DE887409C - Fuellstoff fuer plastische Kunststoffmassen - Google Patents

Fuellstoff fuer plastische Kunststoffmassen

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DE887409C
DE887409C DEN2072D DEN0002072D DE887409C DE 887409 C DE887409 C DE 887409C DE N2072 D DEN2072 D DE N2072D DE N0002072 D DEN0002072 D DE N0002072D DE 887409 C DE887409 C DE 887409C
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DE
Germany
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filler
wood
plastic
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flat
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DEN2072D
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Curt Neubauer
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description

  • Füllstoff für plastische Kunststoffmassen Die Struktur der Füllstoffe plastischer Massen hat erfahrungsmäßig auf die mechanischen Festigkeitswerte der daraus erzeugten Fertigfabrikate wesentlichen Einfluß. Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei die Fasern und Faserstoffe, deren Art, Größe und Festigkeit. Aus diesem Grunde verwendet man in bekannter Weise z. B. Zellstoff-, Textil- und Asbestfasern, -fä.den und -schnitzel mit großem Vorteil als Füllstoff für plastische Massen.
  • Auf dem Gebiete der Kunststoffe haben sich in neuerer Zeit auch gewisse Arten von soggenanntem Schichtholz Bedeutung und Verbreitung verschafft. Dieses Schichtholz wird hergestellt, indem -man dünne, ausgesucht einwandfreie Furniere mit Kunstharz schichtweise unter Druck und Wärme miteinander verleimt, wobei bei manchen Ausführungen das Furnier auch vollständig von Kunstharz durchtränkt sein kann. Bei den Schichtholzausführungen verläuft die Faserrichtung der einzelnen geschichteten Holzfurniere entwe-der_paral'lel oder senkrecht zueinander oder auch in sternförmiger Schichtung. Während es bei der kreuzweiten Verleimung, d. h. Verleimung von um 9b° gegeneinander verdrehten Schichten nicht ohne weiteres möglich ist, eine Platte mit gleichmäßigen Festigkeitseigenschaften in allen Winkeln zwischen Beanspruchungs- und äußerer Faserrichtung zu erzielen, erzielt man wesentlich günstigere Verhältnisse, wenn man die übereinanderliegenden Zwischenschichten in ihrer Faserrichtung um Winlkel verdreht, die kleiner sind als 9o°. Bei dieser sternförmigen Schichtung weiden bedeutend gleichmäßigere Festigkeitseigenschaften erzielt, da dabei auch in Diagonalrichtung bzw. im Winkelbereich zwischen o und 9o° Schichten mit Längsholz vorhanden sind. Die Festigkeit von derartigem Schichtholz ist außerordentlich hoch. Beispielsweise beträgt die Biegefestigkeit 25oo bis 3ooo kg/cm2, die Schlagbiegefestigkeit So bis r,oo cmkg/em2, während sieh die Biegefestigkeit der verschiedenen genormten Preßstoffe in der Regel zwischen 50o bis 1200 lcg/cm2 und :die Schlagbiegefestigkeit zwischen 3,5 bis 25 cmkg/cm2 bewegt.
  • NTach der vorliegenden Erfindung werden kleine, dünne, flache Holzstücke in der Größe von einem oder wenigen Quadratzentimetern und von möglichst gleichmäßiger Dicke als Füllstoff für plastische, Massen verwendet. Derartige flache Holzstücke können entweder aus Rundholz oder anderem Stückholz besonders hergestellt werden. Sie können aber auch gewissen Holzabfällen entnommen und, falls diese Holzabfälle in bezug auf Größe und Dicke den Erfordernissen des neuen Füllstoffes nicht genügen, auf die gewünschten Abmessungen. zugeschnitten werden. Ganz besonders gut eignen sich F urnierblätter und Furnierabfälle zur Herstellung eines derartigen Füllstoffes. Solche Furnierblätter werden in den einschlägigen Fabriken, z. B. in Sperrholz- und Möbelfabriken, in großen Mengen hergestellt und verarbeitet, wobei natürlich auch große Mengen Furnierabfall entstehen, die für den angegebenen: Zweck in hochwertigster Weise wieder verwendet werden können.
  • Solche Furniere werden in ganz verschiedenen Dicken erzeugt, z. B. in Dicken von einem Zehntelmillimeter an bis zu mehreren Millimetern. Als Füllstoff im Sinne :der vorliegenden Erfindung am vorteilhaftesten verwendbar sind natürlich die Dicken unter einem :Millimeter, die sich beim Verformen am besten der beabsichtigten Form des Fertigstückes anschmiegen. Für den gekennzeichneten Verwendungszweck eignet sich sowohl Weichals Hartholz. Hartholzfüllstoff ergibt jedoch eine höhere Festigkeit :des Fertigproduktes. Dieser Furnierfüllstoff hat den besonderen Vorteil für sich, daß die Einzelstücke des Füllstoffes für einen bestimmten Zweck durchgehend in der gleichen Dicke hergestellt werden können und daß auch diese Einzelstücke selbst an allen Stellen ihrer Oberfläche die gleiche Dicke 'haben. Das bedeutet, daß das fertige Formstück hei sonst gleicher Verarbeitungsweise in allen Zonen die gleiche Festigkeit hat, was von größtem Vorteil ist.
  • Von besonderem Wert ist ferner, daß die Einzelstücke dieses Furnierfüllstoffes über ihre ganze Dicke hinweg eine gleichmäßige Faserlänge haben, wodurch die hohe Festigkeit des Fertigproduktes hauptsächlich bedingt ist.
