DEP0056272DA - Warm verpreßte, mit Gewebeeinlagen versehene Kunstharzpreßstoffplatten oder -formteile, insbesondere Maschinenteile - Google Patents

Warm verpreßte, mit Gewebeeinlagen versehene Kunstharzpreßstoffplatten oder -formteile, insbesondere Maschinenteile

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DEP0056272DA
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Germany
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synthetic resin
pressed
fabric
wood
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Gustav Düsseldorf Schwartz
Hans Joachim Meererbusch bei Düsseldorf Schwartz
Original Assignee
G. Schwartz & Co., Düsseldorf
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf warm verpresste, mit Gewebeeinlagen versehene Kunstharzpresstoff-Platten oder Formteile, insbesondere für hoch beanspruchte Maschinenteile, wie Lager, Zahnräder o.dgl. Es ist bekannt, derartige Kunstharzpresstoffteile herzustellen, bei denen als Füllstoff Papier-, Holz- oder Gewebeschnitzel oder auch Gewebebahnen Verwendung finden. Auch ist es bekannt, bei der Kaltverleimung von Hölzern mit Klebstoffen auf der Basis von Harnstoff-Aldehyd-Harzen das notwendige Härtungsmittel in Form einer durchtränkten Gewebefolie zu verwenden. Diesem Bekannten gegenüber besteht die Erfindung darin, dass die Körper, und zwar entweder Kunstharzpresstoffplatten oder fertige Formteile, aus abwechselnden Lagen von mit Phenol- und/oder Kresol-Harzen getränkte Gewebebahnen und von Holzschichten, insbes. Holzfurnieren bestehen. Hierdurch wird ein sehr widerstandsfähiger Körper geschaffen, der für die verschiedensten Zwecke benutzt werden kann. Wenn man kunstharzgetränkte Gewebebahnen allein verpresst, entsteht vielfach ein Pressteil mit hohem Harzgehalt, durch den die Elastizität des Presslings herabgesetzt wird. Benutzt man jedoch abwechselnd getränkte Gewebebahnen mit ungetränkten oder auch mit kunstharzgetränkten Holzschichten, so hat man die Möglichkeit, den Harzgehalt des Endproduktes und damit die Elastizität auf die technischen Erfordernisse abzustimmen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei einer solchen Anordnung an Gewebe eingespart wird, sodass der Pressteil billiger als bisher hergestellt werden kann, ohne dass seine technischen Eigenschaften hierdurch vermindert werden.
Bei der praktischen Ausführung kann man zwischen zwei Lagen des einen Stoffes ein oder mehrere Lagen des anderen Stoffes anordnen. Bei einzelnen Maschinenteilen, z.B. bei Zahnrädern, verlaufen vorteilhaft die Fasern der verschiedenen Lagen der Holzschichten winklig zueinander, z.B. unter einem Winkel von 45° oder 90°, wodurch die Homogenität des Presslings verbessert wird.
Zur Herstellung beliebiger Pressteile kann man die Gewebebahnen mit den Holzschichten z.B. in Plattenform verpressen, wobei diese Platten in geschlossenen Formen bestimmter Abmessungen oder auch unbegrenzt hergestellt werden können. Aus diesen Platten werden dann die gewünschten Maschinenteile durch spanabhebende Formgebung hergestellt. Man kann aber auch die Presstoffteile von vornherein in der endgültigen Form fertig pressen, was selbstverständlich die Anfertigung der notwendigen Pressformen bedingt. Den letzteren Weg wird man z.B. bei der Herstellung von Lagersegmenten oder von Blocklagern beschreiten. Selbstverständlich können aber auch andere Maschinenteile in der gleichen Weise gefertigt werden.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele von Kunstharzpresstoffteilen gemäss der Erfindung schematisch im Querschnitt dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 eine ebene Platte und Fig. 2 ein Lagersegment.
Zur Herstellung beliebiger Presstoffteile kann man gemäss Fig. 1 eine ebene Platte herstellen, die aus Gewebebahnen 1 mit Lagen aus Holz, insbesondere aus Holzfurnieren 2 zusammengesetzt ist. Die Gewebebahnen sind in üblicher
Weise mit Kunstharz getränkt, während die Holzfurniere entweder ungetränkt, oder aber auch mit Kunstharz getränkt sein können. Die so aufgebaute Platte wird dann in üblicher Weise unter Anwendung von Hitze und Druck gepresst. Es können zwischen zwei Gewebebahnen 1 jeweils eine oder mehrere Holzschichten 2 gelegt werden, oder umgekehrt, zwischen zwei Holzschichten eine oder mehrere Gewebebahnen.
Vorteilhaft verlaufen die Fasern der verschiedenen Lagen der Holzschichten 2 winklig zueinander, um die Festigkeitseigenschaften des Presslings zu erhöhen.
Nach Fig. 2 sind zur Herstellung von fertigen Lagersegmenten ebenfalls Gewebebahnen 1 mit Lagen aus Holzfurnieren 2 zusammengesetzt. Hierbei kann das Segment von vornherein beim Pressen die endgültigen Abmessungen erhalten, das Segment kann aber auch noch spanabhebend bearbeitet werden. Selbstverständlich lässt sich ein solches Lagersegment auch durch spanabhebende Bearbeitung einer Presstafel gemäss Fig. 1 herstellen. Statt flacher Tafeln können natürlich auch Blöcke oder Platten hergestellt werden, man kann aber auch in gleicher Weise Rohre oder andere Halbfabrikate pressen und diese Vorformlinge entsprechend bearbeiten.
Bei derartigen Kunstharzpresstoffteilen verwendet man vorteilhaft Gewebebahnen aus Baumwolle, wobei die Fäden für die Kette und den Schuss gleiche Stärke aufweisen. Wenn jedoch die Kette unterschiedlich ist gegenüber dem Schuss, sei es, dass eine andere Fadenstärke oder ein anderer Werkstoff für den Faden verwendet wird, so kann man auch die Gewebebahnen in den einzelnen Schichten winklig zueinander verlegen.

Claims (4)

1.) Warm verpresste, mit Gewebeeinlagen versehene Kunstharzpresstoffplatten oder -formteile, insbes. Maschinenteile, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus abwechselnden Lagen von mit Phenol- und/oder Kresolharzen getränkten Gewebebahnen (1) und von Holzschichten, insbes. Holzfurnieren (2) bestehen.
2.) Presstoffteile nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Lagen eines Stoffes ein oder mehrere Lagen des anderen Stoffes angeordnet sind.
3.) Presstoffteile nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzschichten (2) ungetränkt oder mit Kunstharz getränkt sind.
4.) Presstoffteile nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern der verschiedenen Holzschichten (2) und/oder der Kunststoffgewebebahnen winklig zueinander verlaufen.

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