DEP0050168DA - Entwicklungskorb zur Massenentwicklung photogra- phischer Papiere ohne Schichtberührung - Google Patents
Entwicklungskorb zur Massenentwicklung photogra- phischer Papiere ohne SchichtberührungInfo
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Description
Die Massenentwicklung von einzeln belichteten photograph.isc.beEE Postkarten,
Bildern-j Color-Kopien, Planbogen-Kopien usw, stösst bekanntlich auf erhebliche Schwierigkeiten. Ganz allgemein werden heute
noch einzeln belichtete Kopien, selbst wenn sie in grossen Auflagen kopiert wurden, in Schalen und Becken in Serien von 10 bis 30 Stück
von Hand entwickelt»
Versuche mit laufenden Bändern aus Gummifaden bezw. Hetzen, zwischen denen die Bilder lagernd durch die Entwicklungs-, Pixier-
und Wässerungsbäder geführt werden, können mehr oder weniger als gescheitert betrachtet werden, v/eil die gegen mechanische Verletzungen
sehr empfindlichen photographischeη Bildschichten eine derartige Behandlung nicht vertragen.
Mit dem Erscheinen des gegen mechanische Verletzungen etc. noch wesentlich empfindlicheren Color-Papiers, welches neuerdings zur
Herstellung farbiger photographischer Abzüge verwendet wird, dürften auch die sogenannten Spiral-Entwicklungokcrbe, zwischen
deren Spiralwindungen die einzelnen --Kopien gestellt werden, für den gedachten Zweck unbrauchbar geworden sein, weil das Golor-Papier
eine Berührung der Schicht während der Entwicklung nicht verträgt, ohne an den Berührungspunkten durch Flecke, Schichtverletzungen
usw. beschädigt zu werden.
Es ist zweifellos eines der grössten Probleme der modernen Farbenphotographie,
zuverlässige Mittel und Wege zu finden, die die in der Wärme der Hand schmelzende und diirch die geringste Berührung
mit festen Stoffen zerreissende farbschicht des Color-Papiers unverletzt und vor allem in grossen Mengen durch 5 bis 9 verschiedene
Bäder und Wässerungen hindurchschleusen, ohne die Schicht während dieser Behandlung an irgendeiner Stelle zu berühren=
Die auch in Amerika durchgeführten Versuche, mit Hilfe sogenannter Entwicklungskörbe und Kassetten Color-Papiere zu entwickeln,
mussten zwangsläufig daran scheitern, dass die empfindliche Schicht dieser Papiere an irgendeiner Stelle, meist an den Händern,
mit Klammern, Rillenführungen, Warzen etc. in Berührung kam und an diesen Punkten sowohl chemische als auch mechanische Schichtfehler auftraten.
Sinn und Zweck der nachstehend beschriebenen Einrichtung ist es daher, mit Hilfe einer geeigneten Entwicklungseinrichtung die
Massenentwicklung von Color-Papieren etc. zu ermöglichen. Die Erfindung schafft eine Ent wicklungseihri chtung, die
I0) grosse Mengen Bilder aufnehmen kann,
2.) die Bilder unverrückbar festhält, ohne deren leicht verletzliche Schichten an irgendeinem Punkt zu berühr
en j
3.) den Bädern sowohl von der Schicht- als auch von der Rückseite aus fr-ien Zutritt lässt, so dass die Bilder
bis zur letzten Wässerung darin verbleiben können,
4») für grössere und kleinere Pormate verwendbar ist,
5.) mit mehreren weiteren Entwicklungsgeräten zu einem fest zusammenhängenden Aggregat zu~ara.menga.kuppelt
werden kann und somit eine Vielzahl von Bildern auf einmal chemisch zu. behandeln gestattet»
Der in den Abbildungen dargestellte Entwicklungskcrb ist durch den Einsatz einander kreuzender Längs- a und 'Querwände
"b beispielsweise in 12 fächer m unterteilt, so dass 12 Stück mit der Schichtseite nach innen zusammengerollte
grössere Bilder darin unterzubringen sind. In mittlerer Höhe sind herausnehmbare Uiiterteilungsstäbe d eingesetzt, so dass
die doppelte Anzahl (also 2.4 Bilder) eines halb so grossen .Formates teils von oben teils von unten in den Korb eingefüllt
werden kann. Damit die Bilder in den Bädern nicht herausfallen oder fortschwimmen, sind Gummiringe e vorgesehen; welche über
die Haken f gespannt die Papiere in ihren Fächern m festhalten. Die Aussenwände g des Korbes sowie die inneren Unterteilungswände a und b sind allseitig mit warzenartigen oder wellenförmigen
Erhebungen h versehen, so dass die photographischen Papiere c mit ihrer Rückseite von den !Flächen des Korbes ferngehalten
und somit allseitig von Chemikalien und Wasser umspült werden.
