DEP0053194DA - Verfahren zur Herstellung fettsaurer Alkali- und Erdalkalisalze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung fettsaurer Alkali- und Erdalkalisalze

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DEP0053194DA
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alkaline earth
fatty acid
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alkali
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Langeloh, Hans J., Dr., Hamburg
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Description

Es besteht häufig die Notwendigkeit, Alkali- oder Erdalkalisalze der Propionsäure, deren höheren Homologen oder von Derivaten dieser Säuren im Gemisch mit indifferenten Stoffen oder in Bindung an diese herzustellen. Zu diesem Zweck kann man, in Anlehnung an die bekannten Arbeitsweisen, folgendermaßen verfahren: Zunächst werde die Salze vorgenannter Säuren in üblicher Weise so hergestellt, daß die stark verdünnten Säuren z.B. mit Calciumcarbonat oder Calciumoxyd umgesetzt werden. Zur Gewinnung des Salzes muß die Umsetzungslösung eingeengt werden. Beim Einengen kristallisiert das fettsaure Calciumsalz aus. Dieses wird umkristallisiert oder gewaschen, getrocknet und gemahlen und schließlich mit dem indifferenten Stoff in dem gewünschten Verhältnis mechanisch vermischt.
Dieses Verfahren besteht also aus einer Vielzahl von Arbeitsgängen, wie Verdünnen der Säure, welche in hochkonzentrierter Form in den Handel kommt, Einengen der Umsetzungslösung unter Zuführen von Wärme, Umkristallisieren, Waschen und vor allem Trocknen und endlich Mischen des fettsauren Salzes mit dem indifferenten Stoff. Das fertige Produkt ist aber, selbst bei innigen Vermischen der Komponenten, nur ein mechanisches Gemenge.
Bei der Gewinnung genannter Salze lassen sich diese
Arbeitsstufen z.B. Trocknungsprozeß nicht umgehen, weil sich die hochkonzentrierten z.B. 100%igen Säuren, wie sie zumeist im Handel vorliegen, selbst nach Zusatz des für die Salzbildung etwa benötigten Kristallwassers, gegenüber Alkalien oder Erdalkalien so träge verhalten, daß praktisch kein Umsatz und damit keine Salzbildung zustandekommt.
Es wurde nun gefunden, daß man zur Herstellung der Alkali- und Erdalkalisalze genannter Fettsäuren nicht auf die Umsetzung der stark verdünnten Säure angewiesen ist, sondern von der konzentrierten Säure selbst ausgehen kann.
Erfindungsgemäß werden die vorgenannten flüssigen Säuren in hochkonzentrierter Form mit indifferenten Stoffen z.B. Mehlen verschiedener Herkunft (Zerealien-, Soja-, Leguminosenmehle) oder anderen zweckmäßig großoberflächigen Stoffen und der berechneten Menge Alkali oder Erdalkali z.B. in Form von Carbonaten, Oxyden, ferner -soweit das zu bildende Salz Kristallwasser enthält und das notwendige Wasser nicht schon in abgebbarer Form in den Ausgangsstoffen enthalten ist- zweckmäßig mit der entsprechenden Wassermenge, miteinander vermischt. Das Gemisch bleibt sich selbst überlassen.
Auf Grund des bekannten trägen Verhaltens der Säuren in hochkonzentrierter Form gegenüber Alkalien und Erdalkalien war nicht zu erwarten, daß ein vollständiger oder nahezu vollständiger Umsatz zwischen Säure und der anderen Komponente zu dem entsprechenden Salz beim Vorgehen im Sinne der Erfindung möglich ist. Dieser Umsatz ist vielleicht auf eine Oberflächeneinwirkung des indifferenten Stoffes, vielleicht aber auch auf eine katalytische Wirkung dieses Stoffes zurückzuführen. Bei Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung kommen die Maßnahmen in Fortfall, die bei der Umsetzung der verdünnten Säuren unerläßlich sind, wie Verdünnung der hochkonzentrierten Säure, Trocknung des gebildeten Salzes und dergleichen.
Die nach vorliegendem Verfahren hergestellten Erzeugnisse sind unter anderem als Schimmelverhütungsmittel für Backzwecke sowie ein Mittel zum Pickeln in der Gerberei geeignet.
Beispiel 1
14,8 kg 100%igePropionsäure werden mit 10 kg Calciumcarbonat und 6 kg Sojamehl und zweckmäßig mit 5,4 kg Wasser (für das Neutralsalz benötigtes Kristallwasser) versetzt. Das Gemisch wird gut durchgerührt und sich selbst überlassen. Der Umsatz zwischen Säure und Calciumcarbonat erfolgt sehr bald, wobei nur eine geringe Menge Säure unumgesetzt zurückbleibt.
Auch kann zweckmäßig so verfahren werden, daß die vorgenannten Mengen Propionsäure, Wasser und Calciumcarbonat zunächst für sich vermengt und zweckmäßig bei etwa 40° einige Zeit unter Rühren zur innigen Vermischung der Reaktionskomponenten gehalten werden. Danach wird das Reaktionsgemisch mit dem indifferenten Stoff verarbeitet, wonach der Hauptumsatz erfolgt. Zum Vermischen der beiden Phasen kann ein Mischer oder Kollergang oder jede andere zweckdienliche Mischvorrichtung verwendet werden. Man erhält so Produkte, die das fettsaure Salz in gleichmäßiger Verteilung über die ganze Masse enthalten. Dieser Verteilungsgrad kann beim bloßen Vermengen der Salze mit indifferenten Stoffen nicht ohne weiteres erreicht werden.
Beispiel 2
Bisweilen handelt es sich darum, Gemische solcher fettsauren Salze mit diastatischen Mehlen z.B. Malzmehrl herzustellen. Dabei muß man so vorgehen, daß zunächst ein möglichst weitgehender Umsatz der Fettsäure mit dem Alkali oder Erdalkali erfolgt, wozu zweckmäßig nur ein nicht diastatisches Mehl Verwendung findet. So können z.B. 14,8 kg 100%ige Propionsäure mit 10 kg Calciumcarbonat unter Zusatz von 6 kg Sojamehl und zweckmäßig 5,4 Wasser gemäß Beispiel 1 umgesetzt werden. Erst nachdem dieser Umsatz zum fettsauren Salz erfolgt ist, wird das diastatische Mehl, und zwar Malzmehl in einer Menge von 54 kg untergemischt. Dadurch wird unter anderem erreicht, daß die diastatische Kraft des zugesetzten Malzmehls voll erhalten bleibt.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung fettsaurer Alkali- oder Erdalkalisalze, dadurch gekennzeichnet, daß Propionsäure in konzentrierter flüssiger Form mit der berechneten Menge Alkali oder Erdalkali, etwa in Form von Carbonaten oder Oxyden, sowie indifferenten Stoffen und zweckmäßig der für die Salzbildung etwa erforderlichen Kristallwassermenge verarbeitet werden und das Gemisch sich selbst überlassen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettsäure, Alkali bezw. Erdalkali und zweckmäßig das gegebenenfalls für die Salzbildung benötigte Kristallwasser unter geringer Wärmezufuhr zunächst für sich verarbeitet werden und das Reaktionsgemisch sodann mit dem indifferenten Stoff vermischt wird.

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