  • Auch andere Arten von Holzabfällen flächiger Art. wie z. B. Schälspäne, Hobelspäne u. dgl., können in Größen von einem oder mehreren )iiadratzeutimetern für den angegebenen Zweck benutzt werden und ergeben erfahrungsgemäß den Vorteil einer ziemlich hohen Festigkeit des fertigen Formstückes. Jedoch haben Holzabfälle der letztgenannten Art gegenüber den Furnierstücken den Nachteil, daß sie nicht an allen Stellen ihrer Oberfläche die gleiche Dicke haben, daß sie nicht über ihre ganze Dicke hinweg die gleiche Faserlänge aufweisen und daß ferner bei ihrer Entstehung die festigkeitsgebenden Fasern der Späne vielfach durchschnitten werden, was eine Beeinträchtigung der Festigkeit des Fertigproduktes bedeutet.
  • Das Format dieser flächigen Füllstoffholzstücke kann sowohl quadratisch, rechteckig oder sonstwie geformt sein.
  • Für die Imprägnierung dieses neuen Füllstoffes mit dem Bindemittel können mannigfache Verfahren benutzt werden. Beispielsweise ist eine Tränkung des Füllstoffes mit dem geschmolzenen oder in Lösungsmitteln gelösten Bindemittel anwendbar. Das Bindemittel kann ferner in flüssigem oder pulverisiertem Zustand kalt oder unter Anwendunig von Wärme auf den Füllstoff aufgesprüht oder aufgestäubt werden. Auch eine Verknetung des Füllstoffes mit dem geschmolzenen Bindemittel ist möglich. Der Füllstoff befindet sich bei diesen verschiedenen Imprägnierungsverfahren, die in beliebiger Art anwendbar sind, zweckmäßig in ständiger umlaufender Bewegung, so daß alle Teile der Füllstoffeinzelstücke gleichmäßig vom Bindemittel benetzt und überzogen werden. je nach dem Verwendungszweck können die Füllstoffstücke völlig oder teilweise vom Bindemittel durchtränkt oder nur deren Oberfläche vom Bindemittel überzogen werden. Auch die Anwendung von Druck oder Vakuum bei der Imprägnierung ist möglich.
  • An sich kann auch jedes beliebige Bindemittel für die Imprägnierung des neuen Füllstoffes verwendet werden, thermoplastische oder härtbare oder sonstwie geartete. Sehr gute Erfahrungen wurden bisher mit der Verwendung härtbarer Kunstharze gemacht, z. B. mit Phenol- und Kresolharzen. Auch sonstige Zusätze, wie isie für plastische Massen gebräuchlich sind, z. B. Wachse, Weichmacher usw., sind anwendbar.
  • Die Verformung des imprägnierten neuen Füllstoffes kann ebenfalls so erfolgen, wie es das angewandte Bindemittel verlangt, z. B. unter Druck lind Wärme oder auch nur unter Anwendung von Druck im kalten Zustand und erforderlichenfalls unter nachfolgender Anwendung von Wärme usw.
  • Der neue Füllstoff kann sowohl zur Erzeugung von Platten als auch von Formstücken beliebiger Art benutzt werden. Für die Herstellung von Formstücken bietet der neue Füllstoff jedoch ganz besondere Vorteile.
  • Die Verarbeitungsweise des imprägnierten neuen Füllstoffes erfolgt so, daß die Füllstoffstiicke vollkommen regellos und, ohne daß eine bestimmte Faserrichtung der Einzelstücke eingehalten wird, flachliegend in die Preßformen gefüllt werden. worauf die Pressung erfolgt.
  • Der neue Füllstoff für plastische Massen bietet folgende Vorteile: Da die einzelnen Füllstoff stücke flach sind, legen sie sich bei der Füllung der Preßformen, wie die praktische Erfahrung zeigt, flach übereinander und stellen sich nicht hochkantig. Tedes einzelne Füllstoffstück kommt bei der regellosen Füllung der Preßforinen mit seinen Längs- . fasern in eine beliebige Richtung, so daß die einzelnenFüllstoffstücke nach derEinfüllung untereinander eine völlig verschiedene, regellose Faserrichtung haben. Auf diese Weise wird sowohl bei der Herstellung von Platten als auch bei -der von Formstücken der Vorteil des sternförmig geschichteten Schichtholzes, also sehr hohe, gleichmäßig über die ganze Preßfläche verteilte Festigkeit, nicht nur erreicht, sondern auch noch erheblich überschritten. In jeder Zone des fertigen Preßstückes besteht die gleiche außerordentlich hohe Festigkeit.
  • Mittels der sternförmig geschichteten Furnierblätter konnten bisher nur Platten erzeugt werden. .Mittels des neuen Füllstoffes ist es jedoch möglich, nicht nur Platten, sondern auch formgepreßte Stücke beliebiger Form herzustellen.
  • Im Vergleich zu mehligen oder faserigen Füllstoffen ist bei .dem neuen Füllstoff die Summe der mit .dem Bindemittel zu imprägnierenden Fül.lstoffteilchenoberflächen erheblich kleiner. Aus diesem Grunde wird für die gleiche Gewichtsmenge des neuen Füllstoffes erheblich weniger Bindemittel gebraucht wie bei mehligen und faserigen Füllstoffen, ohne daß dadurch die guten Eigenschaften verringert werden. Die Ersparnis beträgt etwa 5o%. Bei dem neuen Füllstoff werden erhebliche Mengen eines sonst nahezu wertlosen Abfalles, .der bisher verbrannt wurde: zu einem hochwertigen Produkt verarbeitet.
  • Der Rohstoff für den neuen Füllstoff muß nicht wie bei vielen anderen Füllstoffen, z. B. Asbest, Textilfasern und -schnitzel, Zellstoff usw., ganz oder zum erheblichen Teil aus dem Ausland bezogen werden. Er ist vielmehr im Inland in reichlichen Mengen vorhanden.
  • Der neue Füllstoff wird hei der Imprägnierung entweder nur vom Bindemittel überzogen, wodurch ein leichtes holzartiges Preßstück erzeugt wird, oder auch vom Bindemittel völlig durchtränkt, wodurch ein Preßstück von harzartiger, sehr wasserabweisender Beschaffenheit erzielt wird. -

