DER0015651MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Dezember 1954 Bekanntgemacht am 4. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gasbeheizte Kohlenanzünder bestehen z. B. aus einem unter dem Rost des Herdes angeordneten
mehrflammigen Gasbrenner. In den Fällen, wo dieser ruhend angeordnet ist, ist der dicht unter
dem Rost befestigte Brenner neben einer starken Verzunderung infolge der Hitzeeinwirkung auch
einer starken Verschmutzung durch die abfallenden Verbrennungsrückstände ausgesetzt.
Erstickt die Gasflamme vor dem Zünden des über dem Rost liegenden Brenngutes oder kehrt das
Gas nach einer Unterbrechung zurück, so gelangt in den Abzug das aus dem Gasbrenner strömende
unverbrannte Gas, welches zum Zerknall im Schornstein führen kann.
Um diese Übelstände zu verringern, sind bereits Brenner zum Schutz gegen Verschmutzung und
Verzunderung vom Rost weg abschwenkbar gemacht worden. Sie bieten aber nicht Sicherheit
dafür, daß nach Ausbleiben der Gaszufuhr und hierauf erfolgter Rückkehr des Gases ein, unbeabsichtigtes
Gasausströmen verhindert wird. Solche Sicherheit soll durch den Gegenstand der Erfindung
gewährleistet werden.
Bekannt ist bei verschwenkbaren Brennern außer einer Kupplung für die Stellung in und außer Gebrauch
auch, den Gashahn noch mit einer selbsttätigen Ausschalteinrichtung, nämlich einem Zylinder
mit Luftfüllung, zu versehen, dessen Kolben
beim Einschwenken des Brenners durch eine besondere Betätigung gespannt wird und der sich anschließend
selbsttätig entleert und nach einer einstellbaren Zeit den Brenner in seine Ruhelage zu-
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rückführt, in welcher der Gashahn geschlossen ist.
In diesem Falle erfolgt daher die Rückstellung des Brenners und die Absperrung der Gaszufuhr jeweils
nach einer festgelegten Zeit. Dennoch ist diese Einrichtung aus verschiedenen Gründen unzuverlässig.
Zunächst ist der Aufwand für einen, Zylinder mit Kolben, dessen Gleitzustand stets einwandfrei sein
muß, wenn die Anlage wirksam sein soll, beträchtlich groß. Die Kolbenschmierung ist durch das
ίο Herdfeuer gefährdet.
Durch die Erfindung werden die Nachteile der bekannten Einrichtungen behoben. Erfindungsgemäß
steht der von Hand betätigte Schwenkhebel, durch welchen der Brenner in Verbindung mit dem
Öffnen und Schließen eines Gashahnes in und außer Gebrauchslage geschwenkt werden kann, unter der
Wirkung einer Rückstellfeder, welche von einer Bimetalleinrichtung derart überwacht wird, daß
beim Einschalten des' Hebels entgegen der Federkraft und nach Zündung des aus dem .Brenner austretenden
Gases die hierdurch erwärmten Bimetallfedern mit Hilfe einer Rasterung den Schwenkhebel so· lange festhalten, bis er entweder nach
erfolgtem Anheizen von Hand oder bei Ausbleiben der Gaszufuhr selbsttätig unter der Wirkung der
Rückstellfeder in die Ruhelage zurückgeführt wird. Durch diese Einrichtung wird Sicherheit dafür geschaffen, daß beim Ausbleiben der Gaszufuhr nach
Rückkehr des Gases kein unbeabsichtigtes Ausströmen von Gas eintreten kann. Dabei ist die Einrichtung
konstruktiv einfach, wohlfeil in der Herstellung und gegen betriebsmäßig auftretende
Wärmeeinflüsse unempfindlich.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des
Gegenstandes der Erfindung dar. Es zeigt
Fig. ι den in einen Küchenherd eingebauten Kohlenanzünder im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II in Fig. 1
(Gebrauchsstellung),
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1
(Nichtgebrauchsstellung).
Der gasbeheizte Kohlenanzünder besteht aus einem unter dem Rost 1 des Küchenherdes 2 parallel
zur Rostebene angeordneten Gasrohr 3 und einer senkrecht auf das Gasrohr aufgesetzten Brennerdüse
4. Das zur Rückwand 5 des Herdes führende Ende des Gasrohres 3 ist mit dem Küken 6 eines
an der Rückwand 5 des Herdes angeordneten Gashahnes 7 verbunden. Das zur Vorderwand 8 des
Herdes 2 führende Ende des Rohres 3 weist eine die Vorderwand 8 durchsetzende Verlängerung 9 in
der Form eines Rundeisenstabes auf, auf deren Ende ein Drehknopf 10 sitzt. Durch Drehen des
Drehknopfes 10 wird der Kohlenanzünder in die Gebrauchs- bzw. Nichtgebrauchsstellung gebracht.
