CH320581A - Verfahren zur Herstellung therapeutisch wertvoller Alkohole der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung therapeutisch wertvoller Alkohole der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe

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CH320581A
CH320581A CH320581DA CH320581A CH 320581 A CH320581 A CH 320581A CH 320581D A CH320581D A CH 320581DA CH 320581 A CH320581 A CH 320581A
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Schering Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Herstellung therapeutisch wertvoller Alkohole  <B>der</B>     Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe            1a    wurde gefunden,     dass    man     zu    neuen       Steroidverbindungen        gelangen    kann, die im  Gegensatz zu den     bekannten        Steroidverbin4un-          gen,    weiche in     17-Stellung    eine tertiäre     Alko-          holgtuppe        besitzen,    antihormonale Aktivität  zeigen, das heisst eine     Wirkung,

      die     entgegen-          (yesetzt    jener der gewöhnlichen Sexualhormone  ist.     Derartige        Verbindungen    haben das     Cyclo-          pentanopolyhydrophenanthrengerüst    und     be-          sitzen    in  
EMI0001.0023     
  
    R1
<tb>  3-Stelilung <SEP> die <SEP> Gruppierung
<tb>  H0@
<tb>  l111(1 <SEP> in
<tb>  R2
<tb>  17-Stellting <SEP> die <SEP> Gruppierung
<tb>  H0@       worin     R1    einen     gesättigten    oder ungesättigten       Kohlenwasserstoffrest.    und     R2    einen gesättig  ten oder 

  ungesättigten Kohlenwasserstoffrest  mit<B>1-3</B>     Kohlenstoffatomenbedeuten.    Derartige  Verbindungen besitzen,     vorzugsweise    wenn     R2     von     R1    -verschieden ist und     insbesondere,    wenn  R' einen     ungesättigten        Kohlenwasserstoffrest.     wie z. B.     Äthinyl,        bedeutet,    eine starke     Hemm-          wirkung    auf das     Hodenwaehstum    junger  männlicher     Ratten.     



  Man hat, bereits vorgeschlagen, die genann  ten Verbindungen durch     Umsetzung    von 3-         Ketoverbindu@ngen,    die in     17-Stellung    die       Gruppierung   
EMI0001.0045  
   besitzen, wobei R2     die     oben angegebene     Bedeutung    und     Rs    auch eine  in eine     HO-Gruppe        überführbare        Ct-ippe    sein  kann, mit     metallorganischen        Verbindungen,     wie z.

   B.     Alkylmagnesilimhalogeniden,        Lithium-          alkylen,        Alkaliacetylidien.,    Acetylen in Gegen  wart von     Alka'limetallen    oder     Alkalimetallver-          bindungen,        wie        Alkatliamiden,        Alkaliälkohol'a-          ten    und dergleichen,     herzustellen.    Es wurde  nun gefunden, dass man die     gleichen    Verbin  dungen auch ausgehend'. von     Cyclopentano-          polyhydrophena:

  nthrenverbindungen,    die in       3-Stellung    die     Gruppierung   
EMI0001.0071  
   wobei  HO- auch     dLrrch    eine in HO-     überführbare     Gruppe     ersetzt    sein kann, und in     17-Stellung     eine     Ket.ogruppe    besitzen,     herstellen        kann,    in  dem man diese Verbindungen mit zur Einfüh  rung     des        Restes        R2        geeigneten        metaill'organi-          schen    Verbindungen,

   wie     Alkylmagnesiumhalo-          geniden,        Lit.hiumalkyl@en,        Alkaliacetylid'en,    um  setzt, das     Reaktionsprodukt        zersetzt    und gege  benenfalls den in die     OH-Gruppe    überführ  baren Rest in die     OH-Gruppe    umwandelt.  



  Dieses     letztere    Verfahren bietet.     gewisse          technische    Vorteile :     Während    bei der Um  setzung von     3-Ketoverbindungen    mit. den           metallorganisehen        Verbindungen    stets zwei       Stellungsisomere    gebildet werden, die häufig  nicht leicht zu trennen sind, verläuft die  analoge     Umsetzung    der     17-Ketoverbind'ungen          steriseh    nahezu einheitlich, so     d'ass    schwierige  Trennungen entfallen.

      <I>Beispiele</I>  1..     3b-Methyl-17a-äthinyl-a,udrostaudiol-(3,17)     10 g Kalium werden in etwa.     3/@    Liter     flüs-          siges        Ammonlak    bei etwa -70 bis -60  Bad  temperatur eingetragen und so lange Acetylen       eingeleitet,        biss    sich das     Kalium        vollständig     umgesetzt hat.

   Hierauf     lässt        mann    eine     Lösung     von 10 g     3b-Methyl-androstanol-(3)-on-(17)    in  150     cm3    trockenem Äther und 150 cm- trocke  nem     Dioxan    zufliessen und spült mit etwa  150 c     m3    trockenem Äther nach.     Dann    wird  das Reaktionsgefäss aus dem Kältebad     heraus-          genommen    und bleibt über Nacht bei Raum  temperatur     ;

  stehen.    Am     nächsten    Morgen wird  das     Reaktionsgut    mit 200     eins        Dioxan    versetzt,       unter        Eiskühlung    mit Wasser und dann mit  verdünnter     Schwefelsäume    zersetzt. Das ausge  fällte rohe     Umsetzungsprodukt    wird     abgesaugt     und neutral gewaschen.

   Nach wiederholtem     Um-          kristall1sieren    aus Essigester schmilzt das reine       3b-Metliyl@-17a-Äthinyl-and'rost:andiol-(3,17)    bei  210-211 , f a]     Ir        =-    30      (Dioxan).     



