DEP0056045DA - Verfahren und Vorrichtung zum Schließen von Rissen in Holzschwellen, insbesondere solchen von Gleisanlagen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Schließen von Rissen in Holzschwellen, insbesondere solchen von GleisanlagenInfo
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Description
Es ist bekannt, dass die bei Gleisanlagen verwendeten Holzschwellen infolge von Witterungseinflüssen starker Rißbildung ausgesetzt sind, die meist zu einer raschen Zerstörung der Schwellen führen muss.
Die vorliegende Erfindung beseitigt diesen Uebelstand durch ein Spanngerät, mit welchem die erwähnten Risse in wenigen Augenblicken abgedichtet und dauerhaft verschlossen werden können.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in 5 Figuren dargestellt, es zeigen:
Fig. 1 das Schaubild eines Gleisstückes,
Fig. 2 die Anlegung eines Verschlußbandes,
Fig. 3 eine Seitenansicht des an eine eingerissene Schwelle angelegten Spanngerätes,
Fig. 4 die wieder geschlossene Schwelle,
Fig. 5 eine um 90° gedrehte Ansicht gegen das Spanngerät nach Fig. 3.
Das Verfahren zum Schließen von Rissen in Schwellenhölzern von Gleisanlagen besteht darin, dass man ein an seinen beiden freien Enden auf eine gewisse Länge mit Seitenverzahnung b, Fig. 4, versehenes Stück Stahlband a nach Art der Fig. 2 und 3 um die Schwelle c legt, wobei die nach oben gerichteten Zähne e einer zuvor unter das Bandende geschobenen Sicherungsklammer f in die Zahnlücken des unteren Bandendes d eingreifen. Durch Ansetzen und Betätigen eines Spanngerätes nach Fig. 3 und 5 wird alsdann das obere noch freie Bandende über das untere gezogen und über diesem ebenfalls in die Sicherungsklammer eingedrückt, worauf die Zähne der letzteren durch Gegeneinanderbiegen geschlossen werden, um so die Spannstellung des Bandes zu verankern.
Nunmehr kann das Spanngerät abgenommen und an anderer
Stelle verwendet werden. Das Spanngerät besteht aus einer zweischeNKligen SpanNKlaue g, deren seitlicher Schenkelabstand etwas grösser ist als die Breite des Stahlbandes a. An einen Ende i der SpanNKlaue ist eine Gall'sche Gelenkkette h fest und gelenkig angeschlossen, während die anderen schräg gerichteten Endpfeiler g(sub)1 der SpanNKlaue g mit Einbohrungen g(sub)2 versehen sind, in welche Stehbolzen k(sub)1 zweier Führungsspindeln k eingesteckt und mittels eines Verriegelungsstiftes l an der SpanNKlaue gesichert werden. In einem oberen als Traverse ausgebildeten Verbindungsstück m der Führungsspindeln k ist eine Gewindespindel n geführt, die inmitten der Spindeln k mittels eines Handrades o in der Pfeilrichtung I der Fig. 3 gehoben oder gesenkt werden kann und an einem in den Spindeln k axial geführten Spannstück p, mit dem die Kette h gespannt wird, angreift. Das Spannstück zeigt zwei parallel vorspringende Arme r, durch welche ein das frei herabhängende Trum h(sub)1 der Gelenkkette h haltender und sichernder Spannbolzen q hindurchgeführt ist, Fig. 3 und 5.
Die Gall'sche Gelenkkette h ist über eine zwischen den Führungsspindeln k drehbar eingesetzte Gleit- bzw. Druckrolle s geführt, um so einen möglichst waagerechten Zug und Annäherung der Kettenenden über der Schwellenoberfläche zu erreichen.
Von besonderer Bedeutung ist noch, dass die beim Ausstanzen der Zähne e stehengebliebenen Stege der Sicherungsklammer f beim Anspannen des Stahlbandes a dem wachsenden Druck der beiden Schenkel der aufliegenden SpanNKlaue g ausgesetzt sind, so dass sie dauernd niedergehalten werden, d. h. gezwungen sind, ihre ursprüngliche Lage beizubehalten.
