DEP0049745DA - Rekuperativofen mit Luft- und Gasvorwärmung - Google Patents
Rekuperativofen mit Luft- und GasvorwärmungInfo
- Publication number
- DEP0049745DA DEP0049745DA DEP0049745DA DE P0049745D A DEP0049745D A DE P0049745DA DE P0049745D A DEP0049745D A DE P0049745DA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- air
- recuperator
- burner
- recuperators
- individual
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
Die Erfindung betrifft einen Rekuperativofen mit Luft- und Gasvorwärmung.
Bei den bekannten Rekuperativöfen wird im allgemeinen die Luft in einem für alle Brenner gemeinsamen Rekuperator erhitzt, ebenso das Gas. Diese Anordnung hat verschiedene Nachteile: Die aus dem Rakuperator austretende Heißluft muss durch eine mehr oder weniger lange Heißwindleitung den Brennern zugeführt werden, wobei sie stark Wärme verliert, so dass die Temperatur der Heißluft am Brenner meistens bedeutend niedriger ist als bei ihrem Austritt aus dem Rekuperator, was sich bei der Flammentemperatur ungünstig auswirkt. Wenn man den Wärmeverlust in der langen Leitung ausgleichen will, so ist man gezwungen, die Luft bzw. das Gas höher vorzuwärmen, d.h. also, das Rekuperativmaterial muss entsprechend stärker erhitzt werden, wodurch aber seine Lebensdauer wesentlich sinkt.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Rekuperativöfen besteht darin, dass die Heißluft für die einzelnen Brenner durch Heißwindschieber reguliert werden muss, die infolge der hohen Dauertemperatur einem starken Verschleiß unterworfen sind.
Sehr störend wirkt es sich aus, dass bei Schadhaftwerden des gemeinsamen Rekuperators sofort der ganze Betrieb stillgesetzt werden muss, was zu erhöhten Kosten und Produktionsausfall führt.
Diese Nachteile werden bei einem eingangs erwähnten Rekuperator gemäß der Erfindung dadurch vermieden, dass für die Vorwärmung von Luft und Gas für sich selbständige kleine Einzelrekuperatoren vorgegeben sind, die unabhängig voneinander auswechselbar sind, und dass jeder Einzelrekuperator oder jede kleine Gruppe von Rekuperatoren einen Brenner oder eine kleine Brennergruppe beliefert und in unmittelbarer Nähe des zugehörigen Brenners untergebracht ist, wobei für jeden Brenner Kaltwindschieber, zweckmäßig vor dem Rekuperator, für die Luftregelung vorgesehen sind.
Diese Anordnung bringt wesentliche Vorteile mit sich. Die Heißwindleitung mit ihren Wärmeverlusten fällt weg, dadurch kommt jetzt entweder die Heißluft wärmer zum Brenner oder man braucht die Luft nicht mehr so hoch vorzuwärmen, was die Haltbarkeit der Rekuperatoren erhöht. Da die Luft vor dem Eintritt in die Rekuperatoren für die einzelnen Brenner einreguliert werden kann, entfallen alle Heißwindschieber, die zu Reparaturen Anlass geben.
Die Betriebssicherheit des Ofens, soweit sie von der Luft- oder Gasvorwärmung abhängt, ist unbegrenzt, da Stillstände oder Betriebsunterbrechungen wegen schadhafter Rekuperatoren
nicht mehr vorkommen können, denn die als Einhäng-, Einsetz- oder Aufsetzrekuperatoren ausgebildeten Einzelrekuperatoren können in einigen Minuten ohne jede Betriebsunterbrechung des Ofens ausgewechselt werden.
In der zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
Fig. 1 ist ein vertikaler Längsschnitt durch einen auswechselbaren Einhängerekuperator nach Linie a-b von Fig. 2,
Fig. 2 ist ein Querschnitt des Einhängerekuperators nach Linie c-d von Fig. 1,
Fig. 3 ist das untere Ende eines Einhängerekuperators mit Luftzuführung am unteren Ende,
Fig. 4 ist das untere Ende eines Aufsetzrekuperators mit festliegender Luftzuführung,
Fig. 5 ist ein zweiflügeliger Einsetzrekuperator und
Fig. 6 ist ein Rekuperativofen mit eingebauten auswechselbaren Einzelrekuperatoren.
