DER0001593MA - - Google Patents

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DER0001593MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 27. April 1950 Bekanntgemacht am 27. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Scheibenspulmaschine, bei welcher der Faden mit konstanter Geschwindigkeit und sich verändernder Kreuzung aufgespult wird.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, gegenüber den bekannten Einrichtungen ein schnelleres Herstellen der Spulen zu ermöglichen, wobei die Maschine sowohl zum Abhaspeln von Kuchen als auch von Strähnen dienen soll.
Die erfindungsgemäß gestaltete, mit veränderlicher Kreuzung arbeitende Spulmaschine ist dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Spulstelle sowohl eine ' Spulenantriebsvorrichtung, die eine Antriebsrolle aufweist, auf welcher eine Spule zwischen ihren Scheiben aufliegt und die durch eine Einrichtung stillsetzbar ist, als auch eine umlaufende Abwicklungsvorrichtung zur Unterstützung der Fadenabwicklung von einem auf einen ■ Kuchenträger aufgelegten Spinnkuchen!, die durch eine weitere Einrichtung stillsetzbar ist, sowie eine durch die Fadenspannung im Gleichgewicht gehaltene Ein- und Ausrückstange vorgesehen, ist, welch letztere mit den Einrichtungen zum Stillsetzen der Abwicklungs- und Spulenantriebsvorrichtung zusammenwirkt.
Die weiteren Einzelheiten der Erfindung sind aus den Ansprüchen in Verbindung mit den Zeichnungen und der Beschreibung ersichtlich.
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Fig. ι und ι :ι zeilen die Maschine in schaubildlicher I larstelhing in einer für die Abwicklung von Kuchen geeignet· .: i\ rm. Dabei bildet Fig. la die Fortsetzung der Fig. ι.
Fig. ι I) zeigt die Hrenise der Antriebsrolle im Schnitt;
Fig. 2 /.eigt eine teilweise, im Schnitt dargestellte 1 <än;.;sansieht der den Kuchen tragenden Vorrichtung;
ίο 'Fig. 3 ist ein Grundriß,
Fig. .|. eine Seitenansicht derselben Vorrichtung; Fig. 5 '·ςΙ ein Längsschnitt einer F.inzelheit der erwähnten Vorrichtung;
Fig. ο zeigt eine Seitenansicht der Aufwicklungsvorrichtung;
Fig. 7 zeigt einen Längsschnitt der Scheibenspule, mit samt ihrer Befestigung;
Fig. K und X:\ zeigen eine der Fig. ι und ia ähnliche Darstellung einer Kiiirichtung der ao Maschine für die Abhaspelung von Strähnen;
!'ig-9- <j:i und (>b zeigen eine ähnliche Ansicht einer abgeänderten Ausfüliruiigsform einer solchen Maschine, wobei die einzelnen Figuren sich au den Stellen V, K und .V anschließen;
af> Fig. lo zeigt eine F.inzcllieit der Klotzbremse der TiagcsU'lle;
Fig. ι ι ist eine Seitenansicht des in Fig. 9 Dargestellten ;
Fig. 1-' zeigt im Längsschnitt und im einzelnen die .Antriebsvorrichtung einer weiteren Ausführung* forin der Knebenab\vickltingsei 11 richtung:
Fig. 13 zeigt dieselben Teile wie Fig. 12, aber im Seitenriß.
