DEP0055584DA - Abstimmbarer Schwingkreis - Google Patents
Abstimmbarer SchwingkreisInfo
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Description
Es ist bekannt, aus Leitungen mit gleichmäßig verteilter Kapazität und Induktivität Schwingkreise zu bauen. Ihre Länge beträgt im allgemeinen ein Viertel oder die Hälfte der Wellenlänge der Eigenfrequenz. Bei Schwingkreisen von ein Viertel Wellenlänge ist das eine Ende galvanisch oder kapazitiv kurzgeschlossen. Es ist ferner bekannt, durch Anschalten einer Kapazität an das nicht kurzgeschlossene Ende die Leitung zu verkürzen. Der galvanische oder kapazitive Kurzschluß ist zur Abstimmung oft verschiebbar gemacht. Es ist ferner bekannt, daß die Spannungsverteilung längs einer nahezu verlustlos schwingenden Leitung einem cos-Gesetz gehorcht.
Erfindungsgemäß wird nun nicht das kurzgeschlossene Ende bei der Abstimmung verschoben, sondern ein Teil der Verkürzungskapazität zur Abstimmung des Kreises verschiebbar gestaltet. Die Abstimmung erfolgt nun derart, daß der verschiebbare Teil der Verkürzungskapazität längs des Leitungskreises verschoben wird. Die Abstimmung erhält gegenüber der sonst üblichen Methode den umgekehrten Frequenzgang. Befindet sich der Schieber am kurzgeschlossenen Ende, dann hat der Schwingkreis die hohe Eigenfrequenz. In diesem Falle liegt der verschiebbare Teil der Verkürzungskapazität an einem Ort, an dem die elektrische Feldstärke Null ist. Die Kapazität wird nicht wirksam. Sie ist durch den unmittelbar danebenliegenden Kurzschluß des Kreises kurzgeschlossen. Dagegen hat an dem Ende, an dem der feste Teil der Verkürzungskapazität liegt, die elektrische Feldstärke ihr Maximum. Die Kapazität des Schiebers wird hier voll wirksam. Zur Vermeidung von Schleifkontakten wird tunlichst die verschiebbare Kapazität an beide Leiter, die den Schwingkreis bilden, kapazitiv angekoppelt. Zwischen den beiden Grenzlagen wird die Kapazität des verschiebbaren Teils der Verkürzungskapazität verschieden stark wirksam. Die Abstimmungskurve gleicht angenähert dem mittleren Teil der Viertelperiode einer sin-Kurve. Um den Einfluß der Streuung der Röhrenkapazität der angeschlossenen Schaltung erträglich klein zu machen, muß ein so großer Teil des Verkürzungskondensators fest bleiben, daß die Frequenzverwerfung bei Röhrenwechsel oder Fadingregelung vernachlässigbar klein bleibt. Es ist ferner aus einem zweiten Grunde notwendig, die verschiebbare Kapazität auf einen Teil der Verkürzungskapazität zu beschränken. Wird die gesamte Verkürzungskapazität verschoben, dann kann der Fall eintreten, daß sowohl der Teil des Leitungskreises, der zwischen galvani-
schem Kurzschluß und verschiebbarer Kapazität liegt, als auch der Teil, der zwischen verschiebbarer Kapazität und Röhre liegt, in Resonanz gerät. Es treten in diesem Fall bandfilterartige Selektionskurven auf.
Mit dieser Abstimmungsart kann der Variationsbereich auf sehr einfache Art dadurch geändert werden, daß ein verschieden großer Bruchteil der Verkürzungskapazität verschiebbar ausgebildet wird, ohne daß die Übersetzung des Antriebes geändert zu werden braucht. Ferner wird eine natürliche Feinabstimmung ohne große Übersetzungsscheiben im Antrieb erzielt. Um eine mechanisch spielfreie Bewegung der verschiebbaren Kapazität zu erreichen, wird das Außenrohr über die Verschiebungslänge mit einem Längsschlitz versehen, durch den zwei starre Stifte aus Isoliermaterial in die verschiebbare Kapazität ragen. An diesen Stiften wirkt die bewegende Kraft.
An Stelle eines Metallzylinders, welcher durch an der Stirnseite angebrachte Isolierscheiben gegen das Innenrohr isoliert ist, kann, um die verschiebbare Kapazität zu bilden, auch ein Vollzylinder aus einem Isoliermaterial großer Dielektrizitätskonstante und kleinen Verlustwinkels verwendet werden.
Um die Röhre induktionsfrei und ohne Leitungsverluste anzuschalten, ist es von Vorteil, das Isoliermaterial, welches die Sockelkontakte trägt, unmittelbar an dem Innenrohr zu befestigen. Es kann dabei das die Kontakte tragende Isoliermaterial unmittelbar als Dielektrikum der Kopplungskapazität benutzt werden.
In der Abb. 1 bedeuten:
1 = Kurzschlußscheibe, 2 = Innenrohr, 3 = Außenrohr, 4 = fester Teil der Verkürzungskapazität, 5 = verschiebbarer, elektrisch isolierter Metallhohlzylinder, 6 = Scheiben aus Isoliermaterial, 7 = Röhre, 8 = unmittelbar auf dem Innenrohr angebrachter Sockelkontakt, 9 = Isoliermaterial, das mit der Halterung des Sockelkontaktes und dem Innenrohr die Kopplungskapazität bildet.
In der Abb. 2 bedeuten:
10 = Kurzschlußbügel, 11 und 12 = die beiden parallelen Leiter, 13 = fester Teil der Verkürzungskapazität, 14 = verschiebbare, elektrisch von den Leitern isolierte Metallhohlzylinder, 15 = Scheiben aus Isoliermaterial.
Claims (8)
1. Aus parallelen oder konzentrischen Leitungen aufgebauter abstimmbarer Schwingkreis mit Verkürzungskapazität - speziell für Ultrakurz- und Dezimeterwellen -, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstimmung durch Verschieben eines Teiles der Verkürzungskapazität längs der den Schwingkreis bildenden Leitung geschieht.
2. Schwingkreis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für konzentrische Leitungen die verschiebbare Kapazität aus einem verschiebbaren konzentrischen Metallzylinder besteht, der gegen Innen- und Außenrohr elektrisch isoliert ist.
3. Schwingkreis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für Parallelleitungen die verschiebbare Kapazität aus zwei verschiebbaren, elektrisch gegen die Parallelleitungen isolierten und sie umgebenden Metallhohlzylindern besteht, die metallisch und starr miteinander verbunden sind.
4. Schwingkreis nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stirnseite der verschiebbaren Metallhohlzylinder Isolierscheiben großer Dielektrizitätskonstante und kleinen dielektrischen Verlustwinkels befestigt sind, auf denen die Hohlzylinder gleiten.
5. Schwingkreis nach Anspruch 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei konzentrischen Leitungen das Außenrohr einen Längsschlitz enthält, durch den die mechanische Kraft wirkt, die den verschiebbaren Hohlzylinder bewegt.
6. Schwingkreis nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß für konzentrische Leitungen die verschiebbare Kapazität aus einem Vollzylinder aus einem Isoliermaterial großer Dielektrizitätskonstante und kleinen Verlustwinkels besteht.
7. Schwingkreis nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder zwei Sockelkontakte der angeschlossenen Röhren unmittelbar an den Leitungen befestigt sind, so daß Zuleitungen zwischen Schwingkreis und Röhre vermieden werden.
8. Schwingkreis nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Leitungen unmittelbar aufgebauten Sockelkontakte durch ein Dielektrikum von der Leitung getrennt sind, derart daß die Halterung zugleich den Kapazitätsbelag bildet.
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