu handhaben.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus der ein Ausführungsbeispiel schematisch andeutenden
Zeichnung zu ersehen. Es zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt bei Arbeitsstellung,
Fig. 2 einen Längsschnitt bei Ausschaltstellung, Fig. 3 eine Draufsicht.
Die treibende Welle 1 ist über eine Zahnkupplungshülse
2 mit der damit bei 3 verkeilten Kupplungsh'älfte 4 verbunden. Die wirksamen .Anlageflächen
ihrer Klauen 5 sind abgeschrägt, ebenso wie diejenigen 6 der anderen Kupplungshälfte 7, die auf
dem Keilschaftteil 8 der getriebenen Welle 9 des Falzapparates axial verschiebbar sitzt. Durch eine
1-5 sich auf den Stellmuttern 10 abstützende Feder 11
werden die Klauen 6 mit den Klauen 5 im Eingriff gehalten. Bei Überlastung durch einen »Papierstopper«
wird dagegen die Kupplungshälfte 7 aus-
geschoben (Fig. 2, mit übertrieben weit auseinanderstehenden Klauen 5,V6 gezeichnet), die über eine
Ringnut 12 die Schulter 13 eines auf einem Schieber sitzenden Mitnehmers mitnimmt. Dabei kommt
eine Rastausnehmungi5 unter ein Rastglied 16, das unter der Kraft einer Feder, r'7 einrastet und den
Schieber 14 und damit die Kupplungshälfte 7 in dieser Lage (Fig. 2) festhält. Zugleich wird ein in
einer Ausnehmung 19 des Schiebers 14 befindlicher Arm 20 um seine Achse 21 geschwenkt und betätigt
mit seinem anderen Arm 22 einen elektrischen Ausschalter 23 zum Stillsetzen des Antriebsmotors.
Alle diese Teile sind in einem die Überlastkupplung aufnehmenden Gehäuse 24 angeordnet. So ' kann
dann auch nach Beseitigung des »Stoppers« an einem.Handknopf 18 die Verrastung 16/15 bequem
aufgehoben werden, worauf die Stellung der Fig. 1 wieder eingestellt ist.
Claims (2)
1. Überlastkupplung, für Falzapparate von
Druckmaschinen, insbesondere Rotationsdruckmaschinen, deren Kupplungshälften mit abgeschrägten
Flächen unter Federkraft ineinandergreifen, gekennzeichnet durch Kopplung (12,13)
der axial verschiebbaren Kupplungshälfte (7) · mit einem sich nicht mitdrehenden Schaltglied
(14), durch eine Rastausnehmung (15) in dem Schaltglied (14) für ein Rastglied (16), das
unter einer von der erstgenannten Federkraft (11) gesonderten Federkraft (17) steht und
durch Einrasten in an sich bekannter Weise die axial verschiebbare Kupplungshälfte (7) ausgeschaltet
hält,, durch einen1; Handgriff (18) an
dem ,Rastglied (16) zum leichten Wiederausrasten und durch Kopplung (19 bis 22) des
Schaltgliedes (14) mit einem elektrischen Ausschalter (23) zum Stillsetzen des Antriebsmotor
s.
2. Überlastkupplung -nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch Lagerung des Schalt-(14) -und .Rastgliedes (16) in einem die Überlast- go
kupplung aufnehmenden Gehäuse (24) sowie Ausbildung des Schaltgliedes (14) als zweifach
gelagerter Schieber.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften. Nr. 732195, 879348.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 608 706/18 10. 36'
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