Nach der in Fig. 1 bis C> dargestellten Ausführungsforni besitzt die Maschine eine Stange 1. auf deren oberem F.nde ein (iegeiigewicht 2 befestigt ist. Die Stange trägt eine regelbare Fadenbremse 3. Die Stange 1 ist mit einem Holzen _| verbunden, der in einem Lager 5 drehbar gelagert ist, und auf dem ein Segment 6 befestigt ist. Das Segment 6 besitzt einen Kinsehniü (V, in welchem ein Hebel/ eingreift, der somit in einer der Stellungen der Stange 1 (in Fig. 1 in gestrichelten Linien dargestellt) zurückgehalten und in (\vr anderen Stellung freigegeben wird. Der Hebel 7 ist mit einem Drehzapfen S eines oberen Armes 67 des Alaschinengestells verbunden. Sein anderes Lüde wird von dein gabelförmigen F.nde 0, einer Stange 10 gefaßt, die mit einem durch einen Holzen 12 angelenkten ungleieharmigen Winkelhebel 1 1 verbunden ist. Das F.nde des langen Armes dieses Hebels 11 bewegt sich also schneller als das des kurzen Armes. Auf dem langen Arm des Hebels 11 ist ein Stift 13 befestigt, der konisch gestaltet und in seiner Höheneinstellung regelbar angebracht ist, derart, daß ein an ihm unter dem Druck einer Feder _'_' anliegender Winkelhebel 14 zurückgehallen werden kann. Der Hebel 14 ist mit seinem knicartig gebogenen Lude auf einem Arm 15 (Fig. 1 bis 3) befestigt, während sein zweites linde frei ist. Der Arm 15, der die in Fig. 3 in gestrichelten Linien angedeutete Form aufweist, ist fest mit einer beweglichen Finrichtung verbunden, die mit einer drehbaren Welle 16 in einem rohrartigen festen Ständer 15' geführt ist und an ihrem oberen linde einen Ouertcil 16' und ein Rohr 16" aufweist, in welchen eine Welle 17 gelagert· ist. Auf einem linde der genannten Welle 17 ist ein Ring 25 augebracht, der dazu dient, die Abwicklung des Fadens von einem Spinnkuchen 27 zu erleichtern. Die Geschwindigkeit dieses Ringes ist zweckmäßig größer als die Geschwindigkeit des Fadens. Das andere Ende der Welle 17 trägt eine Reibungsscheibc 18, die in der Ruhestellung von einer Bremse 19 festgehalten wird, die durch eine Feder 20 gegen den Umfang der Scheibe 18 gedrückt wird. Der Druck der Feder 20 und damit das Maß der Bremswirkung läßt sich durch die Mikrometerschraube. 21 einstellen.
Die Feder 22 drückt, abgesehen von ihrer Wirkung auf den Hebel 14, auch die Reibungsscheibe 18 gegen ein auf einer Antriebswelle 24 befestigtes Antriebsrad 23, das somit seine Bewegung auf die Welle 17 und den mit dieser fest verbundenen Ring 25 in der weiterhin beschriebenen Weise übertragen kann.
Auf dem Rohr 16" ist auf einer Buchse ein Kuchenträger 26 angebracht, von dessen Kuchen 27 sich der Faden abwickelt.
Das andere linde des Winkelhebels 11 stützt sich auf eine kugelige Oberfläche 28, welche auf einem oberen Traggestell 32 der Auf wicklungsvorrichtung vorgesehen ist. Der Hebel 11 kann auf ein unteres Traggestell 29 und auf das an ihm gelagerte obere Gestell 32 der Aufwicklungsvorrichtung wirken, da das untere Gestell 29 auf der Welle 31 drehbar gelagert ist. Das untere Traggestell 29 trägt eine Antriebsrollc30, das obere Gestell 32 eine S])IiIc33. Die Rolle 30 kann sich auf eine Bremse 35 stützen (Fig. lh) oder auf das Reibungsrad 36, das auf einer Welle 37 sitzt und die Rolle■ 30 und damit die Spule 33 in Bewegung setzen kann. Die Bremse 35 ist auf einem Arm 76' eines zweiarmigen Trägers 76 befestigt, welcher auf der Welle 3 τ aufgekeilt ist. Auf einem zweiten, zum ersten im Winkel angeordneten Arm 76" des Trägers 76 ist die Feder 36b befestigt, welche das untere Traggestell 29 mit der Rolle 30 gegen das Reibungsrad 30 zieht.
Der sich vom Kuchen 27 abwickelnde Faden f tritt durch einen Fadenführer 38 hindurch, welcher mitsamt seiner Tragstange 38' beweglich angeordnet ist und dann durch einen zweiten Fadenführer 39, um alsdann zu der einstellbaren, schon erwähnten Fadenbremse 3 zu gelangen, die die Spannung des Fadens regelt.
Von hier läuft der Faden über eine Leitfolie 40, die auf einem elastischen Draht 41 gelagert ist (Fig. 1), und wickelt sich dann auf die Spule 33 (Fig. ι und 6) auf, nachdem er durch den in einem Lager 43 hochklappbar gelagerten Fadenführer hindurchgegangen ist. Das Lager 43 ist fest mit einer Stange 44 verbunden, die eine hin und her gehende Bewegung von einer Daumcnschcibc erhält, die vom Antrieb der Maschine in Bewegung gesetzt wird.
