DEP0051952DA - Verfahren zum Behandeln von Kunstseide und anderen synthetischen Fasern - Google Patents

Verfahren zum Behandeln von Kunstseide und anderen synthetischen Fasern

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DEP0051952DA
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DE
Germany
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synthetic fibers
derivatives
rayon
fatty acids
treated
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Expired
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English (en)
Inventor
Joachim Dr. Marl Amende (Kr. Recklinghausen)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
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Description

Es ist bekannt, Kunstseide und andere synthetische Fasern mit anion- bzw. kationaktiven oder nichtionogenen Fettstoffen zu präparieren, um der Faser eine für die Weiterverarbeitung geeignete Oberflächenbeschaffenheit zu verleihen. Um Kunstseidengarne zu verweben, ist es darüber hinaus erforderlich, sie zu schlichten, damit sie gegen die mechanischen Beanspruchungen auf dem Webstuhl widerstandsfähig sind. Hierfür verwendet man vielfach Lösungen in organischen Lösungsmitteln oder Emulsionen von Leinöl.
Es wurde nun gefunden, daß man Kunstseide und andere synthetische Fasern in einem Arbeitsgang präparieren und schlichten kann, wenn man sie mit wässrigen Lösungen wasserlöslicher Abkömmlinge trocknender Fettsäuren behandelt. Diese Abkömmlinge machen die Kunstseide einerseits weich und geben ihrer Oberfläche die zur Verarbeitung erforderliche Glätte oder Haftung, andererseits wird ein zusammenhängender Film auf der Faser erzeugt, wie er für die Verarbeitung auf dem Webstuhl erforderlich ist. Wasserlösliche Abkömmlinge von trocknenden Fettsäuren wurden z.B. erhalten durch Umsetzen von Fettsäuren von der Art der Leinölfettsäure, Linolsäure, Linolensäure und anderen Säuren mit trocknenden Eigenschaften, wie Hanföl-, Maisöl- Holzölfettsäure, mit Alkalien, Aminen, aliphatischen Polyaminen, wie Äthylendiamin, Diäthylentriamin, Hexandiamin-(1,6) u.dgl., oder Polyglykoläthern, Alkylenoxyden, Alkylolaminen, wie Mono-, Di- und Triäthanolamin und anderen. Geeignete Abkömmlinge sind insbesondere die aus Leinölfettsäure und Mono-, Di- oder Triäthanol- amin und anderen Alkylolaminen, wie Dialkylmonoäthanolamin, erhältlichen Kondensationsprodukte. Auch die durch Einwirkung von Äthylenoxyd auf trocknende Fettsäuren oder durch Veresterung mit Polyglykolen, wie Hexandiol-(1,6) oder Polyalkoholen, wie Sorbit, erhältlichen wasserlöslichen Ester kommen in Betracht. Die vorhandenen umsetzungsfähigen Amino- bzw. Hydroxylgruppen der genannten Verbindungen brauchen nicht sämtlich mit den erwähnten Fettsäuren zur Umsetzung gebracht werden. Soweit die erhaltenden Abkömmlinge nicht bereits wasserlöslich sind, wendet man sie unter solchen Bedingungen an, daß sie wasserlöslich werden, z.B. in saurer oder alkalischer Flotte, oder bewirkt eine ausreichende Wasserlöslichkeit durch Umsetzung mit Äthylenoxyd, durch Sulfonierung oder durch Umsetzung mit mehrbasischen Carbonsäuren, diese derart, daß mindestens eine Carboxylgruppe zur Ester- bzw. Salzbildung mit Alkalien, Aminen u.dgl. befähigt bleibt.
Das zu behandelnde Fasermaterial wird zweckmäßig mit der konzentrierten wässrigen Lösung der genannten Verbindungen behandelt und nach dem Trocknen zu Strängen aufgewickelt. Darauf werden die Stränge bei erhöhter Temperatur einige Zeit der Einwirkung der Luft ausgesetzt, wobei eine Polymerisation eintritt und die Verkittung der einzelnen Fäden erfolgt.
Beispiel 1
Viskosekunstseide wird in der üblichen Weise mit einer essigsauren Lösung, die je Liter 10 g des Kondensationsproduktes aus 2 Mol Leinölfettsäure mit 1 Mol Triäthanolamin enthält, behandelt, sodann zu einem Strang aufgewickelt und bei 40-50° getrocknet. Das so behandelte Garn zeigt einen guten Fadenschluß und läßt sich ohne weiteres verweben.
Beispiel 2
Kunstseide wird mit einer Lösung, die je Liter 20 g eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol Leinölfettsäure mit 5 - 6 Mol
Äthylenoxyd enthält, behandelt und in Strangform bei 80-90° so lange getrocknet, bis das Garn einen guten Fadenschluß zeigt.
Beispiel 3
Polyamidgarn wird mit einer essigsauren Lösung, die 15 g des Umsetzungsproduktes von 1 Mol Diäthylentriamin mit 2 Mol Leinölfettsäure enthält, behandelt und in der in den vorstehenden Beispielen angegebenen Weise weiterverarbeitet.

Claims (4)

1. Verfahren zum Behandeln von Kunstseide und anderen synthetischen Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß man diese mit wässrigen Lösungen wasserlöslicher Abkömmlinge trocknender Fettsäuren behandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Abkömmlinge von trocknenden Fettsäuren mit Polyaminen verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Abkömmlinge von trocknenden Fettsäuren mit Polyalkoholen oder deren funktionellen Derivaten verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Abkömmlinge von trocknenden Fettsäuren mit Alkylolaminen verwendet.

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