In Fig. 1 ist 1 der eigentliche röhrenförmige Rekuperatorkörper mit Innen- und Außenrippen, 2 ist ein röhrenförmiger Einsatzkörper, der die Luft zwingt, durch die Zwischenräume zwischen den Innenrippen von 1 zu streichen, er dient außerdem zur Aufnahme von Wärme bei schädlichen Temperaturstößen und daher zum Schutz des Rohres 1 an seiner heißesten Stelle, d.h., da wo Abgas und Luft am heißesten sind. Durch den Regulierschieber 3 wird die Luft in das Rohr 5 eingelassen. 4 ist eine leicht lösliche Verbindung in der Luftzuführungsleitung. Am unteren Ende des Rohres 5 verteilt sich die Luft auf den Zwischenraum zwischen 1 und 2, steigt zwischen den Innenrippen hoch, tritt hocherhitzt in den Raum 7 des aufge-
setzten Kopfstückes und geht durch das leicht lösbare Keilstück 8 und den Brennerkanal 9 direkt zum Brenner. Die Abgase kommen aus dem unter dem Ofenherd liegenden Abgaskanal 10, durchstreichen die zwischen dem Rekuperator und dem Mauerwerk befindlichen Räume 11 und treten dann, durch Schieber 13 reguliert, in den Kaminkanal 12 über. Will man den Rekuperator auswechseln, so lößt man die Rohrverbindung 4, nimmt das Keilrohrstück 8 weg und zieht den Rekuperator heraus.
Bei dem Einhängerekuperator nach Fig. 3 wird die Luft am unteren Ende durch ein Luftzuführungsrohr 14, das seitlich vom Rekuperator in einer Mauerwerksnische zum Ventil 3 geht, dem Rekuperator zugeführt.
Bei dem Aufsetzrekuperator sitzt das rohrförmige Rekuperatorende mit vorher eingelegter Dichtung 16 auf dem Stutzen des eingebauten Luftzuführungsrohr 15. Beim Auswechseln des Rekuperators braucht nur die Verbindung mit dem Brennerkanal gelöst werden.
Bei dem Einsetzrekuperator dient der eine Flügel als Luftzuführung mit Stutzen 17, der Stutzen 18 ist mit dem Brenner verbunden. Die Abgase ziehen von 19 nach 20 und weiter zum Kamin.
Fig. 6 stellt einen Rekuperativofen dar, bei dem verschiedene auswechselbare Einzelrekuperatoren eingebaut sind. 21 ist der Ofenraum, der beheizt wird, die Abgase geben durch den Herdkanal 22 und 25 zum Kaminkanal 26. Am Ende vom Ka-
nal 22 ist ein Einzelrekuperator 23 eingeschoben, der nach dem Gleichstromprinzip arbeitet, im Kanal 25 ist ein Rekuperator 24 eingeschoben, er wird von Luft und Gas im Gegenstrom durchflossen. Die Heißluft aus beiden Rekuperatoren 23 und 24 zieht direkt zu den zugeordneten Brennern 27. Die Luft zu den Rekuperatoren 23 und 24 wird durch Leitungen 28 und 29 zugeführt und kann am Ofenkopf reguliert werden. Die Gaszuführung für den Brenner 27 erfolgt durch das Rohr 30. Der Einhängerekuperator 33 erzeugt die Heißluft für den direkt über ihm liegenden Seitenbrenner 34. Die Abgase zur Beheizung des Rekuperators 33 werden seitlich aus dem Kanal 22 entnommen und ziehen durch Kanal 31 und 32 zum Kaminkanal 26. Ein Rekuperator 35 mit ovalem Querschnitt, der von der Ofenseite aus in den Kanal 22 eingeschoben ist, beschickt den darüberliegenden Brenner 36 mit Heißluft.
