DESC010192MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 8. August 1952 Bekanntgemacht am 20. Oktober 1955
Im deutschen Patent 881 945 wird unter anderem
die Herstellung therapeutisch wertvoller Alkohole der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe beschrieben,
die in der 3-Stellung die Gruppierung ">
und in
der 17-Stellung die Gruppierung
R2
3^
HO7
besitzen, wobei
besitzen, wobei
R1 einen gesättigten oder ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, R2 Wasserstoff oder eine gesättigte
oder ungesättigte Kohlenwasserstoffseitenkette mit ι bis 3 Kohlenstoffatomen, deren Wasserstoffe
ganz oder teilweise durch Hydroxyl-, O-Acyl-, Carbonyl- oder Oxyd-Sauerstoff ersetzt sein können,
R3 eine OH-Gruppe oder eine in eine OH-Gruppe
überführbare Gruppe oder, falls R2 nicht Wasserstoff ist, Wasserstoff sein kann, oder R2 + R3 gemeinsam
einen Carbonylsauerstoff bedeuten können.
Die Darstellung der genannten Verbindungen erfolgte nach dem Verfahren des Hauptpatents
durch Umsetzung von 3-Ketoverbindungen, die in 17-Stellung die vorstehend genannte Gruppierung
R2
3)> besitzen, wobei R3 auch eine in eine HO-Gruppe
überführbare Gruppe sein kann, mit metallorganischen Verbindungen.
Es wurde nun gefunden, daß man die gleichen Verbindungen, in denen jedoch einschränkend gegenüber
dem Hauptpatent R1 einen gesättigten oder ungesättig-
509 576/43
Sch 10192 IVc/12 ο
ten Kohlcmvasscrstofirest, R2 eine gesättigte oder
ungesättigte Kohlenwasserstoffseitenkette mit ι bis
3 Kohlenstoffatomen und R3 eine OH-Gruppe bedeuten
sollen, auch ausgehend von Cyclopentanopolyhydrophenanthreiien,
die in der 3-Stellung die
Gruppierung
wobei OH auch durch eine in
Oll-überführbarc Gruppe ersetzt sein kann, und die
in 17-Stellung eine Ketogruppe besitzen, durch Umsetzen
mit metallorganischen Verbindungen, wie Alky !magnesiumhalogenide!!, Lithiumalkylen oder
Alkaliacetyliden, in an sich bekannter Weise herstellen kann.
Derartige Verbindungen besitzen, vorzugsweise, wenn R- und R1 verschieden ist und insbesondere,
wenn R- eine ungesättigte Kohlenwasserstoffseitenkette, wie Äthinyl, bedeutet, eine starke Hemmwirkung
auf das Hodenwachstum junger männlicher Ratten.
Das eri'indungsgemäüe Verfahren bietet gegenüber
dem Verfahren des Hauptpatents gewisse technische Vorteile: Während bei der Umsetzung von 3-Ketoverbindungen
mit den metallorganischen Verbindungen stets zwei Stellungsisomeren gebildet werden, die
häutig nicht leicht zu trennen sind, verläuft die analoge Umsetzung der 17-Ketoverbinduiigen sterisch nahezu
einheitlich, so daß schwierige Trennungen entfallen.
W. I). Kummler hat im Rahmen einer Arbeit über Dipolmomente von Steroiden (Journ. Amer. Chem.-Soc,
Bd. 07, iij-15, S. 1901 bis 1906) zwar bereits gewisse
physikalische Eigenschaften von zwei Kristallfraktionen eines ."3,i7-Dimethylandrostandiols-3,i7«>.' mitgeteilt,
aber keine Angaben darüber gemacht, nach welchem Verfahren sein Untersuchungsmaterial hergestellt
worden war, für dessen Herstellung auch sonst in der Fachliteratur keinerlei nachprüfbare Angaben
zu finden sind. Das eriindungsgemäße Verfahren bedeutet also auch gegenüber dem bekannten Stand
der Technik, der nur vage Vermutungen über die Zugänglichkeit der Verfahrensprodukte zuließ, einen
zweifelsfreien Fortschritt.
Die nächst eilenden Heispiele erläutern das erfindungsgemäße
Verfahren.