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Die Spule 33 wird gemäß Fig. 7 in folgender Weise gelagert: Die Spule besitzt Naben 45 und 46. Die Nabe 45 weist eine Bohrung auf, die im Durchmesser kleiner ist als die Bohrung der Nabe 46. Die genannten zwei Naben greifen in zwei Sitze 47, 48 ein, welche im oberen Traggestell 32 vorgesehen sind, sich in. Kugellagern 49, 50 drehen und an ihren Enden durch einen durch eine Schraube 52 befestigten Gegenkegel 51 gehalten sind. Der Sitz 47, der in die Nabe mit der kleinen Bohrung eingreift, ist in eine Muffe 53 eingesetzt, die durch eine Schraube 54 mit zylindrischem Kopf in einer Nabe 32' des oberen Gestells 32 befestigt ist, derart, daß die Muffe in bezug auf das Gestell unverschieblich ist. Der zweite größeren Querschnitt aufweisende Sitz 48 wird in eine Muffe 53' in einer zweiten Nabe 32" eingesetzt und ist durch eine Schraube mit zylindrischem Kopf 54' gegen Herausfallen gesichert. In der Muffe 53', in welche der zweite Sitz 48 eingesetzt ist, ist eine breite Nut 55 vorgesehen, in welche das Ende der Schraube 54' eingreift, so daß die Muffe mit dem Sitz vermittels eines Handgriffs 56 in Längsrichtung verschoben werden kann, wobei der Handgriff in einer schraubenförmigen Nut 57 (Fig. la), die in der Nabe 32' des oberen Gestells 32 vorgesehen ist, verschoben wird. Bei dieser Verschiebung des Handgriffs 56 in. der Nut 57 entfernt sich der Sitz 48 vom Si'tz 47 und es ist somit möglich, die*Spule 33 in das obere Gestell einzusetzen bzw. aus demselben herauszunehmen. Um das Einsetzen der Spule zu erleichtern, sind in der Nähe der Sitze auf dem genannten Gestell kleine Stifte 65 vorgesehen, auf welche die Spule beim Einsetzen gestützt werden kann, so daß ihre Achse' sich schon in einer Stellung befindet, die beinähe konzentrisch zut Achse der Sitze ist, so daß der Eingriff der letzteren leicht und ohne Beschädigungen stattfinden kann.
Diese Anordnung gestattet, daß die zwei Sitze ausgewechselt werden, können, und zwar kann die Gegenspitze mit kleinem Sitz links und diejenige mit großem Sitz rechts und umgekehrt angeordnet werden, um es zu ermöglichen, Spulen zu wickeln, die auf der Zwirnmaschine entweder mit Linksoder mit Rechtszwirnung verarbeitet werden können.
Um das Anhalten der Maschine bei gänzlich aufgewickelter Spule zu bewirken, ist folgende Vorrichtung vorgesehen (Fig. 1 a, Fig. 6). Das obere Gestell 32, das die Spule 33 trägt, weist einen Vorsprung 59 auf, in welchen eine Mikrometerschraube 60 eingeschraubt ist, die einen stumpfen, Kegel 60' aufweist, dessen größere Fläche nach unten gekehrt ist. Auf dem unteren Gestell 29 ist am Bolzen 61 ein Hebel 62 drehbar gelagert, der einen Stift 63 aufweist, der vermittels einer Feder 64 gegen den stumpfen Kegel 60' der genannten Schraube gehalten wird. Die Spule 33 legt sich durch Schwerkraft gegen die Antriebsrolle 30, und, während der Faden sich aufwickelt, hebt sich diese, so daß sie das obere Gestell und die Schraube 60 nach oben mitnimmt.
Auf dem Hebel 62 ist außerdem über dem Stift 63 eine Fläche 66 vorgesehen, auf welcher sich der stumpfe Kegel 60' der Schraube 60 aufstützt, wenn das obere Gestell 32 zum Einsetzen wie auch zum Abnehmen der Spule 33 sich in der oberen Stellung befindet.