Alle Rekuperatoren können ohne Betriebsunterbrechung des Ofens ausgewechselt werden, sie sind in unmittelbarer Nähe der zugehörigen Brenner untergebracht, eine Heißwindleitung mit Heißwindschiebern ist nicht nötig. Die Luft wird durch Kaltwindschieber für jeden einzelnen Brenner reguliert. Die Heißluft gelangt fast mit derselben Temperatur zum Brenner, mit der sie den Rekuperator verlässt.
Claims (2)
1.) Rekuperativöfen mit Luft- und Gasvorwärmung, dadurch gekennzeichnet, dass für die Vorwärmung von Luft und Gas für sich selbständige kleine Einzelrekuperatoren angeordnet sind, die unabhängig voneinander auswechselbar sind, und dass jeder Einzelrekuperator oder jede kleine Gruppe von Rekuperatoren einen Brenner oder eine kleine Brennergruppe beliefert und in unmittelbarer Nähe des zugehörigen Brenners untergebracht ist, wobei für jeden Brenner Kaltwindschieber, zweckmäßig vor dem Rekuperator, für die Luftregulierung vorgesehen sind.
2.) Rekuperativofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelrekuperatoren als auswechselbare Einhäng-, Aufsetz- oder Einsetzrekuperatoren ausgeführt sind.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE868647C (de) | Einrichtung zum gleichmaessigen Erhitzen langer Heizrohre durch Verbrennen eines Gas-Luft-Gemisches in den Heizrohren | |
| DE3234707C2 (de) | Verfahren zum Steuern der Verteilung von Gasströmen in Regeneratoren, insbesondere von Glasschmelzöfen | |
| DEP0049745DA (de) | Rekuperativofen mit Luft- und Gasvorwärmung | |
| DE3115236A1 (de) | Wirbelbettfeuerung | |
| DE2541610C2 (de) | Verfahren zum Betreiben eines Winderhitzers | |
| DE3730036C2 (de) | Glasschmelzofen | |
| DE2519899C3 (de) | Rekuperatoranlage | |
| DE830989C (de) | Kombinierter Kohlenstaub- und Gasbrenner | |
| DE666667C (de) | Regenerator | |
| AT92553B (de) | Ofenanlage mit mehreren wahlweise durch unmittelbar anschließende Heizgaserzeuger oder durch einen gemeinsamen Heizgaserzeuger beheizten Ofeneinheiten. | |
| DE660096C (de) | Gliederkessel mit mittlerem Fuellschacht und unterem Abbrand zur Verfeuerung minderwertiger Kohle | |
| DE1180382B (de) | Verfahren zum Speisen des Brenners eines Winderhitzers mit warmem Wind | |
| DE319046C (de) | Ofen zur Erzeugung von Aluminiumnitrid | |
| AT242720B (de) | Verfahren zum Betrieb von Gas- oder Winderhitzeranlagen und Anlage zur Durchführung desselben | |
| DE553197C (de) | Regenerativofen mit vorgeschaltetem Vorerhitzer zur Vorwaermung der den Regeneratoren zugefuehrten Verbrennungsluft durch die aus den Regeneratoren austretenden Abgase | |
| DE478531C (de) | Vorrichtung zur Verhinderung des Anbackens bei Schachtoefen zum Brennen von Zement durch Waermeabfuhr am Umfange der Schamotteauskleidung | |
| DE635849C (de) | Von oben beheizter Hochofenwinderhitzer | |
| DE830541C (de) | Brenner fuer Siemens-Martin-OEfen | |
| DE942830C (de) | Einrichtung zur Selbstkarburierung von Gas, insbesondere von Koksofengas, fuer mit wechselnder Flammenrichtung und regenerativer Lufterhitzung arbeitende metallurgische Schmelzoefen, insbesondere Siemens-Martin-OEfen | |
| DE438909C (de) | Flammofen | |
| DE892044C (de) | Feuergeschränk, vorzugsweise für Flammrohrkessel | |
| DE703403C (de) | ||
| DE673549C (de) | Brennerkopf fuer Industrieoefen mit umkehrbarer Flammenrichtung | |
| DE488694C (de) | Regenerativ-Gleichstromofen mit unmittelbarer Beheizung der beiden durch Kanaele miteinander verbundenen Waermespeicher | |
| DE383761C (de) | Verfahren zum Betriebe von Tunneloefen |