Heispiel 1
3b-M<'thyl-i7'i-äthinylandrostan-3, 17-diol
10 g Kalium werden in etwa 3/41 flüssiges Ammoniak
bei etwa —70 bis —60" Hadtemperatur eingetragen; anschließend wird bis zur vollständigen Umsetzung
des Kaliums Acetylen eingeleitet. Hierauf läßt man eine Lösung aus 10 g 3b-Methylandrostan-3-ol-i7-on
in 150 ecm trockenem Äther und 150 ecm trockenem
Dioxan zufließen und spült mit etwa 150 ecm trockenem
Äther nach. Dann wird das Reaktionsgefäß aus dem Kältebad herausgenommen und bleibt über Nacht
bei Kaumtemperatur stehen. Am nächsten Morgen wird das Reaktionsgut mit 200 ecm Dioxan versetzt,
unter Kiskühlung mit Wasser und dann mit verdünnter Schwefelsäure zersetzt. Das ausgefällte rohe Umsetzuiigsprodukt
wird abgesaugt undneutralgewaschen.
Nach wiederholtem Umkristallisieren aus Essigester schmilzt das reine 3b-Methyl-i7a-Äthinylandrostan-3,
17-diol bei 210 bis 2110; [a]D = —30° (Dioxan).
-s, 17-diol
In analoger Weise werden 10 g 3 a-Methylandrostan-3-01-17-on
umgesetzt und aufgearbeitet. Nach der Zersetzung mit verdünnter Schwefelsäure wird ausgeäthert,
die Ätherlösung neutral gewaschen, mit Sodalösung geschüttelt und wieder neutral gewaschen.
Die getrocknete Ätherlösung wird eingedampft und der verbleibende Rückstand in warmem Methanol
gelöst. Nach längerem Stehen in der Kälte kristallisiert das 3a-Methyl-i7a-äthinylandrostan-3, 17-diol aus.
Nach zweimaligem Umkristallisieren aus Hexan-Äther ist die Substanz rein und schmilzt bei 163 bis 1640;
Md = —29,2° (Dioxan).
Beispiel 3
3 a, i7ct-Dimethylandrostan-3,17-diol
3 a, i7ct-Dimethylandrostan-3,17-diol
Zu einer ätherischen Methylmagnesiumjodidlösung
(aus 3 g Magnesium, 10 ecm Methyljodid und 100 ecm
Äther) wurde eine Lösung aus 5 g 3 a-Methylandrostan-3-01-17-on
in 100 ecm Äther getropft. Hierauf wurde noch I1Z2 Stunden zum Sieden erhitzt und das auf
Raumtemperatur abgekühlte Reaktionsgut mit Wasser und verdünnter Schwefelsäure zersetzt. Durch Zugabe
von Äther wurde der nicht gelöste Anteil des Umsetzungsproduktes in Lösung gebracht und die Lösung
nacheinander mit Wasser, Thiosulfatlösung und wieder mit Wasser gewaschen. Aus dem beim Verdampfen
des Äthers verbleibenden Rückstand erhält man nach wiederholtem Umkristallisieren aus Aceton das 3 a,
i7«-Dimethylandrostan-3,17-diol vom F. = 206 bis
208°.
Beispiel 4
3b, i7a-Dimethylandrostan-3, 17-diol
3b, i7a-Dimethylandrostan-3, 17-diol
5 S 3b-Meth.ylandr.ostan-3-ol-1.7-on werden in analoger
Weise mit Methylmagnesiumjodid umgesetzt und aufgearbeitet. Aus dem rohen Umsetzungsprodukt
erhält man nach dem Umkristallisieren aus Methanol und Essigester das 3 b, i7-Dimethylandrostan-3,17-diol
vom F. = 215 bis 2170. no
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung von Alkoholen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe, die inRlder 3-Stellung die Gruppierung ^ und in der17-Stellung die Gruppierung 3)> enthalten, indenen R1 einen gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest, R2 eine gesättigte oder ungesättigte Kohlenwasserstoffseitenkette mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und R3 eine OH-Gruppe bedeutet, nach Patent 881 945, dadurch gekenn-576/43Sch 10192 IVc/12 οzeichnet, daß man Verbindungen der gleichen Reihe,Rldie in der 3-Stellung die Gruppierung )>, in derOHR1 die vorstehend genannte Bedeutung hat und die O H-Gruppe auch durch eine in eine O H-Gruppe überführbare Gruppe ersetzt sein kann und die in der 17-Stellung eine Ketogruppe tragen, als Ausgangsverbindungen verwendet.Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 643 978, 681 869; schweizerische Patentschrift Nr. 189 749.
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