Die Arbeitsweise der Maschine ist folgende: In Ausrückstellung befindet sich die Stange 1 unten in der mit gestrichelten Linien angegebenen Stellung. Nachdem die leere Spule 33 eingelegt ist, indem ihre Naben in die Sitze 47, 48 eingesetzt werden und nachdem der Kegel 60' durch die Mikrometerschraube 60 eingestellt ist, um die Maschine anzuhalten, wenn die Spule gefüllt ist, wird die Stange nach vorm gebracht. Hierbei befreit sich das Segment 6 von dem Hebel 7, so daß dieser sich an seinem linken Arm senkt. Mit ihm senkt sich die Stange 10, die ihrerseits den Hebel 11 um seine Achse dreht. Der Stift 13 verschiebt sich damit nach unten und der auf ihm ruhende Hebel 14 wird durch die Konizität des genannten Stiftes und der Wirkung der Feder 22 in Drehung versetzt. Die Stellung des Stiftes ist regelbar, um das Ausmaß der Drehung des genannten Hebels 14 einstellen zu können. Gleichzeitig wird durch, den Hebel 14 an dem Lager 15 auch die bewegliche Vorrichtung 16, 16', 16" verschwenkt. Die Reibungsscheibe 18, die auf der Welle 17 sitzt, wird ' von der Bremse 19 befreit, so daß das Antriebsrad 23 auf sie wirken kann, das seinen Antrieb von der Welle 24 erhält. Die Drehung wird somit der Welle 17 übermittelt, auf welcher der Ring 25 befestigt ist, der somit ebenfalls in Drehung versetzt wird.
Der Teil des Hebels 11, der sich hebt und somit vermittels der Kugelfläche 28 die Verschwenkung der zwei Gestelle 29 und 32 bewirken kann, rückt den Spulantrieb ein, wobei die Spule auf die Antriebsrolle heruntergelassen wird. Durch die gleichzeitige Verschwenkung des Gestells 29 wird die Rolle 30 von der Bremse 35 befreit und legt sich an das Reibungsrad 36, so daß sie und. die Spule 33 in Bewegung gesetzt werden. Der Faden f, der, wie früher beschrieben, vom Kuchen 27 über die Fadenführer 38, 39, 3, 40 und 42 läuft, wickelt sich nunmehr gleichmäßig auf der Spule auf.
Wenn der Faden reißen sollte, geht die Stange 1, die in ihrer Arbeitsstellung von dem Faden gehalten wird, in ihre Ausrückstellung zurück und nimmt bei ihrer Drehung auch das Segment 6 mit, so daß alle vorstehend erwähnten Organe die Gegenbewegung ausführen und die Reibungsscheibe 18 von dem Antriebsrad, 23 befreit wird, und mit der Bremse 19 in Eingriff kommt, so daß der Ring 25 angehalten wird. Gleichzeitig wird durch das andere auf die kugelige Oberfläche 28 des Gestells 32 drückende Ende des Hebels 11 die Rolle 30 von dem Reibungsrad 36 befreit. Die Rolle 30 tritt in Berührung mit der Bremse 35, so daß sie mitsamt der Spule 33 angehalten wird. Durch Einstellung des Stiftes 13, der Bremse 19, der Reibungsscheibe 18, des Drehpunktes 12 des Hebels 11 und der Bremse 35 der Rolle 30 kann man bewirken, daß
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der Ring 25 einen Augenblick früher in Drehung versetzt wird als die S]>ulc· 33. Dadurch erreicht man, dal! der Faden, der sich von dem Kuchen 27 abwickelt, nicht Zerrungen ausgesetzt wird, die das keil.len des Fadens verursachen könnten.
Wenn die Maschine nicht durch Fadenbruch angehalten wird, tritt die einstellbare Anhaltevorrichtung in Tätigkeit, sobald die Spule ihr Maxinialvohmien erreicht hat. Sobald die Basis des Kegels 60', der kontinuierlich durch das Wachsen des Durchmessers der Spule 33 gehoben wird, sich vom Stift 63 des Hebels i)2 löst, wird der llcbclf>2 und der Stift 63 durch die Feder 64 gegen den Kopf der Schraube verschoben. Da der
Stift f)3 geneigt ist, übermittelt er dem Kopf 60' und damit dem oberen Gestell 32 eine 1 lebebewegung. Dementsprechend entfernt sich die Spule 33 von der Antriebsrolle 30 und bleibt stehen. Da somit der Faden durch die Spule nicht mehr gezogen wird, wird er schlaff, so dall die die Fadenbremse 3 tragende Stängel durch Wirkung des (icgeiig^wielits 2 von der Finrückst-cllung zur Ausrüekstcllung zurückkehrt, d. h. die Maschine bleibt in der früher beschriebenen Weise stehen.
