DER0000231MA - Vorrichtung zur Herstellung von Preßkörpern aus Glas - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Preßkörpern aus Glas

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DER0000231MA
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Germany
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punch
cutting sleeve
punches
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English (en)
Inventor
Hermann Dipl.-Ing. Rühl
Original Assignee
Rühl, Hermann, Dipl.-Ing., Villingen (Schwarzw.)
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Description

Das übliche Verfahren zur Herstellung von kleinen Preßkörpern, beispielsweise Knöpfen aus Glas, besteht darin, die Glasstangen in einem Ofen zu erwärmen und unter Quetschzangen dann so zu verformen, dass das fertige Stück noch mit einem kleinen Grat nach allen Seiten hin mit dem ursprünglichen Stab, aus welchem es gepresst wurde, in Verbindung steht. Nach dem Erkalten wird das Stück herausgebrochen, der Grat entfernt und die Gratkante geschliffen.
Demgegenüber wird für die Herstellung erfindungsgemäss ein neues Verfahren vorgeschlagen, nach welchem eine Stange, deren Durchmesser im Verhältnis zu derjenigen, die zum üblichen Verfahren verwendet wird, sehr viel kleiner ist, an der Spitze erhitzt und in eine Vorrichtung geführt wird, die aus Oberstempel (1), Unterstempel (4) und einer Schneidhülse (3) besteht vergl. Abb. 1 der Zeichnungen. Mit der Schneidhülse (3) und einem der Stempel wird gerade die zur Herstellung des Presstücks notwendige Menge abgeschnitten und dann zwischen Ober- und Unterstempel verformt, wobei diese nach aussen durch die Schneidhülse (3) abgeschlossen werden. Die Ausformung erfolgt also innerhalb dieses, durch Ober- und Unterstempel und Schneidhülse (3) gegebenen Raumes. Der bei diesen Vorgang entstehende Presskörper ist ohne Grat und kann unmittelbar nach Verlassen der Form verwendet werden.
Normalerweise hat das als Werkstoff dienende Rohmaterial eine stabförmige Gestalt. Es kann jedoch zweckmässig sein, die beim Pressen notwendige Verformung dadurch zu verringern, dass man den Stab vorher etwas flach auswalzt, oder dass man sogar ein schmales Band verwendet, aus welchem man mit der Schneidhülse jeweils vorne das gewünschte Materialstück ausstanzt. Auch kann es evtl. zweckmässig sein, ein der Form des Presslings schon mehr entsprechendes Profilmaterial zu verwenden.
Wird bei einer solchen Vorrichtung zuerst die Schneidhülse dem gegenüberliegenden Stempel genähert, so wird die erforderliche Werkstoffmenge abgeschnitten und innerhalb des geschlossenen Raumes ausgepresst. Unterschiedliche Werkstoffmengen, die hierbei abgeschnitten werden, führen dann dazu, dass die fertigen Presslinge unterschiedliche Dicken aufweisen.
Wird dagegen bei einer anderen Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung zwischen Ober- und Unterstempel (1 u.4) geschoben erhitzen Werkstück Ober- und Unterstempel auf einen der Werkstoffdicke entsprechenden Abstand zusammengedrückt und dann erst in die Schneidhülse (3) nach unten geführt, so werden alle Presslinge gleich dick und die überschüssige Werkstoffmenge wird jeweils an allen Seiten von der Schneidhülse (3) abgeschnitten.
Um bei der Herstellung von Knöpfen das Eindringen von Materialresten in die dem Knopflochstempel (2) gegenüberliegenden Löcher zu vermeiden und die Abnutzung der Knopflochstempel zu vermindern, ist es zweckmässig, im Gegenstempel (4) den Knopflochstempeln entsprechende Auswerferstempel (5) federnd anzubringen. Diese Auswerferstempel (5) werden durch die eigentlichen Knopflochstempel (2) bei dem Stanzvorgang dann in ihrem Stempel hineingedrückt.
Soweit in der Beschreibung und den Patentansprüchen von Ober- oder Unterstempel gesprochen wird, ist es selbstverständlich, dass aus konstruktiven Gründen heraus auch alle im Oberstempel angeordneten Elemente im Unterstempel angeordnet werden können und dass in dieser Weise also eine Vertauschung der Funktion von Ober- und Unterstempel erfolgen kann, ohne das hierdurch gegenüber der erfindungsgemäss vorgeschlagenen Einrichtung etwas Neues oder Geändertes geschaffen wird.
Eine der Erfindung entsprechende Vorrichtung wird nachstehend beschrieben:
Das in Abb. 1 der Zeichnungen dargestellte Werkzeug besteht aus Ober- und Unterstempel. Im Oberstempel ist der Formstempel (1), die beiden Lochstempel (2) und die darüber sitzende Abschneidhülse (3) angeordnet. Im Unterteil sitzt der Form-Gegenstempel (4) und der federnd wirkende Ausstosser (5), welcher in die Löcher eingedrungene Materialreste entfernt. Das wesentliche Merkmal dieser Ausführung ist, dass das Material zuerst abgeschnitten und in geschlossenem Raum zwischen den Stempeln fertig gepresst oder geprägt wird und ohne Schneidgrat anfällt.
Eine andere Ausführungsform, bei welcher Ober- und Unterstempel sowie die Wirkungsweise der Schneidhülse andersartig sind, ist die nachstehende:
Hierbei sind im Oberstempel die federnden Auswerfer zum Ausstossen der Knopfloch-Ausstanzungen angebracht. Im Unterstempel sind die Schneidhülse und die Knopflochstempel unbeweglich, während der bewegliche Gegenstempel für die Form im Unterstempel gleichzeitig als Auswerfer dient. Der Unterstempel bewegt sich zum Auswerfen - relativ zur Schneidhülse und Knopflochstempel - zum Schluss nach oben.
Das in Abb. 2 Zeichnungen dargestellte Werkzeug besteht aus Ober- und Unterstempel. Im Oberstempel fest sitzt der Formstempel (14), in welchem die beiden in federndem Halter sitzenden Auswerfer (15) geführt sind. Im Unterteil sind die Abschneidhülse (13) und die beiden Lochstempel (12) fest angeordnet. Der Form-Gegenstempel (11) ist beweglich geführt, da er gleichzeitig als Auswerfer dient. Die Vorrichtung arbeitet so, dass durch den nach unten gehenden Oberstempel (14) von dem erhitztem Glasstab das erforderliche Teil im Zusammenwirken mit der Hülse (13) abgeschnitten und zwischen Oberstempel (14) und Unterstempel (11) innerhalb der Hülse (13) ausgepresst wird. Gleichzeitig stossen hierbei die Knopflochstempel (12) die Knopflöcher in den Pressling ein. Kleine Glasposten werden hierbei in die Knopflochbohrungen des Oberstempels (14) eingedrückt. Diese werden beim Rückgang des Oberstempels (14) nach oben durch die federnden Knopfloch-Gegenstempel (15) wieder ausgeworfen. Nach dem Rückgang des Oberstempels (14) nach oben wird der Unterstempel (11) nach oben geführt und wirft hierbei den fertigen Knopf aus der Hülse (13) heraus.
Um Werkstoff zu sparen, sind der Oberstempel (14), die Schneidhülse (13) und in der anderen Ausführungsform der Unterstempel (4) sowie die Schneidhülse (3) als kleine, leicht auswechselbare Einsätze ausgebildet, da der jeweils gerade mit der Schneidhülse zum Abschneiden zusammenarbeitende Gegenstempel und die Schneidhülse durch den Schneid- und Pressvorgang am stärksten beansprucht werden.

