DEP0052548DA - Düngerstreuer mit sich hin- und herbewegenden Schiebern - Google Patents
Düngerstreuer mit sich hin- und herbewegenden SchiebernInfo
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Description
Es sind Düngerstreuer bekannt, bei denen der Dünger durch Löcher und solche, bei denen er durch Schlitze aus dem Behälter ins Freie befördert wird. Erstere haben den Vorteil, dass bei geringen Streugaben auch grobkörniger Dünger auszutreten vermag, weil die Löcher entsprechend gross geöffnet werden können. Sie haben aber den Nachteil, dass feuchter und klebriger Dünger die Löcher überbrückt und von den Streuorganen nicht durch die Öffnungen getrieben werden kann. Die meisten Schlitzstreuer haben den Vorteil, dass sie nicht längsstreifig streuen, und dass es möglich ist, mit Streufingern den Dünger durch den Schlitz zu treiben, wenn die Fingerspitzen durch den Schlitz treten. Sie haben den Nachteil, dass grobkörniger Dünger bei kleinen Streugaben abgesiebt wird, weil der Schlitz, um eine Austreten zu grosser Mengen zu verhindern, nicht so weit aufgestellt werden kann, dass auch die groben Körner austreten können. Wenn der Schlitz ganz geschlossen werden kann, haben sie ferner den Nachteil, dass feuchter und klebriger Dünger nicht hinausgetrieben wird, weil die Finger nicht durch den Schlitz (besonders über die Unterkante) treten können. Gehen die Finger aber durch den Schlitz, so kann dieser nur bis zur Fingerstärke geschlossen werden. Trockener Dünger rieselt dann auf dem Transport aus dem Behälter, auch wenn die Finger nicht bewegt werden. Auch heben sich die Finger, besonders, wenn sie wegen feiner Streumengen dünn gehalten sind, leicht von der Unterlage ab, wodurch die Genauigkeit des Streuens beeinträchtigt wird. Beide Systeme (Loch- und Schlitzstreuer) haben ferner den Nachteil, dass die, die Zerkleinerungs- und die Mitbewegung des Düngers hemmenden Einrichtungen besonders eingebaut und bei klebrigem Dünger wegen Verschmierungsgefahr herausgenommen werden müssen.
Die Erfindung schliesst die Vorteile beider Systeme ein und ihre Nachteile aus. Die Bodenschiene des Behälters und der mit Fingern besetzte Schieber werden in ihrer Längsrichtung wechselseitig hin- und herbewegt. Die Vorderkante der Bodenschiene ist mit sägearti-
gen Ausschnitten versehen. Die die Grösse der Austrittsöffnungen regelnde Schiene ist um ihre Längsachse schwenkbar. Beim Öffnen werden zuerst die sägeartigen Ausschnitte freigegeben, dann wird in der gesamten Längsrichtung ein Schlitz gebildet. Gleichzeitig mit dem Öffnen wird der mit Fingern besetzte Schieber senkrecht zu seiner Längsrichtung vorgezogen, bis die Fingerspitzen über die Vorderkante der Bodenschiene hinausragen und den Dünger abschieben. Die Regelschiene hält mit ihrer äusseren Kante, solange die Öffnungen gering sind, die Fingerspitzen fest auf ihrer Unterlage. Dadurch wird auch diese äussere Kante der Regelschiene bestrichen. Es wird somit auch bei geringen Streugaben eine gleichmässige Streuarbeit gewährleistet. Die Regelschiene ist mit Nasen besetzt, welche klebrig-feuchten Dünger hindern, dauernd hin- und hergeschoben zu werden, und bewirken, dass der Dünger länger gelagert wird, zerkleinert, wenn sie von den Fingern gegen die Nasen geschoben werden. Weil die Nasen an der Regelschiene sitzen, werden sie mit dieser nach aussen geschwenkt. Dadurch werden die Klumpen jeweils soviel zerkleinert, dass sie durch die beliebig gross zu stellenden Ausstreuöffnungen fallen können, sich also nicht zwischen Nasen und Schlitz setzen und letzteren verstopfen. Auch erhalten die Nasen bei ausgeschwenkter Regelschiene eine Neigung, dass sich darüber kein Dünger anstauen kann. Die Zerkleinerung kann durch Anbringen von Nocken auf den Fingerspitzen noch verbessert werden.
Die Abbildungen zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
1 ist der Düngerbehälter, 2 ist der Streuschieber, welcher mit Fingern 3 versehen ist und mit Nocken 4 versehen werden kann. Der Streuschieber 2 wird in seiner Längsrichtung auf der Bodenschiene 5, welche mit sägeartigen Ausschnitten 6 versehen ist, hin- und herbewegt. Die Bodenschiene kann ebenfalls in ihrer Längsrichtung hin- und herbewegt werden. Die Ausstreuöff-
nungen, zunächst Löcher, dann Schlitze, werden durch die Unterkante der Regelschiene 7, welche um die Längsachse 8 drehbar ist, und mit Nasen oder STollen 9 und 10 besetzt sein kann, freigegeben. An den Enden der Achse 8 sitzen Kurbeln 11 und 12. Die Bolzen 13 und 14 greifen in Schlitze 15 der Laschen 16, welche fest mit den Riegeln 17 verbunden sind. Die Riegel sind ferner mit Bolzen 18 versehen, welche in die Schlitze 19 des Schiebers 2 eingreifen und gleiten in den Bodenträgern 20. Durch den Hebelmechanismus 21, 22, 23 wird die Regelschiene 7 um ihre Achse 8 gedreht, wobei die Ausstreuöffnungen beliebig freigegeben oder geschlossen werden. Gleichzeitig wird der Schieber 2 mit den Fingern 3 senkrecht zu seiner Längsrichtung verschoben. Die Längsbewegung des Schiebers 2 kann durch eine Schubstange, an welcher der Zapfen 24, evtl. mit Rolle 25, sitzt und in den Schlitz 26 eingreift, erfolgen.
Claims (3)
1. Düngerstreuer mit sich hin- und herbewegenden Schiebern, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Bewegen der Regelschiene (7) zwecks Öffnens und Schliessens der Ausstreuöffnungen der in der Längsrichtung des Behälters bewegliche Streuschieber (2) auch senkrecht zu seiner Längsrichtung verschoben wird.
2. Düngerstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelschiene (7) die Streufingerspitzen (3) auch im mässig geöffneten Zustand noch auf ihre Unterlage drückt.
3. Düngerstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelschiene mitz Stollen (4, 10) besetzt ist.
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