Die Maschine ist auch mit Vorrichtungen versehen, die zur Abwicklung von Strähnen dienen. Zu diesem Zwecke (s. Fig. S und Sa) wird auf dem oberen Arm 07 ein Windeilträger 6S angeordnet, auf welchen eine Winde 69 mit einem Strähn 70 aufgesetzt wird. Auf der Stange 1 ist eine Verlängerung 71 angebracht, die unten mit einem Glasrölirchen ~-i (Fig. Sa) versehen ist, dessen Ränder das seitliche I lerabrulschen des Fadens verhindern. Auf dem unteren (iestell 29 ist mittels eines l'ol/.ens 73 ein Nebel/.) angelenkt, der mit einem F.xzentcr γ$ versehen ist. Auf dem schon genannten Träger 70, der auf der Welle 31 befestigt ist, sind außerdem zwei MikromekTsehrauben mit zylindrischem Kopf J", 7S vorgesehen, die als Gegenlager für den F.xzenler 75 <k'S 1 lebeis 74 bzw. als Anschlag dienen.
Diese Vorrichtung dient zum allmählichen Einleilen der liewegungcn der Spuk' und somit zum Verhindern des Reißens des Fadens. Dor I lebel 74 kehrt zu diesem Zweck in der mit ganzen Linien gezeichneten Stellung die vorspringende Seite des K.vzcnkTS 75 der Schraube ~]"J zu und hindert somit das unlere (lestell 29, die Rolle 30 gänzlich auf das Reibungsrad 30 aufzudrücken. Dieses übcrtnitlelt somit eine verlangsamte üewegung. Wenn die Spide die normale (ieschwindigkeit erreicht hat, wird der I lebel 7.) von I land in die gestrichelte Stellung (Fig. C>) gebracht, so dall der Exzenter scine zurückspringende Seite der Schraube 77 zukehrt und der Rolle 30 ermöglicht, sich vollständig an das Reibungsrad 3C1 zu legen. Wenn der Faden reißl, kehrt di<- Stange 1, die, wie in der früher beschriebenen Ausführungsform, infolge der Spannung des !'"adens in der in ausgezogenen Linien
fio dargestellten Kiurückstellung steht, in ihre· Ausrückstelluug zurück, die in gestrichelten Linien angedeutet ist. In dieser Stellung entfernt sich, wie erwähnt, die Aufwicklungsvorrichtung von dem Reibungsrad 36 durch das Segment 6, den Hebel 7, die Stange 10 und den Hebel 11, der auf die kugelige Oberfläche 28 wirkt, und die Reibungsrolle 30 kommt mit der Bremse 35 in Berührung und wird zusammen mit der Spule 33 angehalten. Wenn die Rolle 30 sich von dem Reibungsrad 36 entfernt, kehrt der Hebel 74 automatisch durch Schwerkraft in die Anlaufstelking zurück.
Hei der in den Fig. 9 bis 13 dargestellten Spulmaschine ist die Fadenbremse 3' nicht direkt auf der das Gegengewicht 2' tragenden Stange 1 angebracht, sondern auf einem zweiten Hebel 84.
Fine zweite Abänderung bezieht sich auf die Fadenabwicklungsvorrichtung. I5ie.sc Vorrichtung ist in den Fig. 9b, 12 und 13 dargestellt. In dieser Vorrichtung wird die Entfernung einer Reibscheibe C vermittels zweier kleiner I lebel A und B erreicht, deren einer das Rad unmittelbar über eine Rolle D beeinflußt, während der zweite von, einer senkrechten Stange Ii gesteuert wird, Iu diesem System ist die Reibscheibe C nicht unverrückbar auf einer Welle F, die der Welle ι? 85 der zuerst beschriebenen Ausführungsform der Maschine entspricht, befestigt, sondern in der Weise angebracht, daß sie in bezug auf die Welle in deren Längsrichtung gleiten kann. Man sieht in der Fig. 12, wie die Reibscheibe C ihre Drchbewegung der Welle/'' vermittels eines runden Keils L übermittelt, der in der Welle selbst eingesetzt wird. Die erwähnte Reibscheibe C steht mitsamt ihrer Nabe auf der Welle F unter der Wirkung einer Druckfeder//. Diese Feder drückt die Reibscheibe mit Lederfutter gegen ein Rad G einer Welle, die die Reibscheiben aller Spulstellen trägt, wobei die Spannung der Feder// einstellbar ist. In der Ausrückstellung wird das Rad von einer Vorrichtung/ gebremst, die oben angebracht ist und cine besondere Feder besitzt.