Der Vorgang bei Anwendung des Risse-Schließverfahrens ist kurz folgender:
Nachdem das Band a mit dem einen Ende in die Sicherungsklammer f eingelegt ist. (Fig. 2), wird das andere Bandende lose darübergelegt und nunmehr das Spanngerät so aufgesetzt, dass die beiden SpanNKlauenschenkel g, das Bandende zwischen sich aufnehmend, die vorspringenden Zähne der Sicherungsklammer f bedecken. Die Kette h wird jetzt um die Schwelle c herumgelegt (Fig. 3) und vor der Druckrolle s nach oben durch das Spannstück p hindurchgeführt und in loser Spannung mittels des Bolzens q gesichert. Durch
Verdrehen des Handrads o wird die Gelenkkette h in der Pfeilrichtung II angezogen und hierbei das Stahlband kräftig an den Schwellenumfang angepresst. Es bedarf jetzt nur noch des Einsenkens des noch freien Bandendes d in die Klammerzähne, worauf diese gegeneinander gebogen und geschlossen werden. In dieser Lage sind die Risse auf der Schwellenseite wieder dicht geschlossen.
Die Vorteile der Ausführung liegen weiter darin, dass der Schließvorgang keine beachtenswerte Zeit beansprucht, sowie dass die Verschlußkammer u. U. mehrmals verwendet werden kann. Ist beispielsweise junges Holz für die Schwelle verwendet worden, so ist es zweckmässig, die Zähne der Schließklammer zunächst nur leicht einwärts zu biegen, um sie im Bedarfsfalle zurückbiegen und in die nächstfolgenden Zahnlücken des oberen Bandendes eindrücken zu können, wo sie dann - nach Schliessung der Risse - endgültig und bis auf ihren Grund gegeneinander niedergebogen werden. Auch kann das Band durch Ansetzen einer Rätsche hinter dem Spanngerät zusätzlich stärker angespannt und so die grössten Risse wieder dicht geschlossen werden.
Claims (5)
1) Verfahren zum Schließen von Rissen in Holzschwellen, insbesondere von solchen in Gleisanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass ein in seiner Länge den Schwellenumfang übertreffendes Stahlband (a) an der Rißstelle um die Schwelle (c) gelegt und mittels eines Spanngeräts unter Schließung der Risse zusammengezogen und verankert wird.
2) Vorrichtung der Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 bestehend aus einem durch eine SpanNKlaue (g) gebildeten Spanngerät mit Führungspfeilern (k) und Gewindespindel (n) sowie Gelenkkette (h), derart, dass das Stahlband (a) nach seiner losen Umlegung um die Schwelle (c) von der aufzulegenden Kette (h) beim Anzug der Gewindespindel (n) zwecks Schliessung der Risse kräftig gespannt wird.
3) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gall'sche Gelenkkette (h) zwecks Erzielung eines waagerechten Zuges in Richtung der oberen Schwellenebene über eine Gleitrolle (s) einer SpanNKlaue geführt ist.
4) Vorrichtung nach Anspruch 2 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf Führungsspindeln (k) ein mit einer Gewindespindel (n) verbundenes Spannstück (p) heb- und senkbar geführt ist, welches in Verbindung mit einem die verengten Querschnitte der Kettengelenke durchdringenden Spannbolzen (q) beim Verdrehen eines Handrades (o) die Kette (h) und damit das Stahlband (a) unter kräftige Spannung versetzt.
5) Stahlband zur Verwendung bei dem Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dessen Enden (d) mit seitlichen Rand- und Endverzahnungen versehen sind, die durch eine Schließzähne (e) aufweisende Klammer (f) in ihrer die Schwellenrisse schliessenden Spannstellung gehalten sind.
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