DEP0055194DA - Verfahren zur Aufbereitung von natürlichen Kopalen und Dammaren. - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung von natürlichen Kopalen und Dammaren.

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DEP0055194DA
DEP0055194DA DEP0055194DA DE P0055194D A DEP0055194D A DE P0055194DA DE P0055194D A DEP0055194D A DE P0055194DA
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DE
Germany
Prior art keywords
copals
organic
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damars
natural
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English (en)
Inventor
Dr. phil. Scheiber Hans Ernst
Original Assignee
Fa. Robert Kraemer, Bremen
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Description

Verfahren zva Aufbereitung von natürlichen Kopalen und Dämmeren*
Der "bisher geübte Abschmelz- und Krackprozess rezentfossiler bzw® fossiler Kopal© bzw. Dammare, wie z.B· Kongo-Kopalj, Kauri-Kopale, harte Manlla-Kopale, braune oder schwarze Sumatra-Dammare uedgle? leidet unter dem !Nachteil, dass bei den notwendigen Erhitzungstemperaturen von 250 - 360 Grad ρ'zwangsläufig gegebene Verunreinigungen und Beimengungen organischer Struktur, wie HolSy Rinde, Humussubstanz usw., verbrennen und das Schmelzgut in seine© Farbton nachteilig beeinflussen. Aus dem bekannten Unterschied zwischen praktisch verunreinigungsfreiem Kongo-Kopal grosstückiger und wasserheller Beschaffenheit und verunreinigtem Kongo-Kopal sndererseitSj ist dem F/i^ktiker die durch diese organischen Beimengungen bedingte Färbung bekannt. Dementsprechende Bemühungen^ den Eopal nach einem anderen Verfahren lösungsmittel- und ölverträglich au machen^ sind in der Literatur aasreichend beschrieben, wie andererseits ihre bisherige praktische Mchtdurchföhrbarkeit belegt®
Es hat sich nun geaeigt^ dass-man zu einer notwendigen Abtrennung der organischen Verunreinigungen kommen ±βώιι9 wenn man den Kopal einer wässrigen Verseifung-zuführt. Bei der unterschiedlichen und in den meisten Fällen ungenügenden Löslichkeit der Kopale bzw· Dammare beschriebener Art in wässrigen Alkalien hat sich nun er» geben, dass man durch gleichzeitige Anwesenheit bzw. Mitverwendung stark lösender organischer Lösungsmittel a«,T* oder gänzlich wasserlöslicher Art und gegebenenfalls unter Anwendung höherer Drucke (im Autoklav) zu einer vollst Madigen und glatten Lösung., z.T· unter massigen und den !Farbton schonenden Temperaturen, kommen kann» Als hervorragende Zusätze zu den üblichen alkalischen Medien, wie AiEfooniak, Mat ronlauge-, Kalilauge, Soda usw· haben sich z.B» Ketone, wie Aceton., Cyclohexanon, Glykoläther, wie z.B* Hethylgly-JiOl5, Äthylglykol, Propylglykol· und Butylglykol erwiesen. Auch organische Amine, wie ζ,-B-.-Morpholin, Triäthanolasain? Diäthanosfaün uswe sind grundsätzlich oder fallweise von her vorragend em Wert!,. was gleichfalls von nur bedingt v?asserlöslicüaens aber stark lösend
wirkenden Lösungsmitteln, wie ζ®Ββ jissigester und But a no I gilt®
Unter den aufgezeigten Möglichkeiten kann malf also wählen und damit gewisse« Schwierigkeiten beheben^ die aus dem mit in LosiHig Sehen bestimmter Gerbstoffe und !farbstoffe resultieren^
Die weitere Aufbereitung der wässrig-lösungsmittelhaltigen, alkalisehen Harzlösungen erfolgt nach bekannten Prinzipien und Methoden* Nach entsprechender Abtrennung und Klärung vom unlöslichen Schmutz und Verunreinigungen kann eine Äbdestillation des oder der Lösungsmittel vorgenommen weröen9 wobei' zur Zerstörung binärer Geraische weitere Lösungsmittel geeigneter Arts z.B9 7:ensol? für den Pail zugesetzt werden^ dass das übergehende UFassiar-Lösungsaittelgemisch in seiner Zusammensetzung unlcontr ο liier bare Prozentsätze annimmt„ die aur Wiedereinführung in den Prozess ungeeignet sind β Andererseits kann man. eine selektive Verlegung in die Harzbeatandteile vornehmen und gegebenenfalls bestimrate Anteile herausfallen oder herauslösen.» die als Einzelbestandteil erwünscht oder im Harz als unerwünscht gelten«, ^i e Harzlösungen Iz'öxinen in ■bekannter Weise gebleicht/werden.
"Die Zerlegung der alkalischen Harslösuny und Kückgewinnung des Harzes erfolgt üblicherweise durch Ausfällung mit einer mineralischen Säures wie ζβΒ* Schwefelsäure<, Salzsäure unter vorsichtiger Handhabung des Heutralisationsprozesses und seiner Reaktionsteiapersturo Hr kann aber auch durch andere bekannte Reaktionaproaesse vor^tnojiirien werden. Die Aufbereitung der '-ausgefällten^ voluHiIgen Harzanteile erfolgt in bekannter Weise wie bei der Herstellung und Gewinnung von harzsauren Salzen« Es kanidzweckmässig sein9 die atts^efällten Harze nur scharf abzupressen und bei m^asi^er cd er kontrollierter direkter oder indirekter "Ä'ärme su verflüssigen und wasserfrei zn gestaltens wobei ein Zusatz von zeBa anderen Harzen, wie Kolophonium, Harzestex uswe zweckmäasig sein kann.
Die nach dem einen oc^or anderen Verfahren erhaltenen Harze lassen sich entweder als gereinigte Kopale oder Daramar© nach dem bekannten
Krackverfahren oder den in den Anmeldungen P 55 195 I¥c/22h D5 betreffend Verfahren sum Abschmelzen
. von Kopalen- und Bemraaren "bzw®
ρ 55 196 I¥e/22h D9 betreffend Verfahren zur Aufarbeitung ¥on,
iüopal-oder Dammar-Staüb und minderwertigen Kopalpartie'n
beschriebenen Verfahren aufbereiten und verarbeiten» Man kann abeE ebensogut rlis durch das wässrige Verfahren zwangsläufig erzielte grosse Oberfläche au weiteren Eeaktionen^ wie zeB® Oxy= dation und dgle ausnützen und so durch,Veränderung der Löslichkeit su in gewiäsen Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgeniischen ein¥iejidfrei löslichen Kopalen und Dammaren kommen0