Die Aufhänger i der Körbe sind aus federndem Material gefertigt und greifen über zwei grosse keilförmige Warzen k, die in den
Stirnseiten des Gehäuses eines jeden Korbes eingeprägt sind. Sobald ein Korb auf den zweiten aufgesetzt wird (Abb. IY)5 schnappen die
federnden Aufhänger i über die Warzen k und kuppeln dadurch beide Körbe fest zu einer Einheit zusammen, während die Füase
des oberen Korbes in entsprechende Halter des unteren Korbes hineingleiten. 3o können zahlreiche Körbe zu einem Aggregat
zusammengesetzt und mit Hilfe eines sogenannten Tankstabes in grosse Ent wicklung s tank s eingehängt v/erden.
Diese Arbeitsmethode ermöglicht dem Ginne des Verfahrens entsprechend eine fehlerlose chemische Behandlung grosser Mengen empfindlichster
photographischer Papiere, wobei die gleichmässige und einwandfreie. Verarbeitung besondere deutlich in Erscheinung tritt.
Das photographische Papier wird in trocknem Zustand zusammengerollt und in die Fächer m hineingestellt. Es steht darin,
nur mit der fiückseite gegen die punktförmigen Warzen h gelehnt, frei in der- Flüssigkeit, während die Schicht an keiner Stelle
den Korb unmittelbar berührt. Das Papier wird auch während des gesamten chemischen Verarbeitungsprozesses weder mit den Händen
noch von einer Klammer, einem Halter etc. berührt.
Die in den Bädern aufq.uellen.de Schicht verleiht dem Papier c eine nach aussen (nach der Papierseite) neigende Rolltendenz,
wodurch es sich selbst nach längerer Bäderbehandlung ausreichend fest gegen die Warzenpunkte h der Fächer m drückt.
Anstelle der viereckigen Fächer m kann der Entwicklungskorb auch mit entsprechenden Röhren, Spiralen, Hingen, gelochten
Zwischenböden, Gittern, Fäden, Federn oder ähnlichen dem gleichen Zweck - der freistehenden Entwicklung ohne Schichtberührung dienenden
Unterteilungshilfsmitteln ausgerüstet werden.
Claims (1)
- Patentansprüche: Anspruch Ij-Entwicklungskorb zur freistehenden Entwicklung ohne Schichtberührung von phot'ographischen Papierschichten dadurch gekennzeichnet, dass er durch Fächer oder Röhren, Spiralen, Hinge, gelochte Zwischenboden, Gitter, Fäden, Federn etc* in Fächer unterteilt ist, in denen die zu entwickelnden Papiere einzeln unter Vermeidung jeder Schichtberührung mit der Schichtseite nach innen gerollt während der chemischen Behandlung freistehend festgehalten werden.Anspruch 2;Entwicklungskorb nach Ansprach I5 dadurch gekennzeichnet, dass die Aussen- und Zwischenwände mit Warzen (h) versehen sind oder aus well blechförmigen Materialien bestehen»Anspruch 3·Entwicklungskorb nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzsächnst, dass die für Grossformate zu verwendenden Einzelfächer durch einsehbare Stäbe (d) unterteilt sind, so dass sowohl einzelne Fächergruppen als auch sämtliche Fächer eines Korbes mindeiens die doppelte Anzahl Kleinformate aufnehmen können.Anspruch AtEntwicklungskorb nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fächer der Körbe durch Gummifäden, Gummiringe (e) oder gelochte Platten etc. oben wie unten flüssigkeitsdurchliissig geschlossen sind.Anspruch 5?Entwioklungskorb nach Anspruch 1 bis 4» dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnwände mit federnden Aufhängern (i) und keilförmigen Ausbeulungen (k) versehen sind, über die die federnden Aufhänger eines anzukuppelnden aweiten Korbes hinweggleiten und dergestalt in die Öffnungen der Aufhänger hineingreifen, dass die Ausbeulungen als Träger des anhängenden zweiten Korbes dienen.Opladen, den 1. Juli 1949
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