  2.     3arMethyl-17a.-äthiny        l-androstaudiol-    (3,17)  In analoger     Weise    werden 10 g     3a,-,1#lethyl-          androstanol-(3)-on-(17)        umgesetzt    und auf  gearbeitet.

   Nach der Zersetzung mit. verdünn  ter Schwefelsäure     wird        aus:geäthert,    die Äther  lösung neutral gewaschen, mit     Sodalösung    ge  schüttelt und wieder neutral     gewaschen.    Die  getrocknete     Mherlösung        wird    eingedampft  und der     verbleibende        Rückstand    in warmem  Methanol gelöst. Nach längerem Stehen in der  Kälte     kristallisiert    das     3a-Methyl-17a-äthiny        1-          androstandiol-(3,17)    aus.

   Nach zweimaligem       Umkristallisieren    aus     liexan-Äther        ist    die  Substanz rein und schmilzt. bei     163-16.1 ,          [:]n=-29,2         (Dioxan).     



  3.     3a,17a-Dimethyl-androst.andiol-   <B>(3,17)</B>  Zu einer ätherischen     Methylma.gnesium-          jodhd'l.ös2ing    (aus 3 g Magnesium, 10     em3            Methyljodid    und 100     eins    Äther) wurde eine  Lösung von 5 g     3a-Methyl-androstanol-(3        )-on-          (17)    in<B>100</B>     cm3    Äther     zu-,getropft.    Hierauf  wurde noch     11::

  ,        Stünden    zum Sieden erhitzt  und das auf     Raumtemperatur    abgekühlte     Re-          aktionsgLit    mit Wasser und verdünnter     Schv,,e-          felsäure    zersetzt. Durch Zugabe von Äther       wurde    der nicht gelöste Anteil des     Umsetzungs-          produktes    in Lösung gebracht und die Lösung  nacheinander mit Wasser,     Thiosulfat'lösung     und wieder mit.

   Wasser     gewasehen.    Aus dem  beim Verdampfen des Äthers verbleibenden       Rückst.aud    erhielt     mann        nach    wiederholtem       Umkristallisleren        aus    Aceton     3a,17a-Dimet.hyl.-          androstand!iol-(3,17)    vom F. 206-207-208'.  



  4.     3b,17a-Dimethyl-a:nd'rostand,iol-(3,17)     5 g     3b-Me!thy        1-and'rost        anol-    (3)     -on-    (17) wer  den in analoger     Weise    mit.     Methylmagnesium-          jodid        umgesetzt.    und aufgearbeitet.

       Alus    dem  rohen     Umsetzungsprodukt    erhält     mann    nach       Umkristallisieren    aus Methanol und Essigester  <B>3b,</B> 17a -     Dimethyl    -     audrogtandiol    - (3,17) vom  F.215     \21711.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung therapeu t.iseh wertvoller Alkohole .der Cyel!opentanopoly- hydrophena:
    nthrenreihe, die in EMI0002.0120 R1 <tb> 3-Stellung <SEP> die <SEP> Gruppierung <tb> H0@ <tb> und <SEP> in <tb> R2 <tb> 17-Stellung <SEP> die <SEP> Gruppierung <tb> HO/ EMI0002.0121 besitzen, <SEP> in <SEP> der <SEP> Ri <SEP> -einen <SEP> gesättigten <SEP> oder <SEP> un gesättigten <SEP> Kohll'enwasserstoffrest. <SEP> und <SEP> R2 <SEP> einen <tb> gesättigten <SEP> oder <tb> Kohlenwasser stoffrest.
    <SEP> mit <SEP> 1-3 <SEP> Kohleilstoffatomen <SEP> bedeu ten, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet <SEP> d,ass <SEP> man <SEP> Ver= <tb> bind',ungen <SEP> der <SEP> gleichen <SEP> Reihe, <SEP> die <SEP> in <SEP> 3-Stel lu'n.g <SEP> die <SEP> Gruppierung <SEP> in <SEP> der <SEP> R.1 <SEP> das <tb> Gleiche <SEP> wie <SEP> oben <SEP> und <SEP> R4 <SEP> die <SEP> OH-Gruppe <SEP> oder <tb> einen <SEP> in <SEP> die <SEP> OH-Gruppe <SEP> überführbaren <SEP> Rest <tb> bedeuten, <SEP> und <SEP> in <SEP> 17-Stellinig <SEP> eine <SEP> Ketogruppe EMI0003.0001 besitzen, <SEP> mit <SEP> zur <SEP> Einführung <SEP> des <SEP> Restes <SEP> R2 <tb> geeigneten <SEP> met.allorganisehen <SEP> Verbind@@ngen <tb> umsetzt,
    <SEP> das <SEP> Reaktionsprodukt <SEP> zersetzt <SEP> und <tb> gegebenenfalls <SEP> den <SEP> in <SEP> die <SEP> OH-Gruppe <SEP> über Führba.ren <SEP> Rest. <SEP> in <SEP> die <SEP> 01I-Gruppe <SEP> umwancl@elt. EMI0003.0002 <B>UNTER-ANSPRUCH</B> <tb> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch, <SEP> dadurch <tb> gekennzeichnet., <SEP> dass <SEP> 3-1Tethyl-and'rostanolone <tb> mit <SEP> Kaliumaeetylid <SEP> in <SEP> flüssigem <SEP> Ammoniak <tb> umzesetzt <SEP> werden.
CH320581D 1952-08-08 1953-07-27 Verfahren zur Herstellung therapeutisch wertvoller Alkohole der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe CH320581A (de)

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