In den Fig. 1 und 2 ist der Kohlenanzünder in seiner Gebrauchsstellung dargestellt, in Fig. 3 in
seiner Nichtgebrauchsstellung.
Durch eine auf dem Gasrohr 3 angeordnete Torsionsfeder 11 wird der Kohlenanzünder in Nichtgebrauchsstellung
gehalten.
Die Verbindung des Gasrohres 3 mit dem Küken 6 des Gashahnes 7 ist derart getroffen, daß
bei Gebrauchsstellung der Gashahn 7 geöffnet ist und das aus der Hauptleitung 12 strömende Gas
über den Gashahn in den Kohlenanzünder gelangt, während in Nichtgebrauchsstellung der Gashahn 7
geschlossen bleibt.
Die Zündung des aus dem Kohlenanzünder strömenden Gases erfolgt mit Hilfe eines Gasanzünders
über dem Rosti. Der Gasbrenner wird entgegen der Kraftwirkurig der Torsionsfeder 11 so lange
in Gebrauchsstellung gehalten, bis die am Gasbrenner angeordnete thermische Sicherungsvorrichtung
die Sicherung des Gasbrenners in der Gebrauchsstellung übernimmt.
Die thermische Sicherungsvorrichtung besteht aus zwei am Gasrohr 3 angeordneten Bimetallfedern
13, welche durch im Brennerrohr 3 vorgesehene Hilf sdüsen 14 beheizt werden. Die durch die
Hitzeeinwirkung sieb verformenden Bimetallfedern 13 rasten mit ihrem freienEnde in eine ortsfeste Rasterung
15 ein. und verhindern somit ein Zurückdrehen des unter der Kraftwirkung der Torsionsfeder
Ii stehenden Kohlenanzünders in die Nichtgebräuchsstellung.
Nachdem das auf dem Rost 1 liegende Brenngut gezündet hat, wird der Kohlenanzünder durch Betätigung
des Drehknopfes entgegen, dem Widerstand der in. ihrer Raststellung befindlichen Bimetallfedern
13 aus seiner Sicherungsstellung gelöst, wobei bei gleichzeitiger Drosselung der Gaszufuhr
der Kohlenanzünder durch die Kraftwirkung der Torsionsfeder 11 in die Nichtgebrauchsstellung
zurückgeholt wird. . .
Zur Abschirmung des Kohlenanzünders gegen die in dem Aschenraum abfallenden Verbrennungsrückstände ist der Brenner mit einer Blechabschirmung
versehen, welche den Kohlenanzünder in der Nichtgebrauchsstellung gegen den Rost abschirmt.
Claims (5)
1. Gasbeheizter Kohlenanzünder für Küchenherde und Zentralheizungsöfen, der in Verbindung
mit dem Öffnen und Schließen eines Gashahnes in und außer Gebrauchslage geschwenkt
werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß der handbetätigte Schwenkhebel (9, 10)- unter der
Wirkung einer Rückstellfeder (11) steht, welche von einer Bimetalleinrichtung (13) derart überwacht
wird, daß beim Einschalten des Hebels (9, 10) entgegen der Federkraft und nach Zündung
des Gasbrenners (4, 14) die hierdurch erwärmten Bimetallfedern (13) mit Hilfe einer
Rasterung (15) den Schwenkhebel (9,10) solange festhalten, bis er entweder nach erfolgtem Anheizen
von Hand oder bei Ausbleiben der Gaszufuhr selbsttätig unter der Wirkung der Rückstellfeder
(11) in die Ruhelage zurückgeführt wird. . .
2. Kohlenanzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellfeder (11) als
Torsionsfeder ausgebildet ist, welche mit zwei
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diametral angeordneten Bimetallfedern (13) verbunden ist, die mit Nasen in die ortsfeste
Rasterung (15) eingreifen.
3. Kohlenanzünder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bimetallfedern
(13) durch eine Hilfsdüse (14) beheizt sind.
4. Kohlenanzünder nach einem der Ansprüche ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schwenkhebel oder Handgriff (10) an der Vorderseite, der Gashahn (7) mit Zuleitung (12)
dagegen an der Rückseite des Herdes (5) außerhalb der Herdwand angebracht ist.
5. Kohlenanzünder nach einem der Ansprüche ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
am Schwenkhebel (9) ein Schutzblech (16) angebracht ist, welches den Brenner (4) in der
Nichtgebrauchslage abdeckt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 213 179, 312 187;
französische Patentschrift Nr. 590 347;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 689 403; USAi-Patentschrift Nr. 2237237;
schweizerische Patentschrift Nr. 157 601.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 656/206 9.56
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