Claims (8)

1. ) Vorrichtung zu Herstellung von Presskörpern, insbesondere Knöpfen, aus Glas oder anderen in der Hitze plastischen Massen, gekennzeichnet durch
ein aus Schneidhülse (3), Ober- und Unterstempel (1, 4) bestehendes Werkzeug, durch das die Abtrennung und Ausformung der zur Werkstückherstellung notwendigen Werkstoffmenge erfolgt, wobei die Werkstoffmenge von einem an der Spitze erwärmten Stab oder Formstück abgetrennt wird.
2. ) Vorrichtung nach Anspruch 1. ) dadurch gekennzeichnet,
dass der Stempel (1) und die Schneidhülse (3) so zueinander geordnet sind, dass bei der Vorwärtsbewegung des Stempels (1) zuerst die Schneidhülse vorgeschoben wird, damit durch Zusammenwirken von Schneidhülse und gegenüberliegendem Stempel (4) ein Abscheren des Werkstoffes erfolgt
3. ) Vorrichtung nach Anspruch 1. ) dadurch gekennzeichnet,
dass zuerst Ober- und Unterstempel (1, 4) bei eingeschobenem erhitzten Werkstoff auf die dem Pressling entsprechende Dicke zusammengehen und dass sich erst dann zur Abtrennung des seitlich überstehenden Werkstoffes, die Schneidhülse (3) nach unten bewegt.
4. ) Vorrichtung zur Herstellung von Knöpfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Hauptstempel (1, 11) Knopflochstempel (2, 12) angeordnet sind, die ebenso wie die Schneidhülse (3) eine Längsbewegung relativ zum Hauptstempel ausführen.
5. ) Vorrichtung nach Anspruch 1. ) dadurch gekennzeichnet,
dass die Schneidhülse (13) und der Knopflochstempel (12) unbeweglich angeordnet sind, dass die Abtrennung der Werkstoffmenge durch Zusammenwirken des gegenüberliegendem Stempels (14) mit der Schneidhülse (13) erfolgt, und dass nach erfolgter Ausprägung der als Auswerfer ausgebildete Gegenstempel (11) den Pressling aus der Schneidhülse (13) herausstösst.
6. ) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schneidhülse (3) und der Knopflochstempel (2) gleichläufig im Verhältnis zu einem Hauptstempel (1) gesteuert werden und nach beendeter Herstellung des Knopfes soweit gegenüber dem Hauptstempel (1) zurückgehen, dass ein freies Herausfallen des fertig gestellten Knopfes gewährleistet ist.
7. ) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Herstellung von Knöpfen, dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Hauptstempel (4, 14) federnde Auswerferstempel (5, 15) angebracht sind, die von den in dem anderen Hauptstempel ( 1, 11) angeordneten Knopflochstempeln ( 2, 12) während des Pressvorganges zurückgestossen werden.
8.) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die der Hitze- und Schneidbeanspruchung unterliegenden Oberstempel, Unterstempel und Schneidhülse als auswechselbare Einsatzteile ( 3, 4, 13, 14) ausgebildet sind.

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