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Füllstoffe für plastische Kunststoffmassen zum Herstellen von Platten oder Formteilen, bestehend aus dünnen, flächigen, möglichst gleichmäßig dicken £-Iolzstücken von quadratischem, rechteckigem oder beliebigem anderen Format.
  2. 2. Füllstoffe für plastische Kunststoffmassen nach Anspruchtt, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der flächigen Holzstücke so bemessen ist, daß diese mit regelloser Faserrichtung in möglichst flacher Sc'hic'htung in die Preßform gefüllt werden können.
  3. 3. Füllstoffe für plastische Kunststoffmassen nach Anspruch it und a, -dadurch gekennzeichnet, daß die den Füllstoff bildenden dünnen, flächigen Holzstücke von möglichst gleichmäßiger Dicke entweder aus Rundholz oder beliebigem Stückholz besonders hergestellt oder aus Holzfurnier gewünschter Dicke herausgeschnitten werden. a.. Füllstoff für plastische Kunststoffmassen nach Anspruch t bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die den Füllstoff bildenden dünnen, flächigen Holzstücke nicht nur in sich, sondern auch untereinander von möglichst gleichmäßiger Dicke sind.
DEN2072D 1942-08-02 1942-08-02 Fuellstoff fuer plastische Kunststoffmassen Expired DE887409C (de)

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