Die Aufwicklungsvorrichtung kann auch in anderer Weise ausgeführt werden, wie sich dies z. .Ii. aus der Fig. 9b und Fig. 10 ergibt. Diese Vorrichtung ist mit einer Bremsvorrichtung versehen, die geeignet ist, die Erschütterungen zu mildern, die von solchen Spulen verursacht werden, deren innerer Teil nicht konzentrisch zur Achse ist, oder die durch Unregelmäßigkeiten des Fadens entstehen.
Die angewandte Bremsvorrichtung ist eine Klotzbremse. Auf einem oberen, Gestell N wird eine Scheibe O angebracht, die mit einer trapezoidalen Ringmite versehen ist. An einem unteren Gestell/0 wird ein Hebel'/' angelenkt, der an einem .linde einen Kühlflächen aufweisenden Klotz Q trägt, der durch Wirkung der Drchungsfedcr R, die um den Drehpunkt des Hebels gewickelt ist, fortwährend in die trapezoidal Ausbuchtung gedrückt ist. Der Klotz Q ist so angeordnet, daß die Hebung des Gestells .Y mit geringstem Kraftaufwand ausführbar ist, während seine Senkung verhindert wird, da der Klotz bei Senkung des Gestells durch die Reibung in die Nut gepreßt wird, so daß das Gestell angehalten wird. Es ergibt sich also, daß die Erschütterungen oder Schwingungen der die
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Spule tragenden Vorrichtung verhindert werden. Wenn die Spule vollständig gefüllt ist, wird die Entfernung des Klotzes durch einen Ansatz am Hebel 5" bewirkt, der sich beim Anheben des Gestells N gegen die L-förmige Stange T legt, die auf dem Hebel der Klotzbremse angebracht ist.
Die beschriebene Maschine kann mannigfach im Rahmen der wesentlichen Erfmdu-ngsgedanken ausgestaltet und abgeändert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    _ ι. Scheibenspulmaschine, bei welcher der Faden mit konstanter Geschwindigkeit und sich verändernder Kreuzung aufgespult wird, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Spulstelle sowohl eine Spulenanitriebsvorrichtung (30, 32 bzw. N, P), die eine Antriebsrolle (30) aufweist, auf welcher eine Spule (33) zwischen ihren Scheiben aufliegt und die durch eine Einrichtung (11, 28) stillsetzbar ist, als auch eine umlaufende Abwicklungsvorrichtung (25) zur Unterstützung der Fadenabwicklung von einem auf einem Kuchenträger (26) aufgelegten Spinnkuchen (27), die durch eine Einrichtung (14, 15, 16 bzw. A, B, D) stillsetzbar ist, sowie eine durch die Fadenspannung im Gleichgewicht gehaltene Ein- und Ausrückstange (1), welche mit den Einrichtungen zum Stillsetzen der Abwicklungs- und Spulenantriebsvorrichtung zusammenwirkt, vorgesehen ist.
    2. Spulmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Stange (1) über ein Gestänge (7, 10, 11, 14, 15) eine Reibungsscheibe (18), die fest mit einer einen Fadenabwicklungsring (25) tragenden Welle (17) verbunden ist, gleichzeitig gegen eine Bremse (19) und von einem Antriebsrad (23) weg bewegbar ist.
    3. Spulmaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kuchenträger (26) auf einem Träger, z. B. in Form eines Rohres (16"), in welchem die Welle (17) gelagert ist und welcher mittels einer Welle
    (16) in einem Ständer (15') drehbar angeordnet ist, derart befestigt ist, daß der Kuchen (27) in das Innere des Ringes (25) hineinragt.
    4. Spulmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge (7, 10, 11, 14, 15) einen Winkelhebel (11) aufweist, dessen einer Arm einen einstellbaren Stift (13) mit einem Kegel trägt, auf welchem sich ein zur Drehung der WeIJe (16) an dieser angebrachten Winkelhebel (14) unter Federdruck abstützt.
    5. Spulmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem zweiten Arm des Winkelhebels (11) sich eine kugelige Oberfläche (28) eines der Traggestelle (29, 32) der Spulenantriebsvorrichtung unter Federdruck abstützt, so daß die Hebung des zweiten Armes ein Verschwenken des oberen Gestells (32) mit der Spule (33) und des unteren Gestells (29) mit der Antriebsrolle (30) bewirkt, wobei die Spule (33) durch ihr Eigengewicht auf der Rolle verbleibt und die Rolle (30) gegen eine Bremse (35) und von einem Reibungsrad (36) weg bewegt wird.