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    esa &t» <g& «w* esm- «s» <&& «3& «333
    1*) Verfahren sujr wässriger* ferseifaag von fosüilsa bsw« foaailea Kopalen \v&ü Bamiaaie&g ^Ie suB* 1'8UrI-KoPaIo9 harte iüaaiIa«>Kopales htawoB oder aoliwarse Uiiaatra Dagmar© u©cigle& öadurcfi gekenaseialifiet§ clasa cii© fersoiftiiig alt enorgsnischen «Ikeliea oder organischen Aeiiaen ia Gegenwart £/ oder teilweise^ wasserlöslicher» or^snischcii1 Lösungsaifisel
    Butaaol$ Aceton
    2e) Vorfahren geraMsö Anspruch 1·}» daäurcli/y^ekötoiisoiolijiets claes die farsQifuog bei erhöhter feapeiratiif mid/odes' ©rhöhtets. Druck ausgeführt vrfrd^
    3®) Voriaiirefi goiaäss Anapruoa Ia) und 2·)9 üBüutah'gekennzeichne iaoe die i.:ac!i den vorIielenden ferfaareii f/ewoaiis Ilarse ßit enüeres, lla:rsea9 wie seBe Kolophoaiiiiig !Jar ögl© kombiniert "bstJ® be.h?-HH]alt \vez6en9 b©?©y sie nach bekannten
    oder den la den l\a!2eldun;*en ρ 55 195 IVe/22h D ■ ■ ■=
    und ρ 55 196 IVc/22h B
    oiedef^ele^ten Pi'inaiplea präpariert bsv** verschmolaoa weröeia«
    4·) feriaiifsri gemäas aaaprueli 1») - 3^)9 dadurch ^okoangeichnet, dasü die orhaltenon Harse vyeiteyes befcaanteii R©aktione% vvie SoB oiner Oxydation^ mitenvorfea werden, die oiae feränderung äei Löslichkeit sit dem :äid£3iol einsr einwandfreien Auflösung unö ^Umbildung In b3VB# eas £8iSius«3ß LbGUngeaittöln oder Lösung seilt t sum Ziele habQn„
    5q) 7erfahren ^emass 1») - 4e)> dadurch teiceiiaseiclmet, äasis aus ilen alkalioolieii HarslÖaun.-eß bestimst© Anteile lie rauste fällt oöes heraus^öiOst ^erdenj clie als :anselbeatai::öteil erwiUiacht oder i£s Hers sls unerwllnsoht ^eI

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