DER0015869MA - - Google Patents

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DER0015869MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. Januar 1955 Bekanntgemacht am 29. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
R 15869IXI 51d
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Stimmen eines Vibrationszungenkammes für Musikdosen.
Bis zum heutigen Tage wurden derartige Kämme von Hand gestimmt, was mit großen Zeitverlusten verbunden war und eine große Geschicklichkeit der auf diesem Gebiete spezialisierten Personen erfordert. Der Herstellungspreis von derart gestimmten Kämmen war dementsprechend hoch.
Die Erfindung zeigt einen Weg zur Behebung dieser Nachteile. Das neue Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß der Kammrohling auf einen Auflageteil aufgesetzt und darauf festgehalten wird, durch welchen die Vibrationszungen des Kammes in verschiedene Höhen angehoben werden, und daß daraufhin die dem Auflageteil entgegengesetzte Seite der Zungen auf mindestens einen Teil der Zungenlänge bearbeitet wird, bis auf dieser Seite alle Zungen gleich hoch sind und jede dieser Zungen die für die Erzeugung des gewünschten Tones notwendige. Dicke aufweist.
Die ebenfalls von der Erfindung umfaßte Vorrichtung für die Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Auflageteil mit verschieden hoch vorstehenden Stützelemeiiten für die einzelnen Zungen und ferner Mittel zum Festhalten eines Vibrationszungenkammrohlings enthält.
609 709/55
R 15869 IXI 51d
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsformen und mehrere Abarten der Vorrichtung nach der Erfindung. Fig. ι veranschaulicht in vergrößertem Maßstab einen Schnitt entlang der Linie ι -1 der Fig. 2; Fig. 2 betrifft eine Aufsicht auf diese AusführungsfoTm;
Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht gemäß Linie 3-3 der Fig. 2;
Fig. 4 stellt einen Schnitt ähnlich demjenigen ίο der Fig. 2 dar, jedoch einer zweiten Ausführungsform;
Fig. 5 und 6 sind der Fig. 1 entsprechende Schnitte von zwei Abarten des zweiten Ausführungs-'beispiels;
Fig. 7 zeigt eine Schnittansicht entlang Linie 7-7 der Fig. 8, und
Fig. 8 betrifft eine Aufsicht auf eine , dritte Variante.
Die in den Fig. 1 bis 3 gezeigte Vorrichtung für ao das Stimmen eines Kammrohlings 1 mit Vibrationszungen 1' besitzt einen Auflageteil 2, der lösbar mittels der Schrauben 4 in einem Grundkörper 3 befestigt ist. Dieser Auflageteil 2 enthält aus Fig. 3 besonders gut ersichtliche Stützelemente 5, die aus dem Auflageteil 2 hervorspringen, verschieden hoch sind und für das Aufliegen der Zungen 1' dienen. Der Kammrohling 1 ist durch nicht -gezeichnete Mittel über die ganze Länge des Kammfußes und der freien Enden der Zungen durch nicht näher gezeichnete Spannmittel festgehalten, die im Sinne, der Pfeile A und B wirken (Fig. 1). Die Zungen 1' legen sich satt gegen die Elemente 5, so daß ihre, oberen Seiten in verschiedenen Höhen sind (Fig. 3). Diese Zungen werden nun auf mindestens einen Teil ihrer Länge bearbeitet, im Beispiel über den auf den Elementen 5 aufliegenden Teil, und zwar, bis die Oberflächen der Zungen in de-r gleichen Ebene liegen. Dadurch wird jede Zunge so weit verdünnt, daß sie beim Anschlagen den gewünschten Ton erzeugt. Die Dicken können demnach von Klinge zu Klinge variieren. Für das Bearbeiten der Klingen eignet sich irgendein materialabhebendes Verfahren, z. B. Schleifen, Fräsen oder Feilen.
Nach dem Abheben des Kammes 1 vom Grundkörper 3 gehen die Zungen 1' dank ihrer Elastizität wieder in ihre Grundstellung zurück, so daß sich die den bearbeiteten Flächen entgegengesetzten Seiten der Zungen wieder in der gleichen Ebene befinden.
So Obsichon ein Beispiel für die Behandlung eines Kammrohlings mit über die ganze Länge gleichmäßig ausgebildeten Zungen beschrieben wurde, könnte man natürlich ebensogut Kämme mit der Vorrichtung bearbeiten, die an ihren freien Enden verstärkt sind.
Der Auflageteil 2 ist auswechselbar und kann durch einen anderen derartigen Teil ersetzt werden, wenn man einen Zungenkamm für einen anderen Bereich stimmen will.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform ist der Auflageteil 2 durch einen Satz auswechselbarer Elemente 6 verschiedener Höhe ersetzt. Diese lassen sich zwischen zwei Schrauben 7, die in einem eine Grundplatte 9 umgebenden Nahmen 8 sitzen, in einei beliebigen Reihenfolge festklemmen. Die Zungen 1' ruhen auf den Elementen 6 und lassen sich wie im vorangegangenen Beispiel auf eine bestimmte Dicke abschleifen. Um den Kamm auf eine andere Melodie zu stimmen, muß man lediglich ein oder mehrere Stützelemente 6 durch entsprechende Elemente unterschiedlicher Höhe ersetzen, wodurch beim Abschleifen der Zungen 1' automatisch die gewünschten Dicken erzeugt werden.
An Stelle von Stützelementen mit verschiedenen Höhen kann man auch durchgehend gleiche, in der Höhe regelbare Elemente anwenden, wie im Falle der Stützelemente 10 nach Fig. 5. Bei diesem Beispiel ist im Grundkörper für jedes Stützelement 10 eine von unten zugängliche Schraube 12 für die Höhenverstellung vorgesehen. Die Elemente 10 werden längs der Innenwände einer quadratischen Ausnehmung 11 geführt. Die Gesamtheit der individuell verstellbaren Elemente 5 übernimmt hier die Aufgabe des Auflageteiles.
Bei der Abart nach Fig. 6 sind an Stelle der scheibenförmigen Stützelemente 10 paarweise angeordnete Stifte 13 vorgesehen, gegen deren aus dem Grundkörper 3 ragende Enden die Zungen 1' aufliegen. Die mit einem Gewinde versehenen von unten her zugänglichen Köpfe 14 dieser Stifte erlauben die Höhenverstellung derselben gegenüber dem Grundkörper 3.
In Fig. 7 und 8 ist eine weitere Variante gezeigt, bei der die Stützelemente durch mit Ansätzen 19 versehene .Schwenkhebel 1 5 gebildet sind. Sämtliche Hebel 1 5 sind an einer Achse 16 gelagert und weisen an der entgegengesetzten Seite eine Verdickung für die Aufnahme von Anschlagschrauben 17 auf. Diese stützen sich gegen eine Fläche 18 des Grund- '■ körpers 3 ab, und es ist'durch Verdrehen derselben leicht möglich, die Höbe der oberen Fläche der Ansätze zu regulieren. Jede Zunge 1' legt sich sinngemäß auf einen Ansatz 19. Damit die verdickten Schwenkhebelenden nebeneinander Platz haben, sind die Schwenkhebel 15 abgekröpft und gehen fächerförmig auseinander.
Die Hebel 15 können natürlich auch in anderer Weise als gezeigt gelagert sein. An Stelle der. Anschlagschrauben 17 könnte man ferner auch andere, auf das freie Hebelende wirkende Mittel verwenden, z. B. Nocken od. dgl.
Das beschriebene Verfahren hat den Vorteil, daß das Stimmen viel rascher vor sich geht und weniger kostet, als die bisherigen von Hand durchgeführten Verfahren. .
Zudem wird beim neuen Verfahren als angenehm empfunden, daß die Klingen haltbarer bleiben, da die beim bisherigen Stimmen üblichen, vom Feilen herrührenden Rillen nicht auftreten. Dadurch wird auch die Tonqualität verbessert.