    6. Spulmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehpunkt des Winkelhebels (11) und der Stift (13) mit dem Kegel so eingestellt sind, daß das Abwickeln früher anfängt als die Aufwicklung auf die Spule.
    7. Spulmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Stange (1) ein Fadenführer (39) so angebracht ist, daß der hindurchgeführte Faden (/) durch seine Spannung beim Spulen die Stange (1) gegen die Wirkung eines mit ihr fest verbundenen Gegengewichts (2) in Einrückstellung hält, so daß sie bei Fadenbruch selbsttätig in ihre Ausrückstellung schwenkt und durch den Winkelhebel (11) sowohl die Abwicklungsvorrichtung als auch die Aufwicklungsvorrichtung angehalten werden.
    8. Spulmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufwicklungsvorrichtung (30, 32 bzw. N, P) eine Vorrichtung aufweist, welche das Traggestell (32) mit der Spule (33) selbsttätig hochhebt, wenn sie ihren Maximaldurchmesser erreicht hat.
    9. Spulmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das die Spule (33) tragende Gestell (32) mit einem einstellbaren stumpfen Kegel (60') versehen ist, auf welchem unter Federdruck ein geneigter Stift (63) eines Hebels (62) aufruht, der drehbar an dem unteren die Mitnehmerrolle (30) tragenden Gestell (29) gelagert ist, so daß bei Erreichung einer bestimmten Höhe der Stift (63) sich plötzlich vom Kegel (60) löst und die Spule von der Antriebsrolle (30) abhebt.
    10. Spulmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß für das Abhaspeln von Strähnen auf einen z. B. auch der Lagerung der Stange (1) dienenden Arm (67) ein Windenträger (68) vorgesehen! ist und die Stange (1) mit einer Stange (71) versehen ist, die einen Fadenführer (72) aufweist, über welchen der Faden unmittelbar von der Winde (69) zu der Aufwicklungsvorrichtung läuft.
    11. Spulmaschine nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen auf dem unteren Gestell (29) gelagerten Hebel (74), der ein als Exzenter (75) ausgebildetes Ende aufweist, mit welchem er sich auf eine auf einen feststehenden Arm (76") aufgeschraubte Milcrameterschraube (γγ) derart stützt, daü er das untere Gestell (29) anhebt und so verhindert, daß die Antriebsrolle (30) sich vollständig auf das Reibungsrad (36) abstützt, so daß eine verlangsamte Drehung der Antriebsrolle (30) eintritt, während er in einer anderen Stellung das Gestell (29) befreit, so daß dlie Mitne'hmer-
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    riil'c (3") mil voller Gesc'hwindigkul von dem Reibungsrad (36) mitgenommen wird.
    \2. Spulmaschine nach Anspruch 1 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem feststehenden Ann (/('") eine zweite Mikrometerschraube (/K) vorgesehen ist, so dai.i der Schwenkbereich des i IeI)C1Is (74) eingestellt werden kann.
    13. Spulmaschine nach Anspruch], dadurch gekennzeichnet, daß eine Fadenbremse (3') nicht unmittelbar auf einer ein Gegengewicht (_'') tragenden Stange (1'), sondern auf einer llilfsstange (H.\) angebracht ist, die mit der ersten verbunden ist.
    i.|. Spulmaschine nach den Ansprüchen 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, <lali de;· Antrieb der Abw ickluiigsvorrichtung über eine Reibscheibe (C) erfolgt, die von zwei Hebeln (A und B) gesteuert wird, deren einer voiv einer Stange (/;) betätigt wird, wobei die genannte ao Reibscheibe (C) nicht auf ihrer Welle (F) aufgekeilt, sondern in Längsrichtung glcitbar angeordnet ist.
    15. Spulmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufwicklungsvorrichtung mit einer Klotzbremse ausgestattet ist, die aus einem beweglichen, unter Federdruck stehenden, am unteren Traggestell angelenkten Klotz (Q) und einer Scheibe am oberen Traggestell besteht, die in der Weise angebracht sind, daß die Hebung des oberen Gestells mit minimalem Kraftaufwand ermöglicht, die Senkung aber durch Sperrung der Bremse gehemmt wird, so tlaß Schwingungen der Spule verhindert werden.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
    © 509 577/289 10.55

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