Claims (11)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zum Stimmen eines Vibrationszungenkammes für Musikdosen, dadurch gekennzeichnet, daß der Kammrohling auf ein Auflageteil aufgesetzt und darauf festgehalten wird,
    709/55
    R 158691X151 d
    durch welches die Vibrationszungen des Kammes in verschiedene Höhen angehoben werden, und daß daraufhin die dem Auflageteil entgegengesetzte Seite der Zungen auf mindestens einen Teil der Zungenlänge bearbeitet wird, bis auf dieser Seite alle Zungen gleich hoch sind und jede dieser Zungen die für Erzeugung des gewünschten Tones notwendige Dicke aufweist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Auflageteil entgegengesetzte Seite der Zungen abgeschliffen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Auflageteil entgegengesetzte Seite der Zungen abgefeilt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Auflageteil entgegengesetzte Seite der Zungen abgefräst wird.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Auflageteil (2) mit verschieden hoch vorstehenden Stützelementen (5) für die einzelnen Zungen (1') und ferner Mittel zum Festhalten eines Vibrationszungenkammrohlings (1) enthält.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen den Auflageteil (2) lösbar festhaltenden Grundkörper (3) enthält und daß die genannten Festhaltemittel zum Festklemmen des Kammfußes und der freien Enden der Zungen ausgebildet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflageteil aus einer Reihe von auswechselbaren Stützelementen (6) verschiedener Flöhe besteht.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflageteil aus einer Reihe von einzeln in der Höhe verstellbaren Stützelementen (10) gleicher Höhe besteht.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützelemente je aus zwei paarweise angeordneten, in der Höhe verstellbaren Stiften (13) bestehen, deren freie Enden zum Abstützen der Zungen des zu bearbeitenden Kammes dienen.
  10. ι o. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der, Auflageteil durch eine Reihe von Ansätzen (19) gebildet ist, die an höhenverstellbaren Schwenkhebeln (15) sitzen.
  11. 11. Vorrichtung nach Ansprüchen 5 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der genannten Schwenkhebel mit einer verstellbaren Anschlagschraube (17) ausgerüstet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 709/55 11.56

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